{"id":39,"date":"2019-08-15T19:39:48","date_gmt":"2019-08-15T17:39:48","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/?p=39"},"modified":"2019-08-15T19:39:48","modified_gmt":"2019-08-15T17:39:48","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/2019\/08\/15\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<p style=\"padding-left: 40px\"><em>1) Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf a.) fachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer <b>eigenen beiden F\u00e4cher\u00a0<\/b>beziehen und b.) zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen benennen.<\/em><\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich habe mich dieses Semester sehr intensiv mit der Ringvorlesung BAUMHET auseinandergesetzt, dabei wurde \u00fcber sehr viele Dinge informiert, was bei mir zu einem Prozess des Nachdenkens gef\u00fchrt hat. Es kam meiner Meinung nach viel zu oft vor, dass auf \u201erelativ einfache\u201c Fragestellungen keine, beziehungsweise nur eine sehr schwierige Antwort gefunden werden konnte. Dadurch konnten f\u00fcr mich selber leider nur wenige Themen komplett gekl\u00e4rt werden. Dennoch empfand ich die Vorlesung als sehr lehrreich und stelle mir selber h\u00e4ufig die Frage ob vielleicht gerade das Nachdenken \u00fcber ein Thema die eigentliche Aufgabe ist, und nicht das formulieren einer m\u00f6glichst komplexen Antwort. Besonders habe ich mich mit den Bereichen der gendersensiblen P\u00e4dagogik und der doppelten Heterogenit\u00e4t befasst, da mir diese beiden Themen eine, f\u00fcr meine Auffassung, ausreichende Antwort geben konnten.<\/p>\n<p>Die gendersensible P\u00e4dagogik befasst sich allgemein mit den Leistungsunterschieden von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern in bestimmten F\u00e4chern. Genauer gesagt sucht sie nach Erkl\u00e4rungen f\u00fcr diese Unterschiede. Dieses Thema ist f\u00fcr mich besonders interessant, da ich die F\u00e4cherkombination Mathematik und Physik studiere, welche beide zu den MINT F\u00e4chern geh\u00f6ren. Und es in beiden F\u00e4chern h\u00e4ufig zu einer unterschiedlichen Benotung von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern kommt. \u00dcber dieses Thema hat Dr. Christoph Kulgemeyer in seiner Vorlesung berichtet. Dabei wurden zwei verschiedene Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze vermittelt. Einer beschr\u00e4nkte sich haupts\u00e4chlich darauf, dass Sch\u00fcler unaufmerksamer sind und den Unterricht \u00f6fter st\u00f6ren, wodurch die Lehrkraft diesen circa Zweidrittel der Aufmerksamkeit schenkt (vgl. Faulstich-Wieland 1995, S128). Ein weiterer Ansatz ist, dass sich die MINT F\u00e4cher, speziell Physik, aber auch Mathematik h\u00e4ufig mit Themenbereichen besch\u00e4ftig, welche f\u00fcr Sch\u00fcler ansprechender als f\u00fcr Sch\u00fclerinnen ist. Oftmals sind die Themenkomplexe die in diesen F\u00e4chern behandelt werden eher von Technik gepr\u00e4gt, als beispielsweise der Gesellschaftlichen Bedeutung von Naturwissenschaften was Sch\u00fclerinnen eher ansprechen w\u00fcrde (s. IPN-Interessenstudie). Dabei sollte es meiner Meinung nach eine zentrale Aufgabe der Lehrkraft sein, den Unterricht so zu leiten, dass sowohl Sch\u00fclerinnen als auch Sch\u00fcler ihr Interesse finden und diese verschiedenen Interessen gleicherma\u00dfen im Unterricht behandelt werden.<\/p>\n<p>Das Thema der doppelten Heterogenit\u00e4t behandelt vor allem den Grundsatz, dass SuS pers\u00f6nliche Vorstellungen, sowie eigenes Wissen zu jedem Thema in der Schule mitbringen. In Bezug auf das Studienfach Physik bedeutet vor allem der Begriff der pers\u00f6nlichen Vorstellung, dass SuS unter Umst\u00e4nden falsche Zusammenh\u00e4nge assoziieren. So gibt es beispielsweise den physikalischen Begriff der Arbeit, welcher sich als Kraft multipliziert mit der Strecke oder Leistung multipliziert mit der Zeit<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>ergibt. SuS wiederum k\u00f6nnten dabei jedoch an den begriff der \u201eallt\u00e4glichen\u201c Arbeit denken und diesen damit assoziieren. Folglich k\u00f6nnten die SuS verwirrt sein, da sie hinter dem Begriff etwas v\u00f6llig anderes erwarten. Laut Prof. Dr. Klee ist eine L\u00f6sung dieses Problems, die Auseinandersetzung der Lehrkraft mit der Klasse in der \u201eselbstreflektierenden Begegnung\u201c, der \u201ekommunikativen Begegnung\u201c und der \u201eDifferenzierenden Begegnung\u201c. Das Ziel aller dieser Begegnungen ist es ein Gespr\u00e4ch aufzubauen, in dem die individuellen Vorstellungen behandelt werden, und auf diesen anschlie\u00dfend fachwissenschaftliche Erkenntnisse aufzubauen (vgl. Klee 2018).<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\"><em>3) Zu welchen zwei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium im Bezug auf das Modulthema UMHET. Bitte begr\u00fcnden Sie Ihre Wahl?<\/em><\/p>\n<p>Eine f\u00fcr mich relevante Fragestellung baut auf der Methode der \u201eAufgabe mit gestuften Lernhilfen\u201c auf, welche durch Dr. Kulgemeyer angesprochen wurde.