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Das wars – mein Fazit zu #eStudi

Zum Abschluss des eStudi-Seminars möchte ich in diesem Beitrag ein kleines Fazit ziehen. Dabei will ich darstellen, wie die vorgestellten Werkzeuge und Methoden mich bei der bisherigen Bearbeitung meiner Bachelorarbeit als Lernprojekt unterstützt haben, welche dieser Werkzeuge ich vielleicht weiterhin in meinen Studium nutzen werde, was mir am reinen Online-Seminar gefallen hat und wie ich mich bis zum Ende motivieren konnte, die wöchentlichen Aufgaben zu erledigen.

Zunächst kurz zum Stand meines Lernprojekts: Eigentlich hatte ich mir vorgenommen parallel zum Semester mit meiner Bachelorarbeit zu beginnen. Dies war letztendlich aus rein zeitlichen Gründen aber nicht wirklich nötig. Ich hatte mit der Vorbereitung der wöchentlichen Seminarsitzungen, dem Anfertigen von Leistungsnachweisen und auch meinem Minijob einfach schon zu viel zu tun um mich wirklich fokussiert mit der Arbeit beschäftigen zu können. Ein wenig recherchieren konnte ich allerdings schon, so dass ein Grundstein für die Arbeit hoffentlich schon gelegt ist.

Die im Seminar vorgestellten Tools werde ich daher jetzt noch einmal kurz chronologisch (und nicht sortiert nach Nützlichkeit für mein Lernprojekt) bewerten.

Los ging es zu Beginn des Semesters mit dem Tool „remember the milk“ – einem Organisationstool fürs Handy, von dem ich mir erhofft hatte die Problematik des ständig verlegten Taschenkalenders zu lösen. Ich fand insbesondere die Übersichtlichkeit des Tools angenehm. Auch die synchrone Verwendung auf Smartphone und Laptop sagte mir vom Grundgedanken her zu. Inzwischen habe ich die App aber wieder deinstalliert und bin zum Kalender aus Papier zurückgekehrt. Ein Stück weit sicherlich aus Gewohnheit, allerdings bilde ich mir zumindest ein durch das handschriftliche Notieren von Terminen weniger zu vergessen.

Anschließend habe ich mich mit „Trello“ befasst. Das Tool an sich gefällt mir gut und ich habe es auch schon einmal erfolgreich zur Realisierung einer Gruppenarbeit (Organisation eines Kurzfilmabends im örtlichen Kino) eingesetzt. Dabei fand ich es sehr praktisch, dass das jeweilige Dashboard eines Projekts mit allen Mitarbeitenden geteilt werden konnte. So waren immer alle auf dem aktuellen Stand. Für Gruppenarbeiten kann ich Trello also uneingeschränkt empfehlen. Im Hinblick auf mein Lernprojekt war das Tool aber schon fast zu überladen mit Funktionen. Da ich meine Arbeit alleine verfassen werde und nicht auf den unkomplizierten Austausch mit meinen Kommilitonen angewiesen bin habe ich inzwischen auch das Trello-Board für meine Bachelorarbeit vernachlässigt.

Beim Test verschiedener Suchmaschinen war dann hingegen wieder eine größere Relevanz für die Realisierung meines Lernprojekts gegeben – jede wissenschaftliche Arbeit basiert schließlich auf vorher recherchierten Quellen. Die getesteten Tools konnten mich, mit der Ausnahme vom Wolfram Alpha, alle auf ihre Art und Weise überzeugen. Für ein kulturwissenschaftliches Studium empfinde ich Wolfram Alpha hingegen als unbrauchbar – umso nützlicher erscheint es mir (als Laie) für naturwissenschaftliche Zwecke! Inwiefern ich bei der weiteren Recherche auf Google-Scholar oder BASE-Search zurückgreifen werde oder mich doch wieder hauptsächlich aus dem Katalog der Uni-Bibliothek mit Quellen versorge wird sich zeigen. Es war aber gut, einmal über den Horizont meiner bisherigen Arbeitsweise hinaus zu blicken und andere Wege zur Informationsbeschaffung kennen zu lernen!

