{"id":411,"date":"2021-04-12T18:59:32","date_gmt":"2021-04-12T16:59:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/generationandthepandemic\/?page_id=411"},"modified":"2021-04-14T20:47:45","modified_gmt":"2021-04-14T18:47:45","slug":"zusammenfassungfazit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/generationandthepandemic\/zusammenfassungfazit\/","title":{"rendered":"Zusammenfassung\/Fazit"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Ende unseres Projektes und den gewonnen Ergebnissen, wollen wir unsere Fragestellung, inwieweit sich der Alltag innerhalb von verschieden Altersgruppen durch die Pandemie ver\u00e4ndert hat, beantworten und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Befragten zusammenfassen und erl\u00e4utern.<\/p>\n<p>Die Gemeinsamkeiten \u00fcberwiegen in unseren Ergebnissen, auch wenn die unterschiedlichen Alltagsroutinen der Menschen ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. So kann man zwischen den Alltag der Seniorinnen und Senioren im Altersheim und den der alleinlebenden Senioren, Erwachsenen und Jugendlichen, die gr\u00f6\u00dften Unterschiede feststellen. Insbesondere die Versorgung innerhalb des Altersheim muss als erheblicher Unterschied genannt werden, da diese von der Heimleitung organisierst und vom Pflegepersonal vorbereitet wird. Die Bewohnerinnen und Bewohner tragen im Gegensatz zu den Erwachsenen und alleinlebenden Senioren keine Verantwortung f\u00fcr die Beschaffung ihrer Verpflegung. Auch im Bereich der Freizeitaktivit\u00e4ten haben die Bewohner des Altersheim, neben der Selbstbesch\u00e4ftigung, eine Vielzahl von m\u00f6glichen Freizeitprogrammen an denen sie sich beteiligen k\u00f6nnen. Dies ist nicht Teil des Alltags der anderen Gruppen.<br \/>\nZwischen den Erwachsenen und Jugendlichen sind die Unterschiede zwar geringer als bei den Seniorinnen und Senioren, aber auch hier ist ein Unterschied zu erw\u00e4hnen. So ist die Medienpr\u00e4senz bei den Jugendlichen innerhalb des Alltags, st\u00e4rker vertreten als bei den Erwachsenen.<\/p>\n<p>Die prim\u00e4re Gemeinsamkeit die wir in \u00a0jeder Altersgruppen erfahren haben, ist die der Einschr\u00e4nkung des sozialen Kontaktes. Besonders die k\u00f6rperliche Zuneigung miteinander wird stark vermisst. Wir haben anhand der Antworten auf unsere Fragen feststellen k\u00f6nnen, dass die Pandemie und ihre Einschr\u00e4nkungen eine enorme Ver\u00e4nderung innerhalb des Alltags der Befragten hervorgerufen hat. Besonders auffallend war hierbei die steigende Medienabh\u00e4ngigkeit und Mediennutzung. So ist bei den Jugendlichen und Erwachsenen die digitale Mediennutzung stark angestiegen und im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie, im Alltag wichtiger geworden. Die befragten Jugendlichen sind neben dem Onlineunterricht auch in ihrer Freizeit auf die Mediennutzung angewiesen. Die sozialen Medien nehmen nicht nur einen gro\u00dfen Teil der Freizeitaktivit\u00e4t ein, sondern sind zunehmend wichtiger f\u00fcr die Aufrechterhaltung des Freundeskreis geworden, die aufgrund der Abstandsregelungen innerhalb der Schulen so gut wie unm\u00f6glich geworden ist. Plattformen wie Whats-App und Instagram haben ein deutlich st\u00e4rkeren Stellenwert innerhalb des Alltags der Jugendlichen bekommen.<br \/>\nBei den Erwachsenen haben wir ebenfalls eine deutlichen Anstieg der Mediennutzung\u00a0zur Aufrechterhaltung von sozialen Kontakten feststellen k\u00f6nnen. Uns wurde berichtet, dass neben den sozialen Medien, Plattformen wie Zoom oder Skype h\u00e4ufiger genutzt werden um Freunde und Bekannte zu sehen. So wurden auch Kontakte au\u00dferhalb des n\u00e4heren Umfeldes st\u00e4rker gepflegt als noch vor der Pandemie. \u00a0Bei Seniorinnen und Senioren ist das Grundwissen f\u00fcr die technische Infrastruktur meist nicht gegeben und beschr\u00e4nkt sich daher auf die &#8222;alten&#8220; Medien, wie beispielsweise das Telefon.