{"id":1452,"date":"2020-07-14T19:10:20","date_gmt":"2020-07-14T17:10:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hafenblog\/?p=1452"},"modified":"2020-07-14T23:34:16","modified_gmt":"2020-07-14T21:34:16","slug":"entstehung-der-havenwelten-und-reise-durch-das-klimahaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hafenblog\/2020\/07\/14\/entstehung-der-havenwelten-und-reise-durch-das-klimahaus\/","title":{"rendered":"Entstehung der Havenwelten &amp; Reise durch das Klimahaus"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Beitrag von Denise W\u00e4chter &amp; Franziska Jung<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_1459\" style=\"width: 364px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1459\" class=\"wp-image-1459\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hafenblog\/files\/Havenwelten-1-300x146.png\" alt=\"\" width=\"354\" height=\"177\" \/><p id=\"caption-attachment-1459\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Die Havenwelten Bremerhaven (Bremerhaven.de)<\/p><\/div>\n<p>Seit seinem 10 j\u00e4hrigen Bestehen im vergangenen Jahr konnte das Klimahaus Bremerhaven 8\u00b0 Ost &#8211; Hauptattraktion der Havenwelten &#8211; \u00fcber 4 Millionen Besucher*innen (Presseinformation Klimahaus 2019) begr\u00fc\u00dfen. Das Erlebnis des Klimahauses scheint den G\u00e4sten viel wert zu sein. So nahmen 80 % der Besucher*innen eine Anfahrt von 4 Stunden f\u00fcr den Besuch in Kauf (Presseinformation Klimahaus 2019). Das Klimahaus ist ein Ort des maritim gepr\u00e4gten Stadtteils der Havenwelten Bremerhaven, der im Bereich des Alten und des Neuen Hafens liegt. Die an der Schwelle zum neuen Jahrtausend von Bremen und Bremerhaven beschlossenen Havenwelten folgen dem globalen Trend des waterfront-redevelopment (Berking\/Schwank 2011: 72), also der Revitalisierung von brachgefallenen bzw. mindergenutzten H\u00e4fen- und Uferzonen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Ausgangssituation<\/strong><\/p>\n<p>Durch den <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hafenblog\/2020\/06\/24\/lerneinheit-10-bremerhaven-gestern-heute-morgen\/\">Wandel in der Hafenwirtschaft<\/a> verloren der sehr innenstadtgelegene Neue und der Alte Hafen Bremerhavens immer st\u00e4rker an Bedeutung. Das Umschlaggeschehen wanderte in die neueren Hafenanlagen wo es m\u00f6glich war gr\u00f6\u00dfere Schiffe abzufertigen (L\u00fcneburg 2009).\u00a0 Teile des Gebiets des Alten und Neuen Hafens wurden zusehends zu einer Hafenbrache von rund 40 Hektar (Berking\/Schwank 2011: 60). Jahrzehntelang wurde der Bereich nur noch als provisorische Parkfl\u00e4che genutzt, obwohl das Gebiet ein \u201cenorme[s] Entwicklungspotenzial\u201d (L\u00fcneburg 2009) hatte. Eine Konversion des Gel\u00e4ndes wurde n\u00f6tig. Durch die Lage direkt hinter dem Deich bot sich eine touristische Nutzung an. Im ehemaligen Alten Hafen wurde bereits im Jahr 1966 die Columbusstra\u00dfe und drei Jahre sp\u00e4ter auf der gegen\u00fcberliegenden Seite das Deutsche Schifffahrtsmuseum gebaut. Die Er\u00f6ffnung des Columbus-Center, der ersten Shopping Mall Deutschlands (Berking\/Schwank 2011: 49) folgte im Jahr 1975. Durch das Einkaufszentrum wurde nicht nur die \u201ctraditionelle kleingliedrige Bauweise\u201d (Berking\/Schwank 2011:59) der Stadt ver\u00e4ndert, sondern auch die Sichtachse zwischen Hafen und Stadt und der Zugang zum