{"id":17,"date":"2018-06-14T13:20:04","date_gmt":"2018-06-14T11:20:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hannosblog\/?p=17"},"modified":"2018-06-14T13:20:04","modified_gmt":"2018-06-14T11:20:04","slug":"barbara-roviro-genderspezifische-motivation-im-fremdsprachenunterricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hannosblog\/2018\/06\/14\/barbara-roviro-genderspezifische-motivation-im-fremdsprachenunterricht\/","title":{"rendered":"B\u00e0rbara Rovir\u00f3: Genderspezifische Motivation im Fremdsprachenunterricht"},"content":{"rendered":"<p>Hallo liebe Leser,<\/p>\n<p>Ich habe in meiner Schullaufbahn drei verschiedene Sprachen gelernt. So wie alle SuS in meiner Grundschule habe ich als erste Fremdsprache Englisch gelernt. Da diese Sprache nicht in Form eines Wahlfachs zu lernen war kann man diesbez\u00fcglich keine Verbindung Genderpr\u00e4missen feststellen. In der sechsten Klasse gab es dann die Wahl zwischen Franz\u00f6sisch und Latein. Haupt Auswahlgrund f\u00fcr unsere damalige \u201eJungsgruppe\u201c war, dass wir alle zusammen in einen Kurs kommen. So haben wir alle Franz\u00f6sisch gew\u00e4hlt \u2013 dies war jedoch keine Entscheidung die in Verbindung mit unserem Geschlecht stand. Wir wollten lediglich als Gruppe in einen Kurs. Auff\u00e4llig war jedoch, dass die Sch\u00fcler unsere Klasse die nicht in unserer \u201eJungsgruppe\u201c waren eher Latein w\u00e4hlten, wobei im Franz\u00f6sisch Unterricht nahezu alle M\u00e4dchen der Klasse vertreten waren.<\/p>\n<p>Erst wieder in der neunten Klasse gab es die M\u00f6glichkeit erneut zu w\u00e4hlen. Es standen zur Wahl: die Fortf\u00fchrung von Franz\u00f6sisch bis zur 10. Klasse oder der Neubeginn von Spanisch. Ich habe mich als einziger Junge aus meiner Klasse f\u00fcr Spanisch entschieden. Dazu kamen noch drei M\u00e4dchen die ebenfalls Spanisch w\u00e4hlten. Ich glaube, dass diese Entscheidung nicht Genderspezifisch befangen ist. Ich habe Spanisch gew\u00e4hlt, da mir die Sprache liegt und ich sie seit Kind auf zu Hause geh\u00f6rt habe. Meine Mutter erzieht meine kleine Schwester zweisprachig und wir sind jedes Jahr in Spanien, da meine Mutter in Madrid aufgewachsen ist. Ich glaube, dass ich deswegen der einzige Junge meiner Klasse im Spanisch Kurs in Klasse 10 war, da die anderen Jungs einfach keine neue Sprache mehr anfangen wollten, da ihnen Franz\u00f6sisch schon bei weitem gereicht hat. Dar\u00fcber hinaus wollten die meisten SuS meiner Klasse in der weiterf\u00fchrenden Schule keine weitere Sprache au\u00dfer Englisch mit ins Abitur nehmen. Denn wenn man Franz\u00f6sisch vier Jahre hatte, musste man im Abitur keine zweite Fremdsprache einbeziehen. Da ich aber sowieso die Intention hatte Spanisch im Abitur zu belegen, macht meine Wahl nur Sinn.<\/p>\n<p>Vielen SuS fehlt das Interesse oder die Motivation sich mit einer neuen Sprache auseinander zu setzen, sehen dabei aber nicht die \u00dcberwiegenden Vorteile die so eine Weiterbildung bringen kann. Wenn man beispielsweise mit SuS eigene Erlebnisse teilt, f\u00fcr die die Fremdsprache n\u00f6tig war, oder die Art und Weise wie man Personen kennenlernt, wenn sie in ihrer eigenen Sprache sprechen. Es ist n\u00e4mlich ein gro\u00dfer Unterschied ob ein S\u00fcdamerikaner dir auf Englisch erkl\u00e4rt wer er ist, wo er herkommt und was er so macht, oder ob er es dir in seiner Muttersprache erz\u00e4hlt und dabei ausf\u00fchrlicher wird und auch Charakterz\u00fcge preisgibt, die man sonst nicht erfahren w\u00fcrde. SuS sollten dahingehend gef\u00f6rdert werden, dass sie Interesse haben sich andere Kulturen und Sprachen selbst anzusehen und anzuh\u00f6ren. Sie sollen motiviert werden, die Welt kennenzulernen, und das geht am besten in dem man mehrere Sprachen spricht.<\/p>\n<p>Um den Gendergedanken wieder aufzugreifen ist zu sagen, dass in Fremdsprachenlehrwerken darauf geachtet werden sollte, wie die einzelnen Gespr\u00e4chsthemen gew\u00e4hlt sind und ob sie Gender ausgeglichen sind. In dem Sinne, dass zum Beispiel, wenn in einer Unterrichtsstunde das Thema \u201eFu\u00dfball\u201c angedacht ist das n\u00e4chste Mal vielleicht das Thema \u201eTanzen\u201c den Unterricht f\u00fcllt. Dies sind zwei Themen die sich meiner Meinung nach Gendertechnisch ausgleichen. Nat\u00fcrlich sollte darauf geachtet werden den Gro\u00dfteil der Unterrichtsstunden mit Genderneutralen Themen zu f\u00fcllen. Des Weiteren sollte Analysiert werden ob in den Lehrb\u00fcchern an sich, die Themenwahl keine Genderspezifische Richtung einschl\u00e4gt, sondern ausgeglichen vorzufinden sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo liebe Leser, Ich habe in meiner Schullaufbahn drei verschiedene Sprachen gelernt. So wie alle SuS in meiner Grundschule habe ich als erste Fremdsprache Englisch gelernt. Da diese Sprache nicht in Form eines Wahlfachs zu lernen war kann man diesbez\u00fcglich keine Verbindung Genderpr\u00e4missen feststellen. 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