{"id":393,"date":"2023-02-06T13:54:53","date_gmt":"2023-02-06T12:54:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/filmkritik\/?p=393"},"modified":"2023-02-06T13:54:53","modified_gmt":"2023-02-06T12:54:53","slug":"warum-heisst-dieser-film-real-women-have-curves","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/filmkritik\/2023\/02\/06\/warum-heisst-dieser-film-real-women-have-curves\/","title":{"rendered":"Warum hei\u00dft dieser Film \u201eReal women have curves\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400\">und nicht irgendetwas mit Mama und einem Indikator f\u00fcr generationales Trauma.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">\n<p style=\"font-weight: 400\">Regie: Patricia Cardoso<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">L\u00e4nge: 93 Minuten<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Genre: Coming of age<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">\n<p style=\"font-weight: 400\">3, 2, 1, eine feministische Kampfhaltung wird eingenommen, die F\u00e4uste oben, Wut im Bauch, ein Mund voll schlagfertiger Worte die sagen wollen: \u201eEchte Frauen sind Personen die sich als Frau f\u00fchlen, mehr Legitimierung ist nicht notwendig. Echte Frauen haben sowohl Kurven, also auch keine, sind dick, sind d\u00fcnn, gro\u00df, klein, haben glatte, lockige, kurze, lange, keine Haare, haben ganz gleich welches Geschlechtsteil, \u2026\u201c. Die Aussage, dass echte Frauen Kurven haben f\u00fchrt nicht zu der intendierten Bek\u00e4mpfung von Fatshaming, vorallem dann nicht, wenn in einem Film mit diesem Namen dennoch S\u00e4tze wie: \u201eDu bist nicht fett, du bist wundersch\u00f6n\u201c, reproduziert werden und keine kritische Auseinandersetzung mit dieser Aussage stattfindet. Fett und Wundersch\u00f6n stehen sich nicht als Antonyme gegen\u00fcber, sie exkludieren einander nicht. Entgegen der Erwartung, l\u00e4sst sich hier ein \u201aAber\u2019 einsetzen, denn f\u00fcr T\u00f6chter lateinamerikanischer Frauen, welche selbst auch T\u00f6chter lateinamerikanischer Frauen sind, trifft dieser Film einen Jahrhundert alten wunden Punkt. Die M\u00f6glichkeit der Identifikation mit der Hauptprotagonistin Ana, l\u00e4sst kaum zu W\u00fcnschen \u00fcbrig. Generationales Tr\u00e4ume, das Gef\u00fchl der Verantwortung der Familie gegen\u00fcber, als Einwandererkind der ersten Generation und der Konflikt der durch die eigenen W\u00fcnsche und Hoffnungen ensteht, welche nicht den Traditionen, Werten und Normen entsprechen die in der Familie gepflegt werden, das ist worum es in diesem Film tats\u00e4chlich geht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">\n<p style=\"font-weight: 400\">\n<p style=\"font-weight: 400\"><em>Film ab<\/em>. Die 18 J\u00e4hrige Ana (America Ferrera), putzt mit einem Eimer voll Wasser und altem Zeitungspapier die Fenster des Hauses, in dem sie mit ihrer Familie wohnt. Estela, Anas \u00e4ltere Schwester, taucht im T\u00fcrrahmen auf und richtet ihr aus, dass ihre Mutter nach ihr verlangt. Nur nach ihr.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">\n<p style=\"font-weight: 400\"><em>Szenenwechsel<\/em>. Ein d\u00e4mmrig beleuchtetes Schlafzimmer, durch die d\u00fcnnen Vorh\u00e4ngen f\u00e4llt morgendliches Licht auf die alten M\u00f6bel und die Einrichtung l\u00e4sst auf katholische Einfl\u00fcsse schlie\u00dfen. Die gesamte Familie steht an dem Bett der Mutter Carmen (Lupe Ontiveros). Der Vater Ra\u00fal, der Gro\u00dfvater, die Schwester und Ana selbst. Es scheint wie eine Sterbebettszene, in der sich alle versammelten Menschen die letzten Klagen und W\u00fcnsche, der von ihnen gehenden Person, anh\u00f6rt um jenen im Anschluss nachzukommen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Carmen fordert Ana auf n\u00e4her ans Bett zu treten und bittet sie kraftlos darum das Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr die M\u00e4nner zu machen und sich um den Haushalt zu k\u00fcmmern. Ihre Hilfe ist heute von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Es wird ein erster Einblick in die Dynamik der