{"id":11,"date":"2017-04-13T18:46:22","date_gmt":"2017-04-13T16:46:22","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fraumickoleitsblog\/?p=11"},"modified":"2017-04-13T18:48:04","modified_gmt":"2017-04-13T16:48:04","slug":"die-soziokulturelle-heterogenitaet-und-unserer-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fraumickoleitsblog\/2017\/04\/13\/die-soziokulturelle-heterogenitaet-und-unserer-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Die soziokulturelle Heterogenit\u00e4t und unserer Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: 'book antiqua', palatino, serif;font-size: 12pt\">Wenn ich auf meine eigene Schulzeit zur\u00fcckblicke, fallen mir kaum konkrete Ma\u00dfnahmen und Projekte ein, deren Intention es war ein Bewusstsein f\u00fcr soziokulturelle Heterogenit\u00e4t zu schaffen. Meine Erinnerungen sind sehr vage und verschwommen, da meine Schulzeit bereits l\u00e4nger zur\u00fcckliegt. Eine pr\u00e4gnante Erinnerung an meine Grundschulzeit ist jedoch, dass einige meiner Mitsch\u00fcler kaum bis gar nicht der deutschen Sprache m\u00e4chtig waren, obwohl sie und in den meisten F\u00e4llen auch ihre Eltern in Deutschland geboren wurden. In einigen F\u00e4llen haben die Familien besagter SuS zu Hause nur in der Muttersprache kommuniziert und die SuS kamen erst in der Grundschule das erste Mal intensiv in Kontakt mit der deutschen Sprache.\u00a0Die betroffenen SuS wurden direkt in dem normalen Schulalltag integriert und hatten innerhalb k\u00fcrzester Zeit ihre Sprachdefizite revidiert. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'book antiqua', palatino, serif;font-size: 12pt\"> Um diese Situation differenziert zu reflektieren fehlen mir jedoch die n\u00f6tigen Erinnerungen, ich kann nicht beurteilen ob es speziellen Sprachunterricht f\u00fcr die SuS gegeben hat.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'book antiqua', palatino, serif;font-size: 12pt\"> Indessen bin ich durchaus in der Lage den Lernerfolg zu beurteilen. Es war f\u00fcr die besagten SuS von gro\u00dfem Vorteil direkt in den Regelunterricht integriert zu werden, sie waren direkt mit der Sprache konfrontiert und wurden somit zu einer Auseinandersetzung mit der Sprache gezwungen. Die Sprachdefizite waren nie der Grund f\u00fcr Diskriminierung oder Ausgrenzung durch andere SuS, was zu einer weiteren positiven Sprachentwicklung f\u00fchrte.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'book antiqua', palatino, serif;font-size: 12pt\"> Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus sind meiner Meinung nach Folgen von Unwissenheit, Ablehnung von Unbekanntem und Angst. Aber gerade dem kann man im Zuge der soziokulturellen Heterogenit\u00e4t entgegenwirken. Als angehende Lehrkr\u00e4fte f\u00e4llt uns die Aufgabe zu Vorurteile zu revidieren, Unbekanntes zu ergr\u00fcnden, die Angst vor dem Fremden zu nehmen und Interesse an Neuem zu wecken. Meiner Meinung nach lassen sich Projektwochen dazu nutzen um Verst\u00e4ndnis zu schaffen und den SuS neue M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'book antiqua', palatino, serif;font-size: 12pt\"> Als konkretes Beispiel w\u00fcrde ich gerade in den j\u00fcngeren Jahrgangstufen Projektwochen nutzen, um die Vielf\u00e4ltigkeit unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Dazu w\u00fcrde ich Aufgaben bearbeiten lassen, in Bereichen die jeden Sch\u00fcler und jede Sch\u00fclerin mit einander verbinden. Die gemeinsame Zubereitung eines Men\u00fcs mit Gerichten aus den jeweiligen Heimatl\u00e4ndern k\u00f6nnte Anlass sein, Geschichten zu erz\u00e4hlen oder Fragen nach Br\u00e4uchen, dem Leben in dem Land oder der Religion zu stellen. Eine solche Aktion schafft auf eine spielerische Art ein Bewusstsein f\u00fcr die soziokulturelle Heterogenit\u00e4t und f\u00f6rdert zur gleichen Zeit die Akzeptanz des Anderen und die Homogenit\u00e4t als Klassengemeinschaft. <\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'book antiqua', palatino, serif;font-size: 12pt\"> Projektwochen, Ausfl\u00fcge und Aktionen die ein Bewusstsein f\u00fcr soziokulturelle Heterogenit\u00e4t schaffen, sind meines Erachtens in der Interkulturellen Bildung einzuordnen. Durch das Wissen um Heterogenit\u00e4t und die Akzeptanz dieser, wird das Risiko von Diskriminierung und Rassismus vermindert. Weswegen ich Ma\u00dfnahmen die das Ziel einer Reduktion von diesem Verhalten haben, durchaus der antirassistischen P\u00e4dagogik zuordnen w\u00fcrde.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'book antiqua', palatino, serif;font-size: 12pt\"> Um meine Erfahrungen als Grundsch\u00fclerin aus einem objektiveren Standpunkt aus zu reflektieren, lie\u00dfe sich als Beobachtungsthema f\u00fcr das Praktikum die Sprachentwicklung von Fl\u00fcchtlingen analysieren, die direkt in den Regelunterricht aufgenommen wurden sind.\u00a0Des Weiteren stellt sich mir in Hinblick auf das Orientierungspraktikum die Frage, in wie weit ich mit meinem Verhalten eine Vorbildfunktion einnehme, um den Umgang mit Heterogenit\u00e4t und ihrer Akzeptanz zu f\u00f6rdern.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: 'book antiqua', palatino, serif;font-size: 12pt\"> Es ist meiner Ansicht nach wichtig die Aufmerksamkeit und das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Heterogenit\u00e4t so fr\u00fch wie m\u00f6glich an die SuS heranzutragen. Je j\u00fcnger Kinder sind, desto unvoreingenommener gehen sie auf Neues, ihnen unbekanntes ein. Wenn man fr\u00fch beginnt SuS auf die Heterogenit\u00e4t unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen und f\u00fcr Verst\u00e4ndnis und Akzeptanz zu werben, werden viele Ursachen die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus f\u00fchren k\u00f6nnen minimiert werden.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich auf meine eigene Schulzeit zur\u00fcckblicke, fallen mir kaum konkrete Ma\u00dfnahmen und Projekte ein, deren Intention es war ein Bewusstsein f\u00fcr soziokulturelle Heterogenit\u00e4t zu schaffen. Meine Erinnerungen sind sehr vage und verschwommen, da meine Schulzeit bereits l\u00e4nger zur\u00fcckliegt. 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