Wasser versperrt (Berking\/Schwank 2011: 59). Die Ver\u00e4nderungen im Gebiet des Alten und Neuen Hafens begannen also schon in den 1960ern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Scheitern des Ocean Park Projektes<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 1998 hatten die Wirtschaftsf\u00f6rderungsaussch\u00fcsse des Landes Bremen und die zust\u00e4ndigen Gremien Bremerhavens beschlossen das Gebiet des Alten und Neuen Hafens f\u00fcr den Bau des geplanten Ocean Parks zu erschlie\u00dfen (Havenwelten Bericht 2010). Der Ocean Park sollte der \u201eSchwester-Park\u201c zum <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hafenblog\/2020\/07\/02\/fotoserie-zum-space-park\/\">Space Park Bremen<\/a> sein und vom selben Investor getragen werden. Der im Februar 2004 er\u00f6ffnete Space Park Bremen entwickelte sich allerdings zu einer riesigen Pleite. Das 600 Millionen Euro Projekt, das mit 200 Millionen Euro (Spiegel 2004) vom Stadtstaat bezuschusst wurde, hatte nur sieben Monate ge\u00f6ffnet und blieb weit hinter den Erwartungen zur\u00fcck. Auch mit dem geplanten Ocean Park Bremerhaven waren hohe Erwartungen verkn\u00fcpft. Er sollte den Besucher*innen erm\u00f6glichen die Welt der Ozeane mit ihrer Flora und Fauna zu erleben und in die Meeresforschung einzutauchen. Wie im Space Park sollte neben dem Erlebniszentrum auch noch eine Einkaufsmeile konsumwillige G\u00e4ste anlocken. Der Wiesbadener Unternehmer J\u00fcrg E. K\u00f6llmann stellte f\u00fcr den Bau des Ocean Parks verschiedene \u201eMasterpl\u00e4ne\u201c vor. Die Politik war gr\u00f6\u00dftenteils begeistert von den Zukunftspl\u00e4nen f\u00fcr die Stadt. In der Bremerhavener Bev\u00f6lkerung bildete sich allerdings Widerstand und die B\u00fcrgerinitiative \u201eOcean Park \u2013 Nein Danke\u201c wurde ins Leben gerufen. Politische Hemmnisse erschwerten die Umsetzung zus\u00e4tzlich und als die K\u00f6llmann AG pleite ging und keine\u00a0 anderen Investor*innen gefunden werden konnten, wurde das Projekt abgesagt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Herrichtung des Gel\u00e4ndes<\/strong>\u00a0<strong>und Bauherr der Havenwelten<\/strong><\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig vom Scheitern des Projekts des Ocean Parks konnten die infrastrukturellen Erschlie\u00dfungen auch f\u00fcr die daraufhin beschlossene touristische Nutzung des Areals um den Alten und Neuen Hafen verwendet werden (Havenwelten Bericht 2010). Einige Teilfl\u00e4chen zwischen Weser und dem Neuen Hafen waren in privater Hand.\u00a0 So mussten einige Grundst\u00fccke erworben werden und auch einige Verlagerungen vorgenommen werden (Havenwelten Bericht 2010). Bauherr der Havenwelten war die Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter\/Neuer Hafen, kurz BEAN mbH &amp; Co. KG. Sie ist eine 100%ige Gesellschaft der Stadt Bremerhaven und wurde im August 1999 f\u00fcr die Entwicklung und Vermarktung des Areals Alter\/Neuer Hafen Bremerhaven gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neuer Versuch und Finanzierung<\/strong><\/p>\n<p>Im neuen Jahrtausend wagte Bremerhaven mit einem Beschluss \u00fcber einem vom Stadtplanungsamt erarbeiteten Rahmenplan (L\u00fcneburg 2009) einen zweiten Versuch\u00a0 das Gel\u00e4nde im gro\u00dfen Stil umzugestalten und das Projekt der Havenwelten war geboren. Es ist eine Mischung aus \u00f6ffentlichen