{"id":101,"date":"2026-06-30T11:29:18","date_gmt":"2026-06-30T09:29:18","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fakultativeaufgabe\/?p=101"},"modified":"2026-06-30T11:54:26","modified_gmt":"2026-06-30T09:54:26","slug":"aufgabe-4-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/fakultativeaufgabe\/2026\/06\/30\/aufgabe-4-2\/","title":{"rendered":"Aufgabe 4"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #33cccc\"><strong>Aufgabe 4<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #33cccc\"><strong>Reflektieren Sie Ihr Lehr-\/Lernkonzept und dessen Durchf\u00fchrung und orientieren Sie sich dabei an dem Reflexionsmodell (Phasen 1-5).<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>1. Darstellen und Beschreiben<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt verlief die Unterrichtsstunde ruhig und erfolgreich. Zu Beginn reagierten einige SuS zun\u00e4chst etwas zur\u00fcckhaltend, als sie h\u00f6rten, dass sie mit einem Gedicht arbeiten w\u00fcrden. Nachdem sie jedoch gesehen hatten, dass der Text kurz war und gr\u00f6\u00dftenteils bekannten Wortschatz enthielt, legte sich diese Unsicherheit schnell.<\/p>\n<p>Die SuS arbeiteten insgesamt motiviert und konzentriert mit. Besonders positiv fiel auf, dass sie den bereits bekannten Wortschatz aus den Themenfeldern\u00a0<em>famille, amis, go\u00fbts, loisirs<\/em>\u00a0und\u00a0<em>aliments<\/em>\u00a0sicher anwenden konnten.<\/p>\n<p>Am meisten Freude bereitete den SuS die abschlie\u00dfende Arbeitsphase mit dem iPad. Durch das Aufnehmen und wiederholte Anh\u00f6ren ihrer eigenen Stimme konnten sie selbstst\u00e4ndig an ihrer Aussprache, Intonation und Prosodie arbeiten. Diese Phase wurde von den meisten SuS als motivierend und abwechslungsreich wahrgenommen.<\/p>\n<p><strong>2. Analysieren und Vergleichen<\/strong><\/p>\n<p>Die geplanten Unterrichtsphasen konnten wie vorgesehen durchgef\u00fchrt werden. Die Lernziele wurden insgesamt erreicht: die SuS reaktivierten bekannten Wortschatz, festigten die Verwendung des Verbs\u00a0<em>aimer<\/em>\u00a0und arbeiteten an ihrer Aussprache sowie ihrer Intonation.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Abweichungen von der Unterrichtsplanung ergaben sich nicht. Dies lag unter anderem daran, dass die Lerngruppe sehr diszipliniert arbeitet und mit klaren Arbeitsauftr\u00e4gen vertraut ist.<\/p>\n<p>Lediglich w\u00e4hrend der digitalen Arbeitsphase entstand ein h\u00f6herer Ger\u00e4uschpegel, da alle SuS ihre Texte gleichzeitig laut ein\u00fcbten. Um eine ruhige Arbeitsatmosph\u00e4re zu gew\u00e4hrleisten, arbeitete ein Teil der Lerngruppe im Nebenraum weiter. Dabei war es hilfreich, dass die anwesende Lehrkraft die dort arbeitenden SuS begleiten konnte. Diese organisatorische Anpassung diente ausschlie\u00dflich der besseren Lernatmosph\u00e4re und stellte keine inhaltliche Abweichung von der Planung dar.<\/p>\n<p><strong>3. In Beziehung setzen<\/strong><\/p>\n<p>Die R\u00fcckmeldungen der SuS waren insgesamt sehr positiv. Mehrere SuS \u00e4u\u00dferten, dass sie es schade f\u00e4nden, mich nach dem Praktikum nicht wiederzusehen. Einige verabschiedeten sich nach der Stunde sogar mit einer Umarmung. Dies zeigte mir, dass sie sich im Unterricht wohlgef\u00fchlt hatten und die gemeinsame Arbeit als positiv erlebt haben.<\/p>\n<p>Auch die betreuende Lehrkraft bewertete die Unterrichtsstunde insgesamt positiv. Besonders die Arbeit mit den iPads entsprach ihrer eigenen Unterrichtspraxis und wurde daher als sinnvoll eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Als Anregung gab sie mir mit, die Aussprache\u00fcbungen zuk\u00fcnftig noch spielerischer zu gestalten. Diese R\u00fcckmeldung deckt sich mit meiner eigenen Reflexion. Im Anschluss an mein Seminar an der Universit\u00e4t habe ich verschiedene Ideen kennengelernt, wie sich die Prosodie und Intonation noch motivierender trainieren lassen, beispielsweise durch das Vorlesen mit unterschiedlichen Emotionen oder kleinen Sprechspielen. Solche Elemente w\u00fcrde ich bei einer erneuten Durchf\u00fchrung erg\u00e4nzen, um die Sprechfreude der SuS noch st\u00e4rker zu f\u00f6rdern. (vgl. Ke\u00dfler, Pia\/ Jauch, Werner, 2011 : 2-9.)