{"id":9276,"date":"2024-09-16T11:05:15","date_gmt":"2024-09-16T09:05:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=9276"},"modified":"2024-09-20T14:43:38","modified_gmt":"2024-09-20T12:43:38","slug":"die-geschichte-der-samen-im-hohen-norden-europas-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2024\/09\/16\/die-geschichte-der-samen-im-hohen-norden-europas-teil-1\/","title":{"rendered":"Die Geschichte der Samen im Hohen Norden Europas (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>W\u00e4hrend meines Auslandssemesters in Rovaniemi, Finnland, hatte ich die M\u00f6glichkeit viel \u00fcber Finnlands Kultur und Geschichte zu lernen. Ich belegte einige Kurse, welche mir das Leben und die Traditionen des indigenen Volkes der nordischen L\u00e4nder Europas, der Samen, oder auch S\u00e1mi genannt, n\u00e4herbrachten. Ich pers\u00f6nlich wusste bis dato nur wenig \u00fcber die Samen, doch je mehr ich \u00fcber sie lernte, desto mehr realisierte ich, wie wichtig es ist, \u00fcber ihre Br\u00e4uche und Lebensweisen aufzukl\u00e4ren. Denn, wie auch andere indigene V\u00f6lker, wie beispielsweise die Inuit in Kanada und Gr\u00f6nland oder die Maori in Neuseeland, welche nur zwei Beispiele von rund 5.000 indigenen V\u00f6lkern weltweit sind, wurden auch die Samen f\u00fcr sehr lange Zeit unterdr\u00fcckt und misshandelt. Diesem Schicksal, welches viele indigene Menschen noch heutzutage zu tragen haben, unterliegen die Samen inzwischen gl\u00fccklicherweise kaum noch. Doch auch sie haben die M\u00f6glichkeit ihre Traditionen frei auszuleben immer noch nicht zu hundert Prozent zur\u00fcckbekommen.<\/p>\n<p>In diesem ersten Teil meiner Blog-Reihe m\u00f6chte ich die Samen und ihre Geschichte daher zun\u00e4chst einmal vorstellen, um im zweiten Teil schlie\u00dflich auf aktuelle Ereignisse und die gegen\u00fcber den Samen einzugehen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_heading et_pb_heading_0 et_pb_bg_layout_\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_heading_container\"><h1 class=\"et_pb_module_heading\">Wer sind die Samen?<\/h1><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Die Samen sind kurzgesagt die Ureinwohner*innen der nordischen L\u00e4nder Norwegen, Schweden, Finnland und der Kola- Halbinsel Russlands. Dieses Siedlungsgebiet wird daher auch als S\u00e1pmi bezeichnet. Gepr\u00e4gt ist das Leben der Samen von traditionellen Praktiken wie dem Fischen, Jagen, Sammeln und der Rentierzucht. Es wird gesch\u00e4tzt, dass es heute noch 70 bis 80 Tausend Samen gibt. Doch ihre Geschichte begann schon vor mehr als 10.000 Jahren.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_heading et_pb_heading_1 et_pb_bg_layout_\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_heading_container\"><h1 class=\"et_pb_module_heading\">Ursprung und Fr\u00fchgeschichte der Samen<\/h1><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Arch\u00e4ologische Funde weisen darauf hin, dass die Samen schon seit etwa 7.000 bis 10.000 Jahren in den n\u00f6rdlichen Regionen Skandinaviens ans\u00e4ssig sind. Diese fr\u00fchen Samen lebten als J\u00e4ger und Sammler und nutzten die nat\u00fcrlichen Ressourcen ihrer Umgebung auf nachhaltige Weise. Ihre Hauptnahrungsquellen waren Wildtiere wie Rentiere und Fische oder auch Pflanzen wie Beeren und Pilze. Mit der Zeit entwickelten sie Techniken f\u00fcr die Rentierhaltung, was zum zentralen Element ihrer Kultur wurde.<\/p>\n<p>Die Samen waren im fr\u00fchen Mittelalter weitgehend unabh\u00e4ngig und lebten in kleinen Gemeinschaften. Sie waren nomadische oder halbnomadische Hirten und jagten Rentiere, die f\u00fcr sie nicht nur als Nahrungsquelle dienten, sondern auch als Grundlage f\u00fcr Kleidung und Werkzeuge. Rentierherden wurden in der weiten Landschaft Lapplands bewegt und die Samen entwickelten ein tiefes Wissen \u00fcber das Verhalten dieser Tiere sowie \u00fcber die \u00d6kologie des Landes. So zogen die Samen mit ihren Herden von den Sommer- zu den Winterweiden.