{"id":441,"date":"2023-06-01T19:38:20","date_gmt":"2023-06-01T17:38:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/filmkritik\/?p=441"},"modified":"2023-06-01T19:43:11","modified_gmt":"2023-06-01T17:43:11","slug":"repraesentation-von-bolivianischen-indigenen-oder-eine-europaeische-heldengeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/filmkritik\/2023\/06\/01\/repraesentation-von-bolivianischen-indigenen-oder-eine-europaeische-heldengeschichte\/","title":{"rendered":"Repr\u00e4sentation von bolivianischen Indigenen oder eine europ\u00e4ische Heldengeschichte?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Tambi\u00e9n la lluvai\/Und dann der Regen<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">2010, Mexiko, Spanien, Frankreich, 104 Minuten<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Regie Ic\u00edar Bolla\u00edn<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Kritik von Fynn K. Tielsch<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Sollten wir ein Film \u00fcber Christof Kolumbus drehen oder doch ein Film \u00fcber die Proteste gegen die Privatisierung der Wasserversorgung? Das ist die Frage, die der Film sich selbst und dem Rezipienten stellt, und schafft es durch seine Meta-Ebene ein Film \u00fcber beides zu machen. Die Proteste gegen die Privatisierung der Wasserversorgung beruhen auf wahren Gegebenheiten aus dem Jahr 2000 und werden im Film nacherz\u00e4hlt. Der Handlungsstrang wird zus\u00e4tzlich um die fiktiven Filmarbeiten an einem kritischen Kolumbus-Film erg\u00e4nzt. Anfangs stehen im Vordergrund der Regisseur Sebasti\u00e1n, der Produzent Costa und Maria, Regieassistentin, welche in der Anfangsszene ein Opencasting durchf\u00fchren. Die Dreharbeiten und das Casting finden in Bolivien statt, auch wenn ihnen bewusst ist, dass Kolumbus in der Karibik ankam. Ziel des Casting ist es indigene Statisten anzuwerben, die dann die Indigene Bev\u00f6lkerung bei der Ankunft Kolumbus verk\u00f6rpern sollen. Gleich zu Beginn erfahren wir, dass der Drehort Bolivien ausgesucht wurde, da die Bezahlung von Statisten dort deutlich niedriger ist als in der Karibik.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\"><strong>Ambivalenz und Kontraste \u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Der Film folgt den Dreharbeiten, aber es wird schon bald klar: so einfach werden sich die Dreharbeiten nicht gestalten. Ein aufkommendes Problem ist der Konflikt zwischen den Indigenen und der Stadt, die vorhat die Wasserversorgung in private H\u00e4nde zu gegen. Aus diesem Grund l\u00e4sst die Stadt Brunnen sperren, aus denen die indigene Bev\u00f6lkerung ihr Wasser bezieht. Daraufhin versammeln sich einige in der Stadt und protestieren. Maria beobachtet dies und filmt mit einer amateurhaften Kamera und Kameraf\u00fchrung. Costa, der Filmproduzent, h\u00e4lt nicht viel davon und lehnt den Vorschlag von Maria ab, eine Dokumentation aus den Protesten zu machen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Zeitgleich zu den Anf\u00e4ngen der Protestbewegung entsteht eine Diskussion im Filmteam, wie mit dem Thema Kolumbus verantwortlich umgegangen werden soll. In dem luxuri\u00f6sen Hotelrestaurant klirren Gl\u00e4ser und es wird sich munter Unterhalten. Doch die Stimmung kippt, als der betrunkene Anton anf\u00e4ngt, das Filmprojekt grundlegend in seiner unkritischen Weise die historische Person Las Casas darzustellen zu kritisiert. Auch kritisiert er die Un-ernstigkeit gegen\u00fcber der Thematik des Kolonialismus in der Filmcrew und wirft ihnen indirekt vor, das Thema zu verharmlosen. Auch kommt er auf die aktuelle Lebenssituation der Indigene zu sprechen und macht auf die fehlende Reflexion aufmerksam, dass der Kolonialismus bis in die heute Realit\u00e4t Einfluss nimmt. Explizit kritisiert er die ausbeuterische Bezahlung der indigenen Statisten, im Kontrast zu ihrem luxuri\u00f6sen Speisen im Hotel.