{"id":12455,"date":"2025-11-25T10:35:04","date_gmt":"2025-11-25T09:35:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=12455"},"modified":"2025-11-25T10:37:29","modified_gmt":"2025-11-25T09:37:29","slug":"deutsche-minderheiten-teil-1-die-daenische-minderheit-in-suedschleswig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2025\/11\/25\/deutsche-minderheiten-teil-1-die-daenische-minderheit-in-suedschleswig\/","title":{"rendered":"Deutsche Minderheiten (Teil 1) &#8211; Die d\u00e4nische Minderheit in S\u00fcdschleswig"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column et_pb_column_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><span style=\"font-weight: 400\">Wusstest du, dass es mitten in Deutschland eine d\u00e4nische Minderheit gibt? Sie feiern d\u00e4nische Feiertage, lesen d\u00e4nische Zeitungen und die Kinder besuchen d\u00e4nische Schulen. Die d\u00e4nische Minderheit in S\u00fcdschleswig ist ein interessanter Teil der deutschen Kulturlandschaft und trotzdem kennen Sie nicht alle. Als jemand der selbst aus Schleswig-Holstein und somit auch teilweise damit in Kontakt gekommen ist, war dies f\u00fcr mich eine selbstverst\u00e4ndliche Information. Als ich mich zum ersten Mal mit Freunden aus s\u00fcdlicheren Bundesl\u00e4ndern dar\u00fcber unterhalten hatte war ich daher \u00fcberrascht, dass Sie davon vorher noch nie so richtig geh\u00f6rt hatten. Dabei sind die D\u00e4nen ein gutes Beispiel von einem friedlichen Zusammenleben zwischen unterschiedlichen Kulturen innerhalb eines Landes, welches schon seit Jahrzehnten anh\u00e4lt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Mittlerweile hat sich das Verh\u00e4ltnis zwischen den d\u00e4nischen Minderheit und der deutschen Mehrheit zu einem friedlichen miteinander gewandelt, dies war jedoch nicht immer so. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Mitgliederzahl der d\u00e4nischen Minderheit rasch von 2.800 Mitglieder auf 75.000 an. Diese Nummer ist nach der Gr\u00fcndung der Bundesrepublik Deutschlands (BRD) jedoch wieder gesunken, sodass sich die Nummer in den 1950ern auf 50.000 Mitglieder stabilisiert hat. Dies lag daran, dass die Mitglieder nicht unbedingt ihr deutsch-Dasein aufgeben wollten, sondern ein Teil der Minderheit beidem angeh\u00f6rig sein wollte. Heutzutage wird die Idee einer kulturellen Identit\u00e4t als weniger streng angesehen, sodass viele sich zu beiden Kulturen zugeh\u00f6rig f\u00fchlen. Trotzdem ist die Mitgliederzahl seit den 1950ern nicht mehr sonderlich angestiegen und bei ungef\u00e4hr 50.000 Mitgliedern geblieben. Genau kann man die Mitgliederzahl jedoch nicht \u00fcberpr\u00fcfen, da die Mitgliedschaft nicht beim Amt nachgepr\u00fcft werden darf.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Insbesondere ist die Minderheit in S\u00fcdschleswig vertreten, einem Kreis an der Grenze zu D\u00e4nemark. Hier gab es zudem nach dem Ende des zweiten Weltkriegs den Wunsch der d\u00e4nischen Minderheit, dass S\u00fcdschleswig wieder ein Teil von D\u00e4nemark wird. Besonders durch die Seite von Schleswig-Holstein gab es hier Wiederstand. Dieser Wunsch wurde schlie\u00dflich durch die Bonn-Kopenhagener Erkl\u00e4rungen in 1955 zwischen der BRD und D\u00e4nemark gekl\u00e4rt. In den Erkl\u00e4rungen, unterschrieben durch Konrad Adenauer und Hand Christian Svane Hansen, wurde beschlossen, dass es keine Grenzverschiebung geben wird und dass die Rechte der jeweiligen Minderheiten gesch\u00fctzt werden sollen. Hierbei sind sowohl die d\u00e4nische Minderheit in Deutschland, aber auch die deutsche Minderheit in D\u00e4nemark gemeint. Auf der regionalen Ebene wurden diese Erkl\u00e4rungen kritisch angesehen, die Minderheiten zweifelten an, dass diese auch wirklich so umgesetzt werden. Am meisten bef\u00fcrchteten sie, dass es Probleme bei der Gleichbehandlung und der Bekenntnis zur V\u00f6lkergruppe gebe w\u00fcrde. Jedoch waren diese Sorgen unbegr\u00fcndet und die Erkl\u00e4rungen wurden von beiden Seiten umgesetzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Wie