{"id":14172,"date":"2026-03-17T19:58:00","date_gmt":"2026-03-17T18:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=14172"},"modified":"2026-03-17T19:58:00","modified_gmt":"2026-03-17T18:58:00","slug":"internationaler-frauentag-teil-2-zwischen-aktivismus-und-kommerzialisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2026\/03\/17\/internationaler-frauentag-teil-2-zwischen-aktivismus-und-kommerzialisierung\/","title":{"rendered":"Internationaler Frauentag Teil 2: Zwischen Aktivismus und Kommerzialisierung"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_pb_section_0 et_pb_section et_section_regular et_block_section\">\n<div class=\"et_pb_row_0 et_pb_row et_flex_row\">\n<div class=\"et_pb_column_0 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone\">\n<div class=\"et_pb_text_0 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p style=\"text-align: justify\">Sobald sich der 8. M\u00e4rz n\u00e4hert, trimmen Medien und Werbeprospekte Hetero-M\u00e4nner auf den Kauf von Blumenstr\u00e4u\u00dfen und Pralinen, um ihre Partnerinnen zu beschenken und \u201egl\u00fccklich zu machen\u201c. Doch was einst als k\u00e4mpferischer Internationaler Frauentag tituliert wurde, wird immer mehr zu einem ausgeschlachteten Konsumfeiertag auf Kosten von emanzipierten Frauen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch w\u00fcrde man Frauen nicht \u201egl\u00fccklicher machen\u201c, wenn sie endlich die Chance h\u00e4tten, aus patriarchalen Strukturen ausbrechen zu k\u00f6nnen, anstatt sie mit materialistischen Gesten an einem bestimmten Tag zu ehren?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\"><\/span><\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"et_pb_section_1 et_pb_section et_section_regular et_flex_section\">\n<div class=\"et_pb_row_1 et_pb_row et_grid_row\">\n<div class=\"et_pb_column_1 et_pb_column et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough\">\n<div class=\"et_pb_image_0 et_pb_image et_pb_module et_flex_module\"><span class=\"et_pb_image_wrap\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Gemini_Generated_Image_fzupn7fzupn7fzup.png\" title=\"Gemini_Generated_Image_fzupn7fzupn7fzup\" width=\"1024\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Gemini_Generated_Image_fzupn7fzupn7fzup.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Gemini_Generated_Image_fzupn7fzupn7fzup-980x980.png 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/Gemini_Generated_Image_fzupn7fzupn7fzup-480x480.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" class=\"wp-image-14174\" \/><\/span><\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_1 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Bild ist KI-generiert mit Gemini 3<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"et_pb_column_2 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough\">\n<div class=\"et_pb_text_2 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p style=\"text-align: justify\">Von Rabattcodes bei Shapewear-Anbietern bis zu Preisschlagern bei Discounter-Blumenstr\u00e4u\u00dfen. Der Weltfrauentag wird immer mehr zum Anziehungspunkt f\u00fcr Schn\u00e4ppchenj\u00e4ger und hat nichts mit der Wertsch\u00e4tzung von Frauen und ihren erk\u00e4mpften Rechten zu tun, auch wenn diese Rechte lange nicht ausreichend f\u00fcr eine Chancengleichheit in Deutschland sind.<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"et_pb_row_2 et_pb_row et_flex_row\">\n<div class=\"et_pb_column_3 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone\">\n<div class=\"et_pb_text_3 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p style=\"text-align: justify\">Female-Empowerment wird von vielen Marken als Kampagne genutzt, um<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>sowohl zum einen Sympathie bei den Kaufenden zu gewinnen, als auch zum anderen und auch zugleich viel wichtigeren Faktor, n\u00e4mlich dadurch den wirtschaftlichen Umsatz der Firmen zu steigern. Auch symbolische Werbeartikel wie Blumenstr\u00e4u\u00dfe werden in Rekordzahl verkauft, insbesondere in slawischen L\u00e4ndern. Doch gerade dieses Bild zeigt, wer wirklich vom Frauentag profitiert. Nicht die Frauen, sondern gro\u00dfe Konzerne mit ausgekl\u00fcgelten Marketing-Strategien.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_4 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p style=\"text-align: justify\">Diese starke Kommerzialisierung entpolitisiert nicht nur diesen wichtigen Tag f\u00fcr Frauen, sondern f\u00fchrt auch zu Teilen zum sogenannten \u201ePinkwashing\u201c.