{"id":2891,"date":"2022-01-03T16:01:16","date_gmt":"2022-01-03T15:01:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=2891"},"modified":"2022-01-03T16:01:23","modified_gmt":"2022-01-03T15:01:23","slug":"estland-und-die-singende-revolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2022\/01\/03\/estland-und-die-singende-revolution\/","title":{"rendered":"Estland und die Singende Revolution"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Im August des vergangenen Jahres feierte Estland seine vor 30 Jahren wiedererlangte Unabh\u00e4ngigkeit. Es lohnt sich im Rahmen des Jubil\u00e4ums einen Blick auf die Ereignisse zu werfen, die diesem Moment vorausgingen. Beim Begriff Revolution werden die wenigsten Menschen an Chormusik denken. In Estland aber erm\u00f6glichte genau diese Kombination in Form der \u201eSingenden Revolution\u201c in den Jahren 1987 bis 1991 den friedlichen \u00dcbergang zur lang ersehnten Unabh\u00e4ngigkeit. Im Folgenden soll eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Geschichte erz\u00e4hlt werden, aus der sich die Musik nicht wegdenken l\u00e4sst.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Rund 1.3 Millionen Menschen leben heute in dem n\u00f6rdlichsten der drei baltischen Staaten, welcher im Osten an Russland und im S\u00fcden an Lettland grenzt. Die Geschichte Estlands ist einerseits gepr\u00e4gt von einer starken Verwurzelung im heutigen Gebiet Estlands andererseits durch eine schier endlose Aneinanderreihung von Besatzungen. Nach 700-j\u00e4hriger Fremdherrschaft unter D\u00e4nemark, dem Deutschen Orden, Polen-Litauen, Schweden und Russland erkl\u00e4rte sich Estland nach Ende des Ersten Weltkriegs unabh\u00e4ngig. \u201eF\u00fcr ewige Zeiten\u201c verzichtete die russische Regierung unter Lenin in einem Friedensvertrag von 1920 auf estnisches Gebiet. Gerade mal zwanzig Jahre sp\u00e4ter besetzten sowjetische Truppen Estland erneut. In einem geheimen Zusatzprotokoll des Molotow-Ribbentrop-Paktes hatten Stalin und Hitler die Aufteilung der osteurop\u00e4ischen Gebiete zwischen ihren beiden Regimen festgelegt. Unterbrochen wurde die sowjetische Okkupation bis 1991 nur noch einmal durch die drei Jahre anhaltende Besatzungszeit unter NS-Deutschland bis 1944.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_0\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1346\" height=\"1900\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Wir-waren-sind-und-werden-sein.jpg\" alt=\"\" title=\"Wir waren, sind und werden sein\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Wir-waren-sind-und-werden-sein.jpg 1346w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Wir-waren-sind-und-werden-sein-1280x1807.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Wir-waren-sind-und-werden-sein-980x1383.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Wir-waren-sind-und-werden-sein-480x678.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1346px, 100vw\" class=\"wp-image-2897\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_0  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p>\u201eWir waren, sind und werden sein\u201c (Tallinn 1988)<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Mit Scheinwahlen wurde ein freiwilliger Eintritt in die UdSSR 1940 als neue Sowjetrepublik proklamiert. Zwangskollektivierungen, Deportationen und der Versuch der \u201eRussifizierung\u201c - einer Umgestaltung der Kultur nach sowjetischem Ma\u00dfstab verbunden mit dem Verbot der estnischen Sprache und nationaler Br\u00e4uche in vielen Bereichen - pr\u00e4gten den Lebensalltag. Tausende Russ*innen wurden nach Estland umgesiedelt, um diesen Prozess voranzutreiben. Abnehmende Brutalit\u00e4t gegen die Bev\u00f6lkerung unter den Nachfolgern Stalins weckte auf estnischer Seite Hoffnungen auf gr\u00f6\u00dfere Autonomie, die aber im weiteren Verlauf entt\u00e4uscht wurden.