{"id":4469,"date":"2016-06-28T12:45:48","date_gmt":"2016-06-28T10:45:48","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=4469"},"modified":"2021-10-05T13:43:16","modified_gmt":"2021-10-05T11:43:16","slug":"uebers-bauchpinseln-von-dicken-egos-in-der-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2016\/06\/28\/uebers-bauchpinseln-von-dicken-egos-in-der-forschung\/","title":{"rendered":"Bauchpinseln Nein! Eigene Ideenverwirklichung Ja!"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\"><b>Schimpfen \u00fcbers Internet ist modern, insbesondere in der heutigen Zeit wo sich Social Media zum Ranzbrett (das ist kein richtiges Wort, aber es f\u00fchlt sich richtig an) eines jeden menschlichen Dramas entwickelt. Ich will auch schimpfen.<\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4567 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2016\/06\/vorsicht-meinung-300x46.jpg\" alt=\"vorsicht-meinung\" width=\"612\" height=\"94\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2016\/06\/vorsicht-meinung-300x46.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2016\/06\/vorsicht-meinung-450x69.jpg 450w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2016\/06\/vorsicht-meinung.jpg 522w\" sizes=\"auto, (max-width: 612px) 100vw, 612px\" \/><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Mit dem Bachelor- und Masterstudieng\u00e4ngen leben wir in einer Zeit in der uniformierte Vorstellungen auf den Studierenden draufgest\u00fclpt werden und alles Andersartige als &#8222;nicht nach Regel&#8220; abgestempelt wird. Es gibt ein Gut und Schlecht und das wird nicht individuell vom Studierenden ausgemacht obwohl Studierende sich oft auf ganz unterschiedlicher Weise ihre Qualit\u00e4ten entwickeln und f\u00fcr Leben lernen. Der Abschluss ist im Gro\u00dfen und Ganzen ein St\u00fcck Papier mit ein bisschen Tinte drauf, das kann man durchaus bei Arbeitgebern vorlegen wenn die Tinte richtig angeordnet ist, aber es kommt doch letztendlich ganz auf einen Selbst an, was man wirklich kann, wof\u00fcr man sich wirklich interessiert und wo man sich engagieren m\u00f6chte. Der Studiengang kann einem da sicherlich unter die Arme greifen diesen Weg zu finden und auch sicherlich viele grundlegende Dinge beibringen, die einem dabei helfen, etwas aus sich zu machen. Doch der eigentliche Schritt, die Eigeninitiative zur Selbstverwirklichung, findet meiner Meinung nicht auf dem universit\u00e4ren Studenplan statt. Das ist keine Kopfsache, vielleicht auch nicht ganz nur ein Bauchgef\u00fchl, das liegt irgendwo dazwischen. Vielleicht ist man also sogar mit Herz dabei wenn eine Selbstverwirklichung angestrebt wird.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Das wird jetzt aber keine Schimpfschrift zu dem Bachelor\/Master-System, ich denke jeder kann auch aus diesem System ne Menge machen. Aber was ist wenn man diese Erkenntnis erlangt hat und dann an jeglicher Stelle gestoppt wird, ein eigenes Interessengebiet mit ins Studium einzubauen? Ich selber verfolge ein spezielles Gebiet, welches immer noch innerhalb meines Studienganges liegt und die Praktiken aus eben dieser anwendet. Unsere Uni bietet keine speziell auf dieses Gebiet angepasste Lerninhalte an, lediglich ein Kurs existiert der auf das Thema oberfl\u00e4chlich eingeht und erste Blicke in das Gebiet wagt, nur um am Ende wieder zu den Themen zu f\u00fchren, in welche die Arbeitsgruppen hier an der Uni interessiert sind. Aber das ist okay, sicherlich kann man in den vielen Forschungsprojekten sich ein Thema erarbeiten welches letztendlich die Selbstverwirklichung ein wenig unterst\u00fctzt. Pustekuchen, man st\u00f6\u00dft schon schnell an die Wand der vielen Egos, die den Campus innerhalb der Forschung frequentieren. Es ist n\u00e4mlich eine Art der Bauchpinselei wenn man mit seinem Forschungsthema genau da steht, wo einem die Profs\u00a0vorleben k\u00f6nnen, was sie bereits an Arbeit vollbracht haben. Liegt man au\u00dferhalb der Bauchpinsel-Zone, dann stehen einem Skepsis und Geringsch\u00e4tzung entgegen. Die Profs k\u00f6nnen einem weniger helfen, das ist normal und verst\u00e4ndlich, aber wenn das eigens erdachte Projekt st\u00e4ndig in die Richtung geschoben wird, die dem Prof eher liegen, dann f\u00fchlt sich das nicht gerade so an, als w\u00fcrde das Projekt noch von einem selbst stammen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Es ist nicht leicht und nichtsdestotrotz sollte man an den Dingen festhalten, die man in Selbstbestimmung verfolgen m\u00f6chte. Manchmal braucht man lange bis man die projektleitenden Personen dazu \u00fcberzeugen kann, dass eure Dom\u00e4ne \u00e4hnlich und gleichwertig interessant ist. In der Forschung wird generell auch ein allgemeing\u00fcltiger Nutzen angestrebt, hier steckt auch zumeist der Beweis wie auch spezifische Unterthemen nicht komplett isoliert zu behandeln sind, sondern in Wechselwirkung mit den popul\u00e4reren Themen steht, die vielleicht auch gerade an der Bremer Uni vertreten sind.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ein Studium sollte nicht nach das Streben von dem Weg mit dem geringsten Widerstand sein. Wer aber erwartungskonform und schnell sein Studium durchzieht, keine Fragen stellt und keine eigene Ideen in den Raum stellt, der scheint ein fl\u00fcssigeres Studium zu durchleben als jemand der aus Eigeninitiative etwas Neues versucht. Dies ist besonders traurig wenn man bedenkt dass dieser Umstand mehr als oft anscheinend sich durch die gro\u00dfen Egos der Lehrendenschaft ergibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schimpfen \u00fcbers Internet ist modern, insbesondere in der heutigen Zeit wo sich Social Media zum Ranzbrett (das ist kein richtiges Wort, aber es f\u00fchlt sich richtig an) eines jeden menschlichen Dramas entwickelt. 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