Beitrag „doppelte Heterogenität“

Aufgabe 1.)

Die doppelte Heterogenität meint, dass neben dem sozialen Faktor auch eine fachliche Heterogenität besteht. Die fachliche Heterogenität bedeutet, dass die SchülerInnen zu Begriffen unterschiedliche Vorstellungen und Sichtweisen haben.

Ich betrachte nun den Religionsunterricht in der Grundschule, in dem beispielsweise das Thema „Engel“ durchgenommen wird.

Nicht nur im Christentum, auch in den meisten anderen Religionen spielen Engel eine Rolle. Jedes Kind mag unterschiedliche Vorstellungen haben, wie Engel aussehen, was ihre Aufgaben sind oder ob sie überhaupt existieren. Ein Kind assoziiert mit dem Begriff vielleicht eine biblische Geschichte, in der ein Engel eine Botschaft überbringt. Andere Kinder könnten das Bild eines „lieben“ und eines „bösen“ Engels im Kopf haben, die auf beiden Schultern sitzen und einem liebe bzw. böse Dinge ins Ohr flüstern, wie es auch häufig im Kinderfernsehen dargestellt ist.

Jedes Kind sollte seine eigenen Vorstellungen nennen können, die auch innerhalb einer Religionszugehörigkeit stark variieren können. Anschließend kann geschaut werden, wie die unterschiedlichen Religionen Engel erklären und darstellen. Durch die unterschiedlichen Assoziationen kann die doppelte Heterogenität positiv genutzt werden. Es kann ein lebendiger Austausch und eine Diskussion entstehen, in der die SchülerInnen ihre Vorstellungen reflektieren und erweitern können.