Familie gegeben und die Aufgabenverteilung innerhalb der gegebenen Genderrollen. Auch das Ana schon fr\u00fch am Morgen Fenster putzt zeigt, das beiden T\u00f6chtern Verantwortung auferlegt wird, die zum gegebenen Zeitpunkt nicht ihre sein sollten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Von Ana, die weiblich gelesen wird, wird verlangt ihre Tagesplanung nach den Bed\u00fcrfnissen der M\u00e4nner zu richten, dies wird jedoch nicht verbal von ihnen selbst ge\u00e4u\u00dfert, sondern von Mutter zu Tochter weitergegeben, wie ein ungeliebtes Erbst\u00fcck. Das junge M\u00e4dchen verweist, in einem typischen Geschwisterkindverhalten, auf ihre Schwester und fragt, wieso Estela das nicht \u00fcbernehmen kann. Die Option, dass die M\u00e4nner sich ihr Fr\u00fchst\u00fcck selber machen, wird nicht gegeben, auch dann nicht, als Carmen Estelas Schwierigkeiten in der Textil Fabrik erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Estela leitet die Fabrik und besch\u00e4ftigt dort unter anderem auch ihre Mutter und trotz der Tatsache, dass es gute Arbeit ist, Arbeit die Carmen Estela beibrachte und auch plant Ana zu lehren, h\u00e4ufen sich unweigerlich die Probleme und es schwebt eine Ungewissheit und Sorge im Raum. Nicht nur um die Zukunft des Unternehmens, sondern auch um die damit verbundenen Konsequenzen des Verlustes dieser Arbeitsstelle im Bezug auf die Familie.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Wenn man sich die Bitte ihrer Mutter einmal genauer ansieht erkennt man den klaren Widerspruch der sich f\u00fcr Anna findet, sich selbst hinten anzustellen und ihre schulische Bildung au\u00dfer Acht zu lassen, diese zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Gerade deswegen zieht Ana hier jedoch, klare Grenzen und deklariert, dass heute der letzte Tag ihres Abschlussjahres ist und sie diesen auf keinen Fall verpassen wird. Die Antwort ihrer Mutter l\u00e4sst sich folgenderma\u00dfen zusammenfassen: \u201aDu bist ein undankbares Kind, unter Schmerzen habe ich dich auf diese Welt gebracht und unter mehr Schmerzen habe ich mich jeden Tag angestrengt diesen Haushalt voran zubringen. Trotz meiner Schmerzen habe ich dich gro\u00dfgezogen, dich liebevoll versorgt und ern\u00e4hrt.\u2018. Mit dieser Aussage setzt Carmen eine Schuld voraus, die Ana niemals zur\u00fcckzahlen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Carmen ist der Dreh- und Angelpunkt von Anas Existenz. Ganz gleich was passiert, ganz gleich was Ana tut, alles l\u00e4sst sich darauf zur\u00fcckf\u00fchren, dass Carmen sie zur Welt gebracht, sie gen\u00e4hrt und versorgt hat. Im Hintergrund verdreht Estela die Augen, sie hat dieselben Vorw\u00fcrfe geh\u00f6rt und auch ihr werden weiterhin ihre eigenen W\u00fcnsche an ihr Leben aberkannt. Sie setzt sich allerdings auch nicht f\u00fcr ihre Schwester ein. Ana, sichtlich gereizt, erwidert: \u201eIch habe dich nicht darum gebeten mich zur Welt zu bringen\u201c. Die eigene Geburt scheint auf einmal wie der gr\u00f6\u00dfte Akt der Fremdbestimmung, wenn man immer wieder daran erinnert wird, dass man sein Leben jemandem schuldig ist. So f\u00fchlt sich Ana nicht als ihre eigene Person anerkannt. Diese Antwort verdeutlicht die Frustration \u00fcber die Bedingungen unter denen sich ihre Beziehung zu ihrer Mutter zu diesem Zeitpunkt definiert. Es gibt einen Wunsch nach Entscheidungsfreiheit, ohne R\u00fccksicht auf das gerecht werden eines Vertrages dem sie nie bewusst zugestimmt hat und dessen Auswirkungen sie sich nicht bewusst hatte sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Ra\u00fal versucht die Situation zu entsch\u00e4rfen, doch Ana st\u00fcrmt aus dem Zimmer und Carmen fordert nun Estela auf ihr zu helfen. Wieder ein Augen verdrehen von Estela und doch keine Wiederworte. Ganz anders als Ana die klare Versuche der Rebellion und ein gro\u00dfes Verlangen nach Autonomit\u00e4t vorzuweisen hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Die Unterschiede in den Werten die ihre Mutter ihr eintrichtert und jene die sie in dem Land in dem sie gro\u00df wird