Ausgesprochen gut hat mir dann das Tool „delicious“ gefallen! Zum Organisieren von Online-Quellen wird es sicherlich auch im Rahmen meiner Bachelorarbeit eine Rolle spielen. Richtig nützlich wird es aber erst durch das kleine Add-On für den Firefox-Browser über das sich Webseiten direkt, mit nur einem Klick bei delicious speichern lassen! Im Vergleich zu meiner bisherigen Methode, dem Sortieren von Online-Quellen in einfachen Lesezeichen-Ordnern im Browser gefällt mir vor allem die Übersichtlichkeit und die unkomplizierte Nutzung. Ich werde sicher die ein oder andere Onlinequelle mit delicious verwalten.

Im konkreten Schreibprozess einer wissenschaftlichen Arbeit ist es für mich immer am wichtigsten irgendwie den Überblick über meine Fragestellung, die Gliederung, meine gesamten Quellen und meine Argumentation zu behalten. Dabei hatte ich mir von „glipphy“ ein praktisches Hilfstool erhofft. Die grundsätzliche Gestaltung und Funktionsweise gefiel mir auch gut, allerdings war und bin ich nicht bereit für den Dienst Geld zu bezahlen. Somit werde ich meine Mind-Maps wohl auch weiterhin analog anfertigen, den Überblick nicht verlieren und mir das Geld für eine glipphy-Abo ruhigen Gewissens sparen.

Zum Abschluss habe ich mich dann noch mit dem Präsentationstool „Prezi“ befasst –  auch hier dachte ich zunächst, ich müsste ein kostenpflichtiges Abo abschließen, um den Dienst nutzen zu können. Zum Glück gibt es hier aber kostenlose Lizenzen für Studierende, SchülerInnen und Lehrende. Gute Idee von Prezi, ich konnte mich so nämlich mit dem Tool vertraut machen und finde es im Gegensatz zu den schon viel zu oft gesehenen PowerPoint-Präsentationen vor allem optisch super ansprechend! Da kommt endlich mal ein wenig Ästhetik in Präsentationen. Da ich meine Bachelorarbeit aber nicht werde vorstellen müssen spielt Prezi für mein Lernprojekt keine Rolle. Aber in Zukunft kommen bestimmt noch einige Präsentationen auf mich zu. Tschüss PowerPoint!

Nun aber zu meiner Meinung über den eStudi-Kurs als reines Online-Seminar. Ein bestechendes Argument für die Wahl des Kurses war es natürlich, keine Präsenzzeiten in der Uni zu haben, sondern die Bearbeitung der Aufgaben immer dann zu erledigen, wenn es zeitlich passte. Ich habe aber schnell festgestellt, dass es mir am leichtesten fiel die Aufgaben immer zum selben Zeitpunkt der Woche zwischen zwei Seminarsitzungen zu bearbeiten – natürlich war dieser Zeitpunkt frei gewählt, aber ich hätte auch genauso gut die Zeit in einem Seminar verbringen können. In dieser Hinsicht war der Kurs, zumindest für mich, keine wirkliche Innovation.

Richtig gut gefallen hat es mir hingegen im Rahmen des Blog-Projekts auch mal unwissenschaftlich für die Uni zu schreiben. Das ist doch mal eine nette Abwechslung! Auch, dass ich durch den Kurs grundlegende Funktionen des WordPress-Systems kennengelernt habe ist in Zukunft sicherlich nützlich. Hinzu kommen außerdem ScreenCast-O-Matic und Audacity, die als einfach zu bedienen Aufzeichnungstools vielleicht in Zukunft auf noch Verwendung finden werden. Insgesamt hat mir der „learning by doing“-Charakter sehr gut gefallen, der wohl auch auf die Form des Seminars als Onlinekurs zurückzuführen ist. Ich würde bestimmt wieder ein reines Online-Seminar belegen!

Vor allem dieser Aspekt des Seminars hat mich auch motiviert bis zum Ende am Ball zu bleiben! Neben der Hoffnung möglichst viele, praktische Tools für eine Vereinfachung des Studiums zu finden.

Ich würde das Seminar deshalb auch allen Studierenden empfehlen, die Spaß daran haben selbstständig zu arbeiten und nicht immer nur im Seminar mitzuschreiben um am Ende eine Klausur gut zu bestehen.

