{"id":8,"date":"2018-04-12T15:49:45","date_gmt":"2018-04-12T13:49:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inabarwich\/?p=8"},"modified":"2018-04-12T15:49:45","modified_gmt":"2018-04-12T13:49:45","slug":"10-04-2018-soziokulturelle-heterogenitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/inabarwich\/2018\/04\/12\/10-04-2018-soziokulturelle-heterogenitaet\/","title":{"rendered":"10.04.2018 Soziokulturelle Heterogenit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend meiner Schulzeit sind mir keine dieser p\u00e4dagogischen Ans\u00e4tze gesondert in Erinnerung geblieben. Ich selber bin nie mit Diskriminierung durch meine eigene Herkunft aus einem sozial schwachen Stadtteil (Gr\u00f6pelingen) meinem Geschlecht oder anderen Eigenschaften konfrontiert worden. \u00c4hnliches ist mir weder bei anderen Mitsch\u00fclern und Mitsch\u00fclerinnen noch bei Lehrern begegnet. Der Umgang mit sozialkultureller Heterogenit\u00e4t war absolut selbstverst\u00e4ndlich. Beispiele daf\u00fcr sind z.B. in ihrer Zusammensetzung heterogene Lerngruppen oder die Programme die f\u00fcr Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen mit Fluchterfahrung realisiert wurden (z.B. hybride Vorklassen oder gemeinsames Kochen). Dies l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass an meiner Schule vor allem der Ansatz der Diversity Education verwendet wurde. Jeder wurde so akzeptiert wie er oder sie ist und die Vielfalt der Eigenschaften zum gemeinsam Austausch und Erweiterung der Horizonte genutzt. Auch Ans\u00e4tze der interkulturellen P\u00e4dagogik und der antirassistischen P\u00e4dagogik sind in diesen Unterrichtskonzepten und den eigenen Erfahrungen erkennbar.<\/p>\n<p>Ich hatte gro\u00dfes Gl\u00fcck, eine Schule besucht zu haben, an der sehr sorgsam mit den individuellen Unterschieden der Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen umgegangen wurde. Sowohl untereinander als auch von Seite der Lehrkr\u00e4fte. Spannend f\u00e4nde ich die Konfrontation mit Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen, die mit anderen Werten und Weltansichten aufgewachsen sind. Wie gehen Lehrkr\u00e4fte mit Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen um, die sich nicht offen gegen\u00fcber den Ans\u00e4tzen der Diversity Education zeigen? Wie vermittelt man Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen ab einem gewissen Alter Werte wie die allgemeine Akzeptanz von Unterschieden?<\/p>\n<p>Auch wenn ich davon ausgehe, dass der \u00fcberwiegende Teil der deutschen Schulen sich um diesen Ansatz bem\u00fchen, glaube ich, dass man nicht fr\u00fch genug anfangen kann, diese Werte in den Klassen zu vermitteln. Ich denke, dass sich viele Schulen dort auf einem guten Weg befinden. Eine Festigung dieser Werte durch Unterrichtseinheiten in z.B. Geschichte, Politik oder Philosophie scheint dennoch w\u00fcnschenswert. Ich k\u00f6nnte mir beispielsweise eine besondere Besch\u00e4ftigung mit dem Thema Menschenrecht und Respekt der Menschen W\u00fcrde als oberstes Gut vorstellten. <\/p>\n<p>Des Weiteren k\u00f6nnten schul- bzw. stadtteil\u00fcbergreifende Projekte zu diesen Themen durchf\u00fchrt werden. Die soziokulturelle Heterogenit\u00e4t w\u00fcrde dadurch verst\u00e4rkt werden und den Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen die M\u00f6glichkeit geben neue Welten und Ansichten zu entdecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend meiner Schulzeit sind mir keine dieser p\u00e4dagogischen Ans\u00e4tze gesondert in Erinnerung geblieben. Ich selber bin nie mit Diskriminierung durch meine eigene Herkunft aus einem sozial schwachen Stadtteil (Gr\u00f6pelingen) meinem Geschlecht oder anderen Eigenschaften konfrontiert worden. \u00c4hnliches ist mir weder bei anderen Mitsch\u00fclern und Mitsch\u00fclerinnen noch bei Lehrern begegnet. 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