{"id":9728,"date":"2024-11-28T17:58:41","date_gmt":"2024-11-28T16:58:41","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=9728"},"modified":"2025-11-20T20:50:39","modified_gmt":"2025-11-20T19:50:39","slug":"dreissig-tage-bis-zum-tod-das-neue-strassentiergesetz-der-tuerkei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2024\/11\/28\/dreissig-tage-bis-zum-tod-das-neue-strassentiergesetz-der-tuerkei\/","title":{"rendered":"Drei\u00dfig Tage bis zum Tod \u2013 Das neue Stra\u00dfentiergesetz der T\u00fcrkei"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p align=\"justify\">In den sozialen Medien kursieren aktuell grausame Videos. Zu sehen sind zu Tode gepr\u00fcgelte oder schwer verletzte Hunde. Hintergrund dieser Videos ist das neue Stra\u00dfentiergesetz der T\u00fcrkei. Dies schickt unz\u00e4hlige Stra\u00dfenhunde direkt und indirekt in den Tod.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die t\u00fcrkische Regierung hat im Juli 2024 das neue Stra\u00dfentiergesetz verabschiedet. Dieses besagt, dass alle Stra\u00dfenhunde durch die Beh\u00f6rden eingefangen und in Tierheime gebracht werden m\u00fcssen. Dort sollen sie dann geimpft, kastriert und zur Adoption freigegeben werden. Was sich im ersten Moment erstmals ganz gut anh\u00f6rt, besitzt aber auch noch eine Schattenseite. Es sollen n\u00e4mlich alle Hunde, die aggressiv oder krank sind oder es sich um \u201egef\u00e4hrliche\u201c Rassen handelt, get\u00f6tet werden. Dazu kommt auch noch, dass die Stra\u00dfenhunde, die nach drei\u00dfig Tagen noch nicht vermittelt sind, eingeschl\u00e4fert werden sollen. Dass die Kommunen \u00fcberhaupt gar kein Geld besitzen, um zus\u00e4tzliche Tierheime zu errichten, und die vorhandenen schon \u00fcberf\u00fcllt sind, wird dabei au\u00dfer Acht gelassen. Das hat zur Folge, dass jetzt wahrscheinlich viele T\u00f6tungen durchgef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Der Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan verteidigt sein Vorhaben. Er meine, es sei notwendig, um das Problem der streunenden Hunde zu besiegen. Nicht nur das Gesetz bringt viele Menschen und Tiersch\u00fctzer*innen in Aufruhr. Auch die Umsetzung ist stark in der Kritik. Im Internet finden sich immer mehr Videos, in denen st\u00e4dtische Bedienstete die Stra\u00dfenhunde auf brutale Art und Weise einfangen. F\u00fcr Tiersch\u00fctzer*innen handelt es sich um eine Notlage in der T\u00fcrkei. So versuchen Tierschutzorganisationen seither Tag und Nacht, die Hunde selbst einzufangen und sie so vor dem Tod zu bewahren.<\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Doch wie sieht eigentlich die Situation der Stra\u00dfenhunde in der T\u00fcrkei aus? <\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Es wird davon ausgegangen, dass zwischen vier und sechs Millionen Stra\u00dfenhunde in der T\u00fcrkei leben. Teilweise wurde sogar von zehn Millionen Tieren gesprochen. Allein in Istanbul gibt es 100.000 streunende Hunde. Die Population w\u00e4chst stetig. In den t\u00fcrkischen Medien werden die Stra\u00dfenhunde durch Tollwut und Krankheiten oft als Bedrohung f\u00fcr den Menschen angesehen. Jedoch wird dabei meist vergessen, dass die Menschheit und die t\u00fcrkische Bev\u00f6lkerung selbst verantwortlich und auch Schuld an diesem Problem ist. Der Mensch ist die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr den Stra\u00dfenhund. Die Hunde werden oft als l\u00e4stig empfunden und misshandelt. Sie haben Hunger und suchen verzweifelt im M\u00fcll nach Nahrung. Parasiten und Krankheiten belasten ihr eh schon schwaches Immunsystem. Es verbreiten sich immer mehr Krankheiten, so zum Beispiel die Mittelleerkrankheiten Leishmaniose und Ehrlichiose. Aber auch R\u00e4ude und Viruserkrankungen wie Staupe und Parvo sind immer h\u00e4ufiger zu finden. Es wird davon ausgegangen, dass es kaum einen Hund mehr gibt, der nicht mindestens eine dieser Erkrankungen besitzt. Die Muttertiere sind oft selbst zu geschw\u00e4cht, um sich um ihren Nachwuchs zu k\u00fcmmern. So leiden die Welpen schon fr\u00fch an Mangelerscheinungen oder Krankheiten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Stra\u00dfenverkehr ist eine weitere sehr gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr die Tiere. Oft werden sie im Stra\u00dfenverkehr verletzt, wenn sie auf der Suche nach Nahrung oder einem Unterschlupf sind. So sind die Tiere n\u00e4mlich schutzlos dem Wetter ausgesetzt. Im Sommer ist die T\u00fcrkei durch eine extrem Hitze und Wasserknappheit nur schwer auszuhalten f\u00fcr die Tiere. Im Winter hingegen finden sich in manchen Gebieten Temperaturen von bis zu minus 20 Grad.