{"id":1207,"date":"2021-07-13T10:04:28","date_gmt":"2021-07-13T08:04:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=1207"},"modified":"2021-07-06T10:05:05","modified_gmt":"2021-07-06T08:05:05","slug":"bremen-deutschland-new-bremen-ohio-ein-roadtrip-auf-den-spuren-deutscher-auswanderer-teil-3-cincinnati","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2021\/07\/13\/bremen-deutschland-new-bremen-ohio-ein-roadtrip-auf-den-spuren-deutscher-auswanderer-teil-3-cincinnati\/","title":{"rendered":"Bremen, Deutschland &#8211; New Bremen, Ohio: Ein Roadtrip auf den Spuren deutscher Auswanderer &#8211; Teil 3: Cincinnati"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Mit einem geliehenen Wohnmobil bin ich von der kanadischen Grenze aus zu einer Reise in die Vereinigten Staaten aufgebrochen. Einen Monat werde ich die neuenglischen Staaten sowie Teile <em>American South <\/em>und <em>Midwest <\/em>durchqueren. Meine Reise f\u00fchrt mich zu den Great Smoky Mountains zwischen Tennessee und North Carolina, <em>Native Americans<\/em> in den Blue Ridge Mountains und j\u00fcdischen Gemeinden in Baltimore und New York. Doch in den ersten Tagen meiner Reise bin ich auf der Suche nach einem ganzen anderen Amerika. Demjenigen Teil der USA, wo bis heute Stra\u00dfennamen deutschen Ursprungs sind und Bier nach deutschem Reinheitsgebot gebraut wird. Eine Reise auf den Spuren deutscher Auswanderer in Nordamerika.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong><span style=\"font-size: 12pt\">Dritter Teil: Cincinnati<\/span><\/strong><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Um Downtown Cincinnati zu erreichen, muss zun\u00e4chst der m\u00e4chtige Ohio River passiert werden. \u00dcber die blauen Stahlgitter der einst weltweit l\u00e4ngsten H\u00e4ngebr\u00fccke blicke ich hinab in den Strom, in dessen Wasser das Sonnenlicht mal himmelblau widerscheint, mal von einer schlammigen Tr\u00fcbe verschluckt wird. Dieses Wasser war der Reichtum der Stadt. \u00dcber Transportschiffe wurden nicht nur die kleinen Ortschaften Ohios versorgt; der Warenaustausch \u00fcber Wasser verband das n\u00f6rdliche Ohio mit dem s\u00fcdlichen Louisiana. Im pulsierenden Handelszentrum Cincinnati siedelten sich alsbald Produktionsfirmen jeglicher Art an. Von der Holz- \u00fcber die \u00d6lindustrie bis zur Tabakproduktion. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jener 20j\u00e4hrige Bremer Auswanderer stieg hier vom Angestellten eines Grocery Store zum Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eines Zigarren-Gesch\u00e4fts auf. \"Cincinnati ist eine noch neue bl\u00fchende Stadt\", schrieb er enthusiastisch 1846 an seinen Vater, \"z\u00e4hlt circa 90000 Einwohner, worunter sich ungef\u00e4hr 25000 Deutsche befinden\". Damit waren fast ein Drittel der Bev\u00f6lkerung Cincinnatis deutscher Herkunft, mehr als zu jener Zeit in New York City.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_0\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0365-scaled.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG_0365\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0365-scaled.jpg 2560w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0365-1280x960.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0365-980x735.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0365-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" class=\"wp-image-1214\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><em>Vor der Skyline Cincinnatis erhebt sich die John A. Roebling Suspension Bridge \u00fcber den m\u00e4chtigen Strom des Ohio River. Um weiterhin schiffbar bleiben zu k\u00f6nnen, musste die H\u00e4ngebr\u00fccke in H\u00f6he und L\u00e4nge einen Superlativ bilden. Bis zum Bau der Brooklyn Bridge 1883 war sie mit 322 Metern die l\u00e4ngste H\u00e4ngebr\u00fcck der Welt - und damit Zeichen des Wohlstandes von Cincinnati.