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">\u00c4hnlich wie bei Maria wird das Drehen eines Kolumbus-Films hinterfragt und nach der Verantwortung des Filmedrehen gesucht. Doch die Anwesenden lachen nur und weichen dem Thema aus. Bald sollen seine Worte vergessen sein, doch die Frage nach einem verantwortlichen Filmemachen bleibt die Grundfrage des Films.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Am Filmset sucht Costa Daniel auf, der Anf\u00fchrer der Protestbewegung und aber auch ein wichtiger Darsteller im Film ist. Grund sind Costas Bedenken, Daniels Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnten schlechte PR sein. Costa handelt f\u00fcr sein alleinigen Vorteil und hinterfragt Daniel Vorhaben erst gar nicht. Er kritisiert nicht Daniels Handeln direkt oder hinterfragt es auf Gerechtigkeit\u2014 f\u00fcr ihn z\u00e4hlt nur sein Film und sein kommerzieller Erfolg. Daniel ist sichtlich unzufrieden, doch genau in diesem Moment klingelt Costas Handy. Am Handy ist Costa Geldgeber, der englisch spricht und wissen m\u00f6chte, wie es voran geht. Costas Antwort: Es geht gut voran, die Statisten k\u00f6nnen wir nur f\u00fcr zwei Dollar pro Tag bezahlen: \u201eWhat\u00b4s fucking great man.\u201c Costa legt auf und wende sich wieder an Daniel. Doch erschrickt er, als Daniel sagt: \u201eWhat\u00b4s fucking great man.\u201c, und erkl\u00e4rt, er habe ihn die ganze Zeit verstanden. Costas \u00dcberraschung zeigt seine rassistische Vorstellung von Indigenen, die nach seinem Verst\u00e4ndnis kein Englisch sprechen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Szenen wie diese, in den der Intellekt der Indigenen untersch\u00e4tz wird, finden sich im Film \u00f6fter und stehen f\u00fcr die Postkoloniale Erbe und das einhergehende rassistische Gedankengut. So werden Indigenen von dem B\u00fcrgermeister als unterentwickelte und gesellschafts-zerst\u00f6rend Menschen benannt, da \u201ees ihnen im Blut liegt\u201c. Der Film kritisiert diese, leider heute noch vorhandenen, Gedankeng\u00fcter auf sch\u00e4rfste und zeigt die sehr wohl vorhandene Gesellschaft und Kultur der Indigenen auf, die aber nicht dem Klischee einer \u201eKultur versus Natur\u201c Darstellung verf\u00e4llt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Zudem ist der Film schlau genug, um die Urspr\u00fcnge der Ungleichheit in der Gesellschaft, die sich beispielsweise in der Bildung wiederfindet, auf die Gesellschaft selbst zur\u00fcck zu f\u00fchren. Nicht die ethnische Abstammung bestimmt die Bildung, sondern der sozio-\u00f6konomischer Stand, aus denen Indigene systematisch ausgeschlossen werden. Szenen, die zeigen, wie einfach es f\u00fcr Costa ist, sich mit Geld durch ein Korruptes System zu kaufen, verdeutlichen den Zusammenhang von Geld und Lebensqualit\u00e4t in der bolivianischen Gesellschaft, die der Film Anfang der 2000er zeichnet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Die Bedeutung von Geld und Macht nimmt ab da an eine weitere Rolle ein. Die Dreharbeiten gehen voran und zeitglich spitzen sich die Proteste zu. Costa versucht Daniel noch einmal zu \u00fcberreden, sich von der Protestbewegung zu distanzieren und biete ihm sogar 10.000 Dollar. Daniel stimmt zu, aber nur um das Geld wiederum f\u00fcr die Proteste zu nutzen. Hier wird ein Vergleich zwischen Costa und Daniel pr\u00e4sentiert. Zu einem Costa, der meint, die Welt ist durch Geld manipulierbar und zum anderem Daniel, der seine Ideale nicht f\u00fcr Geld verkaufen will. Dies kann auf den Angang des Filmes bezogen werden, als Maria mit ihrer Kamera filmend Daniel fragt, warum er am