\u00a0<span style=\"font-size: 1rem\">Dennoch muss man das Telefon als allgemein repr\u00e4sentatives Medium zur Kontaktaufrechterhaltung, zwischen den unterschiedlichen Altersgruppen betrachten.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem\">Im Altersheim haben die Bewohner zudem geregelte Besuchszeiten, in denen sie Familienmitglieder und Bekannte besuchen k\u00f6nnen. Dies ist zwar den anderen Gruppen ebenfalls m\u00f6glich, erh\u00f6ht aber im Gegensatz zu den auf Hygienema\u00dfnahmen beruhenden Besuchszeiten, die Gefahr einer Ansteckung.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>In Bezug auf die Freizeitaktivit\u00e4ten und Hobbys haben wir ebenfalls mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede finden k\u00f6nnen. So haben uns die verschiedenen Altersgruppen berichtet, dass man neue M\u00f6glichkeiten gesucht und gefunden hat, um seine Aktivit\u00e4ten weiter auszu\u00fcben. Der Sport vom Fitnessstudio wurde in die eigenen vier W\u00e4nde verlegt. Outdoor-Aktivit\u00e4ten sind Teil der w\u00f6chentlichen Routine und ein Ausgleich zu den weggefallenden Aktivit\u00e4ten geworden. Gleichzeitig wurden neue Freizeitaktivit\u00e4ten entdeckt und alte wiedergewonnen. So berichteten uns die Seniorinnen und Senioren, dass sie durch den Lockdown wieder mehr CD&#8217;s geh\u00f6rt und B\u00fccher gelesen, sich aber auch an neue Dinge herangewagt haben, wie beispielsweise der Austausch mit dem Smartphone. Unter den Erwachsenen wurde durch die viele Freizeit mehr im Garten gearbeitet. \u00dcber Zoom-Konferenzen wurden Spielabende veranstaltet oder R\u00e4ume f\u00fcr Diskussionen zur aktuellen Situation geschaffen. Auch die befragten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben den Austausch zwischen Freunden w\u00e4hrend des gemeinsamen Playstation spielen aufrecht gehalten und neue Dinge in der K\u00fcche gewagt.<\/p>\n<p>Im Bereich der Verpflegung sind nicht viele Gemeinsamkeiten zu nennen. So haben wir herausfinden k\u00f6nnen, dass unter den Erwachsenen und Jugendlichen mehr Online eingekauft wird als noch vor der Pandemie. Der Grund daf\u00fcr waren die weitreichenden Ladenschlie\u00dfungen. Die normale Vorratshaltung hat sich durch die Pandemie versch\u00e4rft<span style=\"font-size: 1rem\">. Allgemeine Hygienema\u00dfnahmen wurden Standard.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Pandemie hat die Grundstrukturen ver\u00e4ndert, wie wir als Gesellschaft miteinander leben. Besonders die Einschr\u00e4nkung des sozialen Kontaktes steht \u00a0hierbei im Vordergrund. Durch\u00a0<span style=\"font-size: 1rem\">Abstandsregelungen und Hygienekonzepte wurde unser\u00a0<\/span>Verhalten<span style=\"font-size: 1rem\">\u00a0an \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen beeinflusst. Dadurch sind technisch basierte Medien innerhalb des Alltags wichtiger geworden.\u00a0<\/span>Freiheiten die wir bisher als selbstverst\u00e4ndlich angesehen haben, sind es nicht mehr. So ist die Hoffnung auf eine baldige Besserung in allen Altersgruppen zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Ende unseres Projektes und den gewonnen Ergebnissen, wollen wir unsere Fragestellung, inwieweit sich der Alltag innerhalb von verschieden Altersgruppen durch die Pandemie ver\u00e4ndert hat, beantworten und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Befragten zusammenfassen und erl\u00e4utern. Die Gemeinsamkeiten \u00fcberwiegen in unseren Ergebnissen, auch wenn die unterschiedlichen Alltagsroutinen der Menschen ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. 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