<\/p>\n<p align=\"justify\">Was definitiv klar ist: Die hohe Population der Stra\u00dfenhunde ist menschengemacht. Oft handelt es sich bei den Stra\u00dfenhunden n\u00e4mlich nicht um Tiere, die seit der Geburt schon auf der Stra\u00dfe leben. Viele dieser Tiere wurden durch Menschen ausgesetzt. Meist nat\u00fcrlich unkastriert. Die ausgesetzten Tiere vermehren sich rasch. In der T\u00fcrkei, wie auch in vielen anderen L\u00e4ndern, ist es \u00fcblich, dass in l\u00e4ndlichen Gebieten Hunde ausschlie\u00dflich drau\u00dfen gehalten werden. So zum Beispiel, um auf das Gel\u00e4nde oder die Herde aufzupassen. Diese Tiere sind aber auch oft unkastriert und so kommt es zu Paarungen mit den Stra\u00dfentieren. Die ungewollten Welpen landen dann oft wieder auf den Stra\u00dfen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Hundezuchtbetriebe. Diese findet man vor allem in den l\u00e4ndlichen Gebieten. Dort wird immer wieder neuer Nachwuchs geschaffen. Die Z\u00fcchter*innen wollen diese Hunde ins Ausland verkaufen. Jedoch gibt es nicht selten mehr Welpen als K\u00e4ufer*innen. So werden wieder Hunde ausgesetzt, diese verwildern und sorgen dann f\u00fcr weiteren Nachwuchs.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_0\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_1\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"853\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/shelter-5300746_1280.jpg\" alt=\"\" title=\"shelter-5300746_1280\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/shelter-5300746_1280.jpg 853w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/shelter-5300746_1280-480x720.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 853px, 100vw\" class=\"wp-image-9744\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p align=\"justify\"><b>Das Problem mit der Tollwut <\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Die T\u00fcrkei ist laut der WHO ein Hochrisikoland f\u00fcr Tollwut. Rund 99 Prozent aller Tollwutf\u00e4lle sind auf Hundebisse oder Kratzer zur\u00fcckzuf\u00fchren. Das ist eines der Hauptargumente der t\u00fcrkischen Regierung f\u00fcr das neue Gesetz. Diese betont immer und immer wieder die Gefahr, die durch die Stra\u00dfenhunde ausgeht. Dass man das ganze Problem durch Massenimpfaktionen l\u00f6sen k\u00f6nnte, wurde nirgends durch die Politiker*innen erw\u00e4hnt. Dadurch wird immer wieder das Narrativ gef\u00fcttert, Stra\u00dfenhunde seien absto\u00dfend. Das f\u00fchrt dazu, dass die Abneigung der Gesellschaft immer gr\u00f6\u00dfer wird.<\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Die Umst\u00e4nde in den Tierheimen<\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Nur zwanzig Prozent aller t\u00fcrkischen Gemeinden besitzt \u00fcberhaupt ein Tierheim. Die Gesetze und Standards f\u00fcr Tierheime werden nur selten umgesetzt und kontrolliert. Das f\u00fchrt dazu, dass die Zwinger \u00fcberf\u00fcllt sind und die Tierheime schlecht ausgestattet. H\u00e4ufig wird \u00fcber Qu\u00e4lerei berichtet. Die Tiere werden weder richtig gef\u00fcttert noch tier\u00e4rztlich versorgt. Das Tierheim stellt auch meist die Endstation f\u00fcr die Hunde dar. Die Chancen auf eine Adoption stehen sehr schlecht. Die Tierheime sind total \u00fcberf\u00fcllt. Viele dieser Hunde sterben im Zwinger. Da fragt man sich, wie die Rechnung der Regierung aufgehen soll. Es gibt 100.000 Tierheimpl\u00e4tze f\u00fcr \u00fcber vier Millionen Stra\u00dfenhunde. Was mit den ganzen eingefangenen Tieren passieren soll, ist also unklar.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p align=\"justify\"><b>Freifahrtschein zum T\u00f6ten<\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Die Videos die im Netz kursieren, haben viel Aufmerksamkeit auf das Thema gebracht. Durch die Videos wirkt es so, als ob die Menschen das Gesetz als eine Art Freifahrtschein f\u00fcr das Aus\u00fcben von Gewalt an Stra\u00dfenhunden sehen. Die Videos sind so brutal, dass sie kaum zu ertragen sind. Die Hunde wurden zum Teil zu Tode gepr\u00fcgelt. Es ist zu sehen, wie Hunde in Graben geworfen werden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es kommen immer wieder neue Funde ans Licht. So wurden im westt\u00fcrkischen Uzonk\u00f6rpr\u00fc 15 tote Hunde in M\u00fclls\u00e4cken auf einer illegalen M\u00fcllhalde gefunden. In Nidge sollen Mitarbeiter*innen eines Tierschutzheims massenhaft Hunde get\u00f6tet haben. Diese wurden dann in ein Massengrab geworfen und zur Desinfektion mit Kalk abgedeckt. Dabei soll es sich um bis zu 100 Tiere handeln.