{"id":889,"date":"2012-06-05T10:34:04","date_gmt":"2012-06-05T08:34:04","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=889"},"modified":"2021-09-07T02:52:03","modified_gmt":"2021-09-07T00:52:03","slug":"vorgestellt-bali-und-antira","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2012\/06\/05\/vorgestellt-bali-und-antira\/","title":{"rendered":"Vorgestellt: BaLi und Antira"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Mit BaLi und der Antira haben wir zwei weitere Parteien, die sich neben LiSA auf der linken Seite der Uni einordnen. Gemeinsam wirbt man auf Plakaten f\u00fcr die linken Listen (Die Plakate mit der Maus) und versuchen somit eine starke Pr\u00e4senz zu zeigen. So richtig erreichen konnten wir sie leider nicht, aber dennoch m\u00f6chten wir euch an dieser Stelle zeigen, was BaLi und Antira so vorhaben.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Hier nun Statement von der BaLi:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wieder so ein Vorstellungstext. Ein Text der den LeserInnen vorstellen soll, wer wir sind und was wir wollen. Immer wieder ein schwieriges Unterfangen, weil doch eh jedeR wei\u00df, dass ein paar Zeilen f\u00fcr\u00b4s Kennenlernen lange nicht reichen. Nichts desto trotz verlieren wir an dieser Stelle ein paar Worte \u00fcber BaLi und hoffen trotzdem, dass wir uns irgendwann mal kennenlernen. BaLi steht f\u00fcr basisdemokratische Linke. Basisdemokratisch, weil wir unsere Stimme nutzen und nicht abgeben wollen. In dieser Gesellschaft darf mensch sich alle Jahre wieder zwischen \u201everschieden\u201c Alternativen entscheiden, um sie dann bis zur n\u00e4chsten Wahl auszuhalten. Das l\u00e4uft an der Uni nicht anders. Auch der AStA ist strukturell auf abgehobene StellvertreterInnenpolitik programmiert. Wir haben was dagegen und setzen uns deshalb f\u00fcr offene studentische Strukturen ein, die vor allem Freiraum f\u00fcr Projekte aller Leute sein sollen. Links, weil diese Uni und diese Welt nicht so bleiben k\u00f6nnen, wie sie sind. Wir streiten an der Uni und \u00fcberall f\u00fcr eine solidarische Gesellschaft, in der jedeR die M\u00f6glichkeit hat, ein selbstbestimmtes Leben zu f\u00fchren. Also eine Welt ohne Krieg, Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung. Wir, das sind ein Haufen Leute aus verschiedenen Studieng\u00e4ngen und Semestern. An der Uni sind einige in Stugen aktiv und wir beteiligen uns an Protesten gegen K\u00fcrzungen und Studiengeb\u00fchren. Viele machen, auch in der Stadt politische Arbeit &#8211; zum Beispiel im Antifa-Bereich oder gegen Sozialkahlschlag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">(<a href=\"http:\/\/sr.uni-bremen.de\/wiki\/BaLi\">Quelle<\/a>)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Und nun auch etwas von der Antira:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Antirassistische Liste ist ein Teil des B\u00fcndnisses der linken Listen. In unserer Liste sind sowohl migrantische als auch deutsche Studierende aktiv. Wir sind haben im vergangenen Jahr eine Vorsitzende des AStAs gestellt und sind in verschiedenen Referaten und AKs aktiv. So organisieren wir das kostenlose Deutschkursprogramm, Veranstaltungen zur Lage von MigrantInnen und ausl\u00e4ndischen Studierenden hier in Deutschland und auch \u00fcber die Situation von Studierenden in anderen L\u00e4ndern. Seit f\u00fcnfzehn Jahren gibt es unsere Liste. Damals wurde sie gegr\u00fcndet, um der Serie rassistischer Brand- und Mordanschl\u00e4ge in M\u00f6lln oder Solingen etwas entgegenzusetzen. Seitdem haben sich die Verh\u00e4ltnisse an der Uni und auf der Welt weiter zugespitzt. Aber auch der Widerstand gegen Rassismus und Ausbeutung hat zugenommen. Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten. Und als Studierende werden wir deshalb dort aktiv, wo wir uns einmischen k\u00f6nnen: an der Uni.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir sind zum Gl\u00fcck nicht die einzigen, die finden, dass es so, wie es ist, nicht bleiben darf. Andere Menschen und Gruppen an dieser Uni besch\u00e4ftigen sich mit den gleichen Themen und Problemen und wir sind uns einig in unserer Ablehnung der herrschenden Zust\u00e4nde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir f\u00fchren deshalb mit den anderen fortschrittlichen Listen Wahlkampf um gemeinsam Politik an dieser und gegen diese Uni machen, die Verh\u00e4ltnisse in Frage zu stellen und an ihnen zu r\u00fctteln wo und wie wir k\u00f6nnen. Nach den Wahlen wollen wir zusammen den linken AStA weiterf\u00fchren, Widerstand leisten gegen Rassismus und Bildungsabbau dem eine progressive Uni- und Gesellschaftpolitik entgegensetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Den Kampf gegen Studiengeb\u00fchren sehen wir nicht als ein Engagement f\u00fcr den \u201eStandort Deutschland\u201c an, sondern als einen gemeinsamen und internationalen Kampf gegen Kapitalismus. Wir solidarisieren uns nicht nur mit Studierenden in allen Teilen der Welt, sondern mit allen fortschrittlichen Kr\u00e4ften die sich f\u00fcr eine bessere Welt einsetzen. Vor diesem Hintergrund beteiligten wir uns auch an verschieden Aktionen zu dem soeben beendeten G8-Treffen in Heiligendamm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><!