{"id":142,"date":"2014-11-16T18:54:08","date_gmt":"2014-11-16T16:54:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/filmprojektuk\/?page_id=142"},"modified":"2014-12-11T15:51:48","modified_gmt":"2014-12-11T13:51:48","slug":"kontext-und-evaluation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/filmprojektuk\/kontext-und-evaluation\/","title":{"rendered":"Projekthintergrund und Entwicklung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 14pt\"><strong>Hintergr\u00fcnde und Entwicklung des Projektes:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Seit Aufkommen des Diskurses um &#8222;kulturelle Bildung&#8220; sind zahlreiche Filmprojekte (insbesondere mit Kindern und Jugendlichen) in die Tat umgesetzt worden. Darunter auch viele, die den Animationsfilm als thematische und praktische Grundlage nutzen. \u00a0Bis jetzt\u00a0 gab es jedoch noch kein Filmprojekt in Deutschland mit Sch\u00fclern, die k\u00f6rperlich-motorische Einschr\u00e4nkungen aufweisen, nicht lautsprachlich kommunizieren k\u00f6nnen und (mit Unterst\u00fctzung) ihre eigene Geschichte f\u00fcr einen Animationsfilm entworfen und diesen synchronisiert haben.<\/p>\n<p>Die Projektmotivation \u00e4u\u00dferte sich in der Einstellung:\u00a0<strong>Medienbildung und das Erlernen k\u00fcnstlerischer Strategien f\u00fcr ALLE!<\/strong>\u00a0Ziel des Projektes war es, insbesondere\u00a0ein Angebot f\u00fcr Kinder\/Sch\u00fcler schaffen, f\u00fcr die es aufgrund ihrer k\u00f6rperlich-motorischen und kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen kein oder nur ein sehr eingeschr\u00e4nktes k\u00fcnstlerisches Angebot im kulturellen Bildungsbereich oder in der schulischen Bildung in Deutschland gibt.<\/p>\n<p>Das Konzept wurde auf Grundlage inklusiver, filmp\u00e4dagogischer Praxen in Kombination mit den T\u00e4tigkeitsbereichen der Sonderp\u00e4dagogik (Schwerpunkt: <em>Unterst\u00fctzte Kommunikation<\/em>) entwickelt. Aufgrund der Tatsache, dass es im deutschsprachigen Raum (und mit gro\u00dfer\u00a0Wahrscheinlichkeit dar\u00fcber hinaus) ein solches Projekt mit einer solchen Zielgruppe noch nicht gab,\u00a0zeichnet es sich durch einen hohen experimentellen und prozessorientierten Charakter aus.<\/p>\n<p>Dennoch h\u00e4tte ohne Verwirklichung des Sch\u00fclerfilmprojektes nicht explizit herausgestellt\u00a0werden k\u00f6nnen, dass auch Sch\u00fcler mit komplexen\u00a0Beeintr\u00e4chtigungen durchaus kreative Ideen haben und diese umsetzen k\u00f6nnen. Dies funktioniert jedoch nicht ohne die Bereitstellung von vielf\u00e4ltigen Experimentier- und Handlungsr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Der Umgang mit Kunst bzw. die \u00e4sthetische Praxis spielt dabei eine bedeutende Rolle. Die Projektleitung hat gro\u00dfes Vertrauen in die individuellen und kreativen F\u00e4higkeiten der Sch\u00fclerInnen gelegt. Daher gab es von Anfang an\u00a0auch keine thematische Eingrenzung f\u00fcr den Inhalt der Geschichte, die sich die Sch\u00fcler ausdachten. Aus einem vielf\u00e4ltigen Pool an Symbolen konnten die Sch\u00fclerInnen selbst ausw\u00e4hlen und bestimmen, an welchem Ort, zu welcher Zeit und mit welchen Protagonisten ihre\u00a0Geschichte spielen sollte.<\/p>\n<figure style=\"width: 404px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"__wp-temp-img-id\" src=\"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/filmprojektuk\/files\/2014\/11\/3.Felix-verliebt.png\" alt=\"Felix ist verliebt\" width=\"404\" height=\"303\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">UK-inklusiv in der Schule: Filmstill (Felix ist verliebt)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Interessant ist an dieser Stelle, dass das Thema &#8222;Behinderung&#8220; im Plot der Geschichte gar nicht auftaucht. Der Film handelt von\u00a0Liebe, von Entt\u00e4uschung und von\u00a0Freundschaft. Der Aspekt der &#8222;sprachlichen Beeintr\u00e4chtigung&#8220; wird erst durch den Einsatz der Synchronstimmen (die elektronischen Stimmen ihrer Sprachausgabeger\u00e4te) \u00a0zum Thema.<\/p>\n<p>Der gesamte Film ist durchzogen von einem\u00a0Moment der &#8222;Irritation&#8220;,\u00a0einer Spannung, die erst mit Einsatz des Abspanns bis zu einem gewissen Grade aufgel\u00f6st wird.<\/p>\n<p>Wir wollen mit diesem Sch\u00fclerfilmprojekt zeigen, welche &#8218;ungeahnten und verborgenen&#8216; F\u00e4higkeiten und Kompetenzen in jedem Kind\u00a0stecken &#8211; und dies zun\u00e4chst einmal\u00a0unabh\u00e4ngig der\u00a0individuellen\u00a0Lebenslagen und Situationen. Ohne das Schaffen kreativer und prozessorientierter Handlungsr\u00e4ume im Kontext der kulturellen und schulischen Bildung und ohne die Einstellung, Herausforderungen z.B. durch interdisziplin\u00e4re Vernetzung und gesellschaftspolitische Aktivit\u00e4ten konstruktiv\u00a0entgegenzutreten, kann ein solches Projekt in der Praxis jedoch nicht fruchten.<\/p>\n<p>Hier geht es weiter zur <a title=\"Projektevaluation\" href=\"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/filmprojektuk\/projektevaluation\/\">Projektevaluation\u00a0<\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hintergr\u00fcnde und Entwicklung des Projektes: Seit Aufkommen des Diskurses um &#8222;kulturelle Bildung&#8220; sind zahlreiche Filmprojekte (insbesondere mit Kindern und Jugendlichen) in die Tat umgesetzt worden. 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