bereits erw\u00e4hnt hat sich \u00fcber die Jahrzehnte, besonders mit dem Generationswandel, die Frage zur Identit\u00e4t von einem \u2018Entweder-Oder\u2019 zu einem \u2018Sowohl-als-auch\u2019 entwickelt. Jedoch gibt es immer noch Mitglieder der d\u00e4nischen Minderheit, welche an dem altem Verst\u00e4ndnis von Identit\u00e4t festhalten. Sie haben die Auffassung, dass die Entwicklung der Minderheit, sprich die Aufnahme der deutschen etc., zu weit geht bzw. gegangen ist. Sie sind der Meinung, dass die Minderheit durch die Aufnahme neuer Mitglieder an ihrer Identit\u00e4t einb\u00fc\u00dft und fordern mehr Anforderungen zur Aufnahme neuer Mitglieder.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Mittlerweile wird die Minderheit als ein wichtiges Bindeglied zwischen Deutschland und D\u00e4nemark angesehen, insbesondere zwischen Schleswig-Holstein und D\u00e4nemark gibt es ein gutes Verh\u00e4ltnis. Selbst Daniel G\u00fcnther (CDU, Ministerpr\u00e4sident Schleswig-Holstein) hat bereits \u00f6fter von einer \u2018echten Freundschaft\u2019 zwischen den beiden L\u00e4ndern gesprochen und betonte, dass D\u00e4nemark einer der wichtigsten Partner Schleswig-Holsteins ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Insbesondere die d\u00e4nische Sprache wird als ein wichtiger Teil innerhalb der Minderheit angesehen, jedoch wird diese trotzdem nicht von allen Mitgliedern beherrscht. Besonders als Folge des gro\u00dfen Beitritts nach dem zweiten Weltkrieg wurde dies als ein wachsendes Problem angesehen. Vereine versuchen daher dies zu bek\u00e4mpfen, indem sie sagen, 'soviel d\u00e4nisch wie m\u00f6glich' und 'so wenig deutsch wie n\u00f6tig'. Schlie\u00dflich ist die d\u00e4nische Sprache das sichtbarste Abgrenzungsmerkmal der Minderheit in Norddeutschland. Zudem kommt ein Gro\u00dfteil der Minderheit schlie\u00dflich auch t\u00e4glich mit der d\u00e4nischen Sprache in Kontakt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Heutzutage ist die d\u00e4nische Minderheitsgruppe keine homogene Gruppierung mehr, es gibt keine klare Definition des D\u00e4nischseins. Aber trotzdem erkennt der d\u00e4nische Staat die d\u00e4nische Minderheit im Norden Deutschlands als einen Teil der eigenen Kultur an. <\/span><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><div class=\"csl-bib-body\">\n<div>Quellen<\/div>\n<div class=\"csl-entry\">Bosnjak, R. (2025). Die d\u00e4nische Minderheit im 21. Jahrhundert. In M. G\u00f6llnitz, N. Abraham, T. W. Friis, &amp; M. R. Nissen (Hrsg.), <i>Grenzg\u00e4nger zwischen Deutschland und D\u00e4nemark<\/i> (S. 281\u2013294). transcript Verlag. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783839467589-015\">https:\/\/doi.org\/10.1515\/9783839467589-015<\/a><\/div>\n<div>\n<div class=\"csl-bib-body\">\n<div class=\"csl-entry\"><i>Zusammenarbeit mit D\u00e4nemark<\/i>. (o.\u00a0J.). schleswig-holstein.de. Abgerufen 21. November 2025, von <a href=\"https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/landesregierung\/themen\/europa\/daenemark\/daenemark_node\">https:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/landesregierung\/themen\/europa\/daenemark\/daenemark_node<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":15243,"featured_media":12709,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,1013815,1013673,1013678,1013674,1013818,1013705],"tags":[],"class_list":["post-12455","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-deutschland","category-geschichte","category-giulia-nitschke","category-kultur","category-minderheiten","category-traditionen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15243"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12455"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12455\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12711,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12455\/revisions\/12711"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12709"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}