{"id":864,"date":"2021-05-14T13:48:54","date_gmt":"2021-05-14T11:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=864"},"modified":"2021-06-16T10:54:18","modified_gmt":"2021-06-16T08:54:18","slug":"gedaechtnisort-holocaust-memorial-camp-bahrsplate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2021\/05\/14\/gedaechtnisort-holocaust-memorial-camp-bahrsplate\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnisort &#8211; Holocaust Memorial Camp Bahrsplate"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Was ist das Holocaust Memorial Camp?<\/strong><\/p>\n<p>Im Bremer Norden im Stadtteil Blumenthal befindet sich unweit der Weser das Holocaust Memorial Camp Bahrsplate. Dieser Ged\u00e4chtnisort soll an das ehemalige Lager in Blumenthal erinnern, welches von September 1944 bis April 1945 nicht nur als Ostarbeiter- und Kriegsgefangenenlager diente, sondern auch ein Au\u00dfenlager des Konzentrationslagers Hamburg Neuengamme war. Die Gefangenen mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit in R\u00fcstungsbetrieben in Bremen leisten. Das Lager wurde am 9. April 1945 nach Anr\u00fccken der britischen Armee im S\u00fcden Bremens umgehend evakuiert und die KZ-H\u00e4ftlinge wurden entweder mit der Bahn oder zu Fu\u00df in andere Konzentrationslager gebracht. Auf den Todesm\u00e4rschen, die von April 45 bis Mai 45 durchgef\u00fchrt wurden, um die H\u00e4ftlinge \u00fcber verschiedene Zwischenstationen wie Farge, Schwanewede und Stubben Richtung Neuengamme zu f\u00fchren, sind viele Menschen entweder verhungert oder von ihren Bewachern umgebracht worden.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Was gibt es dort heute zu sehen?<\/strong><\/p>\n<p>Heute befindet sich an diesem Ort ein Mahnmal, welches von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der Fachoberschule an der Alwin Lonke Stra\u00dfe errichtet und am 4. November 2009 eingeweiht wurde. Im Eingangsbereich findet man eine dunkle Metalltafel, auf der mit wei\u00dfer Schrift an die Menschen, die dort gequ\u00e4lt und ermordet wurden, erinnert wird. Das wie ich finde Beeindruckendste an dieser Gedenkst\u00e4tte ist der Stein der Hoffnung, auf dem die Namen von 124 Opfern verewigt sind. Zudem befinden sich auf dem Stein der Hoffnung zwei weitere Metalltafeln. Auf der einen Tafel wird beschrieben, was an diesem Ort geschah und auf der anderen Tafel findet man zwei wertvolle Leitgedanken: Zum Einen aus der Friedensbibliothek Antikriegsmuseum in Berlin und zum Anderen von Henry Miller, einem US-amerikanischen Schriftsteller. Desweiteren findet man im Holocaust Memorial Camp Bahrsplate zwei weitere Steinskulpturen, in die Menschen in verschiedenen Posen reliefartig eingraviert wurden.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_0\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1764\" height=\"1323\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/182472755_1945165978964292_5293090646103310500_n-1.jpg\" alt=\"\" title=\"182472755_1945165978964292_5293090646103310500_n\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/182472755_1945165978964292_5293090646103310500_n-1.jpg 1764w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/182472755_1945165978964292_5293090646103310500_n-1-1280x960.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/182472755_1945165978964292_5293090646103310500_n-1-980x735.