{"id":7021,"date":"2023-10-08T14:58:09","date_gmt":"2023-10-08T12:58:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=7021"},"modified":"2023-10-08T14:58:15","modified_gmt":"2023-10-08T12:58:15","slug":"die-auswirkungen-des-klimawandels-auf-die-arktis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2023\/10\/08\/die-auswirkungen-des-klimawandels-auf-die-arktis\/","title":{"rendered":"Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Arktis"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Seit nun schon fast zwei Monaten, habe ich das gro\u00dfe Privileg an der Lapin Yliopisto, der Universit\u00e4t Lapplands in Rovaniemi, Finnland studieren zu k\u00f6nnen. Dieses doch eher ungew\u00f6hnliche Reiseziel f\u00fcr das Auslandssemester, welches ich im Rahmen meines Studiengangs \u201eIntegrierte Europastudien\u201c mache, habe ich mir aus mehreren Gr\u00fcnden ausgesucht. Abgesehen von der faszinierenden Natur und den extremen Wetterumst\u00e4nden, welchen ich mich wenigstens einmal in meinem Leben aussetzen wollte, auch aufgrund der umfassenden umweltbasierten Studienf\u00e4cher. Das Thema Umwelt, sowie nat\u00fcrlich auch das Thema Klimawandel, besch\u00e4ftigten mich nun schon seit einigen Jahren, weshalb ich die M\u00f6glichkeit, mich nun auch aus der Perspektive der arktischen L\u00e4nder mit dem Klimawandel zu befassen, nicht missen wollte. In den bisher nur wenigen Wochen, die ich hier an der Universit\u00e4t im finnischen Lappland verbracht habe, habe ich sicherlich noch nicht alles \u00fcber die Arktis und die gravierenden Folgen des Klimawandels f\u00fcr die Arktis und das damit zusammenh\u00e4ngende \u00d6kosystem gelernt, doch das, was ich soweit mitnehmen durfte, werde ich in folgendem Artikel einmal knapp zusammenfassen. Denn die Arktis ist tats\u00e4chlich einer der Orte, an dem die Auswirkungen des Klimawandels als erstes und auch am drastischsten zu beobachten sind.<\/p>\n<p>Um diese Problematik richtig nachvollziehen zu k\u00f6nnen, muss zun\u00e4chst einmal gekl\u00e4rt werden, was genau die Arktis eigentlich ist, wo sie anf\u00e4ngt und aufh\u00f6rt.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Was genau ist die Arktis?<\/strong><\/p>\n<p>Die Arktis (auf Englisch: Arctic) genau zu definieren ist gar nicht mal so einfach. Es muss dabei n\u00e4mlich zwischen der politischen, sozialen und geografischen Arktis unterschieden werden. Geografisch gesehen umfasst die Arktis, welches das n\u00f6rdliche Polargebiet ist, das Nordpolarmeer, auch Arktischer Ozean genannt und die n\u00f6rdlichen Landesteile der Kontinente Nordamerika (also Alaska und Kanada), Europa (Skandinavien) und Asien (Russland). Da die Grenzen nach S\u00fcden jedoch nicht eindeutig definiert sind, gibt es f\u00fcr die die Abgrenzung der Arktis nach S\u00fcden mehrere Ans\u00e4tze. Darunter eine der \u00e4ltesten Methoden: Die Eingrenzung der Arktis als Gebiet n\u00f6rdlich des arktischen Polarkreises.<\/p>\n<p>(Fun Fact: der Polarkreis verl\u00e4uft hier in Finnland etwas oberhalb von Rovaniemi, durch das bei Touristen sehr beliebte Santa Claus Village, welches ich hier auch schon besucht habe. Mehr zum Santa Claus Village hier: <a href=\"https:\/\/santaclausvillage.info\/\">Welcome to Santa Claus Village | Arctic Circle, Rovaniemi Lapland<\/a>)<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_0\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Arctic-circle.jpg\" alt=\"\" title=\"Arctic circle\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Arctic-circle.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Arctic-circle-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 768px, 100vw\" class=\"wp-image-7024\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Der \"Arctic Circle\" im Santa Claus Village in Rovaniemi<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_1\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Arctic-circle-2.jpg\" alt=\"\" title=\"Arctic circle 2\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Arctic-circle-2.