<\/em><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Durch den oft anhaltenden Kontakt mit den in der Heimat verbliebenden Verwandten machte sich Cincinnati in Deutschland einen Namen. Die aus Bremen und seinem Umland Fortgezogenen suchten in der Neuen Welt ein St\u00fcck ihrer alten Heimat. Hier, in Cincinnati, 700 Meilen westlich von New York City, konnten sie es finden. Man traf nicht nur auf Freunde aus alter Zeit: Auch das kulturelle Leben der Gro\u00dfstadt lie\u00df die Illusion entstehen, nicht tausende Kilometer entfernt von dem Orte zu sein, wo man Familie und Freunde zur\u00fcckgelassen hatte. Deutsche Schulen und christliche Gemeinden, deutschsprachige Zeitungen und Verlage lie\u00dfen die deutsche Sprache zu einem festen Bestandteil Cincinnatis werden. Konnten in einer der vielen deutschen Metzgereien und Lokalit\u00e4ten traditionelle Gerichte Nordwestdeutschlands und Bayerns erworben und verspeist werden, wurde in der Brauerei des bayrischen Auswanderers Christian Morelein Bier nach bayrischem Reinheitsgebot hergestellt und von Cincinnati aus bis in die Alte Welt exportiert.<\/p>\n<p>Doch die deutschen Auswanderer stie\u00dfen in Cincinnati nicht nur auf Akzeptanz. Immer wieder kam es zu vereinzelten \u00dcbergriffen \u2013 Schl\u00e4gereien oder Vandalismus in deutschen Gesch\u00e4ften und Lokalen, bei denen gegenseitige Ressentiments den Hass sch\u00fcrten. Ein zus\u00e4tzlicher Grund wohl, weshalb in den 1850er Jahren ein deutsches Wohnviertel oberhalb von Downtown Cincinnati entstand: Das Einwandererviertel \"Over-the-Rhine\". Um zu diesem h\u00f6her gelegenen Teil der Stadt zu gelangen, musste zun\u00e4chst der neu gebaute Miami und Erie-Kanal \u00fcberquert werden. Viele der deutschen Auswanderer \u00fcberkam hier, bei der \u00dcberquerung des gigantischen Kanals, ein Hauch von Nostalgie: Man ginge <em>\u00fcber den Rhein<\/em>, riefen sich die Auswanderer vergn\u00fcgt auf dem Weg zur Arbeit weiter unten in der Innenstadt zu. Binnen k\u00fcrzester Zeit hatte sich hier die Mehrheit der deutschsprachigen Unternehmen angesiedelt; lebten die deutschsprachigen Fabrikarbeiter in den hier neuentstandenen Wohnbl\u00f6cken.<\/p>\n<p>Die Wirtschaft Cincinnatis wuchs mit der haltlos zunehmenden deutschen Bev\u00f6lkerung. War die Einwohnerzahl mit der immer neuen Gr\u00fcndung von Produktionsst\u00e4tten in den 1880er Jahren bereits auf 255.000 gestiegen, bezeichnete sich fast die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung Cincinnatis als Deutschamerikaner. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges waren es zwei Drittel gewesen. Doch ebenso wie in New York, ebenso wie in nahezu allen Gro\u00dfst\u00e4dten der Vereinigten Staaten bedeutete der Kriegseintritt der USA 1917 das Ende der pulsierenden deutschen Gemeinschaften. Binnen weniger Jahre schien das kulturelle Erbe der deutschen Auswanderer aus dem Stadtbild Cincinnatis ausradiert worden zu sein: Keine deutschen Druckereien mehr, kein Sauerkraut und Bretzeln an den Theken der innerst\u00e4dtischen Lokale. Wie in New York wurden Familiennamen anglisiert, aber auch die in Cincinnati vorhandenen Stra\u00dfennamen gr\u00f6\u00dftenteils in einen obskuren Sinn verkehrt. Die \"Mueller Avenue\" wurde in ihren Buchstaben gespiegelt, hie\u00df mit einem Male \"Relleum Avenue\".<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_2_3 et_pb_column et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Und heute? Ist tats\u00e4chlich jede Spur deutschen Lebens hier in Cincinnati bis in unsere Zeit verwischt? Schon die Fahrt nach Downtown Cincinnati stellt sich all meinen Erwartungen entgegen. W\u00e4hrend ich an einer Kreuzung auf das Umstellen der Ampel warte, betrachtete ich das Stra\u00dfenschild n\u00e4her \u2013 WACHENDORF ST. Ich fahre rechts ran und mache begeistert eine Aufnahme. Das Wachendorf von Johann Diedrich Sander, der aus dem Bremer Land gen Westen zog? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Denn insgesamt f\u00fcnf Orte f\u00fchren in Deutschland den Namen \"Wachendorf\", Familiennamen nicht mitgerechnet.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_1_3 et_pb_column et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_1\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1576\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0163-2-scaled.