<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Schlussfolgern<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Auseinandersetzung mit theoretischen Grundlagen war f\u00fcr die Planung und Reflexion meines Unterrichts eine gro\u00dfe Unterst\u00fctzung. Besonders die Inhalte der Seminare sowie der regelm\u00e4\u00dfige Austausch mit meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen haben meinen Blick auf den Fremdsprachenunterricht erweitert. Immer wieder wurden dort wissenschaftliche Konzepte und didaktische Ans\u00e4tze vorgestellt, auf die ich allein nicht unbedingt gekommen w\u00e4re und die mir dabei geholfen haben, meine Unterrichtsentscheidungen fundierter zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus hat sich die Plattform\u00a0<em>meinUnterricht.de<\/em>\u00a0f\u00fcr mich als \u00e4u\u00dferst wertvolle Ressource erwiesen. Sie bietet zahlreiche praxisnahe Unterrichtsideen und verweist gleichzeitig auf fachdidaktische Grundlagen. Besonders hilfreich ist f\u00fcr mich, dass viele der dort vorgestellten Konzepte wissenschaftlich eingeordnet werden. H\u00e4ufig hatte ich bereits intuitive Ideen f\u00fcr meinen Unterricht, konnte diese jedoch zun\u00e4chst nicht fachlich begr\u00fcnden. Die theoretischen Texte helfen mir dabei, meine \u00dcberlegungen mit fachdidaktischen Konzepten zu verkn\u00fcpfen und meine eigene Unterrichtspraxis bewusster zu reflektieren.<\/p>\n<h2><span style=\"font-size: 12pt\">5. Planen<\/span><\/h2>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Bei einer erneuten Durchf\u00fchrung der Unterrichtseinheit w\u00fcrde ich insbesondere die \u00dcbungsphase zur Aussprache und Prosodie noch spielerischer gestalten. Die betreuende Lehrkraft gab mir nach der Stunde den Hinweis, dass sich gerade in diesem Bereich verschiedene Sprachspiele gut eignen w\u00fcrden. Diese Anregung halte ich f\u00fcr sehr sinnvoll.<\/p>\n<p class=\"isSelectedEnd\">Interessanterweise habe ich auch im letzten Seminar an der Universit\u00e4t zahlreiche neue Ideen kennengelernt, die sich gut in diese Unterrichtseinheit integrieren lie\u00dfen. So k\u00f6nnten die SuS das Gedicht beispielsweise mit unterschiedlichen Emotionen \u2013 etwa traurig, fr\u00f6hlich, w\u00fctend oder verliebt \u2013 vorlesen. (vgl. Ke\u00dfler, Pia\/ Jauch, Werner, 2011 : 2-9.) Da die Verse des Gedichts sehr kurz sind, eignet sich der Text besonders gut f\u00fcr solche \u00dcbungen. Auf diese Weise w\u00fcrden nicht nur Aussprache und Intonation trainiert, sondern auch die Lesefl\u00fcssigkeit und der spielerische Umgang mit Sprache gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrde ich die digitale \u00dcbungsphase organisatorisch etwas anders gestalten. Da w\u00e4hrend der Audioaufnahmen viele SuS gleichzeitig laut \u00fcbten, w\u00fcrde ich die Lerngruppe von Beginn an auf zwei R\u00e4ume verteilen oder feste Aufnahmezeiten einplanen. Dadurch k\u00f6nnte eine ruhigere Arbeitsatmosph\u00e4re geschaffen werden, ohne den selbstst\u00e4ndigen Charakter der \u00dcbungsphase einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgabe 4 Reflektieren Sie Ihr Lehr-\/Lernkonzept und dessen Durchf\u00fchrung und orientieren Sie sich dabei an dem Reflexionsmodell (Phasen 1-5). 1. Darstellen und Beschreiben Insgesamt verlief die Unterrichtsstunde ruhig und erfolgreich. 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