<\/p>\n<p>Besondere Relevanz f\u00fcr die Samen besitzt au\u00dferdem ihr Glauben. Bis zur Christianisierung existierte in der Kultur der Samen noch eine Form von Schamanismus. F\u00fcr sie ist die Natur beseelt und so brachten sie Felsen und Seen Opfergaben. Aufzeichnungen dar\u00fcber gab es vor allem in Form von Felskunst und Malereien auf traditionellen S\u00e1mi-Trommeln, welche eine sehr gro\u00dfe Rolle im Leben der Samen spielen.\u00a0 Die Designs und Landschaften, die auf den Trommeln zu finden sind, erz\u00e4hlen Geschichten \u00fcber die Denkweise und das Leben der Samen und demonstrieren im Allgemeinen etwas, das mein Professor an der Uni in Lappland als die \u201eExistenz eines gemeinsamen Ged\u00e4chtnisses\u201c bezeichnet. Gerade, dass wir w\u00e4hrend meines Auslandssemesters in Finnland ein eigenes Seminar \u00fcber diese traditionellen Trommeln, sowie mehrere Exkursionen dazu hatten, deutet darauf hin, wie wichtig diese f\u00fcr die Samen sind. In den unteren Bildern sind solche Trommeln, welche wir w\u00e4hrend der Exkursion betrachten durften, zu sehen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_3  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_0\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"1600\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0033.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG-20240908-WA0033\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0033.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0033-980x1307.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0033-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" class=\"wp-image-9284\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><span style=\"font-size: 8pt\">Quelle: Eigene Fotos<\/span><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_1\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"1600\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0034.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG-20240908-WA0034\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0034.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0034-980x1307.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0034-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" class=\"wp-image-9285\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_4  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_5  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_heading et_pb_heading_2 et_pb_bg_layout_\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_heading_container\"><h1 class=\"et_pb_module_heading\">Die Christianisierung und erste Formen der Unterdr\u00fcckung<\/h1><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Mit dem Aufkommen des Christentums im fr\u00fchen Mittelalter begannen die Samen, in den Fokus von Missionaren zu geraten. Die ersten Versuche, die Samen zu christianisieren, fanden im 11. und 12. Jahrhundert statt. Die christlichen Missionare sahen die samischen Glaubensvorstellungen als heidnisch an und versuchten, ihre Praktiken zu unterdr\u00fccken. Das polytheistische Glaubenssystem der Samen, welches eng mit der Natur und den Geistern ihrer Umgebung verbunden war, wurde als Bedrohung f\u00fcr das Christentum angesehen.<\/p>\n<p>Im Zuge der Christianisierung wurden auch die samischen Schamanen, die \"Noaidi\", verfolgt. Sie spielten eine zentrale Rolle in der samischen Gesellschaft, da sie als spirituelle F\u00fchrer fungierten und in die Heilung, Weissagung und Kommunikation mit den Geistern involviert waren. Viele Noaidi wurden aufgrund ihrer Rolle in der samischen Religion get\u00f6tet oder vertrieben. Auch wurden ihnen die traditionellen Trommeln weggenommen und verbrannt. Dies war der Beginn einer langen Phase der kulturellen Unterdr\u00fcckung, die sich \u00fcber Jahrhunderte erstrecken sollte.