{"id":6491,"date":"2023-05-23T20:53:53","date_gmt":"2023-05-23T18:53:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=6491"},"modified":"2023-07-06T10:08:13","modified_gmt":"2023-07-06T08:08:13","slug":"der-russe-ist-einer-der-wodka-trinkt-ein-gespraech-mit-dem-antidiskriminierungstrainer-sergej-prokopkin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2023\/05\/23\/der-russe-ist-einer-der-wodka-trinkt-ein-gespraech-mit-dem-antidiskriminierungstrainer-sergej-prokopkin\/","title":{"rendered":"Der Russe ist einer, der Wodka trinkt &#8211; Ein Gespr\u00e4ch mit dem Antidiskriminierungstrainer Sergej Prokopkin"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><em>Sergej Prokopkin, der in Russland geboren und aufgewachsen ist, kam 2002 mit 17 nach Deutschland. Aktuell absolviert er sein Rechtsreferendariat in Berlin. Zudem engagiert er sich in unterschiedlichen Formen gegen Antislawismus, der Diskriminierung von Menschen mit osteurop\u00e4ischer Herkunft. So hat er in Berlin einen Verein mitgegr\u00fcndet, setzt sich auf seinem <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/s_prokopkin\/\">Instagramkanal<\/a> mit der Thematik auseinander und gibt als Antidiskriminierungstrainer Workshops, die Menschen f\u00fcr Antislawismus sensibilisieren sollen. An einer solchen <a href=\"https:\/\/calendar.boell.de\/de\/event\/was-ist-antislawismus\">Veranstaltung<\/a> nahm ich am vergangenen Samstag teil. Im Interview spricht er \u00fcber historische Zusammenh\u00e4nge, Unsichtbarmachung und dar\u00fcber, was Harry Potter mit Antislawismus zu tun hat. <\/em><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Was ist deine Motivation, dich in diesem Bereich zu engagieren?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe mich mit dem Antidiskriminierungsrecht besch\u00e4ftigt, als ich an der FU Berlin unterrichtet habe, und dabei auch mit dem Thema Migratismus. Einerseits aus eigener Betroffenheit, anderseits weil Migratismus als Diskriminierungsform wenig pr\u00e4sent ist. Sie umfasst einige Formen von rassistischer oder klassistischer Diskriminierung, mir fehlte es aber an bestimmten Aspekten in Bezug auf meine Diskriminierung. Migratismus beschreibt die Diskriminierung von Migrant*innen aufgrund ihres Migrantisch-seins oder aufgrund der Zuschreibung dessen. Mir fehlte hierbei die historische Perspektive in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg und die Zeit davor, in welcher es den konstruierten \u201eUntermenschen\" gab. Millionen von Menschen wurden im Osten von Europa ermordet, es gab Kolonialisierungs- und Vernichtungsideologien.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_0\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Foto-Sergej.jpeg\" alt=\"\" title=\"Foto Sergej\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Foto-Sergej.jpeg 960w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Foto-Sergej-480x640.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 960px, 100vw\" class=\"wp-image-6496\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>In meinem Lehrgang zum Antidiskriminierungstrainer wurde ich ermutigt, mich weiter mit dieser Problematik zu besch\u00e4ftigen. Meine Bef\u00fcrchtung war, dass die Auseinandersetzung mit diesem Thema schnell von regierungstreuen Menschen instrumentalisiert werden kann, wie durch den Kreml, was jetzt zum Beispiel mit dem Begriff Russophobie passiert oder mit dem Begriff Antipolonismus. (<em>Anm.d.Red.: Der Begriff Antipolonismus wird durch die polnische rechtspopulistische Regierungspartei PiS instrumentalisiert, indem er Kritiker*innen ihrer Politik vorgeworfen wird.