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/182472755_1945165978964292_5293090646103310500_n-1-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1764px, 100vw\" class=\"wp-image-910\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Informationstafel \"Stein der Hoffnung\"<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_1\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"756\" height=\"567\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/182371595_457029508698601_3954712648980324509_n.jpg\" alt=\"\" title=\"182371595_457029508698601_3954712648980324509_n\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/182371595_457029508698601_3954712648980324509_n.jpg 756w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/182371595_457029508698601_3954712648980324509_n-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 756px, 100vw\" class=\"wp-image-908\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Informationstafel \"Den Opfern Gewidmet\"<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_3  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Wie komme Ich am besten dorthin?<\/strong><\/p>\n<p>Personen, die nicht direkt in Bremen-Nord leben, haben zwei M\u00f6glichkeiten um zu dieser Gedenkst\u00e4tte zu gelangen. Variante eins f\u00fchrt mit der Stra\u00dfenbahn Richtung Gr\u00f6pelingen. Wenn ihr in Gr\u00f6pelingen angekommen seid, m\u00fcsst ihr in die Buslinie 90 einsteigen und bis zur Haltestelle \"F\u00e4hre Blumenthal-Bremen\" durchfahren. Die Fahrzeit ab Gr\u00f6pelingen betr\u00e4gt in etwa 50 Minuten. Die wesentlich schnellere Option ist mit der Regio S-Bahn. Ab dem Hauptbahnhof m\u00fcsst ihr die RS1 Richtung Bremen Farge nehmen. Mit dem Zug fahrt ihr dann rund eine halbe Stunde bis zur Haltestelle \"Bremen Blumenthal\", dort steigt ihr dann aus und geht zum Busbahnhof, der sich direkt vor Ort befindet und steigt dort in die 90 ein. Ebenso wie bei Variante eins ist auch hier die Haltestelle \"F\u00e4hre Bremen Blumenthal\" eure Endstation. An der Endhaltestelle angekommen m\u00fcsst ihr die Weserstrandstra\u00dfe zur\u00fcck laufen bis zur Kreuzung Kapit\u00e4n-Dallmann Stra\u00dfe. Jetzt seht ihr auf der rechten Seite eine Treppe, die euch zum Gedenkort f\u00fchrt.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_4  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_5  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Was waren meine Erfahrungen dort?<\/strong><\/p>\n<p>Im Winter 2018\/19 hatte ich mich dazu entschieden, diesen Ort selbst einmal zu besuchen. Ich war sehr beeindruckt von dem, was die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler im Jahr 2009 dort aufgebaut haben. Ich habe rund 10 Minuten damit verbracht, mir jeden der 124 Namen, der auf dem Stein der Hoffnung verewigt wurden, durchzulesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sehr viele der Opfer vor allem in den kalten Wintermonaten Dezember und Januar ihr Leben lie\u00dfen. Des Weiteren habe ich meinen Besuch an der Bahrsplate dazu genutzt, mir die Informationstafeln, die Steinskulpturen und die Fl\u00e4che rund um das Memorial Camp anzuschauen. Der Anlass f\u00fcr meinen Besuch dort war mein Studium. Da es im Studiengang der Integrierten Europastudien sehr viel um die Aufarbeitung des Holocaustes geht, hatte ich gesteigertes Interesse daran gehabt, diesen Ort in Blumenthal zu besuchen. Die Tatsache, dass ich diese Gedenst\u00e4tte in nicht mal 10 Minuten mit dem Bus erreichen kann, hat dazu gef\u00fchrt, das ich mich eines Tages in Richtung Bahrsplate aufgemacht habe.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_5  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_6  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Wie relevant ist dieser Ort und welche Bedeutung hat er?<\/strong><\/p>\n<p>Verglichen mit den Gedenkst\u00e4tten zu anderen Konzentrationslagern in Deutschland und anderen L\u00e4ndern Europas hat das Holocaust Memorial Camp Bahrsplate meiner Meinung nach eine eher geringere Relevanz. Dies liegt daran, dass das beschriebene KZ Bahrsplate wie erw\u00e4hnt lediglich ein Au\u00dfenlager, also quasi ein \"kleiner Teil\" eines gro\u00dfen Hauptlagers war und kein zentraler Ort wie das KZ Hamburg-Neuengamme, Bergen-Belsen oder Ausschwitz.