{"id":8,"date":"2024-04-17T11:39:22","date_gmt":"2024-04-17T09:39:22","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/greta3\/?p=8"},"modified":"2024-04-17T11:39:22","modified_gmt":"2024-04-17T09:39:22","slug":"rv03","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/greta3\/2024\/04\/17\/rv03\/","title":{"rendered":"RV03"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>An Ihrem Gymnasium gibt es einen \u2013 wie u\u0308blich sehr heterogen besetzte \u2013 Vorkurs, in welchem sogenannte Seiteneinsteiger*innen Deutsch lernen und auf\u00a0die Teilnahme am Regelunterricht vorbereitet werden. Fu\u0308r einige wird nun der endgu\u0308ltige U\u0308bergang in die Regelklasse diskutiert. Ein Gro\u00dfteil der Lehrpersonen pla\u0308diert \u2013 mit Verweis auf die noch nicht vollsta\u0308ndig ausreichenden (bildungssprachlichen) Deutschkenntnisse \u2013 die Schu\u0308ler*innen an eine Oberschule zu u\u0308berweisen, obwohl die Schu\u0308ler*innen hinsichtlich ihrer Lernfa\u0308higkeit und ihrer Vorbildung eigentlich die Voraussetzungen fu\u0308r das Gymnasium mitbringen und gerne an der Schule bleiben wu\u0308rden, da sie dort durch die Teilintegration in die Regelklassen auch schon Kontakte zu anderen Schu\u0308ler*innen geknu\u0308pft haben. Nehmen Sie auf Basis der Vorlesung Stellung dazu.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich denke, dass es den Sch\u00fcler*innen gegen\u00fcber nicht gerecht w\u00e4re, wenn sie aufgrund ihrer nicht vollst\u00e4ndigen Deutschkenntnisse nicht auf das Gymnasium gehen d\u00fcrfen. Ihre Vorbildung zeigt, dass sie gute Lernf\u00e4higkeiten mitbringen. Dies spricht daf\u00fcr, dass sie voraussichtlich auch schnell das bildungssprachliche Deutsch lernen werden. Meiner Meinung nach, ist es gerade wichtig diese Sch\u00fcler*innen zu f\u00f6rdern und ihnen diese Chance zu geben. Ein gro\u00dfer Anteil von den Kindern die Deutsch als Zweitsprache lernen, haben schlechtere Bildungschancen als monolingual deutschsprachige Kinder ( Ziegler, <span class=\"contributor\"><span class=\"displayName linkAnimation\">Arne; <\/span><\/span>K\u00f6pcke, Klaus-Michael, 2015, S. VI | Vorwort).<\/p>\n<ol>\n<li>Welche Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit \u2013 in der hier verstandenen breiten Sicht \u2013 in Schule und Unterricht (selbst als Schu\u0308ler*in und\/oder Praxiserfahrungen als unterrichtende Person) haben Sie bislang gemacht? Reflektieren Sie diese Erfahrungen vor dem Hintergrund dieser Vorlesung.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mir pers\u00f6nlich ist aufgefallen, dass Mehrsprachigkeit h\u00e4ufig unsichtbar ist. Erst dadurch, dass ich Mitsch\u00fcler*innen besser kennengelernt habe, erz\u00e4hlten sie mir, dass sie z.B. noch Russisch sprechen. Ich finde schade, dass die Mehrsprachigkeit in der Schule nicht einen h\u00f6heren Stellenwert bekommt. Sie sollte als Ressource und nicht als Hindernis betrachtet werden (Daase, Andrea, 2023, S. 70.).<\/p>\n<ol>\n<li>Was mo\u0308chten Sie nach dem Besuch dieser Vorlesung bei Ihrer zuku\u0308nftigen Unterrichtsgestaltung beachten? Welches Wissen und welche Fa\u0308higkeiten fehlen Ihnen dafu\u0308r noch? Was wollen Sie dafu\u0308r tun?<\/li>\n<\/ol>\n<p>In meinem zuk\u00fcnftigen Unterricht m\u00f6chte ich in der Vorstellungsrunde den Kindern die M\u00f6glichkeit geben, dass sie erz\u00e4hlen k\u00f6nnen, welche Sprachen sie sprechen oder gerade noch lernen. Dadurch wird dem Thema ein wenig die Unsichtbarkeit genommen, die ich aus eigener Erfahrung kenne. Au\u00dferdem d\u00fcrfen die Kinder sich aussuchen, ob sie z.B. die Lekt\u00fcre auf Russisch oder Deutsch lesen. Meiner Meinung nach fehlt mir noch viel Wissen, wie ich die Ressource der Mehrsprachigkeit meiner zuk\u00fcnftigen Sch\u00fcler richtig aussch\u00f6pfen kann.<\/p>\n<ol>\n<li>Wie muss Schule unserer mehrsprachigen Gesellschaft gestaltet sein? Welche Rahmenbedingungen mu\u0308ssen gegeben sein, damit Sie die Mehrsprachigkeit Ihrer Schu\u0308ler*innen einbeziehen und einen registersensiblen Fachunterricht gestalten ko\u0308nnen?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Schulen sollten einen gr\u00f6\u00dferen Fokus auf die F\u00e4higkeiten, aber auch Diskriminierung von mehrsprachigen Sch\u00fcler*innen legen. Lehrer*innen sollten au\u00dferdem mehr Kurse zu diesem Thema belegen, um sich diesem Thema angemessen widmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literaturverzeichnis<\/p>\n<ol>\n<li>Daase, Andrea: Migrationsbezogene Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache in der Schule, in: Georgi, Viola B., Karakasuglu, Yasemin: Allgemeinbildende Schulen in der Migrationsgesellschaft. Diversit\u00e4tssensible Ans\u00e4tze und Perspektiven, Stuttgart 2023, S. 70.<\/li>\n<li><span class=\"metadataAndContributorsFont\"><span class=\"contributor\"><span class=\"displayName linkAnimation\">Ziegler Arne; K\u00f6pcke\u00a0<\/span><\/span><span class=\"contributor\"><span class=\"displayName linkAnimation\">Klaus-Michael: <\/span><\/span><\/span>Deutsche Grammatik in Kontakt. Deutsch als Zweitsprache in Schule und Unterricht, in: In: Linguistik &#8211; Impulse und Tendenzen, Bd. 64 (2015), S. <span class=\"metadataAndContributorsFont\"><span class=\"contributor\"><span class=\"displayName linkAnimation\">VI | Vorwort.<\/span><\/span><\/span><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An Ihrem Gymnasium gibt es einen \u2013 wie u\u0308blich sehr heterogen besetzte \u2013 Vorkurs, in welchem sogenannte Seiteneinsteiger*innen Deutsch lernen und auf\u00a0die Teilnahme am Regelunterricht vorbereitet werden. Fu\u0308r einige wird nun der endgu\u0308ltige U\u0308bergang in die Regelklasse diskutiert. 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