<\/em>) Die Verschr\u00e4nkung von Beruflichem mit Privaten f\u00fchrte dazu, dass ich angefangen habe, mich intensiver mit dem Antislawismus zu besch\u00e4ftigen. Ganz pragmatisch gesehen gab es einfach nicht viel zu diesem Thema und ich halte es f\u00fcr wichtig und spannend, mir dieses Thema vorzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Du wirst oftmals unter dem Label \u201eRussland-deutsch\u201c eingeordnet. Was steckt f\u00fcr dich in dieser Fremdzuschreibung? Kannst du dich in Teilen dieses Begriffs wiederfinden? <\/strong><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich verwende ich den Begriff Russland-deutsch als Arbeitsbezeichnung im Sinne des strategischen Essenzialismus. (<em>Anm.d.Red.: Strategischer Essenzialismus beschreibt die Strategie marginalisierter Gruppen, sich gegen\u00fcber der Dominanzgesellschaft als eine homogene Gruppierung zu pr\u00e4sentieren, um politische Handlungsf\u00e4higkeit zu erlangen; hierbei werden essenzialisierende Zuschreibungen strategisch angewandt.<\/em>) Ich sage hierbei: Ok, es ist da was dran, meine Vorfahren sind vor 200 Jahren in das Russische Reich immigriert, daher der Begriff Russland-Deutsche. Dieser Hintergrund verfolgte meine Vorfahren, mich und meine Mutter \u00fcber Jahrzehnte beziehungsweise Jahrhunderte, was zu gesellschaftlichen Ausschl\u00fcssen f\u00fchrte wie der Deportation von Russland-Deutschen w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges oder der Behandlung von Russland-Deutschen in der Nachkriegszeit, die weiterhin Repressionen unterstanden.<\/p>\n<p>Und gleichzeitig gibt es DIE Russland-Deutschen nicht, das sind unterschiedlichste Menschen mit unterschiedlichsten politischen Anschauungen und Werten. In einigen Kreisen f\u00fchle ich mich mit anderen Menschen viel wohler als mit irgendwelchen Russland-Deutschen. Ich habe aber auch Freund*innen, die Russland-Deutsche sind und mit denen ich mich gut verstehe, wir teilen diese gemeinsame historische Ebene. Um mich kritischer damit auseinanderzusetzen, habe ich f\u00fcr mich den Begriff \u201eRussland-Deutscher\u201c angenommen, auch wenn ich ihn kritisch sehe. Ich verwende ihn meistens in Antidiskriminierungskontexten, das hei\u00dft strategisch. Wenn ich es f\u00fcr richtig halte, verwende ich diesen Begriff, wenn ich es strategisch f\u00fcr nicht richtig halte, lehne ich diesen Begriff als essentialistisch ab.<\/p>\n<p><strong>Kann er durch den neu entstandenen Begriff der Post-Ost-Identit\u00e4t abgel\u00f6st werden? Was ist damit gemeint?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, Post-Ost ist eigentlich nicht als ein Identit\u00e4tsbegriff entstanden, sondern als Gruppenbezeichnung im Rahmen der Gr\u00fcndung der Post-Ost-Migrantifa. Russland-Deutsche k\u00f6nnen Post-Ost-Migrant*innen sein, aber Post-Ost bezeichnet Menschen aus ganz S\u00fcd-Ost-Europa, die in bestimmten politischen Kontexten engagiert sind und sich selbst unter diesem Begriff verstehen. Es ist zu einer Ausartung dieses Begriffs gekommen, sodass er nun in sehr unterschiedlichen Kontexten genannt wird. Manche sprechen jetzt von einem Post-Ost-Raum, von Post-Ost-Migrant*innen, was eigentlich nicht immer korrekt ist. Denn f\u00fcr Post-Ost muss man sich entscheiden. Wenn man einfach davon spricht, dass etwas Post-Ost ist, ist das problematisch, weil es wiederum eine Fremdzuschreibung bedeutet. Post-Ost ist im Prozess der Selbsterm\u00e4chtigung entstanden und nicht abschlie\u00dfend definiert. Es gibt unterschiedliche Definitionen, was die Schw\u00e4che und die St\u00e4rke der Bezeichnung ist. Die Post-Ost-Community bezeichnet die Menschen, die sich unter diesem Begriff wiederfinden.