{"id":11425,"date":"2025-10-12T13:20:22","date_gmt":"2025-10-12T11:20:22","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/?p=11425"},"modified":"2025-10-12T13:20:28","modified_gmt":"2025-10-12T11:20:28","slug":"wem-gehoert-gibraltar-grossbritannien-und-spanien-im-dauerstreit-um-den-besitz-einer-halbinsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/2025\/10\/12\/wem-gehoert-gibraltar-grossbritannien-und-spanien-im-dauerstreit-um-den-besitz-einer-halbinsel\/","title":{"rendered":"Wem geh\u00f6rt Gibraltar? &#8211; Gro\u00dfbritannien und Spanien im Dauerstreit um den Besitz einer Halbinsel"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>F\u00fcr zwei spanische Nationalspieler hatten die Feierlichkeiten nach dem gewonnenen Finale der Fu\u00dfball-EM im letzten Jahr ein bitteres Nachspiel. \u00c1lvaro Morata und Rodri <a href=\"https:\/\/www.kicker.de\/uefa-sperrt-rodri-und-morata-1042971\/artikel\">wurden von der UEFA f\u00fcr das n\u00e4chste Spiel gesperrt<\/a>, nachdem diese zuvor bereits ein Ermittlungsverfahren gegen die beiden Spieler eingeleitet hatte. Der Grund: Sie stimmten w\u00e4hrend der Feier mehrmals den Slogan \u201eGibraltar ist spanisch\u201c ein, was als eine klare Provokation gegen Gro\u00dfbritannien bzw. England (dem Finalgegner Spaniens bei der EM 2024) aufgefasst wurde und von <a href=\"https:\/\/www.mirror.co.uk\/sport\/football\/news\/rodri-euros-celebrations-gibraltar-spain-33252368\">britischen Medien<\/a> als politischer Skandal betitelt wurde.<\/p>\n<p>Der Hintergrund des Skandals ist ein seit Jahrhunderten andauernder Streit zwischen Spanien und Gro\u00dfbritannien um den Besitz Gibraltars. Gibraltar befindet sich an der s\u00fcdlichen Spitze der iberischen Halbinsel und liegt n\u00f6rdlich der Stra\u00dfe von Gibraltar, welche Europa mit Afrika im Norden Marokkos verbindet. Mit ca. 40.000 Einwohnern und einer Fl\u00e4che von 6,5km\u00b2, l\u00e4sst sich die Gr\u00f6\u00dfe Gibraltars mit Kleinst\u00e4dten in Deutschland vergleichen.<\/p>\n<p>Warum genau eine kleine Halbinsel im S\u00fcden Europas zu politischen Spannungen zwischen beiden Staaten f\u00fchrt, soll im Folgenden dargestellt werden.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><span style=\"font-size: 12pt\"><u>Spanischer Erbfolgekrieg (1701-1714) als Ursache des Streits<\/u><\/span><\/p>\n<p>Der Ursprung f\u00fcr den bis heute andauernden Streit liegt im Spanischen Erbfolgekrieg zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Im Kampf um die Herrschaft \u00fcber Spanien nach dem Tod von Karl II. f\u00fchrte Gro\u00dfbritannien eine Koalition mit \u00d6sterreich und den Niederlanden an, die den Sohn des \u00f6sterreichischen Kaisers Leopold I. als Thronfolger anstrebten. Auf der anderen Seite unterst\u00fctzte Spanien das Vorhaben des franz\u00f6sischen K\u00f6nigs Ludwig XIV. seinen Enkel, Philipp von Anjou, auf den Thron bringen zu wollen.<\/p>\n<p>Am 1. August 1704 traf eine Flotte aus britischen und niederl\u00e4ndischen Kriegsschiffen vor Gibraltar ein. Unter der Leitung des deutschen Prinzens Georg von Hessen-Darmstadt landeten etwa 1.800 Soldaten, welche den Landzugang zur Stadt versperrten, w\u00e4hrend die Flotte den Seezugang blockierte. Zwei Tage sp\u00e4ter starteten die britischen und niederl\u00e4ndischen Soldaten einen Gro\u00dfangriff auf einige Au\u00dfenwerke der Halbinsel. Dieser war vor allem aufgrund der Bestimmung Georg von Hessen-Darmstadts, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/kopf-des-tages\/article240280449\/Eroberung-von-Gibraltar-Der-Trick-des-deutschen-Feldmarschalls.html\">die Angriffe w\u00e4hrend der spanischen Mittagshitze durchzuf\u00fchren<\/a>, um Konzentrationsschw\u00e4chen der spanischen Verteidiger bestm\u00f6glich auszunutzen, erfolgreich und f\u00fchrte zur Kapitulation ihrer Gegner.