{"id":66,"date":"2022-09-13T17:30:35","date_gmt":"2022-09-13T15:30:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/followingtracks\/?page_id=66"},"modified":"2022-09-15T15:12:03","modified_gmt":"2022-09-15T13:12:03","slug":"ausblick","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/followingtracks\/ausblick\/","title":{"rendered":"Ausblick"},"content":{"rendered":"<p>Am Ende dieses Semesters haben wir vier Erkenntnisse. Wir verstehen, dass es unglaublich schwierig ist an Informationen zu kommen. Das liegt einerseits daran, dass Lucien Delanghes Aufenthalt so viele Jahrzehnte zur\u00fcckliegt. Andererseits aber auch daran, dass wir Zugezogene sind. Uns fehlt es an Allgemeinwissen im Bezug auf die Stadt. Wir haben keine Verwandten oder Freund:innen der Familie in Bremen, die uns mit Informationen aushelfen k\u00f6nnten. Auch die Sprachbarriere und die \u00f6rtliche Distanz zu David Dhert und seiner Familie in Belgien erschwerte die Kommunikation.<\/p>\n<p>Uns f\u00e4llt auch auf, dass es keine leicht einsehbaren Datenb\u00e4nke gibt, in denen Zwangsarbeiter:innen aufgelistet sind. Es gibt zwar verschiedene Datenb\u00e4nke mit Informationen, doch keine die alle Informationen zusammenfasst. Es kommt im Prozess der Suche immer h\u00e4ufiger die Frage auf, ob die Zwangsarbeiter:innen systematisch unsichtbar gemacht werden.<\/p>\n<p>Und wir stellen vor allem fest, dass es kein Ende unserer Forschung gibt. St\u00e4ndig laufen uns im Prozess Personen \u00fcber den Weg, die Informationen haben k\u00f6nnten. Wir h\u00f6ren von Vereinen, Institutionen und Privatpersonen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Doch welcher Spur gehen wir nach, welcher nicht? Wie gehen wir mit unseren zeitlichen, aber auch emotionalen Kapazit\u00e4ten um? Und wann ist Schluss mit unserer Suche?<br \/>\nRecherchearbeit und Aufkl\u00e4rungsarbeit ist eine sehr zeitintensive Arbeit, welche sich oft \u00fcber einen langen Zeitraum erstrecken kann. Das haben wir festgestellt, durch die Kommunikation via Email oder auch das Versuchen telefonisch Menschen zu erreichen. Innerhalb dieses Projektes waren wir oftmals an \u00d6ffnungszeiten etc. gebunden.<\/p>\n<p>Weitere Anhaltspunkte unserer Suche sind somit:<\/p>\n<blockquote><p>Lucien Delanghes Freund Rene: K\u00f6nnen wir \u00fcber das Staatsarchiv Informationen \u00fcber seine Zeit in Bremen generieren?<\/p>\n<p>Lucien Delanghes verbliebene Familie: \u00dcber welche Erinnerungen oder Erz\u00e4hlungen verf\u00fcgt die Familie? Gibt es Schl\u00fcsselinformationen, die uns weiterhelfen k\u00f6nnten? Gibt es im Besitz der Familie weitere Fotos, die aufschlussreich sind?<\/p>\n<p>Die Neusst\u00e4dter Tenne: Gibt es dort G\u00e4st:innen, die sich gut in der Neustadt auskennen und ggf. \u00fcber Insiderwissen verf\u00fcgen? Verf\u00fcgt die Neust\u00e4dter Tenne \u00fcber Dokumente, die in die 1940er zur\u00fcckf\u00fchren? K\u00f6nnten somit Personen ausfindig gemacht werden, die sich an Lucien Delanghe erinnern?<\/p>\n<p>Bekommen wir neue Einblicke und Anst\u00f6\u00dfe durch das Interview mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Bunker Valentin?<\/p>\n<p>Melderegister in Belgien: W\u00fcrde uns hier ein Kontakt weiterhelfen und uns bei der Suche der Schneiderei unterst\u00fctzen?<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Ende dieses Semesters haben wir vier Erkenntnisse. Wir verstehen, dass es unglaublich schwierig ist an Informationen zu kommen. Das liegt einerseits daran, dass Lucien Delanghes Aufenthalt so viele Jahrzehnte zur\u00fcckliegt. 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