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG_0163 (2)\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0163-2-scaled.jpg 1576w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0163-2-1280x2079.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0163-2-980x1592.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0163-2-480x780.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1576px, 100vw\" class=\"wp-image-1225\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_3  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_2_5 et_pb_column et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_2\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0298-scaled.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG_0298\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0298-scaled.jpg 1920w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0298-1280x1707.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0298-980x1307.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0298-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw\" class=\"wp-image-1228\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_3_5 et_pb_column et_pb_column_5  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Im Zentrum angelangt, parke ich das Wohnmobil an einem Parkplatz, der zwischen den Schluchten bauf\u00e4lliger Hochh\u00e4user liegt. Schon bei der Einfahrt in die Gro\u00dfstadt habe ich erfahren, dass dies die eine Seite Cincinnatis ist. Denn der Rust Belt h\u00f6rt nicht am Erie-See auf. Zun\u00e4chst mussten Arbeiter Maschinen weichen; dann wurde die Produktion der gro\u00dfen Firmen Cincinnatis nach Asien verlagert. Hatte die Stadt 1960 schon 40 Prozent seiner Einwohner verloren, sank die Bev\u00f6lkerungszahl weiter. Z\u00e4hlte Cincinnati zu seinen gr\u00f6\u00dften Zeiten mehr als eine halbe Million Einwohner, sind es heute knapp 300.000. Ein Gro\u00dfteil von ihnen lebt unterhalb der Armutsgrenze, sodass die Stadt am Ohio River zu den \u00e4rmsten Gro\u00dfst\u00e4dten der Vereinigten Staaten z\u00e4hlt. Gepaart ist die wirtschaftliche Armut mit sozialen Konflikten. Die Masse der sozial Deklassierten sind afroamerikanische B\u00fcrger, die sich im Over-the-Rhine konzentrieren. Nicht ohne Grund eskalierten hier 2001 die Proteste am Mord eines unbewaffneten Afroamerikaners durch einen wei\u00dfen Polizisten. Over-the-Rhine erhielt alsbald den Ruf der \"most dangerous neighborhood\".<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_4  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Dies ist die eine Seite Cincinnatis. Vielerorts ist sie offensichtlich. Mein Parkplatz war dabei keine Ausnahme: Immer wieder treffe ich auf solche \u00abparking lots\u00bb, wo einst ganze Wohnblocks gestanden haben. Zahlreiche Schaufenster sind mit Holzbrettern vernagelt, K\u00e4ufer seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten gesucht. \u00a0Die andere Seite aber ist das zunehmend hohe soziale und wirtschaftliche Engagement der Einwohner und Unternehmer Cincinnatis seit den vergangenen zwanzig Jahre. Als Antwort auf die \"Cincinnati riots\" folgte 2001 ein Revitalisierungsprogramm. Seither sind hunderte Millionen an US-Dollar in wirtschaftliche, soziale und kulturelle Programme geflossen. Und auch dies wird offensichtlich, sobald ich durch die Stra\u00dfen der Downtown ziehe. Historische Geb\u00e4ude wurden restauriert; das alte Cincinnati erlebt nun eine Renaissance. Die Stadt kann so mit architektonisch herausragenden Geb\u00e4uden des Art d\u00e9co gl\u00e4nzen. Auch vermischt sich Altes mit Neuem: K\u00fcnstler aus ganz Amerika haben in der gesamten Downtown R\u00fcckfassaden mit Wandmalereien belebt.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_3\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0196-scaled.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG_0196\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0196-scaled.jpg 1920w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0196-1280x1707.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0196-980x1307.