Facebook and you

 

Gleich vorweg: auch ich nutze Facebook gerne und oft. Allerdings versuche ich, mir der „Auswirkungen“ meiner Nutzung bewusst zu sein. So habe ich zum Beispiel vergangene Woche im Rahmen meines Blogbeitrags bei einer Personensuche nach mir selbst, alte Facebookeinträge finden können, die zum Teil auf Facebook selber garnicht mehr zu finden sind.

Betrachtet man das Bild oben, muss man natürlich erst einmal schmunzeln – die beiden Schweine freuen sich darüber, dass sie für ihren Stall keine Miete zahlen müssen und sogar das Futter kostenlos ist. Das klingt erstmal nach Vollpension, aber natürlich ist dem Betrachter bewusst, dass die Schweine am Ende ihres kostenlosen Lebens geschlachtet werden. Die Arglosigkeit der Tiere für das Offensichtliche birgt den Humor.

Was bis dato erstmal recht einfach und als unterhaltsame Karikatur erscheint erlangt durch die Untertitel des Bildes Gewicht. „Facebook and you – If you’re not paying for it, you’re not the customer. You’re the product being sold.“ Gewissermaßen halten diese kurzen Textfragmente dem (auf Facebook aktivem) Betrachter den Spiegel vor. Hat er sich eben noch über die Einfältigkeit der Schweine amüsiert, die nicht erkennen, dass sie nur versorgt werden um schlussendlich geschlachtet und verkauft zu werden wird er nun möglicherweise auf die eigene Arglosigkeit gestoßen.

Denn auch ein Unternehmen wie Facebook hat, paralell zum Schweinezüchter, natürlich wirtschaftliche Interessen und bietet nicht einfach aus freien Stücken ein derart pflegebedürftiges Produkt an, das auch noch ständig weiter entwickelt wird.

Vielmehr bieten seine vielen Nutzer dem Unternehmen Facebook die Möglichkeit auf verschiedenen Wegen Geld zu verdienen. Zum Beispiel durch das schalten von (personalisierter) Werbung, für die der Werbetreibende natürlich zur Kasse gebeten wird. Gewissermaßen nutzen wir also nicht Facebook als Produkt (wie man zunächst vermuten mag) sondern sind selber das Produkt der Firma Facebook, dass dieses Produkt an andere Unternehmen veräußerst um Gewinne zu erwirtschaften.

So habe ich die eingangs erwähnten, alten Facebook-Einträge in Verbindung mit meinen Profil auch bei externen Anbietern gefunden.

Ob man es nun für vertretbar hält, dass gesammelte Daten von Facebook gegen Bezahlung (etwa für Werbetreibende) verwertbar macht ist eine andere Disukussion. Ich persönlich fühle mich unwohl damit – da aber inzwischen ein großer Anteil der alltäglichen Kommunikation über Facebook (oder WhatsApp, das ja mitlerweile auch Facebook gehört) abläuft, ist es schwer sich aktiv gegen die Nutzung zu positionieren. Oder bin ich zu bequem?

Präsentieren mit Prezi

Für meine Bachelorarbeit als Lernprojekt habe ich mich einmal mit der Präsentationssoftware Prezi befasst:

Das Internet weiß alles (?)

Da ich leider in der vergangenen Woche kurzfristig keinen Partner mehr für die Bearbeitung der Aufgaben finden konnte habe ich mich entschlossen, mich zumindest einmal selbst im Internet zu suchen und zu schauen, was das Netz (noch) alles von mir weiß und wie diese Informationen auf einen potentiellen Arbeitgeber wirken könnten.

Dazu habe ich zunächst einfach meinen Namen gegooglet.

Relevante Ergebnisse, die auch wirklich mich betreffen und keine (halben) Namesvetter konnte ich lediglich auf den ersten beiden Seiten finden. An dieser Stelle sei aber kurz auf die Theorie der sogenannten „Filterblasen“ oder „Informationsblasen“ hingewiesen (https://de.wikipedia.org/wiki/Filterblase) – es ist zumindest zu vermuten, dass andere Personen auch andere oder weitere Einträge zu meiner Person finden könnten.