<\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Tiersch\u00fctzende setzen sich ein <\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Gegen das Gesetz gab es heftige landesweite und internationale Proteste. Die Organisatoren dieser sprechen von einem \u201eMassaker-Gesetz\u201c. Die Opposition CHP hat unter anderem angek\u00fcndigt, dass sie vor den Obersten Gerichtshof der T\u00fcrkei ziehen wollen, um das Gesetz zum Fall zu bringen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Viele Tierschutzorganisationen und Initiativen sind Tag und Nacht damit besch\u00e4ftigt, die Hunde zu retten. Dabei brauchen sie aber dringend Futterspenden und finanzielle Hilfe. Am Ende dieses Artikels findet ihr Links und Daten zu einigen Organisationen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_2\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/demonstration-144957_1280.png\" alt=\"\" title=\"demonstration-144957_1280\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/demonstration-144957_1280.png 640w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/demonstration-144957_1280-480x960.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 640px, 100vw\" class=\"wp-image-9746\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_3  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_5  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p align=\"justify\"><b>Das neue Konzept<\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Tiersch\u00fctzer*innen sehen dieses Gesetz als deutlichen R\u00fcckschritt f\u00fcr den Tierschutz in der T\u00fcrkei an. Vorher gab es das Konzept \u201eFangen, Kastrieren und Freilassen\u201c. Das ist ein Konzept, dass weltweit auf viel Unterst\u00fctzung trifft und die Population der Tiere tats\u00e4chlich zum Sinken bringen kann. Die Population der Stra\u00dfenhunde k\u00f6nnte so effektiv und tierschutzgerecht verringert werden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Wirksamkeit des neuen Gesetzes ist jedoch fragw\u00fcrdig. Dazu eine kleine Erkl\u00e4rung: Eine Gruppe von Hunden h\u00e4lt sich in einem Gebiet auf. Dies ist ihr Revier. Sie haben dort Nahrung und Ressourcen. Wenn diese Gruppe von Hunden aber eingefangen wird, wird dieses Revier mit den Ressourcen wieder frei. Dies f\u00fchrt dazu, dass Jungtiere einer anderen Population in dieses Gebiet abwandern und dort viel bessere Chancen zum \u00dcberleben haben. Dadurch wird sich die Population schnell wieder schlie\u00dfen. Dieses Konzept f\u00fchrt also nicht zu einer Verringerung der Population. Es ist, als w\u00fcrde man ein Rennen gegen einen Tornado laufen. Rum\u00e4niens Beispiel zeigt, dass das T\u00f6ten von Stra\u00dfenhunden nicht zu den erw\u00fcnschten Ergebnissen f\u00fchrt. Seit 2013 d\u00fcrfen dort Stra\u00dfenhunde get\u00f6tet werden. Grund daf\u00fcr war ein Bei\u00dfvorfall durch einen vermeintlichen Stra\u00dfenhund. An der Anzahl der Stra\u00dfenhunde hat sich jedoch seit zehn Jahren nichts ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p align=\"justify\">Eine fl\u00e4chendeckende Kastrationsma\u00dfnahme w\u00e4re hingegen der einzige Weg, um die Population langfristig einzud\u00e4mmen. So k\u00f6nnte das Leid der Tiere verhindert werden. Es m\u00fcsste eine Pflicht bei Anschaffung des Tieres geben, dass es kastriert werden muss. So sollte es au\u00dferdem eine strengere Regulation oder sogar ein Verbot der Hundezuchtbetriebe geben. Es m\u00fcsste mehr Geld in die Tierheime und Tierschutzorganisation gesteckt werden, um so Kastrationsprojekte im ganzen Land durchzusetzen. Die Muttertiere m\u00fcssen mit Welpen eingefangen werden. Die Mutter wird kastriert und wieder ausgesetzt. Die Welpen bleiben in den Heimen bis sie alt genug sind, um kastriert und dann wieder ausgesetzt zu werden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Millionen Hunden steht eine sofortige T\u00f6tung oder ein Tod in Folge von Vernachl\u00e4ssigungen und \u00fcberf\u00fcllten Tierheimen bevor. Das ist nicht der Weg, der tierschutzrechtlich vertretbar ist. Wir m\u00fcssen anfangen, Verantwortung f\u00fcr unsere Fehler zu \u00fcbernehmen. Menschen sind Schuld am Leid dieser Tiere. Deshalb ist es unsere Verantwortung, dass wir dieses Problem auf eine nachhaltige und tierschutzgerechte Weise l\u00f6sen. Das ist das mindeste, was die Menschheit diesen Tieren schuldet.