und privaten Investitionen. Die Finanzierung der Infrastruktur durch die \u00f6ffentliche Hand und der privat betriebenen Anlagen durch private Investoren wurde damit erg\u00e4nzt, dass das Klimahaus 8\u00b0 Ost und das Deutsche Auswandererhaus zwar \u00f6ffentlich finanziert werden, die Orte selbst aber privatwirtschaftlich betrieben werden (L\u00fcndeburg 2009). \u00a0Bis zum Jahr 2009 investierten das Land Bremen und die Stadt Brmerhaven rund 350 Mio. Euro im Verh\u00e4ltnis 2\/3 : 1\/3 f\u00fcr das Entwicklungsgebiet der Havenwelten , inklusive des Neubaus des Zoos am Meer (L\u00fcneburg 2009).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erlebnis Reise durch das Klimahaus<\/strong><\/p>\n<p>Die Havenwelten Bremerhaven bestehen aus einer Vielzahl an Orten und Institutionen wie beispielsweise dem Willy-Brandt-Platz, dem bereits kurz erw\u00e4hnten Deutschen Schifffahrtsmuseum, dem Museumhafen, dem Deutschen Auswandererhaus, dem Einkaufszentrum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Mediterraneo_Bremerhaven&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Mediterraneo<\/a>, dem Atlantic Hotel Sail City und einigen mehr. Das Klimahaus kann allerdings als der <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hafenblog\/2020\/07\/02\/bremerhaven-als-nautisches-tor-eine-chance-fuer-den-tourismus\/\">\u201eTouristenmagnet\u201c<\/a> der Havenwelten bezeichnet werden. Ziel war es in Bremerhaven ein Pendant zum bremischen Vorbild des Universums zu schaffen (Vogel 2011: 69). Die Idee zu der Wissens- und Erlebniswelt, die eindrucksvoll die Themen Klima, Klimawandel und Klimaschutz behandelt, stammt von Dr. Carlo Petri (Riedl 2013: 204). Sein Anliegen war es den aktuellen Wissensstand der Forschung, zu dem insbesondere auch das international angesehene Alfred-Wegner-Institut in Bremerhaven beitr\u00e4gt, leicht und spannend zu vermitteln und erlebbar zu machen (Riedl 2013: 204-205). Damit sollen Besucher*innen ungeachtet ihres Alters oder ihrer Herkunft und aus allen Gesellschaftsschichten angesprochen und motiviert werden, klimafreundliches Handeln mit in ihren Alltag zu integrieren (Sauter\/Treffeisen 2010: 66). Dieses Konzept ist weltweit einzigartig und passt thematisch hervorragend zum Projekt \u201eKlimastadt Bremerhaven\u201c (Sauter\/Treffeisen 2010: 66).\u00a0 Die Kosten f\u00fcr die Umsetzung beliefen sich auf ca. 70 Mio. Euro (H\u00f6germann 2009: 231). 2009 wurde schlie\u00dflich die rund 12.000 m\u00b2 gro\u00dfe Ausstellungsfl\u00e4che inmitten der Havenwelten er\u00f6ffnet (H\u00f6germann 2009: 231; Vogel 2011: 69). J\u00e4hrlich werden um die 600.000 Besucher*innen erwartet (Sau 2010: 65).<\/p>\n<div id=\"attachment_1461\" style=\"width: 513px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1461\" class=\"wp-image-1461\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hafenblog\/files\/Klimahaus-bei-Nacht-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"503\" height=\"342\" \/><p id=\"caption-attachment-1461\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: Das Klimahaus bei Nacht. (Langer \/ Klimahaus Bremerhaven 8\u00b0 Ost)<\/p><\/div>\n<p>Die Hauptattraktion stellt die sogenannte \u201eReise\u201c dar. Auf 4800 m\u00b2 erstreckt sich der gr\u00f6\u00dfte der Ausstellungsbereiche, der die Besucher*innen auf eine Weltreise entlang des achten \u00f6stlichen L\u00e4ngengerades