<\/p>\n<p><strong>Das hei\u00dft, es ist eigentlich ein politischer Begriff?<\/strong><\/p>\n<p>Politisch-soziologisch, genau. Ziel ist es, \u00fcber die Nationalgrenzen hinwegzuschauen und zu sehen, wo unsere Gemeinsamkeiten und Differenzen liegen. Ich unterscheide zwischen Au\u00dfen- und Innenwirkung, einer Abgrenzung gegen\u00fcber der Dominanzgesellschaft und Aushandlungsprozessen innerhalb der Community. Das sind die politischen Seiten des Begriffs.<\/p>\n<p><strong>Wenn wir bei Begriffen bleiben: Was bedeutet Antislawismus und in welchen Formen begegnen Menschen dieser Diskriminierung?<\/strong><\/p>\n<p>Antislawismus ist in erster Linie eine strukturelle Diskriminierungsform, die sich gegen Menschen aus Osteuropa richtet oder gegen Menschen, denen dies zugeschrieben wird. Es besteht eine gewisse historische Kontinuit\u00e4t, den Zusammenhang zum Zweiten Weltkrieg habe ich schon genannt. Aber bereits seit der Aufkl\u00e4rung gibt es den ideologischen Antislawismus, der als Diskriminierungsform zur Rechtfertigung von bestimmten Handlungen verwendet wurde.<\/p>\n<p>Beispiele sind Bezeichnung von Slaw*innen als primitiv oder r\u00fcckst\u00e4ndig. Klassisch ist auch die D\u00e4monisierung von Menschen wie zum Beispiel in Harry Potter durch die Darstellung des Teams aus Bulgarien mit dem Leiter Igor Karkaroff oder Albaniens, wo sich Voldemort in den dunkelsten W\u00e4ldern verstecken sollte. (<em>Anm.d.Red.: Verschiedene Autor*innen haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt, unter anderem Katharina L\u00fctz in ihrem Beitrag \u201eVon Drachen und verfilzten Pelzm\u00e4nteln. <\/em><em>\u00dcber die Konstruktion des \u201eOstens\u201c in Joanne K. Rowlings Harry-Potter-Serie\u201c. Hierbei wendet sie Edward Saids Konzept des Orientalismus an, um aufzuzeigen, auf welche Weise ein Bild Osteuropas als \u201aandersartig\u2018 und \u201ar\u00fcckst\u00e4ndig\u2018 in Abgrenzung zum vermeintlich \u201a\u00fcberlegenen\u2018 Westen gezeichnet wird.<\/em>) Die sogenannten Polenwitze, die vom Schulhof noch nicht verschwunden sind, gibt es auch. Insgesamt bestehen Ressentiments gegen Pol*innen. Es gibt zudem eine starke Sexualisierung von Frauen, denen eine osteurop\u00e4ische Herkunft zugeschrieben wird. Einerseits wird ihnen Hypersexualit\u00e4t zugeschrieben, andererseits auch pr\u00fcde zu sein. F\u00fcr Diskriminierung ist es typisch, dass eine solche Polarisierung stattfindet \u2013 entweder oder, aber nichts dazwischen.<\/p>\n<p>Auf der institutionellen Ebene kann man das Problem tiefer betrachten, was zum Beispiel die Erinnerungskultur an die zivilen Opfer des Zweiten Weltkriegs im Osten Europas angeht. Da ist in den letzten 80 Jahren einfach nichts passiert \u2013 oder sehr wenig. Es gibt Ausschl\u00fcsse auf dem Wohnungsmarkt. Letztens gab es in Bremen den Fall, bei welchem Menschen aus Bulgarien und Rum\u00e4nien von einem Immobilienunternehmen als eine Kategorie erfasst wurden. (<em>Anm.d.Red.: Der Fall machte vor knapp einem Jahr Schlagzeilen, als aus internen Dokumenten der <\/em><em>st\u00e4dtischen Bremer Wohnungsbaugesellschaft Brebau bekannt wurde, dass Bewerber*innen in rassistische und antislawische Kategorien unterteilt wurden, um diesen Menschen keine Wohnung zu vermitteln. Was seitdem passiert ist, erfahrt ihr <a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/nachrichten\/brebau-skandal-rassismus-bremen-100.html\">hier<\/a><\/em>.)