<\/p>\n<p>Im Zuge des 1713 abgeschlossenen Friedensvertrag von Utrecht wurde Gibraltar offiziell Gro\u00dfbritannien zugesprochen. Jedoch akzeptierte Spanien lediglich die milit\u00e4rische Nutzung Gibraltars durch Gro\u00dfbritannien und erhob weiterhin den Hoheitsanspruch \u00fcber die Halbinsel. Im Jahr 1727 sowie zwischen 1779 und 1783 scheiterten zwei Versuche Spaniens zur milit\u00e4rischen R\u00fcckeroberung Gibraltars. 1830 wurde Gibraltar zudem zur britischen Kronkolonie, wodurch die britische Vormachtstellung ausgebaut wurde und Spanien jegliche milit\u00e4rischen Ambitionen zur R\u00fcckeroberung Gibraltars aufgab.<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><span style=\"font-size: 12pt\"><u>Franco-Regime befeuert mit Grenzblockaden den Konflikt<\/u><\/span><\/p>\n<p>Der spanische Diktator Francisco Franco betitelte den Verlust Gibraltars als \u201enationale Schmach\u201c und machte die R\u00fcckeroberung Gibraltars zu einem seiner wichtigsten au\u00dfenpolitischen Ziele. Allerdings verzichtete Franco w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges noch auf Ma\u00dfnahmen zur Einnahme der Halbinsel, obwohl das nationalsozialistische Deutschland mit dem <em>Unternhemen Felix<\/em> einen konkreten Plan zur Eroberung Gibraltars in Kooperation mit Spanien vorlegte. Diesen lehnte Franco schlie\u00dflich ab, was <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/adolf-hitler-franco-zweiter-weltkrieg-treffen-in-hendaye-1940-winston-churchill-gibraltar-1.6304223?reduced=true\">laut den Einsch\u00e4tzungen mehrerer Historiker<\/a>, finanzielle Gr\u00fcnde hatte, da die spanische Wirtschaft in Folge des B\u00fcrgerkriegs von 1936-1939 enorm geschw\u00e4cht war.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz setzte Franco nach Ende des Zweiten Weltkriegs seine Bem\u00fchungen zur Einnahme Gibraltars fort, wenngleich er daf\u00fcr keine milit\u00e4rischen Aktionen plante, sondern stattdessen Initiativen auf diplomatischer Ebene startete. So initiierte Spanien im Jahr 1963 im Rahmen einer Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) eine tiefergehende Auseinandersetzung zum Streitfall. Zwar stimmte eine Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten (73:19 Stimmen) daf\u00fcr, dass Gro\u00dfbritannien und Spanien Neuverhandlungen \u00fcber die Zugeh\u00f6rigkeit Gibraltars aufnehmen sollten, weshalb f\u00fcr das Jahr 1967 eine Volksabstimmung der Bewohner Gibraltars \u00fcber eine R\u00fcckkehr ins spanische Hoheitsgebiet angesetzt wurde.<\/p>\n<p>Das Ergebnis dieser zeigte den Willen der gibraltarischen Bev\u00f6lkerung mehr als deutlich auf: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/1967\/09\/11\/archives\/gibraltar-votes-to-remain-british-a-return-to-rule-by-spain-is.html\">Eine fulminante Mehrheit von 99,64% stimmte f\u00fcr den Verbleib Gibraltars unter britischer Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/a> Die britische Regierung wusste diesen herausragenden Erfolg direkt zu nutzen und <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vor-50-jahren-als-gibraltar-eine-neue-verfassung-bekam-100.html\">verabschiedete 