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Arctic-circle-2-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 768px, 100vw\" class=\"wp-image-7025\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_3  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Jedoch ist dieser Ansatz schon etwas veraltet und deckt sich kaum noch mit der klimatischen Zone und wird daher nicht mehr wirklich genutzt. Eine modernere Methode ist die Abgrenzung durch die sogenannte Treeline, also der n\u00f6rdlichen Baumgrenze. Diese Grenze stellt dar, dass zur Arktis diejenigen Gebiete geh\u00f6ren, in denen keine B\u00e4ume, sondern nur noch Tundra, also baumlose Steppen existieren. Doch auch imagin\u00e4re Linien anhand von Temperatur- Unterschieden k\u00f6nnen dazu beitragen die Arktis abzugrenzen. Demnach geh\u00f6ren zur Arktis die Gebiete, in denen es im w\u00e4rmsten Sommermonat, normalerweise also dem Juli, im Durchschnitt nicht mehr als 10\u00b0Celsius hat. Dies nennt man auch \u201e10\u00b0C-isotherm border\u201c.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Abgesehen davon l\u00e4sst sich die Arktis auch anhand bestimmter Charakteristiken bestimmen. In den arktischen Regionen ist es beispielsweise typisch, dass die Sonne in den Sommermonaten nicht untergeht (\u201emidnightsun\u201c), daf\u00fcr aber in den Wintermonaten kaum zu sehen ist. Auch arktische Tierarten, wie Rentiere, Elche, Polarb\u00e4ren, Wale, Seel\u00f6wen oder der Arktische Fuchs, machen die Arktis aus. Dies ist \u00fcbrigens auch ein grundlegender Unterschied zur Antarktis, in welcher keine reinen Landtierarten, sondern mehrere Pinguin-Arten, Albatrosse und Seeleoparden, sowie einige weitere Meeresbewohner, zu Hause sind.<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit, die Arktis einzugrenzen, ist die Anthropologische oder auch Politische. Im Oktober 1996 wurde n\u00e4mlich der Arktische Rat (\u201eArctic Council\u201c) gegr\u00fcndet, welcher die acht arktischen Staaten Kanada, die Vereinigten Staaten von Amerika, D\u00e4nemark, Island, Norwegen, Schweden, Finnland und Russland verbindet. Hinzu kommen sechs indigene Gruppen, darunter beispielsweise der Zusammenschluss \u201eSaami Council, welcher S\u00e1mi- V\u00f6lker Norwegens, Schwedens und Finnlands verbindet, sowie zahlreiche Beobachter, darunter auch Deutschland. Zu den Hauptaufgaben des Arktischen Rats geh\u00f6ren der Umweltschutz, sowie die Sicherstellung der Zusammenarbeit zwischen den Anrainerstaaten und der indigenen Bev\u00f6lkerung der Arktis, was lange Zeit in dieser Form so nicht stattfand. Umso wichtiger sind Verbindungen, wie der Arktische Rat also, um gegen solche Diskriminierung vorzugehen und demnach indigenen Bev\u00f6lkerungsgruppen auch eine Stimme zu geben. Jedoch hat sich die Zusammenarbeit der arktischen Staaten seit Beginn des Kriegs von Russland gegen die Ukraine nochmal erheblich ver\u00e4ndert. Die momentane Situation macht es sehr schwer mit Russland zu kooperieren, doch was genau in Zukunft passieren wird, l\u00e4sst sich aktuell noch nicht sagen und w\u00fcrde hier auch den Rahmen des Artikels sprengen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_4  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_5  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Auswirkungen des Klimawandels auf die Arktis<\/strong><\/p>\n<p>Nun, da gekl\u00e4rt ist, wo genau sich die Arktis \u00fcberhaupt befindet, stellt sich die Frage, wie drastisch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Arktis sind und in welcher Form sie heute schon zu beobachten sind. Die Erw\u00e4rmung der Erde ist nirgends so schnell und kritisch zu sehen, wie in den arktischen Regionen. Alleine in den letzten Hundert Jahren ist die Durchschnittstemperatur um f\u00fcnf Grad Celsius gestiegen.