<\/p>\n<p>Es kann nat\u00fcrlich auch im Alltag vorkommen. Ich sammle gerade Spr\u00fcche, die ich in meinem Rechtsreferendariat zu h\u00f6ren bekomme. Da h\u00f6re ich zum Beispiel \u201evoll wie 10 Russen\u201c oder \u201eich m\u00f6chte nicht drei Armbanduhren an einem Arm tragen wie die Russen\u201c. Ein Anwalt, der gefragt wurde, was er mit seinen Kindern macht, wenn er in den Urlaub f\u00e4hrt, antwortete: \u201eIch hole mir ein billiges russisches M\u00e4dchen f\u00fcr die Betreuung\u201c. Es wird wie selbstverst\u00e4ndlich angenommen, dass Care-Arbeit von Osteurop\u00e4er*innen geleistet wird. Man kennt 24-Stunden-Betreuungen, die vor allem von polnischen und anderen osteurop\u00e4ischen Arbeiter*innen bew\u00e4ltigt werden. Was gabs denn da letztens noch f\u00fcr einen Spruch? \u201eEin Problem auf russische Art l\u00f6sen\u201c, das kam auch mal vor.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das?<\/strong><\/p>\n<p>Mit Gewalt, sozusagen als eine Drohung. In dieser Aussage spiegelt sich das Bild von aggressiven Osteurop\u00e4er*innen wider. Hierbei ist alles auf \u201eRussen\" gem\u00fcnzt, was eigentlich die pauschale Sammelbezeichnung f\u00fcr alle Osteurop\u00e4er*innen ist. Diese fehlende Differenzierung ist auch ein wichtiger Punkt. Dadurch, dass Russland schon seit Jahrhunderten ein Feindbild ist, sind DIE Russen eher ein Ideologem, d.h. ein ideologisch aufgeladener Begriff. Er wird inflation\u00e4r weiterverwendet und hiervon bleibe auch ich im Referendariat nicht verschont. Es gab weitere solcher Vorf\u00e4lle in meinem Referendariat oder in meinem Studium. Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch der Klassiker, der mich seit meiner Jugend verfolgt, das Wodkatrinken. Wodka trinken Menschen, die aus Polen oder aus Russland kommen. Diese werden stark damit konfrontiert. Du musst aushalten, du musst trinken. Und wenn du das nicht kannst, dann bist du halt kein \u201eechter Pole\" oder keine \u201eechte Russin\".<\/p>\n<p><strong>Du hast gerade gesagt, dass diese Form der Diskriminierung eine lange Tradition hat. Warum wurde ihr bisher so wenig Beachtung geschenkt? <\/strong><\/p>\n<p>Man kann weit in die Vergangenheit zur\u00fcckblicken. Bereits zwischen germanischen und slawischen Volksst\u00e4mmen, die in enger Nachbarschaft lebten, gab es Konflikte und Streitigkeiten, wobei ich den Antislawismus hier noch nicht verorten w\u00fcrde. Zur Zeit der Aufkl\u00e4rung und sp\u00e4ter, als sich in Europa Nationalstaaten bildeten, geschah dies im Osten von Europa kaum. Der Einfluss des Zaristischen Russl\u00e4ndischen Reiches wurde kritisiert. Kleinere Nationen Mittel- und Osteuropas wurden von deutschen Denkern als \u201eohnm\u00e4chtige Nationen\u201c oder als \u201everkr\u00fcppelte V\u00f6lker\u201c bezeichnet. Da gab es \u00dcberlegungen zu so etwas wie Aufarbeitung noch gar nicht. Ich w\u00fcrde sagen, dass das Ganze nach dem Zweiten Weltkrieg h\u00e4tte aufgearbeitet werden sollen. Es gibt unterschiedliche Gr\u00fcnde, warum das nicht getan wurde. Erstens bestanden rein pragmatische Gr\u00fcnde, man wollte sich damit nicht besch\u00e4ftigen, man wollte keine Entsch\u00e4digungen oder Reparationszahlungen zahlen m\u00fcssen. Zweitens war die DDR antifaschistisch und dort \u201egab es\u201c keinen Antislawismus, die BRD war antikommunistisch. Der Antibolschewismus, der eine gro\u00dfe Rolle im Antislawismusdiskurs spielt, zumindest in Bezug auf die Geschichte, wurde durch den Antikommunismus abgel\u00f6st. Hier war \u201eder Russe\u201c wiederum ein Feindbild. Die antisemitische Komponente entfiel zum gr\u00f6\u00dften Teil, aber nicht komplett. So betrachtet gab es also kaum Gr\u00fcnde, sich damit zu befassen.