{"id":5,"date":"2013-05-31T20:38:02","date_gmt":"2013-05-31T18:38:02","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/?p=5"},"modified":"2013-06-06T11:31:36","modified_gmt":"2013-06-06T09:31:36","slug":"5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/2013\/05\/31\/5\/","title":{"rendered":"Wieso haben Lehrer*innen so gro\u00dfe Schwierigkeiten mit einer heterogenen Sch\u00fclerschaft?"},"content":{"rendered":"<p>Die Frage, wieso sich Lehrkr\u00e4fte im Umgang mit einer heterogenisierten Sch\u00fcler*innenschaft so schwer tun kann nicht beantwortet werden, ohne die eindividuellen Einstellungen und die Wandlungsbereitschaft einzelner Lehrkr\u00e4fte zu ber\u00fccksichtigen. Zum einen sind die meisten Lehrer*innen gewohnt, vor einer Klasse zu stehen, die klar zu \u00fcberschauen (nahezu einheitlicher Jahrgang) und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leicht zu kontrollieren bzw. unterrichten (oftmals gleiche Vorraussetzungen was Herkunft und Erziehung angeht) ist. Wie Comenius sagte, ist der Unterricht der meisten Lehrkr\u00e4fte nach der &#8222;Methode der mittleren Begabungen&#8220; ausgerichtet, es wird sozusagen \u00fcber einen Kamm geschoren. Auf der anderen Seite haben viele Lehrkr\u00e4fte die berechtigte Angst, einzelne Kinder zu vernachl\u00e4ssigen. Durch die explizite Betreuung der Kinder in einem heterogenen Unterrrichtsmodell sehen sich viele Lehrk\u00f6rper den \u00dcberblick \u00fcber die Bed\u00fcrfnisse Einzelner verlieren. Somit wird, wie Reh im Text deutlich gemacht hat, eine heterogenisierte Klasse &#8211; wobei der Begriff &#8222;Klasse&#8220; schon wieder fehl am Platz ist, nehmen wir also den Begriff &#8222;Lerngruppe&#8220; &#8211; diese Lerngruppe wird also von vielen Lehrk\u00f6rpern als starke Belastung empfunden. Die Lehrer*innen denken, ihr Unterricht wird nicht nur schwerer vorzubereiten, sprich: anstrengender, sondern auch unfairer Einzelnen gegen\u00fcber, die schnell in der &#8222;heterogenen Masse&#8220; (der vermeintliche Widerspruch ist hier bewusst gew\u00e4hlt) untergehen.<\/p>\n<p>Ich selbst sehe den Umgang mit Heterogenit\u00e4t in der Schule als das weitaus gr\u00f6\u00dfte Anforderungsfeld, dem ich mich in meiner Lehrerlaufbahn stellen muss. Der Spagat zwischen F\u00f6rderung einzelner und neutraler Fairness der Lerngruppe gegen\u00fcber ist schwer zu meistern und &#8211; einmal gemeistert &#8211; noch schwerer beizubehalten. Nichtsdestotrotz ist es die Heterogenit\u00e4t, die meiner Meinung nach einer Schule Gesicht verleiht, guten Unterricht ausmacht und Sch\u00fcler bestm\u00f6glich unterrichtet und auf ein Leben in einer so von Heterogenit\u00e4t gepr\u00e4gten Gesellschaft wie der deutschen, vorbereitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Frage, wieso sich Lehrkr\u00e4fte im Umgang mit einer heterogenisierten Sch\u00fcler*innenschaft so schwer tun kann nicht beantwortet werden, ohne die eindividuellen Einstellungen und die Wandlungsbereitschaft einzelner Lehrkr\u00e4fte zu ber\u00fccksichtigen. Zum einen sind die meisten Lehrer*innen gewohnt, vor einer Klasse zu stehen, die klar zu \u00fcberschauen (nahezu einheitlicher Jahrgang) und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leicht zu kontrollieren bzw. unterrichten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":882,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[23849],"class_list":["post-5","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-rv09"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/882"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/felixmennen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}