Hört, hört! Ein neues Uni-Medium geht morgen an den Start! Mit KROSSE.FM wird die Medienlandschaft am Campus zukünftig um ein Audiomagazin ergänzt. Ein großes Team von Studierenden, ein Tonmann und ein Redakteur von Radio Bremen haben einen knapp einstündigen Podcast für euch gebastelt, der als Pilotfolge einer ganzen Sendereihe gedacht ist. Nur „gesendet“ wird sie nicht. Wozu auch, wenn heute alles übers Netz läuft…? Die EULe hat sich die erste Sendung von KROSSE.FM schon einmal angehört.

Standbild aus dem Promotionvideo zur Pilotfolge. Quelle: Youtube

 

KROSSE – Wofür steht das eigentlich? Für „krossmedialen“ Journalismus von Studierenden für Studierende – sprich: ein Crossmedia-Campusblog. Oh je! Konkurrenz für uns? Nicht wirklich. KROSSE ist ein Onlineangebot vom Fachbereich 9 der Uni Bremen – dem passender Weise auch die Medienwissenschaften zugeordnet sind -, an dem Studierende für Credit Points mitwirken können, dafür aber unter Anleitung arbeiten. Die Themen sind relativ breit gefächert. Alles, was Studenten interessiert, kann thematisiert werden. Wir arbeiten in Eigenregie und haben uns vor allem Themen aus dem direkten Uni-Umfeld verschrieben. So können wir uns also getrost als unbefangen bezeichnen, wenn es darum geht, das neue Angebot der „Marke“ KROSSE für euch vorzuhören. KROSSE.INFO besteht ja nun schon seit einer ganzen Weile. Der selbst auf die Fahne geschriebene multimediale Inhalt blieb jedoch rar. Ab morgen lassen sich über die Subdomain KROSSE.FM auch Podcasts hören, ein KROSSE.TV befindet sich ebenfalls im Aufbau.

Auf den krossen Seiten wurde berichtet: „KROSSE.FM geht mit einer Pilotsendung on air, bevor in einigen Wochen der reguläre Sendebetrieb anläuft.“ Dies mag nun die Erwartungshaltung wecken, es gäbe bald tatsächlich wieder ein richtiges Campusradio, ein Sendemast werde aufs GW2-Gebäude gestellt und man könne jederzeit einschalten und Musik oder studentische Wortbeiträge hören. Dem ist natürlich nicht so. An dem Konzept für KROSSE.FM und die daraus hervorgehende Pilotfolge arbeitete das Team fast das gesamte, sich nun dem Ende neigenden, Semester über. In seinen Grundzügen bestand das Konzept sogar schon vor dem laufenden Semester. Was ist also mit „Sendebetrieb“ gemeint? Die regelmäßige Online-Veröffentlichung von Podcasts? Schauen wir mal, wie ambitioniert dieses Ziel ist – sprich: Wie hoch letztlich die Frequenz sein wird. An sich ist das Vorhaben einer permanenten Bereicherung der Medienlandschaft im Nordwesten, wie das Team es laut eigener Internetseite anstrebt, natürlich löblich.

Vom Aufbau des Podcasts her ähnelt die Pilotfolge aber tatsächlich einer Radiosendung aus dem Vollprogramm. Das heißt: Es ist keine reine Musiksendung, wie sie ja das Radioprogramm dominieren, keine reine Reportage-Sendung wie man sie aus dem Deutschlandfunk kennt – NEIN, es ist eine Radiosendung, wie es sie kaum noch gibt: Eine Moderatorin leitet durch ein buntes Potpourri aus cooler, abwechslungsreicher Musik (Ich persönlich kannte keinen einzigen Song, hätte aber auch bei keinem davon im laufenden Radioprogramm umgeschaltet!), einer Reportage über den Ukraine-Konflikt, einer Art Audioversion der EULe-Rubrik „Vorgestellt“ über den Studiengang „Komplexes Entscheiden“, einem gut gemachten Ratespiel, und einigen weiteren Programmpunkten. Besonders informativ im Vergleich zu gängigen Radiosendern, außer vielleicht Funkhaus Europa, sind die An- und Abmoderationen zu den jeweiligen Songs. Sogar denen kann man bei KROSSE.FM noch ein paar Fakten entnehmen.

Die abwechlungsreiche Arbeit, die bei einem so bunten Programm anfällt, reizte nicht nur Joschka Frech besonders. Der Social-Media-Beauftragte von KROSSE.FM arbeitete in diesem Semester erstmals an einer Radiosendung mit und schildert stellvertretend für viele Beteiligte die Motivation für dieses Projekt:

Motiviert hat mich die Aussicht ein ganz neues Campus-Radio mit aufzubauen und damit eine Lücke zu füllen, die auf einem so aktiven Campus nicht länger bestehen dürfte. Außerdem war die Aussicht, seine eigene Stimme auszuprobieren, reizvoll. Ansonsten hatte ich auch Freude daran, mit vielen motivierten und kreativen Leuten zusammen zu arbeiten und das Projekt langsam, aber beständig wachsen zu sehen. Mit dem absoluten Höhepunkt eine ganze Radiosendung hören zu können, die man mitproduziert hat!

Dieser „Höhepunkt“ ist morgen erreicht – Die audiomediale Lücke gefüllt. Doch wird sie das auch bleiben? Das wird die Durchhaltekraft des Teams zeigen. Mit der ersten Folge haben sie hohe Qualitätsstandards gesetzt, die zu halten, ein arbeitsaufwendiges Unterfangen wird.

 

 

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