--nextpage--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">So fand am 09.05.07 an der Universit\u00e4t Bremen im Rahmen einer bundesweiten Aktion der Bundesanwaltschaft eine Hausdurchsuchung statt. Diese richtete sich auch gegen Lehrbeauftragte, welchen nach \u00a7 129a die Bildung einer terroristischen Vereinigung zur Verhinderung des G8-Gipfels vorgeworfen wird. Die Bundesanwaltschaft kommentierte ihr Handeln mit den Worten: \u201eDie heutigen Untersuchungen sollten Aufschluss bringen \u00fcber die Strukturen und die personelle Zusammensetzung von diesen Gruppierungen, und dienten nicht in erster Linie zur Verhinderung von konkreten Anschl\u00e4gen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch nicht nur Kritiker einer menschenverachtenden Globalisierung haben auf dem Campus mit Problemen zu k\u00e4mpfen. Studierende aus Afrika, Asien oder Lateinamerika haben bereits einen harten Selektionsprozess hinter sich, ehe sie in Bremen an der Uni studieren. Sie haben aber auch ungleich h\u00e4rtere H\u00fcrden vor sich als ihre deutschen KommilitonInnen. So gilt es nach einer zweij\u00e4hrigen Vorbereitungszeit einen Deutschtest (\u201cDeutsch als Fremdsprache\u201c [DAF]) zu bestehen. Andernfalls droht die Abschiebung.Die deutsche Sprache zu lernen ist aber f\u00fcr viele ein echtes Problem. Die institutionellen Sprachschulen verlangen saftige Geb\u00fchren f\u00fcr ihre Kurse \u2013 so will der einzige \u201eKooperationspartner\u201c der Universit\u00e4t, das Goethe-Institut rund 3.000 EUR f\u00fcr einen vollst\u00e4ndigen Sprachkurs. Dabei d\u00fcrfen ausl\u00e4ndische Studierende nur 90 Tage pro Jahr arbeiten. Das muss f\u00fcr s\u00e4mtliche Lebenshaltungskosten und solche Kosten reichen, von den drohenden Studiengeb\u00fchren ganz zu schweigen. \u00dcberschuldung, Ausweisung und vorzeitige R\u00fcckreise sind oft genug die Folge. Um dieser rassistischen Praxis etwas entgegenzusetzen, organisieren wir seit Jahren ein kostenloses Sprachkursprogramm. Dort kann mensch umsonst mehrmals w\u00f6chentlich an Deutschkursen zur Vorbereitung auf den DAF-Test teilnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ausl\u00e4ndische Studierende sind jedoch immer noch eine privilegierte Gruppe unter den Nicht-Deutschen in diesem Land. Asylbewerbern und anderen MigrantInnen wird in der Regel kein Studium gestattet. Durch die vorgesehenen Studiengeb\u00fchren und weitere \u201eHochschulreformen\u201c werden k\u00fcnftig noch mehr Menschen vom Studium ausgeschlossen. Doch auch wer sich hier qualifiziert und eine Arbeitserlaubnis hat, verf\u00fcgt auf dem Arbeitsmarkt l\u00e4ngst nicht \u00fcber die gleichen Chancen. Weniger Geld f\u00fcr die gleiche Arbeit wie die der deutschen Kollegen ist bei weitem keine Ausnahme. Diskriminierung setzt sich in vielen Bereichen fort, von der Wohnungssuche bis hin zu rassistischen Schikanen durch die Polizei. Todesf\u00e4lle von AfrikanerInnen bei Polizeieins\u00e4tzen, wie die F\u00e4lle von Dominic Koumadio in Dortmund, Laya Cond\u00e9 in Bremen oder Oury Jalloh in Dessau machen dies erschreckend deutlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">F\u00fcr AsylbewerberInnen gelten eine ganze Reihe von Sondergesetzen, wie z.B. das Verbot, den zugewiesenen Landkreis zu verlassen. Sie m\u00fcssen sich in der Regel in Lagern aufhalten und erhalten nur selten das Recht, zu arbeiten. Abschiebung ist die Spitze des staatlichen Rassismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Knapp 40.000 Menschen wurden im vergangenen Jahr abgeschoben, darunter Kinder und Jugendliche, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Im Gegensatz dazu erhielten nur wenige hundert Menschen politisches Asyl. Aktuell drohen die ersten Abschiebungen in den Irak. In das v\u00f6llig im B\u00fcrgerkrieg versinkenden Land, sollen zahlreiche Fl\u00fcchtlinge vor allem aus Bayer zur\u00fcckverfrachtet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir sind entschlossen, im Rahmen unser M\u00f6glichkeiten entschlossen gegen all dies vorzugehen &#8211; auch in Form allt\u00e4glich praktizierter Solidarit\u00e4t durch Unterst\u00fctzung von Rassismus Betroffener. Das ist nicht leicht, die Beh\u00f6rden sind z\u00e4h, aber wir sind es auch, wenn es darauf ankommt. Trotzdem brauchen wir immer Unterst\u00fctzung. Wer sich engagieren m\u00f6chte, kann sich gerne auf der AStA-Etage erkundigen. Wir freuen uns \u00fcber jede Form von Unterst\u00fctzung und Interesse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">(<a href=\"http:\/\/sr.uni-bremen.de\/wiki\/Antirassistische_Liste\">Quelle<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit BaLi und der Antira haben wir zwei weitere Parteien, die sich neben LiSA auf der linken Seite der Uni einordnen. Gemeinsam wirbt man auf Plakaten f\u00fcr die linken Listen (Die Plakate mit der Maus) und versuchen somit eine starke Pr\u00e4senz zu zeigen. 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