<\/p>\n<p><strong>Auf welche Weise kann Antislawismus Menschen in ihrer Selbstwahrnehmung ver\u00e4ndern? <\/strong><\/p>\n<p>Auf diese Frage w\u00fcrde ich mit dem sogenannten internalisierten Antislawismus antworten. Hierzu kommt es bei vielen Antidiskriminierungsformen, wenn sie relativiert werden, zum Beispiel, indem sie durch einen Witz in den Raum gestellt werden. Werden sie angenommen und von den diskriminierten Menschen erstmal nicht abgelehnt, sondern entweder mit einem Witz zur\u00fcck oder mit Annahme als Reaktion beantwortet, entsteht ein internalisierter Antislawismus, das hei\u00dft ein Mensch glaubt wirklich daran, dass er zum Beispiel ein passionierter Wodkatrinker ist.<\/p>\n<p>Der andere Punkt ist die Unsichtbarmachung. Unsichtbarkeit ist ein breites Thema und beinhaltet unterschiedliche Ebenen. Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, werden sich selbst, soweit sie k\u00f6nnen, erstmal unsichtbar machen \u2013 die eigene Kultur wird zur\u00fcckgeschraubt, es kommt zu Namens\u00e4nderungen, die Sprache wird nicht gepflegt. Ich kenne zahlreiche Menschen in meinem Freundeskreis, denen eine slawische Sprache genau aus diesem Grund in der Kindheit nicht vermittelt wurde, damit sie sich besser anpassen k\u00f6nnen. Es besteht zudem eine Unsichtbarmachung seitens der Dominanzgesellschaft. Es wird von einer Leitkultur ausgegangen, sodass andere Kulturen entweder abgewertet werden oder nicht genug Raum erfahren. Das kann man auch sehen, wenn man sich die Politik anschaut. Wieviel Partizipation ehemaliger osteurop\u00e4ischer Migrant*innen oder Menschen mit osteurop\u00e4ischer Herkunft findet statt? Das sind nicht viele, wobei sich dies mit der Zeit auch \u00e4ndert. Je mehr man sich anpasst oder assimiliert wird, desto mehr M\u00f6glichkeiten hat man auf dem Arbeitsmarkt, in der Politik, oder in der Kunst und Kultur. Das sind aus meiner Perspektive die zwei Baustellen: einerseits Internalisierung von Diskriminierung und andererseits Unsichtbarmachung.<\/p>\n<p>Es gibt weitere Punkte, die krasser sind, wie Ausbeutung: Menschen, die Spargel stechen oder Erdbeeren sammeln, kommen meistens aus dem Osten Europas und werden schlecht bezahlt, beziehungsweise leben unter schlechten Bedingungen. Ein weiterer Punkt ist der Menschenhandel zum Beispiel in Bezug auf Frauen, die in der Prostitution landen. Da gibt es Stereotype von promiskuitiven osteurop\u00e4ischen Frauen, denen bestimmte Qualit\u00e4ten zugeschrieben werden, sodass sie als Ware behandelt werden und durch \u00f6konomischen Zwang, aber auch aufgrund der patriarchalen, rassistischen Strukturen in bestimmten Milieus landen.<\/p>\n<p><strong>Wie kann ich eigene internalisierte diskriminierende Denkmuster erkennen?<\/strong><\/p>\n<p>Mein Aha-Moment war mein Gedanke: Okay, ich mache jetzt etwas, aber f\u00fchle mich dabei unwohl. Ich mache das nur, weil die anderen das von mir erwarten und ich daf\u00fcr entweder Lob, Zuneigung oder Sympathie erfahre. Es ist notwendig, einen Schritt zur\u00fcckzugehen und zu fragen: Okay, warum ist das denn so? Eigentlich f\u00fchle ich mich unwohl, aber ich werde daf\u00fcr belohnt. Jemand will von mir etwas, was ich eigentlich nicht gerne mag, zum Beispiel Wodkatrinken. Ich mochte keinen Wodka trinken, habe es dann aber trotzdem gemacht, weil es in der Gruppe von Jugendlichen cool war, so richtig viel aushalten zu k\u00f6nnen. Na, der Sergej, der Russe, der kann Wodka trinken. Ich meine, das ist \u00fcberspitzt dargestellt, aber etwa so war das. Ich musste diesen Schritt zur\u00fcckgehen und sagen: Okay, ich profitiere davon, aber ich profitiere davon eigentlich auf meine eigenen Kosten - um zu erkennen, dass es ein Label ist und sp\u00e4ter nichts Gutes f\u00fcr mich hei\u00dft. Denn als Jugendlicher ist das vielleicht noch witzig, aber sp\u00e4ter kriegt man keinen Job, weil man ein \u201erussischer S\u00e4ufer\" ist.