Aber zurück zu den Ergebnissen, die Google mir ausspuckte. Auf der ersten Seite gab es gleich ein paar Treffer:

 

Diese ergeben sich fast ausschließlich aus Berichterstattung in medialen Veröffentlichungen in denen mein Name auftaucht (Uni Paderborn, Neue Westfälische, derwesten). Aber auch zwei Einträge aus (im weitesten Sinne) sozialen Netzwerken sind zu sehen (time4club, Facebook). Insbesondere der Eintrag unter dem Titel „Nachtleben in Germany“ passt mir selber nicht gut in den Kram. Er bezieht sich zwar auf einen Konzertbesuch vor 2 Jahren (der ja an sich nichts verwerfliches ist), der Titel der Website könnte dem ein oder anderen Personaler aber natürlich missfallen. Außerdem ist es mir ein Rätsel, wie der Eintrag überhaupt zu Stande gekommen ist, eigentlich bin ich sehr bemüht eben derartige Ergebnisse zu verhindern.

Auf der zweiten Ergebnisseite der Google-Suche taucht dann noch der Link zu einem Filmprojekt auf, dass ich im Rahmen des Studiums vor einiger Zeit mit drei KommilitonInnen realisiert habe:

 

Darüber freue ich mich natürlich zunächst einmal persönlich und hoffe auf ein paar zusätzliche Klicks! Da ich mich aber vermutlich nach meinem Studium auch beruflich in der „Kulturbranche“ bewegen möchte sehe ich in dem Eintrag aber auch kein Problem für den potentiellen Arbeitgeber.

Neben Google habe ich dann noch die Personensuchmaschine yasni befragt.

Die Ergebnisse sind ähnlich der von Google (auch das Konzert taucht wieder auf) und ergänzen sich lediglich um meine Amateurfussball-Karriere, das Musik-Projekt eines Bekannten für das ich Fotos gemacht habe und einen Beitrag den ich vor über 4 Jahren (!) bei Facebook gepostet habe („zweites Bild,…“). Damals war ich bei Facebook fast ausschlielßlich mit Freunden in Kontakt, heute würde ich solche Inhalte dort nicht mehr publizieren. Interessant ist, dass das Foto auf das sich die Verlinkung bezieht inzwischen von Facebook verschwunden ist, der Link aber trotzdem in den Suchergebnissen auftaucht – vielleicht vergisst das Internet wirklich nie?

Grundsätzlich bin ich aber „zufrieden“ mit den Ergebnissen, die meine Personensuche nach mir selbst ergeben hat.

Artefakte erstellen – Ordnung ist das halbe Leben

Im Rahmen meiner bisherigen Hausarbeiten habe ich vorallem eins festgestellt – ich benötige immer eine grobe Übersicht darüber, wie die Arbeit gegliedert sein soll und an welchem Schritt ich mich gerade befinden. Sonst verliere ich schnell den Überblick und drehe mich im Kreis.

Ich habe mir deshalb im Hinblick auf meine Bachelorarbeit als Lernprojekt einmal den Dienst gliffy angeschaut, der verspricht online entsprechende Übersichten wie Mind-Maps und Flowcharts erstellen zu können. Bisher hatte ich eine entsprechende Übersicht immer nur in handschriftlicher Papierform, was durch viele Anmerkungen schnell chaotisch wurden.

Das generelle User-Interface von gliffy gefällt mir gut!

Auf der linken Seite findet sich eine Vielzahl von Symbolen, die sich per Drag&Drop einfach in eine, wie in meinem Fall, Mind-Map einordnen lassen. Damit das alles ordentlich aussieht hilft gliffy sogar dabei, die Symbole symmetrisch auszurichten – toll!

 

In der oberen Toolbar befinden sich, ähnlich wie man es aus anderen Office-Programmen kennt, die Tools zum Verbinden der einzelnen Symbole. Dadurch findet man sich schnell und intuitiv auf gliffy zurecht!

Besonders überzeugt hat mich jedoch die Möglichkeit die erstellten Grafiken unkompliziert auf A4-Format auszudrucken. Dazu muss man lediglich unter „Datei“ den Reiter „Drucken“ auswählen und im sich dann öffnenden Fenster das Häkchen bei „Auf 1 Seite anpassen“ setzen.