<\/p>\n<p>Zu dem durch Gorbatschow Mitte der 1980er auf den Weg gebrachten Reformprozess der UdSSR geh\u00f6rte neben \u201ePerestroika\u201c (Umgestaltung) auch \u201eGlasnost\u201c (Offenheit). Dies er\u00f6ffnete 1987 in Estland die M\u00f6glichkeit der ersten Demonstrationen. Sie richteten sich gegen Pl\u00e4ne, im Nordosten des Landes Phosphat in gro\u00dfem Stil und mit unabsehbaren sch\u00e4dlichen Folgen f\u00fcr die Umwelt abzubauen. Moskau legte daraufhin die Pl\u00e4ne auf Eis, wodurch sich viele Regimekritiker*innen best\u00e4rkt f\u00fchlten. Ein Bestandteil dieser ersten Protestbewegung war das \u201eEstnische Lied\u201c, das eigens zu diesem Zweck geschrieben worden war und die Sorge um die estnische Natur zum Inhalt hatte. Die \u201eSingende Revolution\u201c fand so ihren Ursprung in einer Umweltschutzbewegung.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_3  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Hierzu muss man wissen, dass Estland eine lange Tradition des Singens hat. So spielte sie eine entscheidende Rolle f\u00fcr die \u00c4ra des \u201enationalen Erwachens\u201c im 19. Jahrhundert, eine Zeit, in der sich ein nationales Bewusstsein ma\u00dfgeblich formte. Von 1869 an fanden alle f\u00fcnf Jahre sogenannte S\u00e4ngerfeste statt. Hierbei traten unterschiedliche Ch\u00f6re auf, die gemeinsam mit dem Publikum neben religi\u00f6sen Liedern zunehmend estnische Volkslieder anstimmten. Auch in der sowjetischen Besatzungszeit fanden diese statt. Trotz eines offiziellen Verbots estnischer patriotischer Lieder endeten sie stets mit dem Lied \u201eMu isamaa on minu arm\u201c (Mein Vaterland ist meine Liebe), dessen Text aus einem Nationalgedicht stammt. Zum ersten Mal wurde der Text anl\u00e4sslich des ersten S\u00e4ngerfestes 1869 vertont. Die 1944 durch den estnischen Komponisten Ernesaks neu komponierte Version erlangte w\u00e4hrend der Besatzungszeit den Status der heimlichen Hymne Estlands.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_5  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_with_border et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_1  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t<h4 class=\"et_pb_module_header\"><span>Die estnischen S\u00e4ngerfeste<\/span><\/h4>\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p><span style=\"font-size: 10pt\"><strong>Die Entstehung der estnischen S\u00e4ngerfeste vor mehr als 150 Jahren stand unter dem Einfluss der deutschbaltischen geistlichen Chormusik. Zun\u00e4chst war die Teilnahme nur m\u00e4nnlichen Ch\u00f6ren vorbehalten, welche im Rahmen des ersten S\u00e4ngerfestes in Tartu \u00fcberwiegend geistliche und gerade mal zwei estnische Lieder sangen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts konnten auch Frauen- und Kinderch\u00f6re teilnehmen, estnische ersetzten zunehmend russische und deutsche Lieder. Die Veranstaltung wurde 1896 in die sp\u00e4tere Hauptstadt Tallinn verlegt, woran heute ein Ritual zu Beginn der S\u00e4ngerfeste erinnert: Eine in Tartu entz\u00fcndete Fackel wird bis zum Tallinner S\u00e4ngerfeld getragen, dort entfacht sie das Feuer im Hochturm. Hiermit beginnt jedes S\u00e4ngerfest, das sich gemeinsam mit Tanzfesten \u00fcber mehrere Tage erstreckt. Die meisten estnischen Zuh\u00f6rer*innen k\u00f6nnen die Lieder - eine Mischung aus traditionellen und modernen Kompositionen - mitsingen und erscheinen in traditioneller Tracht. Das Repertoire spiegelt den estnischen Zeitgeist wider, fester Bestandteil sind bis heute die Lieder der Singenden Revolution.<\/strong><\/span><\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_4  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_3_5 et_pb_column et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Zur\u00fcck im Jahr 1987 schlug die \u201e\u00d6kobewegung\u201c in grunds\u00e4tzliche Kritik am bestehenden System um. Am 23. August, dem Jahrestag des deutsch-sowjetischen Nicht-Angriffspaktes, forderten Regimekritiker*innen in einer genehmigten Demonstration die Ver\u00f6ffentlichung des geheimen Zusatzprotokolls und damit die Offenlegung der unrechtm\u00e4\u00dfigen Annexion Estlands durch die Sowjetunion. Neben der \u201eestnischen Gruppe zur Ver\u00f6ffentlichung des Molotow-Ribbentrop-Paktes\u201c entstanden 1988 weitere Unabh\u00e4ngigkeitsbewegungen wie die \u201eRahvarinne\u201c (Volksfront). Die Revolution gewann an Form und Farbe. So wurde im April 1988 im Rahmen einer Demonstration die estnische Flagge zum ersten Mal seit knapp 50 Jahren wieder gehisst. Um das eigentliche Verbot zu umgehen, wurden drei einfarbige Fahnen verwendet, die gemeinsam die estnische Flagge in blau-schwarz-wei\u00df ergaben. Ein Jahr sp\u00e4ter zum Jahrestag der Ausrufung der freien Republik wehte sie bereits wieder \u00fcber dem estnischen Parlament.