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0196-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw\" class=\"wp-image-1233\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><span style=\"font-size: 10pt\"><em>Eine Stadt der Kontraste: In Cincinnati reihen sich verlassene H\u00e4userblocks an vor wenigen Jahren renovierte Hochh\u00e4user und Industriebauten. Gemeinsam versuchen B\u00fcrger, K\u00fcnstler und Unternehmer, die Stadt wieder mit Leben zu f\u00fcllen.<\/em><\/span><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_5  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_2_5 et_pb_column et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_4\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0248-scaled.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG_0248\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0248-scaled.jpg 2560w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0248-1280x960.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0248-980x735.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0248-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" class=\"wp-image-1236\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_9  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><em><span style=\"font-size: 10pt\">Im ehemaligen deutschen Einwandererviertel Over-the-Rhine ist wieder st\u00e4dtisches Leben zur\u00fcckgekehrt. Gemeinsam veranstalten Einwohner und Unternehmer allj\u00e4hrlich ein mehrt\u00e4giges Stra\u00dfenfest, dass sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Auch au\u00dferhalb der Stadtgrenzen. <\/span><\/em><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_3_5 et_pb_column et_pb_column_8  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Selbst das deutsche Leben ist in die Stadt zur\u00fcckgekehrt. Bemerken tue ich dies, als ich aus der \"Doerr Alley\" in eine belebte Stra\u00dfe trete, die von Marktst\u00e4nden ges\u00e4umt ist. Zuf\u00e4llig treffe ich auf das Stadtfest, das B\u00fcrger, kulturelle Institutionen und Ladeninhaber in der Downtown j\u00e4hrlich organisieren. Vorbei an St\u00e4nden, an denen neben Burgern und Pies afrikanische und deutsche Gerichte angeboten werden, gelange ich in den n\u00f6rdlicheren Brewery District, der schon zum \"Over-the-Rhine\" geh\u00f6rt. Einst waren hier die deutschen Brauereien und Bierh\u00e4user angesiedelt. Heute gibt es sie wieder hier: Die Christian Morelein Brewing Company hat 2010 den Betrieb wieder aufgenommen, auch das alte Hofbrauhaus wird wieder besucht. Hier gehe ich aus dem Marktgeschehen heraus, um in einen der vielen Kunst- und Vintage-L\u00e4den der Stadt einzutreten. Ich bl\u00e4ttere mich durch die Gem\u00e4lde eines einheimischen K\u00fcnstlers, der Kinos, Theater und Hochh\u00e4user der Stadt in intensiven Farben zum Leuchten bringt. An der Kasse komme ich mit der Ladenbesitzerin ins Gespr\u00e4ch. <\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_6  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_9  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Die europ\u00e4isch anmutende Frau scheint mir anzusehen, dass ich von \"dr\u00fcben\" komme. Als ich erz\u00e4hle, dass ich aus Bremen \u2013 \"a town in Northern Germany near Hamburg\" - stamme, kommt Begeisterung auf. Ob sie Bremen kenne? Aber nat\u00fcrlich, ihre Eltern kamen von Hamburg, sind in den 1960er Jahren nach Cincinnati gezogen! Nach weiterem Reden holt sie aus einer Schublade einen Flyer hervor und h\u00e4lt ich mir entgegen. \"Cincinnati Brewery Tours\", steht hierauf in gro\u00dfen Lettern. Die Ladeninhaberin erz\u00e4hlt mir von der neugegr\u00fcndeten B\u00fcrgerinitiative. Sie bietet gef\u00fchrte Touren durch das aus der Prohibition stammende Kellersystem von Brauereien an, in denen die Einwohner der Stadt gesch\u00fctzt vor dem Gesetz ihr t\u00e4gliches Bier zu sich nahmen. \"Auch deutsche Brauereien geh\u00f6rten dazu.\"<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_5\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"2452\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0304-2-scaled.