Theoretisch kann man so immer wieder seine Mind-Maps ausdrucken und verliert nicht auf einem vollgeschriebenen Zettel den Überblick. Aber leider auch nur theoretisch, denn nun kommen wir zum größten Manko von gliffy.

Leider steht das Tool nur als 14-tägige Testversion und dabei nicht in vollem Funktionsumfang zur Verfügung. Eine tolle Funktion wie die Veknüpfung mit dem eigenen Google-Drive Konto ist so garnicht erst möglich.

Das ist für mich als Student ausgesprochen schade. Ich werde jedenfalls kein Geld in das Tool investieren sondern bei der bewährten Methode verbleiben meine Mind-Maps einfach per Hand zu schreiben.

Artefakte erstellen – Was bisher geschah!

Heute gibt es von mir einen kleinen Rückblick auf das bisherige eStudi-Seminar und meine ganz persönlichen Tool-Highlights auf die Ohren!

Viel Spaß!

 

Onlinequellen verwalten mit Delicious

Um in Zukunft meine Onlinequellen vielleicht besser organisieren zu können habe ich mir einmal den Dienst delicious angeschaut! Aber seht selbst:

Wissen verwalten

Beim Schreiben von Hausarbeiten fällt immer eine Menge Literatur an. Ich ordne/kategorisiere diese immer gerne nach ihrem Ursprung. Meist nutze ich Bücher aus der Bibliothek, Ausdrucke von Onlinequellen und Internetquellen am PC. Hinzu kommen, fachspezifisch, häufig noch Filmquellen zum Beispiel auf DVD.

Bücher leihe ich mir, wenn möglich, aus der Bib in der Uni aus und nehme sie auch mit nach Hause. Bei einigen Büchern bleibt mir dieses Vorgehen aber leider verwehrt, nämlich dann wenn das Buch nur als Kurzausleihe zur Verfügung steht oder garnicht ausgeliehen werden kann. In diesen Fällen mache ich mir dann in der Bib einen Scan der entsprechenden Seiten/Kapitel die für mein Thema relevant sind. Zufallstreffer, die über ein eigentlich angedachtes Kapitel in einem Buch hinaus doch immer wieder zu finden sind beleiben mir dann aber leider verwehrt. DIe Bücher ordne ich dann meist nach der Gliederung meiner Arbeit und versehe relevante Zitate mit Post-Its.

Texte, die ich online finde drucke ich mir immer aus. Das hat den Vorteil, dass ich auf dem Ausdruck markieren und kommentieren kann. Außerdem erleichtert es das Sortieren der Texte ungemein. Zusammen mit meinen Büchern sortiere ich auch ausgedruckte Texte nach der Gliederung meiner Arbeit. Würde ich mir solche Texte nicht ausdrucken hätte ich wohl für jede Hausarbeit einen unüberischtlichen Ordner voller PDFs auf der Festplatte – das möchte ich vermeiden!

Onlinequellen hingegen speichere ich mir meist nur als Lesezeichen in meinem Browser ab. Die Texte in ein anschauliches Format zu bringen und dann erst auszudrucken ist mir meist zu umständlich. Oft zitiere ich von Websites aber auch Grafiken oder Bilder, sodass ein Ausrdruck eh überflüssig ist. Die Lesezeichen organisere ich in einem Lesezeichen-Ordner, in dem sich dann während des Schreibprozesses viele viele Links ansammeln – umso schöner ist es dann, den Ordner nach Abgabe der Arbeit wieder aus dem Browser zu entfernen!

Mit dieser Organisation habe ich nun schon einige Hausarbeiten bewerkstelligt und hatte nie das Gefühl, den Überblick über meine Literatur zu verlieren.

Auf der Suche

Das Lernprojekt, das ich für dieses Seminar ausgewählt habe ist meine Bachelorarbeit. Ich habe bisher keine konkrete Fragestellung formulieren können, möchte mich aber wahrscheinlich mit dem Thema „Super 8 – Home Movies“ auseinander setzen.