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_2_5 et_pb_column et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_1\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1900\" height=\"1180\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Demonstration.jpg\" alt=\"\" title=\"Demonstration\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Demonstration.jpg 1900w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Demonstration-1280x795.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Demonstration-980x609.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Demonstration-480x298.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1900px, 100vw\" class=\"wp-image-2894\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_2  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p>Demonstration der MRP-AEG (estnische Gruppe zur Ver\u00f6ffentlichung des Molotow-Ribbentrop-Paktes) in Tartu, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Estlands<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_5  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_8  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_2\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1900\" height=\"1234\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Eestimaa-laul.jpg\" alt=\"\" title=\"Eestimaa laul\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Eestimaa-laul.jpg 1900w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Eestimaa-laul-1280x831.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Eestimaa-laul-980x636.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Eestimaa-laul-480x312.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1900px, 100vw\" class=\"wp-image-2895\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_3  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p>Rund 300.000 Est*innen beim Eestimaa laul auf dem Tallinner S\u00e4ngerplatz<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_2 et_pb_column et_pb_column_9  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Ver\u00e4nderungen waren auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen zu sp\u00fcren. Im Sommer des Jahres 1988 wurde Estland von einer Welle sich neu gr\u00fcndender junger Rock- und Popbands erfasst. Diese verbanden nationale Themen mit moderner Musik und spielten vor Tausenden von Zuschauer*innen. \u00dcberall im Land fanden zudem nun S\u00e4ngerfeste statt, bei denen traditionelle estnische Lieder angestimmt wurden und die sich zum Motor der friedlichen Revolution entwickelten. Die Menschen dr\u00fcckten ihren Wunsch nach staatlicher Unabh\u00e4ngigkeit in nationalen Liedern aus. Als H\u00f6hepunkt dieser musikalischen Bewegung ereignete sich im September 1988 das gr\u00f6\u00dfte S\u00e4ngerfest <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Uy6Trbfv4tc\">\u201eEestimaa laul\u201c (Estlands Lied)<\/a> in Tallinn, an dem rund 300.000 \u2013 ein<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_6  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_10  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Viertel der estnischen Bev\u00f6lkerung - teilnahmen. Gegen den Wunsch der Veranstalter*innen, die ein Eingreifen der Besatzungsmacht f\u00fcrchteten, kam es zu hitzigen politischen Ansprachen, in denen die Forderung nach Unabh\u00e4ngigkeit offen formuliert wurde. W\u00e4hrend seiner Rede sprach so der Regimekritiker Heinz Valk folgende Worte, die in das kollektive Ged\u00e4chtnis Estlands eingehen sollten: \u201e\u00dckskord me v\u00f5idame niikuinii!