Die Suche nach der Motivation

Wo ist sie bloß hin?

Gefühlt ist man häufiger auf der Suche nach Motivation als sie dann mal da ist. Sprüche wie: „Wenn dir etwas wichtig ist, gibt es kein Aber.“ und „Sei stärker als deine stärkste Ausrede.“ helfen da nicht weiter, aber einfach nix tun ist auch keine Lösung. Unsere Gesellschaft fordert von uns einiges an Produktivität. Doch wie kann man dem Druck standhalten? Gerade unter den aktuellen Bedingungen ist es noch schwerer als sonst, sich für den Haushalt zu begeistern, Unisachen zu erledigen oder morgens überhaupt aus dem Bett aufzustehen. Was kann da helfen?

Veränderung des Umfelds, ein angepasstes Mindset, ein strukturierter Zeitplan und Happy Time können die Suche vereinfachen.

Was das genau bedeutet, lest ihr hier:

 

Veränderung

Der Druck von unerledigten Aufgaben führt zu Stress. Auf der Suche nach Entspannung staut sich dann häufig aber noch mehr an und man wird unter dem angesammelten Berg erdrückt. Oft fängt man dann stattdessen auch an, hier und da aufzuräumen, noch schnell was zu putzen und dann ist alles nur so halb gut erledigt. Auch wenn es schwerfällt, kann es helfen, richtige Zeitslots für aufräumen, putzen und ausmisten zu planen. Dann ist alles schön ordentlich und die Gedanken können wieder freier fließen. Unordnung stört nämlich das psychische Wohlbefinden. Durch Ordnung dagegen wird Dopamin ausgeschüttet, was glücklich macht.

Leiter in renoviertem Zimmer mit Leuchtschild Home Project

Der Aufräum-Drang kommt wohl daher, dass man sich der eigenen Situation gegenüber machtlos fühlt. Eine sichtbare Änderung zu schaffen, ist ein unterbewusster Versuch, die Macht über das Leben zurückzugewinnen. Spannend, oder?

Auch größere Veränderungen können hilfreich sein. Vor allem nach über einem Jahr Home Office lohnt es sich, Möbel umzuräumen, den Kleiderschrank auszumis

ten, Wände zu streichen oder andere Wege zu finden, das Zuhause optisch neu gestalten. Dadurch fließt frische Energie und mit etwas Glück kommen Kreativität und Motivation auch schneller zurück, wenn man nicht zu sehr im täglichen Trott landet.

 

 

Das Mindset

Die eigene Lebenseinstellung ist auch ein großer Punkt bei der Suche nach Motivation. Wenn sich immer mehr Aufgaben anstauen, die am besten jetzt sofort erledigt sein müssten, will man am liebsten gar nichts mehr machen. Alles und alle sind dann einfach nur doof.

Da kann es helfen, wenn man etwas Positives im Negativen sucht. Auch wenn es schwerfällt, kann ein Blick in die Zukunft Wunder wirken. Klar, ist die Umsetzung von Aufgaben oft super nervig, aber dafür ist die Erleichterung hinterher viel schöner. Man könnte jetzt nur noch schnell (gestresst) ein kleines YouTube-Video schauen ooooder bringt jetzt das Telefonat hinter sich, das man schon ewig aufschiebt und schafft danach deutlich entspannter sogar noch ein zweites Video. Oder aber man ist so glücklich über den Erfolg, dass man tatsächlich doch direkt die nächste Baustelle angeht.

Außerdem unterstützen Dankbarkeit und Wertschätzung auf dem W

eg zur Motivation.
Was habe ich alles schon erreicht? Wie bin ich so weit gekommen?

Häufig hat man große Pläne und Träume, die in scheinbar unerreichbarer Entfernung liegen. Aber das kann man doch ganz easy in Zwischenetappen aufteilen und sich Schritt für Schritt auf den Weg machen. Und wenn man sich dann umdreht und auf die letzten Wochen und Monate schaut, hat man vielleicht schon viel mehr geschafft als gedacht.

Goldglitter um Füße und Besen mit Kehrblech herum

Von Beppo dem Straßenkehrer aus Momo (Micheal Ende, 1973) war ich schon als Kind begeistert. Er weiß, dass er die ganze Straße fegen muss, aber schaut immer nur auf den nächsten Schritt. Immer nur ein paar Meter voraus. Immer der nächste Besenstrich. Und Stück für Stück nähert er sich dem Straßenende, von dem er dann zurückschaut und ganz entspannt am Ziel angekommen ist.

 

Arrrgh alles ist zu viel!

Setze dir Deadlines und sehr bereit für Hindernisse. Leider spielt das Leben oft nicht so, wie wir es uns wünschen. Teilziele sind da schon hilfreich, jedoch funktionieren auch die nicht immer ganz so wie geplant. Da ist es gut, sich Puffer einzubauen, damit kein zu großer Stress aufkommt.