wiederfindet, manifestieren sich, wie zu sehen, als Diskussionspotential in der Mutter-Tochter Beziehung. Carmen hat das Gef\u00fchl eine Ablehnung ihrer Tochter zu erfahren, es passiert f\u00fcr sie auf einer pers\u00f6nlichen Ebene. Andersrum so auch f\u00fcr Ana, die sich durch Carmen in ihrer pers\u00f6nlichen Entfaltung beeintr\u00e4chtigt f\u00fchlt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><em>Szenenwechsel<\/em>. Ana verl\u00e4sst das Haus und begibt sich auf den Weg zur Schule. Der Bus f\u00e4hrt durch das lateinamerikanisch gepr\u00e4gte Viertel in dem Ana wohnt. Graffiti an den W\u00e4nden, die Angebote in den Fenstern auf Spanisch formuliert, die Fenster des Busses noch dreckig. Die warme K\u00f6rnung des Filmes legt einen romantischen Filter auf die Szenerie. Je weiter die Reise geht, desto sauberer und reicher wirkt die Umgebung. Anas Schule befindet sich in Beverly Hills, ihre KlassenkameradInnen sind \u00fcberwiegend wei\u00df und erz\u00e4hlen von den Elite Universit\u00e4ten an die sie gehen werden. Auf der anderen Seite stehen die Zukunftsvorstellungen ihrer Mutter, welche sich f\u00fcr ihre Tochter nicht w\u00fcnscht, dass sie studiert. Im Gegenteil, sie soll heiraten, Kinder kriegen, lernen den Haushalt zu schmei\u00dfen und zu n\u00e4hen, so, wie sie selbst. Damit das alles auch passieren kann, soll sie am besten abnehmen. Das teilt sie den anderen jedoch nicht mit. Erst nachdem alle den Klassenraum verlassen haben, vertraut sie sich diesbez\u00fcglich ihrem Lehrer an und bedankt sich bei ihm f\u00fcr alles. Sie gestehtm dass es f\u00fcr sie eine Sache der Unm\u00f6glichkeit sein k\u00f6nnte zur Universit\u00e4t zu gehen und sie diese Pl\u00e4ne vorerst nicht weiter verfolgen wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Wieder zuhause angekommen, findet sie einen dekorierten Garten und die gesamte Familie vor, die mit ihr diesen Meilenstein feiern m\u00f6chte. Es wird gesungen, es werden Gl\u00fcckw\u00fcnsche ausgesprochen und es gibt auch Kuchen, von dem Carmen Ana abr\u00e4t. Keine gute Idee, bei ihrem Gewicht. Die Stimmung \u00e4ndert sich prompt als Carmen ihre Tochter darauf anspricht ihren Job gek\u00fcndigt zu haben. Auch Ra\u00fal \u00e4u\u00dfert sich dazu und best\u00e4tigt, dass es wichtig ist, dass Ana arbeitet. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, wieso es f\u00fcr Ana ein so schwieriges Unterfangen ist, zu studieren. Ihre Familie zeigt sich durch die fehlenden Einnahmen stark betroffen. Carmen entscheidet f\u00fcr Ana, dass sie ab Morgen in Estelas Fabrik arbeitet. Estela h\u00e4ngt mit den Bestellungen hinterher und braucht dringend Hilfe und damit ist es besiegelt. Dadurch greift ihre Mutter zum wiederholten Male in ihre Entscheidungsfreiheit ein und verwickelt sie in ein Arbeitsverh\u00e4ltnis, was nicht ihren Vorstellungen entspricht. Auch wenn keine der Schwestern begeistert \u00fcber die neuen Umst\u00e4nde sind. Im selben Moment taucht Herr Guzman unangek\u00fcndigt auf um mit Anas Eltern \u00fcber ihre Zukunft zu sprechen, \u00fcber die M\u00f6glichkeit eines Stipendiums von dem er sicher ist, dass Ana es erhalten w\u00fcrde. Carmens Meinung zu diesem Thema scheint unumst\u00f6\u00dflich, doch Ra\u00fal l\u00e4sst sich wenigstens das Versprechen abbringen noch einmal \u00fcber alles nachzudenken und mit seiner Frau zu sprechen. An diesem Abend noch sucht er das Gespr\u00e4ch mit Carmen. Er ist bereit mehr zu arbeiten, sich mehr anzustrengen um seiner Tochter zu erm\u00f6glichen die Uni zu besuchen, denn ihr Lehrer glaubt an sie. Das alles m\u00f6chte Carmen allerdings nicht h\u00f6ren. Es sei eine Frage der Prinzipien und nicht fair. Sie selbst arbeitet seitdem sie 13 Jahre alt ist. Ana hatte 5 Jahre l\u00e4nger Zeit und jetzt sei sie an der Reihe. W\u00e4hrenddessen geht Ana zu Bett und beklagt sich bei Estela, dass ihr Leben vorbei ist. Hier ist der Punkt an der rote Faden verloren wurde, wenn der rote Faden die Auseinandersetzung mit dem Begriff Frau sein sollte. Der Titel des Films f\u00fchrt auf eine falsche F\u00e4hrte und je mehr Zeit vergeht, je weiter der Film vorranschreitet desto weniger Anzeichen des Titels, fanden sich im Plot.