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_7  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_8  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Kritik am Ort<\/strong><\/p>\n<p>Was mich an dem Erinnerungsort am meisten gest\u00f6rt hat, ist die Umgebung rund um das Mahnmal. So befindet sich drum herum eine gro\u00dfe Gr\u00fcnfl\u00e4che, auf der eine Frisby-Golf Anlage installiert wurde. Dar\u00fcber hinaus befindet sich rund 200m weiter ein Fu\u00dfballplatz. Gerade in Gedenken an das, was in der Zeit zwischen Herbst 1944 und Fr\u00fchling 1945 an diesem Ort geschen ist, finde ich es nicht wirklich angemessen und angebracht Freizeitangebote vor Ort zu errichten. Abgesehen davon finde ich ist der Ort sehr interessant und ein Besuch ist f\u00fcr IES-Studierende und Menschen, die sich f\u00fcr Erinnerungsorte interessieren w\u00e4rmstens zu empfehlen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":13273,"featured_media":962,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Was ist das Holocaust Memorial Camp?<\/strong><\/p><p>Im Bremer Norden im Stadtteil Blumenthal befindet sich unweit der Weser das Holocaust Memorial Camp Bahrsplate. Dieser Ged\u00e4chtnisort soll an das ehemalige Lager in Blumenthal erinnern, welches von September 1944 bis April 1945 nicht nur als Ostarbeiter- und Kriegsgefangenenlager diente, sondern auch ein Au\u00dfenlager des Konzentrationslagers Hamburg Neuengamme war. Die Gefangenen mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit in R\u00fcstungsbetrieben in Bremen leisten. Das Lager wurde am 9. April 1945 nach Anr\u00fccken der britischen Armee im S\u00fcden Bremens umgehend evakuiert und die KZ-H\u00e4ftlinge wurden entweder mit der Bahn oder zu Fu\u00df in andere Konzentrationslager gebracht. Auf den Todesm\u00e4rschen, die von April 45 bis Mai 45 durchgef\u00fchrt wurden, um die H\u00e4ftlinge \u00fcber verschiedene Zwischenstationen wie Farge, Schwanewede und Stubben Richtung Neuengamme zu f\u00fchren, sind viele Menschen entweder verhungert oder von ihren Bewachern umgebracht worden.<\/p><p><strong>Was gibt es dort heute zu sehen?<\/strong><\/p><p>Heute befindet sich an diesem Ort ein Mahnmal, welches von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der Fachoberschule an der Alwin Lonke Stra\u00dfe errichtet und am 4. November 2009 eingeweiht wurde. Im Eingangsbereich findet man eine dunkle Metalltafel, auf der mit wei\u00dfer Schrift an die Menschen, die dort gequ\u00e4lt und ermordet wurden, erinnert wird. Das Beeindruckendste an dieser Gedenkst\u00e4tte ist der Stein der Hoffnung, auf dem die Namen von 124 Opfern verewigt sind. Zudem befinden sich auf dem Stein der Hoffnung zwei weitere Metalltafeln. Auf der einen Tafel wird beschrieben, was an diesem Ort geschah und auf der anderen Tafel findet man zwei philosophische Spr\u00fcche, zum Einen aus der Friedensbibliothek Antikriegsmuseum in Berlin und zum Anderen von Henry Miller, einem US-amerikanischen Schriftsteller. Desweiteren findet man im Holocaust Memorial Camp Bahrsplate zwei weitere Steinskulpturen, in die Menschen in verschiedenen Posen reliefartig eingraviert wurden.<\/p><p><strong>Wie komme Ich am besten dorthin?