{"id":232,"date":"2021-02-11T11:22:11","date_gmt":"2021-02-11T10:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/generationandthepandemic\/?page_id=232"},"modified":"2021-03-15T17:17:07","modified_gmt":"2021-03-15T16:17:07","slug":"unser-weihnachten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/generationandthepandemic\/unser-weihnachten\/","title":{"rendered":"Unser Weihnachten"},"content":{"rendered":"<p>Schon ist Weihnachten vorbei.\u00a0Wir stehen kurz vor Beginn eines neuen Jahres, sehen hoffnungsvoll in die Zukunft und fragen uns wie lange es wohl noch dauern wird bis wir wieder unseren geregelten Alltag haben werden. Die Corona Pandemie hat nicht nur den Alltag , sondern auch unsere Feiertage enorm ver\u00e4ndert. Wir m\u00f6chten mit diesen kleinen Beitrag unsere Erfahrungen aufschreiben, wie wir dieses Jahr die Weihnachtstage verbracht haben, um sp\u00e4ter mit unseren gesammelten Ergebnissen, Bez\u00fcge und Vergleiche herstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>(Thees)<\/strong> F\u00fcr mich verlief Weihnachten dieses Jahr wahrscheinlich genau so &#8222;anders&#8220;, wie \u00fcberall. In mir kam in den letzten Tagen nur sehr gering, die vorher so f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich gehaltene Weihnachtsstimmung auf. Das allj\u00e4hrige Weihnachtsessen mit Freunden und Bekannten am ersten Dezemberwochenende, wurde schon Ende Oktober abgesagt. Ein Weihnachtsbaum sollte das vermisste Gef\u00fchl der Weihnachtsstimmung ins Haus bringen, doch ohne die \u00fcblichen Familienmitglieder wurde dieses Gef\u00fchl nur zum Teil in mir ausgel\u00f6st. Auch das Geschenke einkaufen verlief f\u00fcr mich nicht wie gewohnt, sondern haupts\u00e4chlich \u00fcber den Onlinemarkt oder von mir selbst gebastelt. Zwar wurde unsere Innenstadt mit leuchtenden Sternen und den allj\u00e4hrigen 20 Meter Tannenbaum verziert, mit den wenigen Menschen auf den Stra\u00dfen und den fehlenden Bratwurst- und Gl\u00fchweinbuden, fehlte aber auch hier das so w\u00e4rmende Gef\u00fchl der Weihnachtszeit. \u00a0An Heiligabend wurden, verglichen zu den letzten Jahren, doch mehr Anrufe get\u00e4tigt, als die Jahre zuvor. Ich telefonierte nicht nur mit meinen Verwandten in Dresden, sondern auch mit meiner Oma und meinem Onkel, die nur eine halbe Stunde Autofahrt entfernt waren. Das war schon ein komisches Gef\u00fchl f\u00fcr mich zu wissen, dass Weihnachten dieses Jahr doch recht ruhig werden w\u00fcrde. Meine Mutter und ich verbrachte zu zweit den Abend und schauten uns zusammen, ganz traditionell &#8222;Michel aus L\u00f6nneberga&#8220;im Fernsehen an. Das gab mir zumindest den Hauch von Normalit\u00e4t, die mir dieses Jahr fehlte.<\/p>\n<p>Alles in allem war es dennoch ein sch\u00f6nes Fest und ich bin dankbar und froh, dass alle in meiner Familie gesund geblieben sind.<\/p>\n<p><strong>(Anna)<\/strong> Mein Weihnachten war dieses Jahr viel ruhiger als normalerweise. In den letzten Jahren war ich mit meinen Eltern immer am 24. Dezember bei einem Fr\u00fchst\u00fcck mit Nachbarn und Freunden. Danach war es immer \u00fcblich\u00a0 \u00fcber die Weihnachtsfeiertage zu meinen Verwandten nach Hamburg zu fahren. Dieses Jahr fiel all das nat\u00fcrlich aus. Also reduzierte sich Heiligabend f\u00fcr mich von 15 auf 3 Leute. Deshalb hatten wir nat\u00fcrlich auch nicht das gewohnte Buffet und das gemeinsame Singen und der Weihnachtsspaziergang an der Elbe fielen auch aus. Daf\u00fcr haben wir aber mit allen einen Videoanruf gemacht und so sogar ein Geschenk an die ganze Familie &#8222;gemeinsam&#8220; ausgepackt. Den Weihnachtsspaziergang haben wir dieses Jahr einfach zu dritt an der Ostsee statt der Elbe gemacht.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich h\u00e4tte ich mein Weihnachten lieber mit all meinen Verwandten verbracht. Aber trotz der momentanen Situation, haben wir geschafft unser Weihnachten sch\u00f6n zu gestalten ohne uns dabei gegenseitig zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p><strong>(Merle)\u00a0<\/strong>F\u00fcr mich war die Weihnachtszeit schon immer sehr wichtig. Sie gab mir etwas worauf ich mich freuen konnte, Hoffnung. Dieses Jahr hatte ich jedoch wenig Hoffnung noch Freude. Ich war sehr pessimistisch und erwarte Endt\u00e4uschungen. Wie sollte es in Zeiten des Lockdown ein sch\u00f6nes Fest werden? Ohne Familien besuch, Ohne Weihnachtsmarkt, Ohne Freunde treffen?.Meine Familie merkte diesen Pessimismus und versuchten ihr bestes trotz Zeitmangel und anderen Problemen, ein m\u00f6glichst Sch\u00f6ne Zeit daraus zu machen. Wir m\u00fcssen mehr Stollen und Zimtsterne als jemals zu vor gegessen haben, mehr Weihnachtsmusik geh\u00f6rt und trotz Weigerung meines Bruders,der Weihnachts -Kitsch hasst, mehr Weihnachtsfilme als je zuvor gesehen haben. Auch war es das erste mal das ich ein Festmal selber gekocht habe. In der Corona Zeit hatte ich erst richtig kochen gelernt. Also war ich sehr stolz auf unser Teamwork. Diese Weihnachten waren erstaunlich entspannt. Ich kann mich nicht erinnern so entspannte Weihnachten schon mal gehabt zu haben. Kein hastiger Aufbruch zu Verwanden.Kein aufbrezeln. Kein schlampiges Verpacken von Geschenke und Nicht sich verzweifelt durch Menschenma\u00dfen dr\u00e4ngen auf Weihnachtsm\u00e4rkten. Trotzdem fehlte mir etwas, es war sehr schwer in Weihnachtstimmung zu bleiben oder zu kommen. Oft f\u00fchlte ich mich \u00fcber die Feiertage , als ob Weihnachten schon l\u00e4ngst vorbei w\u00e4re. Ich vergass oft mitten drin, das es ein Feiertag war. Es f\u00fchlte sich nach ein Feiertag Limbo ohne ende oder H\u00f6he Punkt an.<\/p>\n<p>Allem in allen erstaunlich stressfreie aber merkw\u00fcrdige Weihnachten, die ich nur schwer einordnen konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon ist Weihnachten vorbei.\u00a0Wir stehen kurz vor Beginn eines neuen Jahres, sehen hoffnungsvoll in die Zukunft und fragen uns wie lange es wohl noch dauern wird bis wir wieder unseren geregelten Alltag haben werden. Die Corona Pandemie hat nicht nur den Alltag , sondern auch unsere Feiertage enorm ver\u00e4ndert. 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