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Carmens empfundene Schuld, die sie so fr\u00fch anfing zur\u00fcck zu zahlen, ist jetzt Anas und diese sieht ihre Zukunft nun in einem ganz anderen Licht. Alles scheint aussichtslos und grau und das im Alter von jungen 18 Jahren. Ihrer Mutter ist sich nicht einmal bewusst, dass sich in ihrem Herzen ein kleiner Funken Eifersucht auf das Leben ihrer Tochter befindet, die in einem anderen Land mit viel mehr M\u00f6glichkeiten aufw\u00e4chst und ein wenig mehr Kindheit erleben durfte, als sie selbst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Ana f\u00e4ngt an, an der Seite ihrer Mutter und Schwester, in der Fabrik zu arbeiten und auch wenn sich die Differenzen zwischen ihr und ihrer Mutter nur schwer \u00fcberbr\u00fccken lassen, f\u00e4ngt sie an zu verstehen wie hart Estela und Carmen arbeiten. Wie anstrengend es ist die Familie zu versorgen und wie vielen Problemen man sich stellen muss in der Welt der Erwachsenen. Estela designt und schneidert wundersch\u00f6ne Kleider, die sie f\u00fcr wenig Geld fertig stellt und die wiederrum f\u00fcr sehr viel mehr Geld von gro\u00dfen Ketten verkauft werden. Ana empfindet das nicht als richtig, ihr wird allerdings klar, dass sie auch nicht wirklich etwas dagegen tun k\u00f6nnen. 3 Mitarbeiterinnen k\u00fcndigen und die Fertigstellung der letzten Bestellung scheint immer mehr in die Ferne zu r\u00fccken. Die Probleme h\u00e4ufen sich und Ana findet \u00fcberraschenderweise gro\u00dfes Interesse daran ihrer Schwester zu helfen. Gleichzeitig entscheidet sie sich allerdings auch daf\u00fcr doch Bewerbungen f\u00fcr die Uni zu verschicken und einen jungen Mann, aus ihrer ehemaligen Klasse, n\u00e4her kennenzulernen. Beides h\u00e4lt sie vor ihrer Mutter geheim. Ihr ist bewusst, dass Carmen die Hoffnung aufgegeben hat, dass Estela noch heiraten und Kinder kriegen k\u00f6nnte und projeziert dementsprechend ihre W\u00fcnsche auf Ana. Zwischen Arbeit, Zukunftsplanung und Romanze lernt Ana viel \u00fcber sich selbst und beweist sich immer wieder ihrer Mutter gegen\u00fcber. Sie ist ihr eigener Mensch, mit eigener Meinung und liebt sich so wie sie ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">\n<p style=\"font-weight: 400\">Der Film stellte sich als eine positive \u00dcberraschung heraus und auch wenn sich nicht sagen l\u00e4sst, dass er ein Meisterwerk ist, l\u00e4sst sich schnell Begeisterung zu der Realit\u00e4tsn\u00e4he der angesprochenen Problematik finden. Nur wenige Filme zeigen eine so geladene, detaillierte, komplizierte und ehrliche Mutter Tochter Beziehungen. Dabei ist es oft eine so komplexe Beziehung voller Widerspr\u00fcche die sich in der Intention nur das Beste f\u00fcr sein Kind zu wollen und den Taten die das Gegenteil beweise, demonstrieren lassen. Es ist frustrierend diese Art von Beziehung zu f\u00fchren und unendlich erleichternd, wenn man nach Jahrelangen Z\u00e4hne fletschen und Messersch\u00e4rfen, endlich zueinander findet. Wenn Verantwortung \u00fcbernommen wird, wo sie \u00fcbernommen werden sollte. Entschuldigungen ausgesprochen werden, wo sie n\u00f6tig sind und man sich auf einer ehrlichen Ebene kennenlernt. \u00dcber den Film hinweg entsteht der Wunsch, dass Carmen sich ihre Tochter endlich einmal richtig ansieht. Sieht wer sie ist und was sie vom Leben m\u00f6chte, sich Zeit nimmt zu erfahren wer die junge Frau ist die sie unter Schmerzen zur Welt gebracht hat. Trotz alledem beh\u00e4lt der Film die typische Leichtigkeit eines coming of age Film bei und auch wenn der Bezug zum Titel nur selten einen Auftritt hat, ist dies M\u00f6glicherweise Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck. Hiermit spreche ich eine klare Empfehlung aus, vorallem f\u00fcr T\u00f6chter von T\u00f6chtern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>und nicht irgendetwas mit Mama und einem Indikator f\u00fcr generationales Trauma. 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