<\/p>\n<p>Auf dem Arbeitsmarkt oder bei anderen Angelegenheiten wird einem Unzuverl\u00e4ssigkeit, Aggressivit\u00e4t oder \u00e4hnliches zugeschrieben. Aus meiner Perspektive ist das alles sozial konstruiert und greift auf bestimmte Stereotype zur\u00fcck. Wenn man sich davon l\u00f6sen m\u00f6chte, ist es erstens nicht einfach, weil man die Quelle der Sympathie verliert, wovon man irgendwo auch profitiert. Andererseits ist es nicht einfach zu erkennen. In der Sendung \u201eDumm gefragt\u201c gab es das Thema: \u201eDie Russen, dumm gefragt\u201c. Es wurde gefragt: \u201eTrinken die Russen Wodka wie Wasser?\u201c Und dann beginnen Menschen zu erkl\u00e4ren, dass Wodka ein Getr\u00e4nk ist, das in Russland Tradition hat, und wer bei einer russischen Hochzeit war, wei\u00df, dass Wodka in Massen getrunken wird. Man bemerkt diese Selbstpositionierung als Trinker*innen, die schwer zu widerlegen ist, weil es F\u00e4lle gibt, wo Menschen trinken. Aber dadurch wird nat\u00fcrlich auch gesagt, dass alle trinken. Diese Pauschalisierung umfasst einfach alle. In meiner Kernfamilie haben vor allem drei M\u00e4nner getrunken, ein Drittel hat vielleicht wirklich Wodka getrunken, die anderen nicht, aber alle sind trotzdem im gleichen Boot.<\/p>\n<p><strong>Wie l\u00e4sst sich Antislawismus als institutionelle Diskriminierung erkennen und wie kann man diesem entgegenwirken? <\/strong><\/p>\n<p>Die institutionelle Ebene ist nicht so einfach zu erfassen. Andererseits gibt es Anhaltspunkte, wie das Beispiel der Immobilienfirma in Bremen, die eine Kategorie schaffte und festlegte, Menschen aus Rum\u00e4nien und Bulgarien d\u00fcrfen nicht einziehen. Worum geht es dabei? Es kann etwas mit Rassismus gegen Rom*nja und bestimmten Zuschreibungen zu tun haben. Es kann etwas mit dem Antislawismus zu tun haben. Dagegen kann man vorgehen, unsere Antidiskriminierungsgesetze verbieten eine solche Differenzierung nach ethnischer oder nationaler Zugeh\u00f6rigkeit. Schwierig wird das mit dem Begriff der Zuschreibung, denn was hei\u00dft das und wie kann man das rechtlich erfassen?<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt sind typische Polizeikontrollen oder Kontrollen beim Einlass in Diskotheken. Hierbei wurden unterschiedliche M\u00f6glichkeiten genutzt, Leute aufs Glatteis zu f\u00fchren, indem man wie in einer Studie versuchte, irgendwo reinzukommen, und klagte, wenn man abgelehnt wurde. Ich durfte als Jugendlicher in bestimmte Clubs nicht, ohne meinen Ausweis an der Theke zu hinterlassen, oder gar nicht, weil wir als Gruppe von \u201eRussen\u201c gekommen sind. Das kann man inzwischen \u00fcberf\u00fchren, aber das kostet viel M\u00fche und jemand muss sich damit besch\u00e4ftigen. Bei Polizeikontrollen begegneten mir Schikane und Spr\u00fcche wie \u201eWenn\u2018s dir hier nicht gef\u00e4llt, dann geh doch zur\u00fcck nach Russland und protestiere da gegen Nazis!