{"id":14181,"date":"2026-03-17T20:12:08","date_gmt":"2026-03-17T19:12:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=14181"},"modified":"2026-03-17T20:12:08","modified_gmt":"2026-03-17T19:12:08","slug":"internationaler-frauentag-teil-3-strukturelle-benachteilung-von-frauen-im-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2026\/03\/17\/internationaler-frauentag-teil-3-strukturelle-benachteilung-von-frauen-im-alltag\/","title":{"rendered":"Internationaler Frauentag Teil 3: Strukturelle Benachteilung von Frauen im Alltag"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_pb_section_0 et_pb_section et_section_regular et_block_section\">\n<div class=\"et_pb_row_0 et_pb_row et_flex_row\">\n<div class=\"et_pb_column_0 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone\">\n<div class=\"et_pb_row_1 et_pb_row et_pb_row_nested et_grid_row\">\n<div class=\"et_pb_column_1 et_pb_column et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough\">\n<div class=\"et_pb_text_0 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p style=\"text-align: justify\">Frauen sind schon immer struktureller Benachteiligung durch patriarchale Anordnungen zum Opfer gefallen. Seit dem ersten Weltfrauentag vor \u00fcber hundert Jahren hat sich zwar viel ver\u00e4ndert im Kontext der Frauenrechte und auch noch heute \u00e4ndert sich vieles. Doch echte Gleichberechtigung im Alltag zwischen Mann und Frau sieht anders aus. Umso wichtiger ist es, f\u00fcr diese Chancengleichheit zu protestieren und an Tagen wie dem Internationalen Frauentag seine Stimme zu erheben. Auch wenn die systematische Diskriminierung gegen\u00fcber Frauen f\u00fcr manche unsichtbar ist und ignoriert wird, liegt es in der Verantwortung aller, diese sichtbar zu machen und zu eliminieren. Dabei wird nicht nur f\u00fcr die nationalen Frauenrechte gek\u00e4mpft, sondern diese Proteste leisten allen anderen Frauen auf der Welt st\u00e4rkenden Beistand sowie Solidarit\u00e4t, insbesondere in Gebieten, in denen Frauen noch st\u00e4rker unter der Wucht des Patriachats leiden. <span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_1 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p style=\"text-align: justify\"><span>Geschlechterstereotype sind tief in der Gesellschaft verankert und lassen sich nur schwer brechen. Der Mann wird oft als der Ern\u00e4hrer der Familie wahrgenommen, der das Geld f\u00fcr die Familie verdient. Doch das typische Bild des Versorgers ist schon lange veraltet und unzeitgem\u00e4\u00df. Seit der Reform des Ehe- und Familienrechts 1977 wurde das sogenannte \u201eHausfrauenmodell\u201c abgeschafft und Frauen ben\u00f6tigten nicht mehr die Erlaubnis ihres Ehemanns, um erwerbst\u00e4tig zu werden. Auch wenn die Frau nun ebenso wie der Mann zur Arbeit gehen darf, bleibt die Care-Arbeit stets \u201eFrauensache\u201c. Traditionelle Rollenbilder und geschlechterbezogene Stereotype f\u00fchren dazu, dass die Sorgearbeit immer noch als eher \u201eweiblich\u201c assoziiert wird, obwohl viele Frauen zugleich das m\u00e4nnlich konnotierte Bild des \u201eFamilienern\u00e4hrers\u201c \u00fcbernehmen. Diese Gender Care Gap markiert den Unterschied im durchschnittlichen Zeitaufwand f\u00fcr unbezahlte Sorgearbeit, wie Putzen, Kochen, Kinderbetreuung usw., zwischen Frauen und M\u00e4nnern, wobei Frauen 2022 44,3 % mehr unbezahlte Arbeit leisteten als M\u00e4nner. Das sind 79 Minuten t\u00e4glich mehr Aufwand f\u00fcr Frauen. Insbesondere nach der Geburt eines Kindes treten diese Unterschiede der unausgeglichenen Care-Arbeit am deutlichsten auf. Grund daf\u00fcr sind auch die M\u00e4ngel in der Infrastruktur. Defizite bei Kitapl\u00e4tzen, die unflexiblen Betreuungszeiten oder Personalmangel in der Pflege sind ein langwieriges Problem, das dazu f\u00fchrt, dass die Pflege von Angeh\u00f6rigen und die Kinderbetreuung \u00fcberwiegend von Frauen innerhalb der Familie \u00fcbernommen wird.<\/span><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"et_pb_column_2 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough\">\n<div class=\"et_pb_image_0 et_pb_image et_pb_module et_flex_module\"><span class=\"et_pb_image_wrap\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Gemini_Generated_Image_6ukdqd6ukdqd6ukd-3-2.png\" title=\"Gemini_Generated_Image_6ukdqd6ukdqd6ukd-3-2\" width=\"1024\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Gemini_Generated_Image_6ukdqd6ukdqd6ukd-3-2.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Gemini_Generated_Image_6ukdqd6ukdqd6ukd-3-2-980x980.png 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Gemini_Generated_Image_6ukdqd6ukdqd6ukd-3-2-480x480.