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_5  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_heading et_pb_heading_3 et_pb_bg_layout_\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_heading_container\"><h1 class=\"et_pb_module_heading\">Die Kolonisierung des Nordens<\/h1><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Ab dem 16. Jahrhundert begann die Kolonisierung des samischen Gebiets durch Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. In dieser Zeit wurden die Samen zunehmend durch die wachsenden nationalstaatlichen Strukturen an den Rand gedr\u00e4ngt. Die Regierungen dieser L\u00e4nder versuchten, ihre Kontrolle \u00fcber das Gebiet zu erweitern und die Ressourcen der Region zu nutzen, was zu Konflikten mit den Samen f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Ein bedeutender Wendepunkt war die Einf\u00fchrung von Steuern. Die Samen wurden gezwungen, Steuern an die Regierungen zu zahlen, obwohl sie traditionell ein Leben in Einklang mit der Natur f\u00fchrten und kein Konzept von Landbesitz kannten. Diese Steuerlast f\u00fchrte zu einer zunehmenden Abh\u00e4ngigkeit der Samen von den nationalstaatlichen Autorit\u00e4ten und trug zur Erosion ihrer traditionellen Lebensweise bei.<\/p>\n<p>Parallel zur wirtschaftlichen Unterdr\u00fcckung wurden die Samen auch kulturell marginalisiert. Ihre eigene Sprache, Samisch oder auch Saami genannt, wurde als r\u00fcckst\u00e4ndig angesehen, und sie wurden dazu gedr\u00e4ngt, die Sprachen der dominierenden Nationalstaaten, wie finnisch oder schwedisch zu lernen und ihre eigene Kultur aufzugeben.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_6  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_heading et_pb_heading_4 et_pb_bg_layout_\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_heading_container\"><h1 class=\"et_pb_module_heading\">Versklavung und Zwangsassimilation<\/h1><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Obwohl die Samen nie im traditionellen Sinne \u201eversklavt\u201c wurden, erlitten sie doch eine Form von systematischer Versklavung und Unterdr\u00fcckung durch die nationalen Regierungen, die versuchten, sie in die dominierenden Kulturen zu assimilieren. Vor allem im 19. und 20. Jahrhundert erlebten die Samen eine intensive Phase der Zwangsassimilation.<\/p>\n<p>In Norwegen beispielsweise f\u00fchrte die Regierung eine Politik der \"Norwegisierung\" ein, die darauf abzielte, die samische Identit\u00e4t vollst\u00e4ndig auszul\u00f6schen. Kinder wurden in Internaten untergebracht, in denen das Sprechen der samischen Sprache streng verboten war. Diese Schulen waren oft weit von den Heimatd\u00f6rfern der Kinder entfernt, und viele verloren den Kontakt zu ihrer Familie und ihrer Kultur. Diese Praxis hatte verheerende Auswirkungen auf die samische Kultur und f\u00fchrte zu einem weit verbreiteten Verlust der Sprache.<\/p>\n<p>In Schweden und Finnland verlief die Unterdr\u00fcckung \u00e4hnlich. Die Samen wurden gezwungen, sich den nationalen Identit\u00e4ten anzupassen, und ihre Kultur wurde als minderwertig angesehen. Auch hier wurden samische Kinder aus ihren Familien entrissen und auf besondere Schulen geschickt, um sie von ihrer Kultur zu entfernen und sie umzuerziehen. Seitdem verschwand die Religion der Samen aus der \u00d6ffentlichkeit und durfte nur noch im Verborgenen gelebt werden. Einige Traditionen der Samen wurden jedoch m\u00fcndlich von Generation zu Generation \u00fcberliefert und blieben somit bestehen, wie etwa das \u201eJojken\u201c, ein traditioneller und zeremonieller Gesang, der oft durch Trommeln begleitet wird.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_7  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_8  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_heading et_pb_heading_5 et_pb_bg_layout_\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_heading_container\"><h1 class=\"et_pb_module_heading\">Wirtschaftliche Ausbeutung und Umweltzerst\u00f6rung<\/h1><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Neben der kulturellen Unterdr\u00fcckung litten die Samen auch unter der wirtschaftlichen Ausbeutung und Umweltzerst\u00f6rung durch die nationalen Regierungen. Das samische Land, das reich an nat\u00fcrlichen Ressourcen wie Holz, Mineralien und Wasser ist, wurde zunehmend von den Regierungen kontrolliert und f\u00fcr wirtschaftliche Zwecke ausgebeutet.<\/p>\n<p>Der Bau von Staud\u00e4mmen, Minen und Forstbetrieben zerst\u00f6rte nicht nur die nat\u00fcrliche Umwelt, auf die die Samen angewiesen waren, sondern vertrieb sie auch aus ihren traditionellen Siedlungsgebieten. Dies f\u00fchrte zu einem weiteren Verlust ihrer nomadischen Lebensweise und zwang viele Samen in die st\u00e4dtischen Gebiete, wo sie oft in Armut lebten und ihre traditionelle Lebensweise aufgeben mussten.