{"id":7,"date":"2019-04-27T16:26:16","date_gmt":"2019-04-27T14:26:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/?p=7"},"modified":"2019-04-27T16:28:36","modified_gmt":"2019-04-27T14:28:36","slug":"umgang-mit-heterogenitaet-rv03","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/2019\/04\/27\/umgang-mit-heterogenitaet-rv03\/","title":{"rendered":"Umgang mit Heterogenit\u00e4t RV03"},"content":{"rendered":"<p>1. Im Rahmen der Geschlechter-Heterogenit\u00e4t w\u00e4re mein Vorschlag, dass die empirischen Studien zur geschlechterabh\u00e4ngigen Verteilung von Aufmerksamkeit im Unterricht durch die Lehrkraft beachtet werden sollten. Da Jungen durchschnittlich mehr Aufmerksamkeit erhalten als M\u00e4dchen, sollten die Lehrkr\u00e4fte sich aktiv bem\u00fchen, um M\u00e4dchen erh\u00f6hte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, da diese den Lerneffekt steigert. Ein zweiter Vorschlag zur Geschlechter-Heterogenit\u00e4t w\u00e4re die individuelle Anpassung von Unterrichtsinhalten und Aufgaben, basierend auf den Interessen der Sch\u00fcler. Wie empirische Studien zeigten, bevorzugen M\u00e4dchen in den naturwissenschaftlichen F\u00e4chern Themen wie ,,Menschlicher K\u00f6rper&#8220; oder,,Erstaunliche Ph\u00e4nomene&#8220;, w\u00e4hrend Jungen das Thema ,,Technik&#8220; bevorzugen. Eine Anpassung der Lehrinhalte an diese Interessen, beispielsweise durch mehrere Klausurvarianten oder Arbeitsbl\u00e4tter, w\u00fcrde das Interesse der Sch\u00fcler und somit ihre Lernf\u00e4higkeit erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>2. Ich pers\u00f6nlich habe naturwissenschaftlichen Unterricht dann am meisten genossen, wenn die Lehrkraft anschaulich, beispielsweise durch Vorf\u00fchrexperimente, die Unterrichtsinahlte pr\u00e4sentiert hat. Diese Methode, kombiniert mit Vortr\u00e4gen der Lehrkraft und der M\u00f6glichkeit zur h\u00e4ufigen m\u00fcndlichen Beteiligung, haben bei mir stets den besten Effekt gehabt. Im Kontrast dazu waren offene Experimente oft voller Ablenkungen und Unklarheiten, sodass das Experiment keinen Lerneffekt hatte, ein empirisch erforschtes Ph\u00e4nomen, welches ebenfalls in der Vorlesung genannt wurde.<\/p>\n<p>3.<\/p>\n<p><strong>Aufgabe: <\/strong>Zwei Z\u00fcge Fahren Auf einer 300m langen Schienenstrecke einander entgegen. Zug 1 br\u00e4uchte normalerweise 150 Sekunden um diese Strecke abzufahren, w\u00e4hrend Zug 2 nur 75 Sekunden braucht. Nach wie vielen zur\u00fcckgelegten Metern kollidieren die Z\u00fcge jeweils?<\/p>\n<p><strong>Hilfe 1: <\/strong>Skizziere die Strecke und schreibe dir alle Daten nebeneinander auf, die dir bekannt sind.<\/p>\n<p><strong>Hilfe 2:<\/strong> Vergleiche die Zeit, die die Z\u00fcge ben\u00f6tigen mit der l\u00e4nge der Strecke. F\u00e4llt dir bei den Zahlen eine Verbindung auf?<\/p>\n<p><strong>Hilfe 3: <\/strong>Es ist auch m\u00f6glich jede Sekunde einzeln nachzuvollziehen und die Z\u00fcge jeweils um ihren m\/s-Wert nach vorne zu bewegen, bis sie zusammensto\u00dfen.<\/p>\n<p>Hilfe 1 soll lediglich dem Sch\u00fcler bildlich vor Augen f\u00fchren, was ihm zur Verf\u00fcgung steht. Oft ist es schon hilfreich, sich alles geordnet aufzuschreiben, sodass der L\u00f6sungsansatz sichtbar wird. Hilfe 2 soll einen konkreteren Hinweis geben, damit die Sch\u00fcler sehen, dass sich Strecke und Zeit gut durcheinander teilen lassen. Dies f\u00fchrt sie einen Schritt n\u00e4her zur L\u00f6sung. Hilfe 3 basiert auf den anderen beiden Hinweisen und zeigt einen Ansatz zum l\u00f6sen der Aufgabe, der mit Sicherheit funktioniert, jedoch ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Dennoch hat der Sch\u00fcler beim l\u00f6sen der Aufgabe ein Erfolgsgef\u00fchl und die Grunds\u00e4tze der Geschwindigkeit verstanden. Ob diese Hinweise wirklich hilfreich sind, zeigt sich bei der Quote der Sch\u00fcler, die die Aufgabe l\u00f6sen konnten. Dar\u00fcber hinaus sollte im Klassenraum eine Atmosph\u00e4re bestehen, bei dem kein Sch\u00fcler Angst davor haben muss, sich einen Hinweis holen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>4. Leistungsst\u00e4rkere Sch\u00fcler mit leistungsschw\u00e4cheren Sch\u00fclern zusammen arbeiten zu lassen zeigt einen bedeutsamen Anstieg in der Lernf\u00e4higkeit der leistungsschwachen Sch\u00fcler. Au\u00dferdem bietet die Unterrichtsform der direkten Instruktion einen durtlichen Vorteil f\u00fcr die leistungsschwachen Sch\u00fcler und ist dennoch kein Nachteil f\u00fcr die Leistungsstarken. Sch\u00fcler f\u00fchlen sich nur bei schlecht strukturiertem und wenig individualisierten Unterricht \u00fcberfordert. Sind diese Voraussetzungen allerdings gegeben, k\u00f6nnen alle Sch\u00fcler gleich gut auf unterschiedlichen Niveaus lernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Im Rahmen der Geschlechter-Heterogenit\u00e4t w\u00e4re mein Vorschlag, dass die empirischen Studien zur geschlechterabh\u00e4ngigen Verteilung von Aufmerksamkeit im Unterricht durch die Lehrkraft beachtet werden sollten. Da Jungen durchschnittlich mehr Aufmerksamkeit erhalten als M\u00e4dchen, sollten die Lehrkr\u00e4fte sich aktiv bem\u00fchen, um M\u00e4dchen erh\u00f6hte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, da diese den Lerneffekt steigert. Ein zweiter Vorschlag zur &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/2019\/04\/27\/umgang-mit-heterogenitaet-rv03\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUmgang mit Heterogenit\u00e4t RV03\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":10807,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[23843],"class_list":["post-7","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-rv03","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10807"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7\/revisions\/11"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fmartschbaumhet\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}