\u201c (Eines Tages werden wir sowieso gewinnen). Im gleichen Jahr erkl\u00e4rte der Oberste Sowjet in Estland die Republik als souver\u00e4n, was Gorbatschow als \u201epolitisches Abenteuertum\u201c verurteilte.<\/p>\n<p>1989 begann eine Kooperation zwischen Estland und den beiden anderen baltischen Staaten Lettland und Litauen, in denen parallel vergleichbare Entwicklungen stattgefunden hatten. Diese Zusammenarbeit ist nicht so selbstverst\u00e4ndlich, wie sie heute erscheinen mag, da die Sowjetrepubliken zu diesem Zeitpunkt stark voneinander isoliert waren. Aus den Volksfronten der drei L\u00e4nder entstand ein gemeinsamer \u201ebaltischer Rat\u201c. Am 23. August 1989 \u2013 erneut am Jahrestag des Molotow-Ribbentrop-Paktes - organisierten sie gemeinsam den \u201eBaltischen Weg\u201c: eine 620 km lange und aus etwa 2 Millionen Menschen bestehende Menschenkette durch alle drei baltischen Staaten. Die Teilnehmer*innen der Aktion forderten eine friedliche Wiederherstellung der drei L\u00e4nder auf Basis der Offenlegung des geheimen Zusatzprotokolls des Nichtangriffspaktes. Dieses Ereignis gelangte auch in die westlichen Schlagzeilen und verschaffte dem Baltikum mit seinem Streben nach Unabh\u00e4ngigkeit internationale Aufmerksamkeit.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_7  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_3_5 et_pb_column et_pb_column_11  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Auf der anderen Seite des bereits br\u00f6ckelnden Eisernen Vorhangs begannen in Deutschland im Fr\u00fchjahr 1990 die Zwei-plus-Vier-Verhandlungen zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Teilstaaten. Diese bedeuteten f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeitsbewegungen in Estland, Lettland und Litauen eine Entt\u00e4uschung: Die erhoffte Unterst\u00fctzung aus dem Westen blieb aus. Bundeskanzler Kohl empfahl den baltischen Staaten die \u201ePolitik der kleinen Schritte\u201c, woraufhin der estnische Au\u00dfenminister Meri ironisch zur\u00fcckfragte, warum der Kanzler denn nicht den Ostdeutschen empfohlen habe, die Berliner Mauer \u201eStein f\u00fcr Stein\u201c abzubauen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_2_5 et_pb_column et_pb_column_12  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_3\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"609\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Baltische-Kette.jpg\" alt=\"\" title=\"Baltische Kette\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Baltische-Kette.jpg 900w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Baltische-Kette-480x325.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 900px, 100vw\" class=\"wp-image-2896\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_blurb et_pb_blurb_4  et_pb_text_align_left  et_pb_blurb_position_top et_block_module et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_content\">\n\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_container\">\n\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"et_pb_blurb_description\"><p>Der Baltische Weg durch alle drei baltischen Staaten am 23. August 1989<\/p><\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_8  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_13  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>In Moskau dagegen schien nach dem Mauerfall ein neuer Wind aufzukommen. Russische Truppen wurden ins Baltikum verlegt. Im Januar 1991 kam es in Vilnius und Riga zu blutigen Auseinandersetzungen mit dem sowjetischen Milit\u00e4r, bei denen mehrere Demonstrierende get\u00f6tet wurden. Trotz dieser offenen Bedrohung rief der neu gegr\u00fcndete estnische Kongress im M\u00e4rz 1991 zu einem Unabh\u00e4ngigkeitsreferendum auf, bei dem 78% der registrierten B\u00fcrger*innen f\u00fcr den Ausstieg aus der Sowjetunion stimmten.