<\/strong><\/p><p>Personen, die nicht direkt in Bremen-Nord leben, haben zwei M\u00f6glichkeiten um zu dieser Gedenkst\u00e4tte zu gelangen. Variante eins f\u00fchrt mit der Stra\u00dfenbahn Richtung Gr\u00f6pelingen. Wenn ihr in Gr\u00f6pelingen angekommen seid, m\u00fcsst ihr in die Buslinie 90 einsteigen und bis zur Haltestelle \"F\u00e4hre Blumenthal-Bremen\" durchfahren. Die Fahrzeit ab Gr\u00f6pelingen betr\u00e4gt in etwa 50 Minuten. Die wesentlich schnellere Option ist mit der Regio S-Bahn. Ab dem Hauptbahnhof m\u00fcsst ihr die RS1 Richtung Bremen Farge nehmen. Mit dem Zug fahrt ihr dann rund eine halbe Stunde bis zur Haltestelle \"Bremen Blumenthal\", dort steigt ihr dann aus und geht zum Busbahnhof, der sich direkt vor Ort befindet und steigt dort in die 90 ein. Ebenso wie bei Variante eins ist auch hier die Haltestelle \"F\u00e4hre Bremen Blumenthal\" eure Endstation. An der Endhaltestelle angekommen m\u00fcsst ihr die Weserstrandstra\u00dfe zur\u00fcck laufen bis zur Kreuzung Kapit\u00e4n-Dallmann Stra\u00dfe. Jetzt seht ihr auf der rechten Seite eine Treppe, die euch zum Gedenkort f\u00fchrt.<\/p><p><strong>Was waren meine Erfahrungen dort?<\/strong><\/p><p>Als ich dort im Winter 2018\/19 vor Ort war, war ich sehr beeindruckt von dem, was die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler im Jahr 2009 dort aufgebaut haben. Ich habe rund 10 Minuten damit verbracht, mir jeden der 124 Namen, der auf dem Stein der Hoffnung verewigt wurden, durchzulesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sehr viele der Opfer vor allem in den kalten Wintermonaten Dezember und Januar ihr Leben lie\u00dfen. Den Rest der Zeit, in der ich dort war, habe ich dazu genutzt, mir die Informationstafeln, die Steinskulpturen und die F\u00e4che rund um das Memorial Camp anzuschauen. Der Anlass f\u00fcr meinen Besuch dort war mein Studium. Da es im Studiengang der Integrierten Europastudien sehr viel um die Aufarbeitung des Holocaustes geht, hatte ich gesteigertes Interesse daran gehabt, diesen Ort in Blumenthal zu besuchen.<\/p><p><strong>Wie relevant ist dieser Ort und welche Bedeutung hat er?<\/strong><\/p><p>Verglichen mit den Gedenkst\u00e4tten zu anderen Konzentrationslagern in Deutschland und anderen L\u00e4ndern Europas hat das Holocaust Memorial Camp Bahrsplate eine eher geringere Relevanz. Dies k\u00f6nnte daran liegen, dass das beschriebene KZ Bahrsplate wie erw\u00e4hnt lediglich ein Au\u00dfenlager war und kein zentraler Ort wie das KZ Hamburg-Neuengamme, Bergen-Belsen oder Ausschwitz. Bei der Betretung dieses Erinnerrungsortes in Blumenthal sollte man also nicht nur an die vor Ort ums Leben gekommen Insassen denken sondern an jeden, der in den Au\u00dfenlagern des KZ Hamburg-Neuengamme.<\/p><p><strong>Kritik am Ort<\/strong><\/p><p>Was mich an dem Erinnerungsort am meisten gest\u00f6rt hat, ist die Umgebung rund um das Mahnmal. So befindet sich drum herum eine gro\u00dfe Gr\u00fcnfl\u00e4che, auf der eine Frisby-Golf Anlage installiert wurde. Dar\u00fcber hinaus befindet sich rund 200m weiter ein Fu\u00dfballplatz. Gerade in Gedenken an das, was in der Zeit zwischen Herbst 1944 und Fr\u00fchling 1945 an diesem Ort geschen ist, finde ich es nicht wirklich angemessen und angebracht Freizeitangebote vor Ort zu errichten.<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[197027,849444,547623],"tags":[849439,526450,744232,849440],"class_list":["post-864","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bremen-und-umzu","category-timon-boehm","category-unterwegs","tag-bahrsplate","tag-blumenthal","tag-bremen-nord","tag-gedaechtnisort"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13273"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=864"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/864\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1315,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/864\/revisions\/1315"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/962"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}