Film mitwirken m\u00f6chte. Ein anderer antwortet f\u00fcr in: nat\u00fcrlich das Geld, und Daniel senkt den Kopf und lacht. Aber es stimmt, Daniel ist auf das Geld angewiesen aber zugleich will er seinen Idealen treu bleiben. Ein Zwiespalt, der im Film diskutiert wird und hier eine Entwicklung zwischen die beiden Szenen aufzeigt. Geld und die miteinhergehenden Machtstrukturen werden als der Grund f\u00fcr die Ausklammerung der Indigenen aus der Gesellschaft und Politik, aber auch f\u00fcr das Aufrechthalten des gegenw\u00e4rtigen Systems identifiziert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Sollte man nun ein Film mit viel Profit drehen oder ein Film der Missst\u00e4nde zeigt, der nicht profitabel ist? Und wieweit hat der\/die Filmemacher*Innen eine Verantwortung? Die Beantwortung der Frage liegt in der Figur Maria, der Regieassistentin. Ihr kommt die Rolle der Dokumentierenden zu, w\u00e4hrend Sebasti\u00e1n fiktional arbeitet und der Realit\u00e4t ausweicht. Mit ihrer Amateur-Kamera zeichnet Maria die Filmarbeiten, aber auch die Proteste der Indigenen auf. Sie ist es also, die die Ungerechtigkeit einf\u00e4ngt und das Medium Film nutzt um diese Ungerechtigkeit sichtbar und so diskutierbar zu machen. Und anders als Sebasti\u00e1n hat sie eine Gegenwartsbezug. \u00a0Damit verk\u00f6rpert Maria eine Handlungsempfehlung f\u00fcr das Filmemachen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">\u201eUnd dann der Regen\u201c ist ein beeindruckender Film, der \u00fcber das Postkoloniale Erbe und das Filmemachen diskutiert. Nicht nur schafft der Film eine B\u00fchne f\u00fcr den \u201eWasserkrieg\u201c in Bolivien, zudem gibt er der indigenen Bev\u00f6lkerung, vor allem ihrer Meinung, eine B\u00fchne. Diese Repr\u00e4sentation ist aktiv und gibt ihnen eine Stimme. Eine Stimme, die ohne diesen Film vielen Menschen vorbehalten w\u00e4re. Und auf der anderen Seite kritisiert der Film das Filmemachen von Sebasti\u00e1n und Costa, die \u201efeige\u201c einen Anti-Kolumbus-Film produzieren wollen und daf\u00fcr Indigene ausnutzen (worin sie selbst anfangs kein Wiederspruch sehen) und statt sich auf die Gegenwart zu beziehen, das Bild der Vergangenheit wenig hinterfragt nachzeichnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Durch seine Komplexit\u00e4t und pausenlosen Anspielungen auf der Meta-Ebene gibt es noch einige weitere Themen und Diskussionen, die in dieser Filmkritik nicht thematisiert werden. Zu erw\u00e4hnen ist aber der Handlungsstrang um Daniels Tochter, Panuca, die auch im Film von Sebasti\u00e1n mitspielt und durch den Konflikt zwischen Costa und Daniel beeinflusst wird. Und schlie\u00dflich zwischen den beiden Positionen steht und zum \u201eSpielball\u201c des Konfliktes wird. Dies wird jedoch nicht weiter aufgegriffen oder reflektiert, und im sp\u00e4teren Verlauf wird dieser Handlungsstrang fallen gelassen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\"><strong>Heroisierung <\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Der Film wurde bis hierher positiv rezensiert und nicht ohne Grund, doch nimmt der Film ab dem letzten Drittel eine Erz\u00e4hlerische Wende ein, die zu kritisieren ist. Die Figur Costa, die in der ersten H\u00e4lfte emotionslos und ausbeuterisch charakterisiert wird, scheint in der zweiten H\u00e4lfte grade zu verst\u00e4ndnis- und aufopferungsvoll: Die Proteste eskalieren und die Regierung schick Milit\u00e4r in die Stadt. In dem ganzen Chaos wird Daniels Tochter, Panuca, verletzt und befindet sich im Zentrum der Stadt. Panucas Mutter bitte Costa, sie mit dem Auto in die Stadt zu fahren, um bei ihrer Tochter zu sein. Costa z\u00f6gert, denn er wei\u00df, dass die Ausschreitungen dort am gef\u00e4hrlichsten sind. Er stimmt dann doch zu und