f\u00fchrt (Sauter\/Treffeisen 2010: 67). Sie basiert auf der realen Reise des Bremer Architekten Axel Werner, der sich, begleitet von einem Expeditionsteam und dem Dokumentarfilmer Goldberg, auf den Weg in acht verschiedene L\u00e4nder rund um den Globus machte (H\u00f6germann 2009: 231; Sauter\/Treffeisen 2010: 67). Im Klimahaus ist es nun m\u00f6glich diese Erlebnisse und Eindr\u00fccke an einem Tag nachzuempfinden. \u00a0Nicht nur optisch entsprechen die einzelnen Ausstellungsr\u00e4ume den Reisezielen, auch die Temperaturen, die Luftfeuchtigkeit und die Ger\u00fcche werden simuliert (Riedl 2013: 205). Jedoch steht nicht nur das Klima im Vordergrund. Gleichzeitig werden die Lebensweise und Kultur der einheimischen Bev\u00f6lkerung thematisiert sowie die Existenzprobleme die durch die Auswirkungen des Klimawandels hervorgerufen werden (H\u00f6german 2009: 231). Inszeniert wird das Ganz durch Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm. Zudem gibt es viele Stationen, die zum Entdecken und Mitmachen einladen.<\/p>\n<p>Im Folgenden geben wir euch einen kleinen Einblick auf die Reise, die euch im Klimahaus Bremerhaven erwartet (Klimahaus Bremerhaven 8\u00b0 Ost o.A.; Sauter\/Treffeisen 2010: 67-70). An dieser Stelle k\u00f6nnen wir nur empfehlen selbst einmal die verschiedenen Ecken dieser Welt in Bremerhaven zu besuchen und in ihre Wirklichkeit einzutauchen.<\/p>\n<p>Bremerhaven bildet den Startpunkt der Reise durch die verschiedenen Klimazonen. N\u00e4chster Halt \u2013 Isenthal in der Schweiz. Die idyllische Szenerie wird von weiten schweizerischen Wiesen, steilen Bergen und grasenden K\u00fchen gepr\u00e4gt. Hier bekommt der*die Besucher*in einen Einblick in den Alltag eines Milchbauern auf der Alm und wie das Schmelzen des Permafrostes und der Gletscher diese traditionelle Lebensweise bedroht. Wer m\u00f6chte kann hier seine F\u00e4higkeiten als Landwirt*in beim Melken beweisen.<\/p>\n<p>Eine Fahrt mit der Gondel bringt einen nach Sardinien, genauer gesagt in das Dorf Seneghe. Pl\u00f6tzlich sieht man alles nur noch aus der Froschperspektive und die Getr\u00e4nkedose zwischen den Grashalmen wirkt so gro\u00df wie ein kleiner Wohnwagen. In dieser Station dreht sich alles um den ber\u00fchmten Schmetterlingseffekt und damit um die Frage wie kleinste Ver\u00e4nderungen gro\u00dfe Effekte ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Es k\u00f6nnen spielerisch verschiedene Wetterszenarien erfolgt werden. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der zunehmenden Trockenheit Sardiniens und deren Auswirkungen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1462\" style=\"width: 509px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1462\" class=\"wp-image-1462\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hafenblog\/files\/Getr\u00e4nkedose-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"339\" \/><p id=\"caption-attachment-1462\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 3: Getr\u00e4nkedose in Sardinien (Delderfield \/ Klimahaus Bremerhaven 8\u00b0 Ost)<\/p><\/div>\n<p>Danach f\u00fchrt die Reise in das Gebiet der Sahel-Zone, heute gepr\u00e4gt von W\u00fcste, Trockenheit und Wasserknappheit. Einst war dieser Teil der Erde eine gr\u00fcne Landschaft. Wie davon nur noch Sand \u00fcbrig blieb, wird durch den nat\u00fcrlichen Klimawandel erl\u00e4utert und dargestellt. Zudem werden die Traditionen und die Lebensf\u00fchrung der Tuareg in dieser lebensfeindlichen Umgebung gezeigt.