Das Super 8-Filmformat wurde Mitte der 1960er Jahre von Kodak entwickelt und eingeführt und diente (hauptsächlich) dem privaten Gebrauch. Oft wurden mit der Super 8 Kamera Familienfeiern, Urlaube oder auch ganz alltägliche Situationen festgehalten und die Filme dann im Familienkreis vorgeführt. Durch diese private Verwendung ist das Format erst relativ spät in den Blickpunkt der Filmwissenschaft gerückt und für mich umso interessanter. Beispielsweise ein Vergleich mit dem „klassischen“ Spielfilm oder digitalen Amateurfilmen aus der heutigen Zeit könnten für meine Arbeit als Ausgangspunkt dienen.

Zunächst muss, wie bei jeder wissenschaftlichen Arbeit, aber natürlich erstmal ein theoretischer Rahmen erarbeitet und ausformuliert werden. So muss beispielsweise eine Spezifizierung des Formats und seiner Geschichte wie oben im Rahmen der Arbeit natürlich auf wissenschaftlichen Quellen basieren. Es gilt also zunächst einmal Informationen zu sammeln!

Im Rahmen von Hausarbeiten habe ich dies meist recht gut mit einer einfachen Google-Suche, dem Bibliothekskatalog und Quellen meistern können, die von meinen Dozierenden für Seminare zur Verfügung gestellt wurden. Wegen des Umfangs der Bachelorarbeit und dem fehlenden Seminarbackground scheint es mir aber sinnvoll, mich auch mit anderen Suchmöglichkeiten vertraut zu machen um ausreichend Informationen und Quellen zu finden. Dafür habe ich mir einmal einige der vorgestellten Suchmaschinen angeschaut – immer mit dem Suchbegriff „Super 8 home movies“!

Da ich mit Google gerne arbeite habe ich mir zunächst Google Scholar angeschaut. Hier konnte ich durch die Suche nach meinem Suchbegriff direkt fast 200.000 Ergebnisse erzielen. Das scheint auf den ersten Blick natürlich gut, die schiere Menge an Treffern halte ich aber kaum für zu bewältigen. Für einen groben Überblick und Zufallstreffer erscheint mit die Suchmaschine aber trotzdem geeignet. Für konkretere Recherchen muss wohl der Suchbegriff konkreter sein.   googlescholar

Mit BASE-Search wurde eine explizit wissenschaftliche Suchmaschine vorgestellt. Bei meiner Suche nach „Super 8 Home Movie“ kamen aber keine sinnvollen Ergebnisse zustande – zumindest nicht für einen ersten Überblick über die wissenschafliche Literatur zum Thema. Mit der Such nach „super 8 film“ wurde mir dann leider keiner Literatur ausgegeben, dafür aber eine Liste von gut 1.300 Filmarbeiten auf Super 8. Das könnte für die Suche nach konkreten Beispielen für meine Arbeit noch interessant werden!

base

 

Ähnliche Ergebnisse liefert WolframAlpha – angezeigt werden mir Filme, die im Titel die Sequenzen aus meinem Suchbegriff enthalten. Die Ergebnisse werden aber aufschlussreich kompakt dargestellt, erhält man doch so gut wie alle Meta-Daten zu den entsprechenden Filmen (Regie, Erscheinungsjahr,…). Für die Suche nach Literatur scheint mit WolframAlpha aber nicht geeignet.

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Zu guter Letzt habe ich mir dann noch die Suchmaschine der Deutschen National Bibliothek angeschaut – hier ist eine Suche nach konkreter Literatur natürlich erfolgreich. Allerdings beziehen die Ergebnisse auch unwissenschaftliche Literatur mit ein. Ich werde mich noch einmal intensiver mit dem Interface auseinadersetzen und hoffentlich eine Möglichkeit zur Eingrenzung auf wissenschaftliche Literatur finden. Dann ist die Suche über die Deutsche Nationalbibliothek sicherlich eine gute Hilfe!

dnb

Insbesondere Google-Scholar und die Deutsche National Bibliothek scheinen also sinnvolle Ergänzungen zum Biblithekskatalog und der normalen Google-Suche zu sein, wenn es darum geht Literatur für einen wissenschaftliche Arbeit zu recherchieren!