<\/p>\n<p>Noch im Sommer desselben Jahres, am 19. August 1991, ereignete sich in Moskau ein Putschversuch reaktion\u00e4rer Kr\u00e4fte. Er richtete sich unter anderem gegen Gorbatschows Pl\u00e4ne eines neuen Unionsvertrages, der den Republiken aus ihrer Sicht zu viel Macht gegeben h\u00e4tte. Es sollte der letzte Versuch sein, die Sowjetunion zusammen zu halten. Bereits am darauf folgenden Tag erkl\u00e4rte sich der estnische Oberste Rat mitten in den Wirren des Putsches und trotz anr\u00fcckender russischer Panzer an der Grenze f\u00fcr unabh\u00e4ngig. Die gegnerischen Parteien standen sich am Tallinner Fernsehturm gegen\u00fcber, der durch Demonstrant*innen umstellt worden war. Eine gewaltsame Auseinandersetzung schien unausweichlich. Dann erreichte Estland die Nachricht, dass der Staatsstreich in Moskau gescheitert war.<\/p>\n<p>Dieser Moment l\u00e4utete das Zerbrechen der Sowjetunion ein und bedeutete f\u00fcr Estland die Unabh\u00e4ngigkeit. Wenige Tage sp\u00e4ter wurde diese international anerkannt und diplomatische Beziehungen erneut aufgenommen. Estland gelangte gemeinsam mit Lettland und Litauen \u00fcber einen Sitz in der Generalversammlung der Vereinten Nation zur\u00fcck auf die internationale Landkarte. Im September 1991, fast drei Jahre nach \u201eEestimaa laul\u201c, fand auf dem Tallinner S\u00e4ngerfest das S\u00e4ngerfest \u201eLied der Freiheit\u201c statt, bei dem 100.000 Est*innen gemeinsam sangen und ihren gewonnenen Unabh\u00e4ngigkeitskampf feierten.<\/p>\n<p>Zum 30. Jahrestag der estnischen Unabh\u00e4ngigkeit fand die Premierministerin Kajas Kallas am 20. August 2021 die folgenden Worte: \u201eDie Zeit ist kurz genug, um sich noch lebhaft an kleine Gl\u00fccksf\u00e4lle und unsichere Momente zu erinnern und zu antworten, ja, genau so ein Estland haben wir uns gew\u00fcnscht. Sicher, friedlich, stabil, europ\u00e4isch, ein bisschen nordisch und zugleich sehr einzigartig.\u201c Auch zu diesen Festlichkeiten fanden \u2013 wie k\u00f6nnte es anders sein \u2013 S\u00e4ngerfeste an vielen Orten in Estland statt.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_with_border et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_9  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Einen bildlichen und musikalischen Eindruck der Singenden Revolution kann man <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ib1NCCD68lo\">hier<\/a> gewinnen. Das Hintergrundlied \u201eIsamaa ilu hoieldes\u201c (Zur Ehren der Sch\u00f6nheit des Vaterlandes) stammt aus dem musikalischen Repertoire der Revolution.<\/p>\n<p>Die estnischen S\u00e4ngerfeste haben eine bis heute andauernde Tradition und geh\u00f6ren mittlerweile (gemeinsam mit den lettische und litauischen S\u00e4ngerfesten) zum immateriellen UNESCO Weltkulturerbe, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XTdOiCa0-4o\">hier<\/a> ist \u201eMu isamaa on minu arm\u201c gesungen auf dem S\u00e4ngerfest in Tallinn 2019 anzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Alle Fotographien stammen aus dem Archiv des Estonian National Museum in Tartu. Das erste Bild wurde nachtr\u00e4glich farblich (entsprechend der estnischen Flagge) bearbeitet.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":13654,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,849566,849391,619],"tags":[52104,846561,849574],"class_list":["post-2891","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-ariane-brachmann","category-ies-erklaert-europa","category-musik","tag-estland","tag-sowjetunion","tag-unabhaengigkeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2891","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13654"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2891"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2891\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3107,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2891\/revisions\/3107"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2891"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2891"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2891"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}