<\/p>\n<p>Da diese Methode in meiner Schulzeit nie genutzt wurde, Interessiert mich vor allem die Frage, in wie fern diese Methode bereits verwendet wird und vor allem wie eine Lehrkraft selber diese Aufgaben entwickeln kann. Vor allem in Bezug auf die lernstrategischen Hilfen f\u00e4llt es mir (im Gedankenexperiment) noch Schwer, Hilfestellungen zu formulieren, welche pr\u00e4zise genug sind um zu helfen und dennoch zum nachdenken anregen. Das erstellen allgemeiner Aufgaben aber auch solcher Aufgaben k\u00f6nnte, meiner Meinung nach, im Studium n\u00e4her behandelt werden. Ich kann dabei jedoch nicht ausschlie\u00dfen, dass ein Workshop oder \u00e4hnliches f\u00fcr ein kommendes Semester geplant ist.<\/p>\n<p>Des Weiteren finde ich die Fragestellung interessant, wie eine Lehrkraft mit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern in einer leistungsheterogenen Klasse umgeht. Das grunds\u00e4tzliche Problem der Leistungsheterogenit\u00e4t ist dabei bekannt und kann meistens nicht verhindert werden, da verschiedene Menschen verschieden schnell lernen. Besch\u00e4ftigen tut mich dabei vor allem, wie man als Lehrkraft damit umgeht. Dabei gibt es zwei grunds\u00e4tzliche L\u00f6sungsans\u00e4tze. Zum einen k\u00f6nnen nahezu leistungshomogene Gruppen gebildet werden, welche anschlie\u00dfend individuelle Aufgabenstellungen bekommen oder das komplette Gegenteil wird angewandt, und es werden m\u00f6glichst heterogene Gruppen gebildet, bei denen die leistungsstarken Sch\u00fcler den Leistungsschw\u00e4cheren helfen k\u00f6nnen. Meiner Meinung nach sind beide Modelle in der Realit\u00e4t kaum praktizierbar, woraus sich die vorangestellte Fragestellung herleitet. Ein m\u00f6glicher L\u00f6sungsansatz k\u00f6nnte dabei die bereits genannte Methode der \u201eAufgabe mit gestuften Lernhilfen\u201c sein, jedoch gibt es sicherlich noch andere praktikable M\u00f6glichkeiten, die ich gerne erlernen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\">4) Welche in den Vorlesungseinheiten von BAUMHET thematisierten Problematiken\/Aspekte sehen Sie f\u00fcr sich pers\u00f6nlich als besondere Herausforderung? Wie k\u00f6nnten Sie sich, im Uni-Kontext oder auch dar\u00fcber hinaus, auf diese Herausforderungen vorbereiten?<\/p>\n<p>Ich selber sehe als besondere Herausforderung f\u00fcr mich den Umgang mit Heterogenit\u00e4t in Hinblick auf die Bewertung. Wenn ich den Vorlesungsinhalt hierzu richtig verstanden habe, soll an den Gegebenheiten der Sch\u00fcler individuell bewertet werden. Ich bin mir nicht sicher in wie fern dies auch auf den Mathematik bzw. Physik Unterricht zutrifft, jedoch finde ich es hier schwer Individuell und dennoch fair zu bewerten. Ich selber w\u00fcrde es einem Sch\u00fcler, der sehr leistungsstark ist, unfair gegen\u00fcber finden, bek\u00e4me ein leistungsschw\u00e4cherer Sch\u00fcler, der sich jedoch selber gesteigert hat, die selbe Note. Hierbei den \u201erichtigen Weg\u201c zwischen Fairness und Motivation zu finden sehe ich als Herausforderung.<\/p>\n<p>Eine weitere Herausforderung sehe darin, schwierige jedoch auch einfache Sachverhalte richtig zu vermitteln. Dabei k\u00f6nnten vor allem die f\u00fcr mich einfach wirkenden Sachverhalte schwierig zu erkl\u00e4ren sein. Dies beruht vor allem darauf, dass man als Lehrkraft deutlich tiefer in der Materie drin ist, als es ein Sch\u00fcler ist. Des weiteren stellt es sich dabei problematisch dar, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler vor allem im Physik- und Mathematikunterricht oftmals nach einer komplexen L\u00f6sung suchen, selbst wenn die einfache \u201edirekt vor der Nase\u201c liegt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sehe ich die Herausforderung, alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler einer Leistungs- sowie Interessenheterogenen Klasse, m\u00f6glichst gut vorzubereiten. Dabei stelle ich mir die Frage, wie ich mit SuS umgehe, die \u00fcberhaupt kein Interesse an den von mir gelehrten F\u00e4chern haben und sehe es gleichzeitig als Herausforderung diese dennoch zur Mitarbeit zu motivieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1) Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf a.) fachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer eigenen beiden F\u00e4cher\u00a0beziehen und b.) zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10710,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[23854],"class_list":["post-39","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-rv14"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10710"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=39"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39\/revisions\/40"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=39"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=39"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/floriansbaumhetblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=39"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}