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hier ein paar Vorschl\u00e4ge zur Unterst\u00fctzung von Tierschutzorganisationen:<\/strong><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_4  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h3><strong><span style=\"color: #666666;font-size: 14px\">VETO <\/span><\/strong><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #666666;font-size: 14px\">Petition gegen geplante T\u00f6tungen: <\/span><span style=\"color: #666666;font-size: 14px\">Wir fordern den Stopp sinnloser T\u00f6tungen von Stra\u00dfenhunden und die finanzielle Unterst\u00fctzung von Kastrationsprogrammen. Jede Stimme z\u00e4hlt!\u00a0<\/span><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.veto-tierschutz.de\/petition\/keine-deadline-fuer-tierleben\/\">Hier geht es zur Petition<\/a><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Spendenaufruf: Tiersch\u00fctzer:innen in der T\u00fcrkei brauchen dringend Hilfe. Wir sammeln Spenden f\u00fcr Hunde- und Katzenfutter und die Finanzierung von Kastrationsma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.veto-tierschutz.de\/hilferufe-der-strassentiere\/\">Hier spenden<\/a><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Kitmir Tierhilfe Demirtas e.V.<\/strong><\/p>\n<p>Kastrationskampagne: Die Gesundheit der Tiere liegt uns am Herzen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kitmir.de\/unterstuetzen\/spenden\">Hier spenden<\/a><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>change.org<\/strong><\/p>\n<p>Petition: Stoppt den Mord der Strassenhunde in der T\u00fcrkei<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/stoppt-den-mord-der-strassenhunde-in-der-t%C3%BCrkei\">Hier geht es zur Petition<\/a><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_3\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_4\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"160\" height=\"600\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/VETO_HilferufeDerStrassentiere_Unterstuetzermaterial_Banner_160x600.jpg\" alt=\"\" title=\"VETO_HilferufeDerStrassentiere_Unterst\u00fctzermaterial_Banner_160x600\" 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8pt\"><a href=\"https:\/\/www.veto-tierschutz.de\/strassentiergesetz-tuerkei\/\">Neues Gesetz in der T\u00fcrkei: Stra\u00dfenhunden droht der Tod (VETO)<\/a><\/span><\/h1>\n<h1><span style=\"font-size: 8pt\"><a href=\"https:\/\/www.veto-tierschutz.de\/magazin\/tierschutz-aktiv\/die-not-der-strassentiere-in-der-tuerkei\/\">Auf verlorenem Posten: Die gro\u00dfe Not der Stra\u00dfentiere in der T\u00fcrkei (VETO)<\/a><\/span><\/h1>\n<h2><span style=\"font-size: 8pt\"><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/tuerkei-strassenhunde-toetung-gebilligt-gesetz-tierschuetzer-100.html\">Umstrittenes Gesetz beschlossen : T\u00fcrkei will Stra\u00dfenhunde loswerden (ZDF)<\/a><\/span><\/h2>\n<h1><span style=\"font-size: 8pt\"><a href=\"https:\/\/www.tierschutzbund.de\/ueber-uns\/aktuelles\/presse\/meldung\/tuerkei-plant-gesetz-zur-toetung-von-strassenhunden\">Deutscher Tierschutzbund kritisiert: R\u00fcckschritt im TierschutzT\u00fcrkei plant Gesetz zur T\u00f6tung von Stra\u00dfenhunden (Tierschutzbund)<\/a><\/span><\/h1>\n<h1><span style=\"font-size: 8pt\"><a href=\"https:\/\/taz.de\/Toeten-von-Strassenhunden-in-der-Tuerkei\/!6031567\/\">T\u00f6ten von Stra\u00dfenhunden in der T\u00fcrkei : Exzesse von Hundehassern (taz)<\/a><\/span><\/h1><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":14422,"featured_media":9742,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,547280,1013614,1013609,1013617,1013654],"tags":[1013763,1013762,1013764],"class_list":["post-9728","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-debatte-europa","category-rike-pegel","category-strassenhunde","category-tierschutz","category-tuerkei","tag-strassenhunde","tag-tierschutz","tag-tuerkei"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9728","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14422"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9728"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9728\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11937,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9728\/revisions\/11937"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9728"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9728"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9728"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}