{"id":49,"date":"2017-06-09T18:57:51","date_gmt":"2017-06-09T16:57:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/gfrgfrblog\/?p=49"},"modified":"2017-06-09T18:57:51","modified_gmt":"2017-06-09T16:57:51","slug":"beitrag-zur-10-vorlesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/gfrgfrblog\/2017\/06\/09\/beitrag-zur-10-vorlesung\/","title":{"rendered":"Beitrag zur 10. Vorlesung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">1.Fokussierung des Vorlesungsthemas: Erl\u00e4utern Sie zentrale Aspekte, die in begegnungsp\u00e4dagogischen Settings zu problematisierend sind.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">Begegnungsp\u00e4dagogik im Religionsunterricht sind von der Lehrkraft inszenierte Begegnungen mit Menschen einer bestimmten Religion oder Weltanschauung f\u00fcr SuS. Dies kann in Form eines Besuchs in die jeweiligen Glaubensgeb\u00e4ude passieren oder Stellvertreter der Religion besuchen die SuS. Ziel solcher Begegnungen ist es, durch Kennenlernen fremder religi\u00f6ser Kontexte und deren Menschen Verst\u00e4ndnis und Toleranz bei den SuS f\u00fcr diese zu erregen.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">Problematisch an solchen Settings sei, dass einzelne Vertreter stellvertretend f\u00fcr die Gesamtheit einer Gruppe pr\u00e4sentiert w\u00fcrden (z. B. ein Imam f\u00fcr alle Moslems), wobei eventuell nicht zwischen pers\u00f6nlichen Eigenschaften und Ansichten dieser Person und den gemeinsamen Werten der Gruppe unterschieden werden k\u00f6nne bzw. k\u00f6nnte es passieren, dass die SuS nur diesen Vertreter als den der Religion wahrnehmen, ohne eine individuelle Auslegung der Religion in Betracht zu ziehen. Weiterhin bestehe bei solchen Repr\u00e4sentationen die Gefahr, dass die tats\u00e4chliche Vielfalt der Auspr\u00e4gungen einer Religion oder Weltanschauung und ihre Wandelbarkeit bei den SuS aus dem Blick geraten. Als problematisch wird auch beschrieben, dass solche Begegnungen von Anfang an mit einem bestimmten Fokus stattfinden, und somit gerade keine objektive pers\u00f6nliche Begegnung stattfinden k\u00f6nne.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-style: inherit;font-weight: inherit\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">2. Anwendung und theoriegeleitete Reflexion bisheriger Praxiserfahrungen: Denken Sie an Ihren eigenen Religions- oder Ethikunterricht zur\u00fcck und diskutieren Sie Beispiele f\u00fcr die von Ihnen unter 1 benannten Aspekte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">In meiner Schulzeit kam es einmal zu einem begegnungsp\u00e4dagogischen Setting. Wir besuchten in der 5. Oder 6. Klasse eine Synagoge in Bremen. Dabei wurden wir durch viele R\u00e4ume gef\u00fchrt von einem dort arbeitenden Menschen. Ob er ein Stellvertreter des Judentums war, wei\u00df ich nicht mehr, ich gehe aber stark davon aus. Eine Besonderheit war, dass die Jungen jeder einmal eine Kippa aufsetzen durften und wir eine echte Tora ansehen durften. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">Ich denke, dieses begegnungsp\u00e4dagogische Setting hat bei vielen Anklang gefunden, gerade auch weil wir nur einen j\u00fcdischen Jungen in der Klasse hatten, doch auch er hatte nicht viel Wissen von seiner Religion. Insgesamt waren wir alle sehr neugierig und wissensdurstig dieser fremden Religion gegen\u00fcber. Andererseits sind manche aus der Klasse sehr respektlos mit dem Besuch umgegangen, denn einer meiner Mitsch\u00fcler klaute eine Kippa. Das kam nat\u00fcrlich ans Licht und wir hatten einen Klassenrat \u00fcber Diebstahl, Courage und Respekt. \u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">\u00a03.\u00a0Anwendung und theoriegeleitete Reflexion zuk\u00fcnftiger Praxiserfahrungen: Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe f\u00fcr kommende Praktika, mit der zur Sprache gebracht wird, wie unterschiedliche religionsbezogene Perspektiven in einem p\u00e4dagogischen Setting konstruiert werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;font-size: 12pt\">In kommenden Praktika w\u00fcrde ich es spannend finden darauf zu achten, wie beispielsweise SuS einer Religion diese selbst wahrnehmen im Sinne eines begegnungsp\u00e4dagogischen Besuchs. Andererseits ist es nat\u00fcrlich auch spannend zu schauen, wie die SuS eine fremde Religion aufnehmen und was sie f\u00fcr eine Meinung zu diesen haben. Sind sie eher abgeneigt oder interessiert? Wie gehen die SuS untereinander mit ihren und fremden Religionen um?<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.Fokussierung des Vorlesungsthemas: Erl\u00e4utern Sie zentrale Aspekte, die in begegnungsp\u00e4dagogischen Settings zu problematisierend sind. Begegnungsp\u00e4dagogik im Religionsunterricht sind von der Lehrkraft inszenierte Begegnungen mit Menschen einer bestimmten Religion oder Weltanschauung f\u00fcr SuS. Dies kann in Form eines Besuchs in die jeweiligen Glaubensgeb\u00e4ude passieren oder Stellvertreter der Religion besuchen die SuS. 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