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG_0304 (2)\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0304-2-scaled.jpg 2560w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0304-2-1280x1226.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0304-2-980x939.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0304-2-480x460.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" class=\"wp-image-1239\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_12  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><span style=\"font-size: 10pt\"><em>Ein Relikt der deutschen Vergangenheit Cincinnatis ist auch das Haus der ehemaligen \"Deutschen Gegenseitigen Versicherungsgesellschaft von Cincinnati\". Der Bau k\u00fcndigt die Vermengung europ\u00e4ischer und amerikanischer Einfl\u00fcsse in der nordamerikanischen Gro\u00dfstadt um die Jahrhundertwende an.<\/em><\/span><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_13  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Weiter erkunde ich die Stadt und sto\u00dfe im Laufe des restlichen Tages immer wieder auf vergangene und gegenw\u00e4rtige Zeugnisse deutschen Lebens. Vorbei an einem viktorianischen Geb\u00e4ude, in dem einst die \u00abDeutsche Gegenseitige Versicherungsgesellschaft von Cincinnati\u00bb untergebracht war, gelange ich schlie\u00dflich zum Ende des Einwandererviertels. Hier ragt ein Glockenturm aus rotem Ziegelstein empor \u2013 eine Hommage an die deutsche Baukultur. In wei\u00dfen Majuskeln steht hierauf \"Over-the-Rhine\" geschrieben. Auf einer nur wenige Meter entfernten Wiese eine Reklame zum kommenden Sch\u00fctzenfest. Und nicht nur Sch\u00fctzenfeste werden heute von den Deutschamerikanern wieder organisiert. Cincinnati ist Veranstaltungsort des gr\u00f6\u00dften Oktoberfestes au\u00dferhalb von Deutschland! Ob Tradition, Folklore oder einfach nur Touristenmagnet: Das kulturelle Erbe der deutschen Auswanderer ist heute nicht mehr ein Schandfleck amerikanischer Familien.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_6\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0388-2-scaled.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG_0388 (2)\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0388-2-scaled.jpg 1920w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0388-2-1280x1707.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0388-2-980x1307.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/files\/IMG_0388-2-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw\" class=\"wp-image-1240\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_14  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><em><span style=\"font-size: 10pt\">Die deutsche Vergangenheit ist im Stadtbild Cincinnatis weiterhin pr\u00e4sent. Daf\u00fcr zeugt auch der noch junge Glockenturm, der Anfang und Ende des deutschen Einwandererviertels \"Over-the-Rhine\" markiert.<\/span><\/em><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_15  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Bevor ich Cincinnati verlasse, gehe ich noch einmal herunter zur neu gestalteten Uferpromenade. Auf meiner weiteren Reise muss ich mich zun\u00e4chst vom Ufer des Ohio River trennen. Denn meine Suche nach den Spuren Bremer Auswanderer f\u00fchrt mich Richtung Norden in eine Kleinstadt von Ohio: New Bremen.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":13237,"featured_media":1242,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,547280,849434,849407,547623,52088],"tags":[],"class_list":["post-1207","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-debatte-europa","category-europas-grenzen","category-florian-wichert","category-unterwegs","category-usa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13237"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1207"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1207\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1641,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1207\/revisions\/1641"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}