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>\u201ePinkwashing\u201c ist eine Form des performativen Feminismus, welchen manche Firmen und Unternehmen nutzen, um sich nach au\u00dfen hin als frauenfreundlich und modern auszugeben, ohne tats\u00e4chlich diese Werte aktiv zu vertreten und innerhalb des Konzerns umzusetzen. An inklusiven und gesellschaftspolitischen Tagen wie dem Internationalen Frauentag ist dieses Ph\u00e4nomen dementsprechend h\u00e4ufig zu beobachten, indem das Marketing die gesellschaftliche Wirkung solcher Tage missbraucht und nur f\u00fcr den Aufschwung des eigenen Profits alibi-m\u00e4\u00dfig unterst\u00fctzt und zelebriert.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_5 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p style=\"text-align: justify\">Wie schon vorhin leicht angedeutet, herrschen Unterschiede bei der Zelebrierung des Weltfrauentages innerhalb Europas, um genauer zu sein, zwischen den ostslawischen Staaten und den westlichen L\u00e4ndern, wie Deutschland. W\u00e4hrend in Deutschland dieser Tag nur in vereinzelten Bundesl\u00e4ndern ein gesetzlicher Feiertag ist, gilt der Weltfrauentag in Osteuropa oft als einer der wichtigsten Nationalfeiertage. Zu diesem Anlass sieht man auf den slawischen Stra\u00dfen wohl kaum einen Mann ohne Blumenstrau\u00df, denn das w\u00fcrde tendenziell den Ruf eines Mannes ruinieren. An diesem Tag wird national die Wertsch\u00e4tzung der Frau gefeiert und das nicht nur in privaten Haushalten, sondern ebenso in Schulen, in welchen die Sch\u00fcler h\u00e4ufig Blumen an alle Sch\u00fclerinnen verschenken. Der kommerzielle Fokus ist im osteurop\u00e4ischen Raum somit auf Geschenke und Aufmerksamkeiten gesetzt, als im Westen, wo der Frauentag mit Marketing und Kampagnen kommerzialisiert wird. Trotzdessen wird in beiden Regionen eine wachsende Bewegung wahrgenommen, welche den Internationalen Frauentag als feministischen Kampftag begreifen will.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_6 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p style=\"text-align: justify\">Um dieser Kommerzialisierung entgegenzuwirken, betonen viele Aktivisten und Gewerkschaften den Aufruf zum gemeinsamen Protest f\u00fcr strukturelle Ver\u00e4nderungen, wie Schlie\u00dfung der Gender Pay Gaps und mehr Chancengleichheit beim politischen Teilhabe. Mit dem feministischen Kampftag rufen somit alle Feministen auf, f\u00fcr Frauenrechte und Chancengleichheit zu streiken und ein klares Zeichen gegen das Patriarchat zu setzen. Somit steht fest: \u201eFrauen wollen keine Blumen am Weltfrauentag, wir wollen Gleichstellung und fundamentale Rechte!\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"et_pb_row_3 et_pb_row et_flex_row\">\n<div class=\"et_pb_column_4 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone\">\n<div class=\"et_pb_text_7 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"et_pb_section_2 et_pb_section et_section_regular et_flex_section\">\n<div class=\"et_pb_row_4 et_pb_row et_flex_row\">\n<div class=\"et_pb_column_5 et_pb_column et-last-child et_flex_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et_flex_column_24_24 et_flex_column_24_24_tablet et_flex_column_24_24_phone\">\n<div class=\"et_pb_text_8 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_flex_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellen:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>https:\/\/www.dgb.de\/mitmachen\/internationaler-frauentag<\/p>\n<p>https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/hintergrund-aktuell\/202437\/8-maerz-weltfrauentag\/<\/p>\n<p>https:\/\/www.youtube.com\/watch<\/p>\n<p>https:\/\/notebooklm.google.com\/notebook\/2fa6a344-d177-4bd5-b3e3-2552d9b2c838<\/p>\n<p>https:\/\/notebooklm.google.com\/notebook\/2fa6a344-d177-4bd5-b3e3-2552d9b2c838<\/p>\n<p>https:\/\/www.youtube.com\/watch<\/p>\n<p>https:\/\/www.cse.ruhr\/weltfrauentag<\/p>\n<p>https:\/\/www.oxfam.de\/themen\/care-arbeit<\/p>\n<p>https:\/\/web.de\/magazine\/wissen\/psychologie\/weltfrauentag-40746674<\/p>\n<p>https:\/\/www.instagram.com\/reel\/DVnlFtdDNWz<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":16663,"featured_media":14274,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[],"class_list":["post-14172","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16663"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14172"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14172\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14292,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14172\/revisions\/14292"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}