1969 eine neue Verfassung f\u00fcr Gibraltar<\/a>, die Gibraltar von nun an als \u201eautonomer Teil der britischen \u00dcberseegebiete\u201c definiert. Dies bedeutete konkret, dass eine eigenst\u00e4ndige politische Verwaltung samt Parlament und Regierungssystem f\u00fcr Gibraltar eingef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Anspr\u00fcche Spaniens war diese Entwicklung ein herber Schlag, weshalb sich Franco zu einer drastischen Gegenma\u00dfnahme gezwungen sah. Nur wenige Wochen nachdem die Verfassung in Kraft trat, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article118984998\/Gibraltar-Fuehlen-uns-an-dunkelste-Franco-Zeiten-erinnert.html\">lie\u00df Franco die Landgrenze schlie\u00dfen<\/a> und sperrte den Flug- und Schiffsverkehr zwischen Spanien und Gibraltar. Die Konsequenzen bekam vor allem die Wirtschaft Gibraltars zu sp\u00fcren, da die rund 5000 spanischen Pendler, die knapp ein Drittel der Arbeitskr\u00e4fte ausmachten, durch die Grenzschlie\u00dfung wegfielen. Besonders Familien erlebten eine traumatische Zeit, da die Bewohner Gibraltars ihre Heimat nur \u00fcber Umwege per Schiff oder per Flugzeug verlassen konnten.<\/p>\n<p>Insgesamt 13 Jahre dauerten die Grenzblockaden an, ehe sie 1982 von der nun demokratischen Regierung Spaniens beendet wurden.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><u>Spanischer EU- und NATO-Beitritt l\u00e4sst den Konflikt etwas beruhigen<\/u><\/p>\n<p>Im Zuge der demokratischen Transition Spaniens nach dem Ende des Franco-Regimes 1975, bekannte sich Spanien durch den NATO-Beitritt 1982 und den EU-Beitritt 1986 zu den Werten der westlichen Welt. Die Tatsache, dass Spanien und Gro\u00dfbritannien von nun an gemeinsam in supranationalen Organisationen agieren, f\u00fchrte dazu, dass sich beide Staaten im Gibraltar-Konflikt zumindest etwas ann\u00e4herten. Nachdem die spanische Regierung 1982 die Grenzblockaden beendete, einigten sich Spanien und Gro\u00dfbritannien auf die gemeinsame Nutzung des Flughafens von Gibraltar.<\/p>\n<p>Zu Beginn des 21. Jahrhundert schien sogar eine gemeinsame L\u00f6sung zur Beendigung des Konflikts m\u00f6glich zu sein. So zeigte sich britische Regierung dazu bereit, die Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber Gibraltar mit Spanien teilen zu wollen. Deshalb initiierten beide Staaten im Jahr 2002 eine gemeinsame Volksabstimmung, in der die Bewohner Gibraltars \u00fcber eine britisch-spanische Co-Souver\u00e4nit\u00e4t entschieden.<\/p>\n<p>Allerdings zeigte sich bereits im Vorfeld der Abstimmung, dass die gibraltarische Regierung keinerlei Interesse an einer Co-Souver\u00e4nit\u00e4t hatte und eine Beteiligung Spaniens mit allen Mitteln verhindern wollte. Letztendlich war das Ergebnis der Abstimmung \u00e4hnlich eindeutig wie das Votum aus 1967: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/abstimmung-gibraltar-will-britisch-bleiben-a-221891.html\">98,97% lehnten die geteilte Souver\u00e4nit\u00e4t ab und stimmten f\u00fcr die Beibehaltung des Status Quo ab.<\/a> Ausschlaggebend f\u00fcr das Ergebnis war vor allem die Tatsache, dass Spanien auch mit einer demokratischen Regierung weiterhin als Feindbild gesehen wurde. Zu nachtragend und traumatisch waren die Erlebnisse der gibraltarischen Bev\u00f6lkerung w\u00e4hrend der \u00c4ra Franco.<\/p>\n<p>Dennoch konnten im Verlaufe der 2000er-Jahre leichte Verbesserungen im Verh\u00e4ltnis zwischen Gibraltar und Spanien beobachtet werden. 