\u201c Es kam auch vor, dass Autos rausgefischt wurden. Die Polizei wusste, wo \u201eDIE Russen\u201c wohnen und wenn irgendwo irgendwas passiert ist, zum Beispiel eine Schl\u00e4gerei, dann konntest du schon damit rechnen, dass wenn du nach Hause kommst, die Polizei dasteht und auf dich wartet.<\/p>\n<p>Die Polizei unterscheidet in ihren internen Statistiken oft nach ethnischen Merkmalen. Auch das kann man aus meiner Perspektive gut unterbinden. Die Fahndung nach \u201eosteurop\u00e4ischen\" Menschen ist auch so ein klassisches Beispiel. Was hei\u00dft denn \u201eosteurop\u00e4isch aussehend\" oder \u201eslawisch aussehend\"? Man kann durch Schulungen verhindern, dass so etwas wieder vorkommt. Eigentlich f\u00fchrt das sowieso ad absurdum, weil die Menschen so durchmischt sind \u2013 da kann man wirklich kein slawisches Aussehen konstruieren!<\/p>\n<p><strong>In welchem Zusammenhang siehst du den Krieg gegen die Ukraine und die Diskriminierung von Menschen mit osteurop\u00e4ischem Hintergrund in Deutschland? Kannst du hierdurch Ver\u00e4nderungen wahrnehmen? <\/strong><\/p>\n<p>Erstens leben mehr Menschen mit einem osteurop\u00e4ischen Background in Deutschland, die auch in der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4senter werden. Dadurch wurde auch das Thema Antislawismus pr\u00e4senter. Es ging in unterschiedliche Richtungen: Es gibt klassische antislawische Haltungen gegen\u00fcber Menschen aus Osteuropa \u2013 eigentlich weniger Osteuropa, vor allem das Feindbild \u201eder Russen\" wurde wiederbelebt. (<em>Anm.d.Red.: W\u00e4hrend des Workshops griff Sergej die Aussage der Politikwissenschaftlerin Florence Gaub als Beispiel auf. Diese hatte im April vergangen Jahres in der ZDF-Sendung \u201eMarkus Lanz\u201c im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg Russlands ge\u00e4u\u00dfert: \u201eIch glaube, wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass, auch wenn Russen europ\u00e4isch aussehen, dass es keine Europ\u00e4er sind \u2013 jetzt im kulturellen Sinne.\u201c)<\/em> Aber inzwischen gibt es nicht mehr so viele Menschen, die darauf zur\u00fcckgreifen, das war zun\u00e4chst ein Thema.<\/p>\n<p>Das andere Thema ist die Diskriminierung von Gefl\u00fcchteten. Hier gab es eine Verdoppelung der Diskriminierung. Einerseits wurden Menschen antislawisch diskriminiert, weil nicht unterschieden wurde, ob sie Russ*innen sind oder nicht \u2013 viele Menschen aus der Ukraine sprechen Russisch. Andererseits gab es politische Anfeindungen, bei denen tats\u00e4chlich Menschen als Ukrainer*innen angegriffen wurden. Dies geschah seitens bestimmter, vor allem Kreml-naher Akteur*innen, die ihnen die politische Verantwortung daf\u00fcr \u00fcbertragen wollten, dass die Deutschen die Energiepreise ausbaden m\u00fcssen, die in die H\u00f6he gestiegen sind. Die Aufmerksamkeit von Antidiskriminierungsstellen und Opferberatungsstellen ist gestiegen, einerseits aufgrund der medialen Aufmerksamkeit, andererseits wegen tats\u00e4chlicher Vorf\u00e4lle.<\/p>\n<p><strong>Siehst du die gestiegene Aufmerksamkeit als eine Chance, Vorurteile gegen\u00fcber Menschen mit osteurop\u00e4ischem Hintergrund abzubauen oder werden mehr Klischees und Stereotype bedient? <\/strong><\/p>\n<p>Es wurden schon einige Sachen in Gang gesetzt, sodass die Antidiskriminierungsstellen, die Akteur*innen in der Antidiskriminierungsarbeit, sich nun mehr daf\u00fcr interessieren. Ich glaube nicht, dass das jetzt einfach so vorbeigeht, ohne dass wir etwas erreicht h\u00e4tten. Es wird momentan Arbeit geleistet, noch viel zu wenig, aber es geht voran. Das ist auf jeden Fall erfreulich.