Die Sache mit dem Zeitmanagement

Studierende haben sowieso schon ewig den Ruf, bis mittags zu schlafen, viel Party zu machen und die wenigste Zeit in die Uni zu stecken. Ob das nun stimmen mag oder nicht, muss wohl ganz individuell bestimmt werden.

Durch Corona hat sich das aber alles nochmal verändert. Die Tage sind geprägt von vielen Videokonferenzen und den vielen Stunden, die man mehr oder weniger einsam in den eigenen vier Wänden verbringt… Das ist eine neue Form von Anstrengung und macht ein vernünftiges Zeitmanagement noch viel schwerer. Die Fragen, die sich da stellen sind: Wie behalte ich da noch den Überblick? Und wie bekomme ich trotzdem noch alles pünktlich auf die Reihe? Ich habe selbst auch nicht die Weltformel gefunden, aber kann euch von den Tipps und Tricks erzählen, die ich ausprobiert habe.

So doof es klingen mag: Ein geregelter Schlafrhythmus wirkt Wunder!

Dabei ist es nicht wichtig, schon um 5.30 Uhr aus dem Bett zu springen und in den Tag zu starten. Jede*r hat da eigene perfekte Zeiten – für manche ist es eher früher gut und manche brauchen eben eine Weile länger. Ich kann da wirklich empfehlen, sich mal durchzuprobieren, denn ich war auch von mir selbst überzeugt, ich sei vor 10 Uhr morgens auf keinen Fall brauchbar. Inzwischen habe ich mich aber doch beim ersten Wecker zwischen 8 und 8.30 Uhr eingependelt. Dafür gehe ich dann auch gern mal früher schlafen, weil abends eh nichts spannendes mehr passiert.

Zweiter Punkt: Prioritäten suchen und finden!

Klar, manche Aufgaben machen mehr Spaß als andere oder gehen schneller, aber dabei verdrängt man manchmal die große Abgabe, die noch über allem schwebt. Sammle alles in ToDo-Listen. Schau, was alles für die Uni gemacht werden muss, aber auch welche wichtigen Arbeiten im Haushalten ausstehen. Bis wann muss alles erledigt werden? Was ist wichtig? Was kann ich nach hinten schieben? Und auch wenn es unangenehm ist: früher oder später muss doch eh alles gemacht werden. Warum dann also nicht direkt mit der nächsten Literaturrecherche starten, statt endlos durch Instagram zu scrollen? Wenn du dann genau weißt, bis wann alles erledigt werden muss, findet sich eigentlich die Reihenfolge fast von allein. Es ist doch nur soo schwer sich dann auch dran zu halten… Vielleicht hilft auch eine Liste aus Papier. Ein Ausgleich zu Bildschirm, auf dem man schnell noch was dazuschreiben oder wegstreichen kann. Die dann einfach in den Sichtbereich hängen und nichts wird vergessen – hoffentlich.

Und drittens: Feste Zeiten setzen!

Ganz oft denkt man sich: „Ach das geht doch schnell, das mache ich später!“, guckt erstmal noch ‚ne Folge auf Netflix und telefoniert mit anderen. Das ist aber irgendwie Quatsch. Wenn man sich eine bestimmte Arbeitszeit einplant, kann man die Freizeit später umso mehr genießen. Ab und zu trifft man sich ja doch noch mit anderen Menschen. Sagt denen konkret, wann ihr Zeit habt und wann nicht. Nur weil man den ganzen Tag zu Hause ist, heißt das nicht, dass man auch den ganzen Tag frei hat.

Ganz wichtig: Feierabend!

Home Office verleitet dazu, den ganzen Tag das Mailprogramm offen zu haben, dann doch abends nochmal kurz in die Hausarbeit zu schauen oder eine Gruppenarbeit auf einen freien Tag zu legen. Manchmal ist das voll okay, aber das darf nicht die Regel sein. Niemand kann und sollte sich 24/7 damit auseinandersetzen. Da muss man klare Grenzen ziehen und abschalten. (Auch eine Mittagspause an der frischen Luft kann wirklich Wunder wirken!)

All das müssen aber im Endeffekt alle für sich selbst rausfinden. Also scheut euch nicht, euch da auszuprobieren – und wenn ihr nachts eben am besten arbeiten könnt, dann denkt tagsüber an genügend Freizeit. Es ist auch vollkommen okay, wenn das alles aber mal nicht so hinhaut. Wir leben immer noch in einer Pandemie und jede*r kämpft da mit eigenen Hürden und Problemen. Sucht euch gerne Hilfe, wenn ihr nicht mehr weiterwisst. Das ist wirklich okay! Am Ende des Tages geht es nur um euch und was euch am besten tut.


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