Schreibe dir eine ToDo-Liste mit allem, was erledigt werden muss – und möge es noch so klein oder groß sein. Von Staubsaugen bis Haus kaufen kann da erstmal alles drauf. Dann musst du Prioritäten setzen. Das kann manchmal ganz schön schwerfallen, ist aber echt wichtig. Aus dieser großen Liste baust du dir dann morgens direkt nach dem Aufstehen einen Tagesplan. Dann weißt du genau, was du heute schaffen musst und was noch etwas Zeit hat. Auf jeden Fall hilft es, Aufgaben und Termine zu verschriftlichen, um sie nicht zu vergessen, ohne dauerhaft daran zu denken.

Die Geister scheiden sich, ob es gut ist, den Tag überhaupt erstmal produktiv zu beginnen und sich an die großen Fische heranzuarbeiten, oder direkt mit dem Schwierigsten zu starten. Das hängt wahrscheinlich einfach vom eigenen Typ Mensch ab, aber es lohnt sich, beides auszuprobieren. Außerdem musst du auch gar nicht alles im Leben allein bestreiten. Schau, was du an Aufgaben selbst erledigen musst, aber auch, was du eventuell an andere abgeben kannst. Team bedeutet eben nicht „Toll ein*r andere*r macht’s“, sondern gegenseitiges Entlasten und Vertrauen. Das muss man erst lernen, aber kann den Alltag wirklich entspannen.

 

Happy Time

Stehst du immer noch vor einem großen Aufgabenberg, der dich überfordert? Versuche an die Erleichterung hinterher zu denken und plane Belohnungen ein. Was da am besten ist, ist auch individuell. Von Snacks bis zu neuen Klamotten oder einem Urlaub muss man sich je nach Größe/Bedeutung der Aufgabe etwas passendes suchen. Zwischendurch ist es auch wichtig, sich Zeit zu nehmen, um neue Kraft zu schöpfen. Gönn dir eine Auszeit und unternimmt etwas, was dir gut tut, oder auch einfach mal gar nichts. Ob dein Wochenende auch wirklich am Wochenende liegt, ist dabei nicht ganz so wichtig, wie dass du dir tatsächlich Zeit für dich nimmst.

Aber nicht nur Wochenende und Urlaub sind wichtig. Auch im Alltag spielen

Pausen eine große Rolle! Vor allem bei den vielen Stunden, die wir alle am Bildschirm verbringen, fällt Konzentrieren zunehmend schwieriger. Damit kann man unterschiedlich umgehen. Ganz simpel: Einen Timer auf eine bestimmte Zeit stellen (20-45 Minuten), in der man sich zwingt zu arbeiten. Dazwischen sind dann ein paar Minuten Zeit, um sich neue Getränke zu holen, zur Toilette zu gehen oder frische Luft zu schnappen. Als Unterstützung gibt es da auch verschiedene Handy-Apps.

 

Am besten ist es, wenn man sich nicht an gesellschaftlich bestimmte Startpunkte hält. Du willst mehr Sport machen? Warum dann bis Neujahr warten, obwohl man auch einfach sofort anfangen kann? Ab Montag geht’s wirklich los! Na warum dann nicht direkt jetzt?

Das sind nur ein paar kleine Tipps, die jede*r mal ausprobieren kann. Was für eine*n selbst richtig ist, muss man im Endeffekt allein rausfinden.

Mit Motivationslosigkeit ist nicht zu spaßen. Alle haben mal traurige, müde oder energielose Tage – aber wenn es zu viele werden, kann das in eine ungesunde Richtung gehen. Falls du das Gefühl hast, die Lage nicht

mehr ganz in den Griff zu bekommen oder die Motivation so gar nicht zurückkommen will, ist das nicht gut. Schau dich dann gerne mal bei unseren Beratungsangeboten um, vielleicht kannst du da etwas Unterstützung bekommen. :)

 

Ach und übrigens:

Wir probieren unsere Tipps hier natürlich auch immer selbst aus bzw. holen sie aus unserem Leben. Dabei sind wir aber auch lange noch nicht perfekt!
So zum Beispiel sehen Kayas ToDo-Listen manchmal aus… Na ob da noch jemand den Überblick behalten kann?

Kalender mit bunten, beschriebenen Zetteln

 

 

Quellen/Inspiration (zuletzt abgerufen Mai 2021):

aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/motivation/ausgemistet-warum-minimalismus-uns-guttut/

aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/motivation/wie-positive-gedanken-die-gesundheit-beeinflussen/

zeitzuleben.de/10-tipps-sich-selbst-zu-motivieren-2/

gedankenwelt.de/wie-kann-man-motivation-finden-wenn-sie-sich-versteckt/

selbstbewusstsein-staerken.net/selbstmotivation/


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