2006 schlossen die Au\u00dfenminister beider Staaten einen Vertrag zur Zusammenarbeit, welcher die Grenzkontrollen \u00fcber die Landseite erleichterte. Im Jahr 2009 kam es erstmals seit Beginn der britischen Hoheit zu einem offiziellen Staatsbesuch eines Mitglieds der spanischen Regierung in Gibraltar.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><u>Der Brexit f\u00fchrt zu neuen Herausforderungen<\/u><\/p>\n<p>Als am 23. Juni 2016 eine knappe Mehrheit von 51,9% der britischen W\u00e4hler*innen f\u00fcr den EU-Austritt Gro\u00dfbritanniens stimmten, bekam Gibraltar die Konsequenzen der britischen Herrschaft zu sp\u00fcren. Denn w\u00e4re Gibraltar ein eigener autonomer Staat, h\u00e4tte sich die gibraltarische Bev\u00f6lkerung niemals \u00fcber m\u00f6gliche Folgen eines EU-Austritts Gedanken machen m\u00fcssen. Mit einer klaren Mehrheit von 96% der Stimmen, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article184365398\/Gibraltar-Streit-Warum-der-Affenfelsen-den-Brexit-blockiert.html\">votierten die B\u00fcrger*innen der Halbinsel f\u00fcr einen Verbleib in der EU<\/a> und gegen den Brexit.<\/p>\n<p>Folglich <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nach-dem-brexit-votum-unsichere-zeiten-fuer-gibraltar-und-100.html\">bedurfte es zahlreicher Verhandlungen<\/a> zwischen Spanien, Gro\u00dfbritannien und der EU, um wirtschaftliche, territoriale und soziale Folgen des Brexits zu regulieren. Insbesondere der Zugang zum EU-Binnenmarkt ist f\u00fcr die Wirtschaft Gibraltars von besonderer Bedeutung, da t\u00e4glich etwa 15.000 Menschen zur Arbeit nach Gibraltar pendeln. <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/wirtschaft-politik\/gibraltar-das-unterschaetzte-brexit-problem\">Ohne spezielle Regelungen w\u00fcrden Grenzkontrollen anfallen, die neben einem verz\u00f6gerten Pendelverkehr auch Belastungen f\u00fcr den Handel und Tourismus zur Folge h\u00e4tten.<\/a><\/p>\n<p>Nach jahrelangen Verhandlungen gelang im Juni dieses Jahres mit der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-06\/eu-grossbritannien-brexit-gibraltar-grenze-regelung\">Verabschiedung eines Grenzabkommens<\/a> zwischen den drei Parteien (Spanien, Gro\u00dfbritannien, EU) der endg\u00fcltige Durchbruch zur Regulierung der durch den Brexit bedingten Probleme. Als Resultat des Abkommens fallen jegliche Kontrollen im Personen- und G\u00fcterverkehr zwischen Spanien und Gibraltar weg. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Britisches-Ueberseegebiet-nach-dem-Brexit\/!5741067\/\">Gibraltar bleibt somit Teil des EU-Binnenmarkts und des Schengen-Raums<\/a>, wodurch die Bewohner Gibraltars die Vorteile des grenzfreien Reisens innerhalb der EU genie\u00dfen k\u00f6nnen. Die Kontrollen an der EU-Au\u00dfengrenze finden zudem nicht mehr am Grenz\u00fcbergang zwischen Spanien und Gibraltar statt, sondern werden zuk\u00fcnftig am Flughafen Gibraltars abgehalten. Hierf\u00fcr besteht eine Kooperation zwischen spanischen und gibraltarischen Beamten.<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><u>Fazit<\/u><\/p>\n<p>Der rechtliche Status Gibraltars ist seit \u00fcber 300 Jahren unver\u00e4ndert. Seit 1713 steht die Halbinsel unter der Souver\u00e4nit\u00e4t Gro\u00dfbritanniens, was von der gibraltarischen Bev\u00f6lkerung in zwei Referenden (1967 und 2002) mit breiter Zustimmung best\u00e4tigt wurde. Auch nach dem Austritt Gro\u00dfbritanniens aus der EU gibt es keinerlei Bestrebungen nach einer erneuten Auseinandersetzung \u00fcber den aktuellen Status der Halbinsel.