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" class=\"wp-image-14294\" \/><\/span><\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_2 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Bild ist KI-generiert mit Gemini 3<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_3 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p style=\"text-align: justify\">Damit verbunden ist ebenso der konstante Mental Load. Die unsichtbare Denkarbeit, die Frauen t\u00e4glich leisten, f\u00fchrt dazu, dass sie h\u00e4ufiger gestresst sind und selten zur Ruhe kommen k\u00f6nnen. In den meisten Familien sind die Frauen f\u00fcr das Planen, Organisieren und Terminieren von Aufgaben des Alltags zust\u00e4ndig. F\u00fcr viele M\u00e4nner ist das Erstellen von Einkaufslisten oder das Besorgen von Geburtstagsgeschenken eine T\u00e4tigkeit, die sich aus unerkl\u00e4rlicher Ursache von alleine regelt. Dabei vergessen sie h\u00e4ufig, dass es ihre Partnerin ist, die diese Dinge st\u00e4ndig erledigen muss und im Hinterkopf beh\u00e4lt, w\u00e4hrend sie nach ihrer achtst\u00fcndigen Schicht noch die W\u00e4sche machen muss. Ein Beispielszenario, das jedoch auf viele Frauen in heterosexuellen Partnerschaften zutrifft und welches zu emotionaler Belastung f\u00fchren kann, indem die Frau f\u00fcr das<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>l\u00fcckenlose Funktionieren des Haushalts verantwortlich ist und kaum Zeit zur vollst\u00e4ndigen Entspannung hat. Unsichtbar ist der Mental Load deshalb, da dies ein geistiger Prozess ist, der von au\u00dfen kaum wahrgenommen werden kann und somit statistisch auch schwer zu messen ist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"Apple-converted-space\"><\/span><\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"et_pb_row_2 et_pb_row et_flex_row\">\n<div class=\"et_pb_column_3 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone\">\n<div class=\"et_pb_text_4 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p style=\"text-align: justify\">W\u00e4hrend also der Gender Care Gap die Zeit umfasst, die eine Frau zus\u00e4tzlich in unbezahlte Sorgearbeit investiert, bezeichnet der Mental Load die zus\u00e4tzliche psychische Belastung bei Frauen, die durch die alleinige Vertantwortung \u00fcber den Haushalt entsteht. Diese zwei Beispiele f\u00fchren bis heute dazu, dass die Gleichberechtigung in Deutschland noch nicht existiert. Frauen haben zwar rechtlich gesehen mehr Rechte als zuvor, aber dennoch mangelt es an institutioneller Unterst\u00fctzung, Frauen aus der strukturellen Benachteiligung zu helfen und zu beizustehen. Denn das patriachale System ist hartn\u00e4ckig zu durchbrechen. Der Weltfrauentag ist somit eine M\u00f6glichkeit, f\u00fcr diese Ungleichheit zu protestieren und auch andere Personen zu mobilisieren, f\u00fcr Gleichberechtigung zu k\u00e4mpfen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"et_pb_section_1 et_pb_section et_section_regular et_flex_section\">\n<div class=\"et_pb_row_3 et_pb_row et_flex_row\">\n<div class=\"et_pb_column_4 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone\">\n<div class=\"et_pb_text_5 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Quellen:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>https:\/\/www.eaf-bayern.de\/fileadmin\/eaf_upload\/dateien\/2024\/Themenwoche_Care_2025\/PM_21_02_25_Care_BS.pdf<\/p>\n<p>https:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.616021.de\/19-10-3.pdf<\/p>\n<p>https:\/\/www.bundesstiftung-gleichstellung.de\/wissen\/themenfelder\/care-arbeit-gleichstellung-und-der-blick-auf-maenner\/<\/p>\n<p>https:\/\/www.prognos.com\/sites\/default\/files\/2024-02\/240227_Prognos_Der unsichtbare Wert von Sorgearbeit.pdf<\/p>\n<p>https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1453834\/umfrage\/gender-care-gap-unbezahlte-arbeit-nach-geschlecht\/<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmbfsfj.bund.de\/bmbfsfj\/themen\/gleichstellung\/gender-care-gap\/indikator-fuer-die-gleichstellung\/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294<\/p>\n<p>https:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.895246.de\/24-9-1.pdf<\/p>\n<p>https:\/\/www.econstor.eu\/bitstream\/10419\/299256\/1\/1857888588.pdf<\/p>\n<p>https:\/\/www.oxfam.de\/themen\/care-arbeit<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":16663,"featured_media":14183,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[],"class_list":["post-14181","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16663"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14181"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14295,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14181\/revisions\/14295"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14183"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}