{"id":131,"date":"2025-03-29T20:38:56","date_gmt":"2025-03-29T19:38:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/?p=131"},"modified":"2025-03-29T20:58:15","modified_gmt":"2025-03-29T19:58:15","slug":"publizieren-im-wandel-open-access-als-modell-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/2025\/03\/29\/publizieren-im-wandel-open-access-als-modell-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Publizieren im Wandel: Open Access als Modell der Zukunft"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"news-teaser\"><strong>Community over Commercialisation<\/strong> \u2013 unter diesem Motto stand die Open Access Week der Bremer Staats- und Universit\u00e4tsbibliothek im vergangenen Oktober. Auch Anja Becker, Professorin f\u00fcr Germanistische Medi\u00e4vistik, beteiligte sich an einer Podiumsdiskussion zur Zukunft des Diamond Open Access.<\/div>\n<div class=\"news-text\">\n<p>In einem Interview spricht sie \u00fcber ihre Erfahrungen als Herausgeberin und die Potenziale dieses Publikationsmodells.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><span>Wissenschaftliche Publikationen sind das Herzst\u00fcck der akademischen Forschung, doch der Zugang zu ihnen ist nicht immer selbstverst\u00e4ndlich. Bibliotheken m\u00fcssen Fachjournale teuer lizenzieren, und Forschende ohne institutionelle Anbindung stehen oft vor Bezahlschranken. Open-Access-Modelle setzen hier an und erm\u00f6glichen einen freien Zugang zu Wissen. Doch wie funktioniert dieses Prinzip in der Praxis? Und welche Herausforderungen sind mit ihm verbunden?<\/span><\/p>\n<p><span>Anja Becker ist Mitherausgeberin der Beitr\u00e4ge zur medi\u00e4vistischen Erz\u00e4hlforschung (BmE), einer Online-Zeitschrift, die seit 2017 im Diamond-Open-Access-Format erscheint. Dieses Modell verzichtet sowohl auf Abonnementgeb\u00fchren als auch auf Publikationskosten f\u00fcr Autor:innen. Wenn niemand nichts bezahlt, ist die Finanzierung jedoch heikel. Da es kaum F\u00f6rdermittel f\u00fcr Open-Access-Zeitschriften gibt, m\u00fcssen akademische Institutionen einspringen, die jedoch notorisch unterfinanziert sind. Wie kann sich somit ein solches Modell, das einen offenen Zugang zu Wissen verspricht, langfristig bew\u00e4hren?<\/span><\/p>\n<h3><strong><span style=\"color: #4c20ea\">Auf die Community kommt es an<\/span><\/strong><\/h3>\n<p>Ein zentrales Element des Open-Access-Modells der BmE ist der kollaborative Charakter. Wissenschaftler:innen gew\u00e4hrleisten die Qualit\u00e4tssicherung und \u00fcbernehmen redaktionelle Arbeiten f\u00fcr Themenhefte, die sie als Gast-Herausgebende betreuen; die BmE-Redaktion erstellt das Layout und organisiert den Publikationsprozess. Alle Arbeitsschritte sind so von den Wissenschaftler:innen verantwortet \u2013 ein bewusster Gegensatz zu kommerziellen Verlagen. Anja Becker betont, dass dieses Modell nicht nur finanzielle Barrieren abbaut, sondern auch die Kontrolle \u00fcber den wissenschaftlichen Diskurs in den H\u00e4nden der Forschenden selbst bel\u00e4sst, denn \u201edas Copyright und die Verwertungsrechte bleiben immer bei den Autor:innen\u201c, zugleich sind die Aufs\u00e4tze unkompliziert nachnutzbar. Dieser Ansatz bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Die gesamte redaktionelle und organisatorische Arbeit erfordert erheblichen Zeitaufwand und ein starkes Engagement der Beteiligten.<\/p>\n<p>Seit ihrer Gr\u00fcndung hat sich die BmE als feste Gr\u00f6\u00dfe in der medi\u00e4vistischen Forschung etabliert. Die Zeitschrift entstand aus einer Gro\u00dfsektion des Germanistentags 2016 und entwickelte sich unter der Herausgeberschaft von Prof. Dr. Albrecht Hausmann (Universit\u00e4t Oldenburg) und Prof. Dr. Anja Becker rasch zu einer anerkannten Plattform. Ein besonderes Merkmal ist die Mehrsprachigkeit: Beitr\u00e4ge erscheinen auf Deutsch, Englisch, Franz\u00f6sisch und Italienisch, um eine breite, internationale Leserschaft anzusprechen und die interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Trotz der vielen Vorteile bleibt Open Access in den Geisteswissenschaften eine Herausforderung. Neben der langfristigen Finanzierung stellt sich die Frage der digitalen Archivierung, um die wissenschaftliche Zitierf\u00e4higkeit sicherzustellen. Die Zusammenarbeit mit Universit\u00e4tsbibliotheken ist hier unabdingbar, da sie \u00fcber die notwendigen technischen Infrastrukturen verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Insgesamt ist Open Access mehr als eine Publikationsform \u2013 es ist eine Bewegung, die Wissenschaft demokratischer und zug\u00e4nglicher machen soll. Anja Becker sieht in diesem Modell die Zukunft, betont aber, dass es eines kontinuierlichen Engagements der akademischen Community bedarf, um Open Access langfristig erfolgreich zu etablieren.<\/p>\n<p>Formate wie die Beitr\u00e4ge zur medi\u00e4vistischen Erz\u00e4hlforschung verdeutlichen, dass Open Access nicht nur eine Alternative zum traditionellen Verlagssystem ist, sondern vor allem neue Wege f\u00fcr den wissenschaftlichen Austausch er\u00f6ffnet. Letztlich liegt es an allen Beteiligten, diese Entwicklungen aktiv so mitzugestalten, dass Open Access langfristig als Publikationsformat umgesetzt und anerkannt wird.<\/p>\n<p>Weitere Informationen sowie die inzwischen 27 Jahres-, Themen und Sonderhefte der Beitr\u00e4ge zur medi\u00e4vistischen Erz\u00e4hlforschung sind hier zu finden:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ojs.uni-oldenburg.de\/ojs\/index.php\/bme\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ojs.uni-oldenburg.de\/ojs\/index.php\/bme<\/a><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":14017,"featured_media":141,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-131","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14017"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=131"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131\/revisions\/148"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/media\/141"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hululuoloo\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}