<\/p>\n<p>Demzufolge schmilzt das f\u00fcr Eisb\u00e4ren und andere arktische Tiere lebensnotwendige Meereis und die Eisdecke schwindet Jahr f\u00fcr Jahr weiter. Dieses Eis ist f\u00fcr die Eisb\u00e4ren vor allem notwendig, da sie die Winter und Fr\u00fchjahre auf dem Packeis verbringen und als Plattform zur Robbenjagd verwenden. Das schwindende Eis verk\u00fcrzt diese Jagdsaison nun jedoch immer weiter, was das \u00dcberleben vor allem f\u00fcr Jungtiere extrem schwierig gestaltet. Studien des WWFs zu Folge, k\u00f6nnte das Meereis bis zum Sommer 2035 komplett geschmolzen und somit Eisb\u00e4ren bis zum Ende des Jahrhunderts fast vollst\u00e4ndig ausgestorben sein. (vgl. <a href=\"https:\/\/www.wwf.de\/themen-projekte\/bedrohte-tier-und-pflanzenarten\/eisbaeren\">https:\/\/www.wwf.de\/themen-projekte\/bedrohte-tier-und-pflanzenarten\/eisbaeren<\/a>)<\/p>\n<p>Zudem tauen die Permafrostb\u00f6den der Arktis mit steigenden Temperaturen immer weiter auf. Diese dauerhaft gefrorenen B\u00f6den bilden sich in Gebieten, in denen die Temperaturen \u00fcber mehrere Jahre unter 0\u00b0Celsius liegen und kommen somit auch h\u00e4ufig in den borealen Waldgebieten Nordamerikas und Eurasiens, sowie in Gebieten der Antarktis vor. Die Erderw\u00e4rmung l\u00e4sst sich gerade in Permafrostb\u00f6den sehr gut erkennen, da die S\u00fcdgrenze der Permafrost Zonen seit einigen Jahren immer weiter nach Norden wandert und sich die r\u00e4umliche Ausdehnung der Permafrost Gebiete immer weiter verringert. Dies hat zur Folge, dass in Gebieten in denen der Permafrost bis in die Tiefe aufgetaut ist, das gesamte Wasser versickert und somit die Anzahl und Fl\u00e4che der Seen abnimmt.\u00a0 Des Weiteren setzt auftauender Permafrost gespeicherten Kohlenstoff in Form von Methan und Kohlendioxid frei, welches wiederum auch die globale Erderw\u00e4rmung verst\u00e4rkt. Doch auch die Infrastruktur, darunter viele Verkehrswege und Bauten k\u00f6nnten durch das Auftauen von Permafrost ihre Grundstabilit\u00e4t verlieren, was also auch wirtschaftliche Folgen mit sich ziehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein weiteres, gerade hier in Lappland wichtiges Thema ist die Auswirkung des Klimawandels auf Rentiere und Rentier-Herden. Ich selbst hatte hier schon mehrere Male das Gl\u00fcck diesen faszinierenden Lebewesen, die hier alle \u00fcbrigens trotz dessen, dass jedes Rentier jemandem geh\u00f6rt, frei rumlaufen d\u00fcrfen, aus der N\u00e4he begegnen zu k\u00f6nnen. In Lappland gibt es sch\u00e4tzungsweise zwischen 185.000 und 200.000 Rentiere \u2013 somit sogar etwas mehr als hier Menschen leben. Doch der Klimawandel macht auch den Rentieren stark zu schaffen. Normalerweise ern\u00e4hren diese sich im Winter n\u00e4mlich von Flechten, Moosen und Pilzen, welche sie mit Hilfe ihrer breiten Hufe unter dem Schnee hervorschaufeln k\u00f6nnen. Dank ihres w\u00e4rmenden Fells k\u00f6nnen sie sich damit sogar bei bis zu minus 50 Grad Celsius besch\u00e4ftigen. Doch, seit die Temperaturen in der Arktis stetig ansteigen, regnet es viel h\u00e4ufiger, anstatt dass es schneit. Dies f\u00fchrt dazu, dass sich auf dem Boden der Tundra dann undurchdringbare Eisschichten bilden, welche von den Rentieren schlechter durchdrungen werden k\u00f6nnen und die Futtersuche damit erheblich erschweren. Da sie schlie\u00dflich nichts zu essen finden, weichen die Tiere dann oft in die Berge ab, wo einige Raubtiere, wie Eisb\u00e4ren, W\u00f6lfe und Luchse leben und zudem ein hohes Lawinenrisiko besteht.<\/p>\n<p>Folglich schwindet auch der Lebensunterhalt einiger indigenen V\u00f6lker immer weiter. Denn gerade die S\u00e1mi-V\u00f6lker hier im finnischen Lappland, leben noch heute traditionell von der Rentierzucht, wenn auch mit inzwischen einigen moderneren Techniken, wie Schneemobilen und GPS-Ger\u00e4ten. Sie verkaufen und verwerten so gut wie alles vom Rentier oder setzen diese gezielt im Tourismussektor ein und sind demnach auf die Rentierzucht angewiesen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_5  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_2\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Poro.jpg\" alt=\"\" title=\"Poro\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Poro.