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes erreicht man Ikenge in Kamerun. Hier findet man ein ganz anderes Bild als zuvor \u2013 Wasser egal wohin man schaut. Man befindet sich nun inmitten des tropischen Regelwaldes mit seiner riesigen Artenvielfalt. Die schw\u00fcle W\u00e4rme ist deutlich zu sp\u00fcren. Doch diese einzigartige Region der Erde ist bedroht von der zunehmenden Abholzung des Regenwaldes.<\/p>\n<p>Weiter geht es in die Antarktis. Pl\u00f6tzlich sind es nur noch -6\u00b0C. Hier kann der*die Besucher*in n\u00e4heres \u00fcber die Forschungsexpeditionen und Klimaforschung erfahren. Doch Schnee, Eis und die kalten Winde laden nicht zum verweilen ein, weshalb es schnell zum n\u00e4chsten Reiseziel weiter geht.<\/p>\n<div id=\"attachment_1463\" style=\"width: 471px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1463\" class=\"wp-image-1463\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hafenblog\/files\/Antarktis-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"461\" height=\"313\" \/><p id=\"caption-attachment-1463\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 4: Ein Forscherzelt in der Antarktis (Voigts \/ Klimahaus Bremerhaven 8\u00b0 Ost)<\/p><\/div>\n<p>Bei der Insel Samoa handelt es sich wiederrum um ein tropisches Paradies. Man findet eine faszinierende Landschaft vor. Dennoch werden auch die Themen \u201eKorallenbleiche\u201c und \u201eGefahr durch Hochwassser\u201c aufgegriffen, die die Inselbewohner*innen und die Tiere dort bedrohen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1464\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1464\" class=\"wp-image-1464\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/hafenblog\/files\/samoa-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"306\" \/><p id=\"caption-attachment-1464\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 5: Traumhafte Samoa-Lagune (Voigts \/ Klimahaus Bremerhaven 8\u00b0 Ost)<\/p><\/div>\n<p>Danach folgt abermals ein drastischer Wechsel der Umgebung. Gambell ist ein kleiner Ort, der zu Alaska geh\u00f6rt. Die dort lebenden Yupik geh\u00f6ren dem Volk der Eskimos an. In diesem Themenraum erf\u00e4hrt man mehr \u00fcber die traditionelle Lebensweise, die die Robbenjagd und den Fischfang beinhaltet. Auch hier hat der Klimawandel verheerende Folgen, indem die Jagd durch das Abschmelzen des Meereises erschwert wird. Gleichzeitig wird die Kultur der Yupik durch den zunehmenden Einfluss des \u201eAmercian Way of Life\u201c beeinflusst.<\/p>\n<p>Die letzte Reisestation bevor es wieder nach Bremerhaven geht, bildet die Hallig Langeness. In einem Zeitabstand von 12 Minuten wird das Gebiet infolge einer Sturmflut \u00fcberschwemmt. Die Bewohner*innen der Hallig haben sich an diese Bedingungen angepasst, indem sie ihre H\u00e4user auf Warften (k\u00fcnstlich aufgesch\u00fcttete, runde H\u00fcgel) bauten. \u00a0Schlie\u00dflich gelangt man mithilfe einer Lore, einem traditionellen Fortbewegungsmittel, zur\u00fcck nach Bremerhaven. Diese Reise ist damit abgeschlossen.