<\/p>\n<p>Alte Stereotype werden wieder lebendiger und ver\u00e4ndern sich auch. Vieles wird subtiler in die Welt gesetzt. Ich hatte so einen krassen Fall hier im Februar 2022, direkt nach der Invasion der Ukraine durch die russl\u00e4ndischen Streitkr\u00e4fte. Der Postbote, der mich eigentlich schon vom Sehen kennt, hat mir einen Brief \u00fcberreicht. \u201eJa ist das jetzt f\u00fcr Herrn Proputinkin?\u201c \u2013 ich hei\u00dfe ja Prokopkin. Ich wusste nicht, was ich damit anfangen soll. Ich war \u00fcberfordert und wusste nicht, wie ich auf diesen Postboten h\u00e4tte reagieren sollen. Das war nur ein kurzer Moment, aber f\u00fcr mich war das trotzdem ein Indikator \u2013 okay, etwas hat sich ein bisschen ver\u00e4ndert. Ich lehne Begriffe wie den der Russophobie ab, ich stehe nicht dahinter. Ich gehe nicht davon aus, dass eine krasse Russophobie in Deutschland grassiert. Aber den Antislawismus gibt es schon, den gab es auch vor der Invasion und ich glaube, der bleibt auch noch ein bisschen. Hoffentlich nicht so lange, aber ich bezweifle, dass es morgen vorbei ist.<\/p>\n<p><em>Anfang des Jahres gr\u00fcndete Sergej mit anderen Aktivist*innen das Antislawismus-Zentrum in Berlin, das ihre aktivistische Arbeit institutionalisieren soll. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, Ziel ist es, die T\u00e4tigkeiten im Bereich Aufkl\u00e4rung und Aufarbeitung auszuweiten sowie das Zentrum als Beratungsstelle f\u00fcr Politik und Bildung zu etablieren. All dies soll eine fundierte Auseinandersetzung mit Antislawismus erm\u00f6glichen. <\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr uns Teilnehmer*innen des Workshops endete der Tag mit einem Besuch des Theaterst\u00fccks \u201eDer Russe ist einer, der Birken liebt\u201c nach dem Roman von Olga Grjasnowa. Hieran angelehnt ist auch der Titel meines Artikels, der so zu verstehen ist: Eigentlich lassen sich Stereotype aufgrund ihrer Absurdit\u00e4t leicht dekonstruieren. Das Gespr\u00e4ch mit Sergej verdeutlichte mir, wie wichtig dies ist, da zwischen deren Reproduktion und erlebter Diskriminierung ein schmaler Grat verl\u00e4uft. <\/em><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_3  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_with_border et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_0  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p>Sergejs Instagramkanal k\u00f6nnt ihr unter <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/s_prokopkin\/\">s_prokopkin<\/a> folgen<\/p>\n<p>Mehr \u00fcber die Post-Ost-Bewegung erfahrt ihr im<a href=\"https:\/\/www.fluter.de\/postost-aktivismus-gegen-antislawismus\"> Fluter-Artikel \u00fcber Sergej<\/a> (07\/2022)<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":13654,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,1013648,849566,345397],"tags":[1013649,1013650],"class_list":["post-6491","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-antislawismus","category-ariane-brachmann","category-interviews","tag-antislawismus","tag-osteuropa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6491","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13654"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6491"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6491\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6784,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6491\/revisions\/6784"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6491"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6491"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6491"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}