{"id":4451,"date":"2022-05-18T17:14:31","date_gmt":"2022-05-18T15:14:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=4451"},"modified":"2022-05-18T17:14:34","modified_gmt":"2022-05-18T15:14:34","slug":"meine-bubble-deine-bubble-wer-redet-hier-an-wem-vorbei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2022\/05\/18\/meine-bubble-deine-bubble-wer-redet-hier-an-wem-vorbei\/","title":{"rendered":"Meine Bubble, deine Bubble: Wer redet hier an wem vorbei?"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><em>Die EU hat sich mit dem neuen Digitalgesetz dazu entschlossen, unter anderem gegen Hatespeech und Betrug auf Internetplattformen vorzugehen. <\/em><em>Zeit, sich einmal Gedanken \u00fcber das gro\u00dfe Versprechen der Sozialen <\/em><em>Medien zu machen. <\/em><\/p>\n<p><em>Ein Diskussionsbeitrag.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Austausch, Vernetzung, einander n\u00e4her kommen, trotz gro\u00dfer Distanz, mittels Erreichbarkeit. Darum geht es. Schon fr\u00fch stellte man fest: Lustige Katzenvideos vereinen, niemand der dar\u00fcber nicht lachen k\u00f6nnte. Sprachliche und geschmackliche Barrieren wurden einfach aufgehoben. Sp\u00e4testens durch global popul\u00e4re Memes, durch die Authentizit\u00e4t der Influencer*innen, durch die \u201eTop 10 Momente, die jeder kennt!\u201c. Trends und Hypes kamen und gingen \u2013 was blieb h\u00e4ngen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim Blick zur\u00fcck auf die eigenen fr\u00fcheren Interessen und Idole im Netz kommt nicht zwangsweise Nostalgie auf. Dies bewies nicht nur unl\u00e4ngst der ein oder andere Shitstorm gegen ehemalige Stars deutscher YouTube-Comedy. Schaut man heute auf bestimmte Social Media Plattformen, welche ab etwa 2016 schleichend an Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Jugendliche eingeb\u00fc\u00dft hatten (\u201enicht gut gealtert\u201c), stellt man eines fest: Dort tummeln sich mittlerweile in erster Linie deren Eltern- und Gro\u00dfeltern-Generationen. Und mit der allm\u00e4hlichen Ver\u00e4nderung der Altersstruktur der aktiven Profilinhaber*innen kam auch eine Ver\u00e4nderung der tonangebenden Themen. W\u00e4hrend hier nicht selten noch altbackenem, misogynem Humor \u201evon fr\u00fcher\u201c gehuldigt wird und Narrative vom \u201eFremden\u201c durch klischeebehaftete \u201eWitze \u00fcber Nationalit\u00e4ten\u201c neu aufgekocht werden, verliert sich die Gen Z in ihrer eigenen Hashtag-Welt. Es wird aneinander vorbeigeredet. W\u00e4re alles kein Problem, schlie\u00dflich ist es das Normalste der Welt, dass Jugendliche andere Interessen und eine neuere Sicht auf die Welt haben als ihre Eltern, doch: Was die Grenzen tats\u00e4chlich zieht, ist der eindeutige Universalit\u00e4tsanspruch der jeweiligen Filterblasen. Denn so wie ich es Tag f\u00fcr Tag in den Kommentaren lese, so muss es ja schlie\u00dflich auch ganz generell sein!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur ist das Meinungsspektrum der Social Media mitnichten repr\u00e4sentativ. Schon gar nicht f\u00fcr ganze Gesellschaften. Grenzen in den K\u00f6pfen nach und nach aufl\u00f6sen, aufeinander zugehen und zusammenfinden, letztlich der Weg zur Idee eines Europas der Einigkeit \u2013 daf\u00fcr lohnt es sich einzustehen. Ohne Weitergabe von Erfahrungen \u00fcber Generationen, \u00fcber sichtbare und unsichtbare Grenzen hinweg, ist dies aber erschwert. Stattdessen ist zunehmend einer Abkapselungs- und Alleingangs-Mentalit\u00e4t Vorschub geleistet, wenn User online in nicht selten national-egoistisch gef\u00e4rbten Filterblasen h\u00e4ngenbleiben. Wo ist da noch Platz f\u00fcr \u00d6ffnung, f\u00fcr Verst\u00e4ndigung?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Soziale Medien k\u00f6nnten auch mal zum Rausfallen aus der Komfortzone dienen, statt eben jene immer enger einzugrenzen. Sie k\u00f6nnten dazu dienen, gerade auf vermeintlich \"Anderes\" und \"Fremdes\" zu sto\u00dfen, Freude am Entdecken zu entwickeln. Interesse an Gewohnheiten anderer Lebensrealit\u00e4ten hervorzurufen. Wieder mehr Abenteuer in Social Media, statt eint\u00f6niger Selbstbest\u00e4tigung. Weniger Ego, mehr Gemeinschaft, mehr Social. Das w\u00e4re doch was.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":13506,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,547280,547936,1013576,8038],"tags":[849412,67922,484],"class_list":["post-4451","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-debatte-europa","category-generation-europa","category-joshua-haertel","category-social-media","tag-die-zukunft-europas","tag-europa","tag-kommunikation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4451","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13506"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4451"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4451\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4471,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4451\/revisions\/4471"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4451"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4451"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4451"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}