Effektiv im Seminar

Wie effektiv sind meine Vorlesungsbesuche? Eigentlich müsste ich fragen, wie effektiv meine Vorlesungsbesuche waren. Abseits einer Vorlesungen aus den Bereichen der Wirtschaftswissenschaften und der Informatik setzt sich mein Studium fast ausschließlich aus Seminar-Veranstaltungen zusammen. Diese sind deutlich kleiner als Vorlesungen und ermöglichen in meinen Augen so überhaupt erst eine Auseinandersetzung mit medienwissenschaftlichen Fragestellungen. Da man, wie in den Kulturwissenschaften üblich, eigentlich nie von absoluten Wahrheiten sprechen kann ermöglicht erst die Diskussion in kleinen Seminaren von 10 – 50 Studierenden eine adäquate Auseinandersetzung.

Aber natürlich müssen auch derartige Seminarsitzungen vorbereitet, mitgemacht und nachbereitet werden – und das natürlich möglichst effektiv. Einer Seminarsitzung liegt in den allermeisten Fällen eine Textquelle zu Grunde, oft auch als Begleitmaterial zu einem medialen Inhalt um die Diskussionsgrundlage zu verbessern. Solche Texte umfassen pro Seminar und Sitzung etwa 10 – 20 Seiten Text. Bei 3 – 4 Seminarsitzungen pro Woche kommt also einiges an Lesestoff zusammen. Natürlich bemühe ich mich immer alle Texte für die Sitzungen vorzubereiten, manchmal ist das wegen des Umfangs allerdings nicht zu leisten. Nicht, weil zu viel Text vorliegt, sondern weil ich beispielsweise in manchen Wochen einen vollen Terminkalender mit anderen universitären Veranstaltungen und der Arbeit habe. Dann fokussiere ich mich auf den oder die Texte zu den Sitzungen die mir am vielversprechendsten erscheinen. Die Texte bereite ich ganz „klassisch“ vor – ich lese sie, markiere die mir wichtigen Stellen und notiere neben dem Text Anmerkungen, Verweise oder Fragen die beim Lesen aufkommen. Nach nun 6 Semestern an der Uni stolpere ich immer häufiger über mir bekannte Positionen oder Autoren oder mir kommen Querverweise auf andere Fragestellungen vergangener Seminare in den Sinn. Vielleicht ist das ein Indiz für die Effektivität meiner Lernstrategie.

Im Seminar selbst werden dann die Texte diskutiert, was ohne die vorausgegangene Ausarbeitung dieser kaum möglich ist. Wirklich Sinn macht der Seminarbesuch deshalb nur, wenn man die Texte vorbereitet hat und über die vorgestellten Positionen mit anderen Studierenden und dem/der Lehrenden diskutieren kann. Während einer solchen Diskussion fertige ich dann handschriftliche Notizen an, die je nach Intensität der Diskussion von einer halben bis hin zu mehreren Seiten reichen können. Diese Notizen dienen mir dann im Nachhinein (z.B. in der nächsten Sitzung oder beim Verfassen einer Hausarbeit) als Gedächtnisstütze. Ich notiere mir keine Zitate aus dem Text sondern versuche die interessantesten Aspekte der Diskussion festzuhalten. Das können auch schon einmal Verweise auf andere Texte aus einem ähnlichen Kontext sein.

War die Diskussion im Seminar interessant regt sie mich meist ganz von allein dazu an, mich noch weiter mit dem Inhalt der Sitzung zu beschäftigen. Die Nachbereitung findet so meist automatisch statt. Allerdings setze ich mich selten noch einmal mit meinen Notizen auseinander – das passiert meist erst in der kommenden Sitzung oder in der Bibliothek zu Semesterende und somit in der Hausarbeitsphase. Hier gibt es vielleicht noch Potential die Effektivität meiner Seminarbesuche zu verbessern.

Grundsätzlich habe ich aber den Eindruck aus meinem bisherigen Studium mit meiner irgendwie intuitiven Strategie viele Positionen, Eindrücke und Schnittstellen in den Medienwissenschaften kennengelernt und verinnerlicht zu haben.

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