Aufgaben zum 09. Vorlesungstermin am 30.05.17 bei Prof. Dr. Christine Knipping

  1. Sind die Unterschiede in den mathematischen Leistungen von Schülerinnen und Schülern ein Grund zur Sorge?

Generell sind unterschiedliche Leistungen nichts Besorgnis erregendes, sondern ganz normal. Verschiedene Interessen, Fähigkeiten und Motivationen können dazu führen, dass Schüler/innen nicht in allen Fächern auf einem einheitlichen Leitungsniveau stehen.
Schwierig und Besorgnis erregend wird es, wenn die Lücke so weit aufklafft, dass einigen Schülern/innen basale mathematischen Grundkenntnisse fehlen. Dies kann aus verschiedenen Gründen sein, da sollten sich Lehrer/innen und das System Schule Fragen, was Grundlegend schiefläuft, dass hohe Leistungsdifferenzen schon in der Grundschule absehbar sind oder dass zwischen Deutsch als Erstsprachlern und Zweitsprachlern ein nachweisbarer Unterschied besteht. Die Lernkonzepte scheinen nicht zu greifen und müssen dringend überarbeitet werden, da Mathe in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert einnimmt und man jedem Menschen am Ende seiner Schulzeit ein Gewisses Minimum an mathematischem Grundverständnis vermittelt sein müsste.

  1. Spielen im Mathematikunterricht, kann das angesichts von Leistungsunterschieden ein Ansatz sein? Beziehen und begründen Sie eine Position aus Lehrenden-Sicht, die auch Schülersichtweisen mit einbezieht.

 

Spielen im Matheunterricht ist ein großartiger Ansatz, da dadurch der spielerische und kreative Charakter von Mathe durchkommt und Schüler/innen die Möglichkeit haben ohne Druck verschiedene Methoden auszuprobieren um z.B. mathematische Rätsel oder ähnliches zu lösen. Außerdem kann prima Regeln der Mathematik als Regeln für ein Spiel verpacken, z.B. beim Umgang mit negativen Zahlen, und sie dann, wenn die „Spielregeln“ verinnerlicht sind auf die Theorie und das bloße anwenden und ausrechnen übertagen. Für viele Schüler/innen könnte dies ein neuer Zugang sein bei dem sie ihre Unsicherheiten zur Seite legen könnten, da ja „nur“ gespielt wird und sich auf die Sache konzentrieren und diese dann auch beim herkömmlichen Unterricht anwenden.

3. Formulieren Sie mindestens zwei Beobachtungsaufgaben für kommende Praktika, welche die Tiefenstruktur von Unterricht in den Blick nimmt.

In meinem nächsten Praktikum könnte ich mir gut vorstellen mein Augenmerk darauf zu legen, welche Materialien Lehrer/innen benutzen um ihre Inhalte an die Schüler/innen zu transportieren und sie im Nachhinein zu interviewen, welche didaktischen Überlegungen hinter der jeweiligen Auswahl steckt und wie sie zu dieser Entscheidungsfindung gekommen sind.

Des Weiteren würde mich Interessen, ob Lehrer/innen mit Schülern/innen spielen, und wenn ja ob sie es auch als Lernhilfeerweiterung einsetzen oder als „spielen“ abtun.

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