<\/p>\n<p>In Rovaniemi, der Stadt, in der ich mein Auslandssemester verbrachte, gibt es au\u00dferdem das Arktikum, ein Museum, welches einem die Geschichte und Unterdr\u00fcckung der Samen auch nochmal ausf\u00fchrlich n\u00e4herbringt.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_8  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_9  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_2\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"1600\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0025.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG-20240908-WA0025\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0025.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0025-980x1307.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0025-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" class=\"wp-image-9296\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Das Arktikum in Rovaniemi von Au\u00dfen.\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt\">Quelle: Eigenes Foto<\/span><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_10  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_3\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"1600\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0029.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG-20240908-WA0029\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0029.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0029-980x1307.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG-20240908-WA0029-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" class=\"wp-image-9297\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_9  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Das Arktikum von Innen.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt\">Quelle: Eigenes Foto<\/span><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_9  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_11  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Doch trotz jahrhundertelanger Unterdr\u00fcckungen haben die Samen es geschafft, viele ihrer Traditionen zu bewahren. In den letzten Jahrzehnten hat es eine zunehmende Bewegung zur Wiederbelebung der samischen Kultur gegeben. Wie dies stattgefunden hat und welche Bedeutung dabei politischer Widerstand sowie die Anerkennung der Rechte der Samen hatten, wird im zweiten Teil dieser Reihe gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Zum zweiten Teil geht es hier: <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2024\/09\/18\/die-geschichte-der-samen-im-hohen-norden-europas-teil-2\/\">Die Geschichte der Samen im Hohen Norden Europas (Teil 2) | EuropaBlog (uni-bremen.de)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.skandinavia.de\/post\/die-vergessene-religion-der-samen\">https:\/\/www.skandinavia.de\/post\/die-vergessene-religion-der-samen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nordkap-nach-suedkap.de\/samen-skandinavien-norwegen-indigene\/\">https:\/\/www.nordkap-nach-suedkap.de\/samen-skandinavien-norwegen-indigene\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lappland.info\/finnisch-lappland\/geschichte.html\">https:\/\/www.lappland.info\/finnisch-lappland\/geschichte.html<\/a><\/p>\n<p>Sowie eigene Notizen, aus den Seminaren der University of Lapland.<\/p>\n<p>Beitragsbild: Eigenes Foto<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":13655,"featured_media":9301,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_total_topic_count_hidden":0,"_bbp_total_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,1013665,1013673,849569,1013707],"tags":[],"class_list":["post-9276","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-arktis","category-geschichte","category-lea-heitz","category-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13655"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9276"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9276\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9490,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9276\/revisions\/9490"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9301"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}