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Poro-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 768px, 100vw\" class=\"wp-image-7026\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Rentiere, die ich hier in Rovaniemi gesehen habe.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_3\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Poro-2.jpg\" alt=\"\" title=\"Poro 2\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Poro-2.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Poro-2-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 768px, 100vw\" class=\"wp-image-7027\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Die finnischen Rentiere sind meist \u00fcberhaupt nicht scheu und lassen sich auch von Autos nicht beirren, was h\u00e4ufig zu Stau auf den Stra\u00dfen f\u00fchrt.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_6  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_8  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Es l\u00e4sst sich also feststellen, dass der Klimawandel schon jetzt dramatische Auswirkungen auf die Arktis hat \u2013 und die zuk\u00fcnftig kommenden Folgen lassen sich dabei noch nicht mal genau bestimmen. Deshalb ist es umso wichtiger, die Arktis zu sch\u00fctzen und auch in Zukunft daf\u00fcr zu sorgen, dass die Temperaturen nicht noch weiter ansteigen. Denn nicht nur Lebensgrundlagen von Menschen und Tieren h\u00e4ngen von der Erhaltung der Arktis ab, sondern auch unser gesamtes \u00d6kosystem. Die wei\u00dfen Oberfl\u00e4chen aus Eis und Schnee reflektieren n\u00e4mlich Sonnenlicht und umso weniger es von diesen gibt, desto w\u00e4rmer wird im Umkehrschluss auch die gesamte Erde. Die Erhaltung der Arktis ist also ein wichtiges Thema, welches uns alle betrifft und uns alle besch\u00e4ftigen sollte. Der WWF und Greenpeace haben beispielsweise mehrere Spendenaktionen zum Schutz der Arktis ins Leben gerufen, doch auch hier, wie bei grunds\u00e4tzlich allen Umwelt-Themen kann vermutlich nur eine strikte Politik-Reform zum Erfolg f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ich verlinke hier anbei trotzdem einmal ein paar Websites, zur weiteren Information zu diesem Thema:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/klimaschutz\/klimakrise\/ende-ewigen-eis?BannerID=0818005015001047&amp;utm_source=google&amp;utm_medium=cpc&amp;gclid=CjwKCAjw38SoBhB6EiwA8EQVLnAmmF0as0YPC2htWjzGjg2ix0Zh46pgOGU1Crh2bufm5xhYI1GESRoCQ-cQAvD_BwE\">https:\/\/www.greenpeace.de\/klimaschutz\/klimakrise\/ende-ewigen-eis?BannerID=0818005015001047&amp;utm_source=google&amp;utm_medium=cpc&amp;gclid=CjwKCAjw38SoBhB6EiwA8EQVLnAmmF0as0YPC2htWjzGjg2ix0Zh46pgOGU1Crh2bufm5xhYI1GESRoCQ-cQAvD_BwE<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wwf.de\/themen-projekte\/wwf-erfolge\/arktis-und-antarktis-hilfe-fuer-polargebiete\">https:\/\/www.wwf.de\/themen-projekte\/wwf-erfolge\/arktis-und-antarktis-hilfe-fuer-polargebiete<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.duh.de\/projekte\/arktis-schutz\/\">https:\/\/www.duh.de\/projekte\/arktis-schutz\/<\/a><\/p>\n<p>Bildquellen: Alle verwendeten Bilder wurden von mir selbst gemacht.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":13655,"featured_media":7029,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,1013665,704075,849569,1013611,166563],"tags":[],"class_list":["post-7021","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-arktis","category-klimapolitik","category-lea-heitz","category-reisen","category-umwelt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7021","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13655"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7021"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7021\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7070,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7021\/revisions\/7070"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7021"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7021"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7021"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}