<\/p>\n<p><em>Kleiner Disclaimer zur political correctness und Verwendung des Begriffes \u201eEskimos\u201c: Die Yupik f\u00fchlen sich selbst dem Volk der Eskimos zugeh\u00f6rig. \u201eInuit\u201c bezeichnet lediglich die kanadischen und gr\u00f6nl\u00e4ndischen Volksgruppen und kommt nicht im Sprachgebrauch der Yupik vor. In diesem Beitrag ist daher selbstverst\u00e4ndlich die Verwendung des Begriffs \u201eEskimos\u201c nicht als Schimpfwort oder dergleichen auszulegen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<ul>\n<li>Bundesanstalt f\u00fcr Wasserbau. Studie. Entwicklung des Vorhabens Havenwelten in Bremerhaven. Dokumentation des Projektes und der regionalwirtschaftlichen Effekte. Text abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/docplayer.org\/14860655-Studie-entwicklung-des-vorhabens-havenwelten-in-bremerhaven-dokumentation-des-projektes-und-der-regionalwirtschaftlichen-effekte.html\">https:\/\/docplayer.org\/14860655-Studie-entwicklung-des-vorhabens-havenwelten-in-bremerhaven-dokumentation-des-projektes-und-der-regionalwirtschaftlichen-effekte.html<\/a>(Zugriff am 6.7.2020)<\/li>\n<li>H\u00f6germann, Christiane (2009): Klimahaus in Bremerhaven. Einmal Antarktis und zur\u00fcck. In: Biologie unserer Zeit, 39 (4), 231.<\/li>\n<li>Klimahaus Bremerhaven 8\u00b0 Ost (o.A.): Die Reise. Abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.klimahaus-bremerhaven.de\/entdecken\/ausstellungen\/die-reise.html\">https:\/\/www.klimahaus-bremerhaven.de\/entdecken\/ausstellungen\/die-reise.html<\/a><\/li>\n<li>L\u00fcneburg, Alfred (2009): \u201cHavenwelten: Folge 2: Bremerhaven im Strukturwandel. Baukultur. Jg. 2009 <a href=\"https:\/\/www.dai.org\/oeffentlichkeitsarbeit\/baukultur\/beitraege\/295-havenwelten-2\">https:\/\/www.dai.org\/oeffentlichkeitsarbeit\/baukultur\/beitraege\/295-havenwelten-2<\/a> (Zugriff am 10.7.2020)<\/li>\n<li>Presseinformation Klimahaus (2019), Text abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.klimahaus-bremerhaven.de\/fileadmin\/user_upload\/user_upload\/04_Fakten_rund_um_das_Klimahaus.pdf\">https:\/\/www.klimahaus-bremerhaven.de\/fileadmin\/user_upload\/user_upload\/04_Fakten_rund_um_das_Klimahaus.pdf<\/a> (Zugriff am 7.7.2020)<\/li>\n<li>Riedl, Kerstin (2013): Au\u00dferschulische Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung im Klimahaus Bremerhaven 8\u00b0 Ost. In: Freericks, Renate\/Brinkmann, Dieter (Hrsg.), Lebensqualit\u00e4t durch Nachhaltigkeit? Analysen, Perspektiven Projekte. Bremen, 197-214.<\/li>\n<li>Sauter, Eberhard\/Treffeisen, Renate (2010): Konzeptstudie Klimastadt Bremerhaven. Analysen, Perspektiven, Empfehlungen.<\/li>\n<li>Schwenk, Jochen\/Berking, Helmuth (2011): Hafenst\u00e4dte. Bremerhaven und Rostock im Wandel. Frankfurt\/New York: Campus Verlag<\/li>\n<li>Spiegel (2004) Text abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bremens-space-park-schwarzes-loch-an-der-weser-a-295415.html\">https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bremens-space-park-schwarzes-loch-an-der-weser-a-295415.html<\/a> (Zugriff am 13.7.2020)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bremerhaven.de\/de\/bean.65798.html\">https:\/\/www.bremerhaven.de\/de\/bean.65798.html<\/a> (Zugriff am 6.7.2020)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag von Denise W\u00e4chter &amp; Franziska Jung Seit seinem 10 j\u00e4hrigen Bestehen im vergangenen Jahr konnte das Klimahaus Bremerhaven 8\u00b0 Ost &#8211; Hauptattraktion der Havenwelten &#8211; \u00fcber 4 Millionen Besucher*innen (Presseinformation Klimahaus 2019) begr\u00fc\u00dfen. 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