Gender-Orientierung

Ermitteln Sie in einer Lehrbuchreihe Ihrer Wahl Aufgaben, die Ihrer Ansicht nach besonders Jungen oder besonders Mädchen ansprechen. Versuchen Sie diese Aufgabe(n) mit einer umgekehrten Gender-Orientierung umzuformulieren.

Durch die Heterogenität in einer Klasse z.B das unterschiedliche Geschlecht, ist es nicht einfach ein Thema zu finden, was alle SuS in der Klasse interessiert.Für das Lernen ist aber eine gewisse Interesse sowie auch die Motivation der SuS gefordert. Hier helfen sehr oft die Lehrbücher. Vor allem die Lehrbücher in der Grundschule.

Die Aufgaben in diesen Lehrbüchern sind oft Gender bezogen. Dies kann dazu führen, dass die SuS interessierter und motivierter die Aufgaben bearbeiten. Wenn es eine typische Mädchenaufgabe ist, spricht man meistens über Blumen, Puppen oder Schmetterlingen. Ist es eine Aufgabe für Jungs, dann spricht man oft über Autos und Ritter. Außerdem fällt mir hier auch auf, dass die Lehrbücher von Pons für Mädchen in rosa und für Jungs in blau gestaltet sind.

Für mich sind die Gender bezogenen Aufgaben in der Grundschule sehr wichtig. Die Kinder sollten motiviert beim Lernen sein, und wenn die Lehrbücher deren Interesse weckt, dann sind die Kinder interessierter, motivierter und auch neugierig beim Lernen.

Eine typische Mädchenaufgabe

Bei einer Spielzeugproduktion werden Puppen per Hand bemalt. Am Vormittag beginnen vier Arbeiter gleichzeitig mit dem Bemalen. Nach drei Stunden kommen noch zwei Arbeitskollegen zu hilfe. Jeder Arbeiter schafft es, acht Puppen in einer Stunde zu bemalen. Nach fünf Stunden ist für alle Feierabend. Wie viele Puppen wurden bis zum Arbeitsende bemalt?

Diese Aufgabe lässt sich gut mit einer umgekehrten Gender-Orientierung umformulieren.

Bei einer Spielzeugproduktion werden Ritter per Hand bemalt. Am Vormittag beginnen vier Arbeiter gleichzeitig mit dem Bemalen. Nach drei Stunden kommen noch zwei Arbeitskollegen zu hilfe. Jeder Arbeiter schafft es, acht Ritter in einer Stunde zu bemalen. Nach fünf Stunden ist für alle Feierabend. Wie viele Ritter wurden bis zum Arbeitsende bemalt?

Ein Gedanke zu „Gender-Orientierung“

  1. Dass man für die SchülerInnen interessante Themen wählen muss, um sie zu motivieren, denke ich genau so wie du. Deine Beispiel Aufgaben trifft die Fragestellung sehr genau und auch die Umkehrung in eine eher auf Jungs abzielende Formulierung der Aufgabe klingt realistisch. Mir war allerdings nie bewusst, dass es für Jungen und Mädchen unterschiedliche Schulbücher gibt bzw. gegeben hat. In meiner Schulzeit hatte eine Klasse stets ein einheitliches Buch, aber vielleicht redest du ja von zusätzlichen Materialien für zuhause. Im Allgemeinen bin ich aber auch der Ansicht, dass alle die gleichen Bücher bzw. Aufgabenstellungen bearbeiten sollten. Niemand kann sagen, ob ein Mädchen vielleicht mehr an Rittern interessiert ist als an Puppen oder umgekehrt ein Junge vielleicht lieber eine Aufgabe über Puppen rechnen würde. Daher sollten Schulbücher geschlechtsneutrale Aufgaben beinhalten oder beide Seiten bedienen.

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