gemeinsam fahren sie durch verw\u00fcstete Stra\u00dfen. Endlich erreichen Costa und Panucas Mutter das Geb\u00e4ude in dem sich Panuca aufh\u00e4lt. Davon \u00fcberzeugt, Panuca retten zu k\u00f6nnen, nimmt Costa sie auf den Arm und bringt sie in das n\u00e4chste Krankenhaus und schafft es wie durch ein Wunder. Sp\u00e4ter trifft er Daniel, dem Vater von Panuca, der schwer in seiner Schuld zu stehen schein und ihm ein Geschenk gibt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Die Charakterentwicklung von einem arroganten Egoisten zu einem gro\u00dfen und mutigen Helden grenzt an \u00fcbertriebene Idealisierung. Ganz nach dem Motto: das wei\u00dfe Arschloch muss nur verstehen und kann im Anschluss alle retten, und steht als bewundernder Held dar. Zudem liegt die einzige wirkliche Charakterentwicklung bei Costa vor, die anderen Figuren erf\u00fcllen nur ihre Rolle als statische Verk\u00f6rperungen von Ideen und Meinungen, die der Charakterentwicklung Costas zuarbeiten. Ganz nach dem Prinzip der Heldenerz\u00e4hlung. Costa wird in einem Film heroisiert, der es gar nicht n\u00f6tig h\u00e4tte. Es wirkt viel mehr, als h\u00e4tte man zwanghaft eine Actionsequenz einbauen m\u00fcssen, um Massen taugliche Elemente a la Hollywood vorweisen zu k\u00f6nnen \u2014 und so das Konzept der Heldengeschichte in Kauf zu nehmen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Die Heldenerz\u00e4hlung ist deswegen zu kritisieren, da sie das Heldentum einer einzigen Person, meist einer m\u00e4nnlichen Figur, zukommen l\u00e4sst. Dabei zeigt der Film am Anfang ein Bild von Indigenen, die demokratisch besprechen, wie sie gegen die Privatisierung vorgehen sollen. Warum wird dies nicht gelobt? Warum wird dies zum Ende von Costas alleiniger Tat \u00fcberschattet? Und am Ende wird diese Impression den meisten Rezipienten bleiben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">In erster Linie st\u00f6rt das am Ende vermittelt Bild: der wei\u00dfe Mann rette die Hilfsbed\u00fcrftigen und jene stehen in seiner Schuld. Dabei f\u00e4hrt er wie selbstverst\u00e4ndlich mit einem perfekt getrimmten Bart durch eine Stadt, die sich seit mehreren Tagen in Ausnahmezustand befindet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Abgesehen von der Inhaltlichen Kritik: der Film \u201ePara Recibir el Canto de los P\u00e1jaros\u201c (1995) erz\u00e4hlt bei nahe die gleiche Geschichte und wirft ganz \u00e4hnliche Frage auf Bezug auf den Postkolonialismus auf und spielt zus\u00e4tzlich auch ein Bolivien. Dieser Film bekommt aber keine Credits von \u201eUnd dann der Regen\u201c ab. Ein Film, der selbst versucht antikolonialistisch zu sein, aber einen solchen Umgang mit anderen filmischen Werken pflegt, ist moralisch wenigstens fragw\u00fcrdig.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif\">Zusammengefasst, kann der Film durch seine Nacherz\u00e4hlung des \u201eWasserkrieges\u201c in Cochabamba und durch seine Repr\u00e4sentation von Indigenen, die in der Filmlandschaft mehr als nur unterrepr\u00e4sentiert ist, gl\u00e4nzen. Auch die Diskussion \u00fcber postkoloniales Filmemachen ist sehenswert. Nur wird dies mit dem Narrativ der Heldengeschichte und der Heroisierung Costas mit einem Beigeschmack versehen, der dem Film deutlich geschadet hat. Und wirkt nach all den intelligenten Diskussionen, wie ein Schlag ins Gesicht.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tambi\u00e9n la lluvai\/Und dann der Regen 2010, Mexiko, Spanien, Frankreich, 104 Minuten Regie Ic\u00edar Bolla\u00edn Kritik von Fynn K. Tielsch &nbsp; Sollten wir ein Film \u00fcber Christof Kolumbus drehen oder doch ein Film \u00fcber die Proteste gegen die Privatisierung der Wasserversorgung? 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