<\/p>\n<p>Jedoch l\u00f6st der Verlust Gibraltars f\u00fcr Spanien bis heute generationen\u00fcbergreifend kontroverse und emotionale Reaktionen aus, wie nicht nur die beispielhaften Provokationen der Fu\u00dfballnationalspieler zeigen, sondern auch einigen <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/brexit-pedro-sanchez-gab-sich-in-gibraltar-frage-hart-15906144.html\">\u00c4u\u00dferungen spanischer Politiker<\/a> zu entnehmen ist. Seitdem Spanien demokratisch regiert wird, gibt es zwar keine konkreten Pl\u00e4ne f\u00fcr eine m\u00f6gliche Einnahme Gibraltars mehr, allerdings besteht auch in der aktuellen spanischen Politik nach wie vor <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Spanien-fordert-Gibraltar-zurueck-article18035086.html\">Anspruch auf Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber Gibraltar<\/a>.<\/p>\n<p>Obwohl sich beide Staaten seit den 1990er-Jahren angen\u00e4hert haben, ist ein endg\u00fcltiges Ende des Dauerkonflikts somit nicht in Sicht.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><span style=\"font-size: 14pt\">Quellen:<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/gibraltar-das-muessen-sie-zum-dauerkonflikt-wissen-a-1122313.html\">Gibraltar: Das m\u00fcssen Sie zum Dauerkonflikt wissen (Der SPIEGEL)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-04\/gibraltar-brexit-spanien-grossbritannien-eu-zukunft\">Gibraltar: Fast sieben Quadratkilometer Streit (Die Zeit)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vor-50-jahren-als-gibraltar-eine-neue-verfassung-bekam-100.html\">Vor 50 Jahren - Als Gibraltar eine neue Verfassung bekam (Deutschlandfunk)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/gibraltar-123.html\">Gibraltar und der Brexit: Der Stein des Ansto\u00dfes (Tagesschau)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nach-dem-brexit-votum-unsichere-zeiten-fuer-gibraltar-und-100.html\">Nach dem Brexit-Votum - Unsichere Zeiten f\u00fcr Gibraltar und S\u00fcdspanien (Deutschlandfunk)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-06\/eu-grossbritannien-brexit-gibraltar-grenze-regelung\">Brexit: EU und Gro\u00dfbritannien einigen sich auf Grenzabkommen zu Gibraltar (Die Zeit)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":15578,"featured_media":11428,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,1013737,1013794],"tags":[1013795,357628,1013631],"class_list":["post-11425","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-elias-mahlstaedt","category-gibraltar","tag-gibraltar","tag-grossbritannien","tag-spanien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11425","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15578"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11425"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11425\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11844,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11425\/revisions\/11844"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11428"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11425"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11425"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/europablog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11425"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}