{"id":19842,"date":"2026-03-16T17:33:09","date_gmt":"2026-03-16T16:33:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=19842"},"modified":"2026-03-16T17:33:09","modified_gmt":"2026-03-16T16:33:09","slug":"durchgefallen-was-nun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2026\/03\/16\/durchgefallen-was-nun\/","title":{"rendered":"Durchgefallen! Was nun?"},"content":{"rendered":"<p>Wir alle kennen die Situation, viele von uns machen sie zu dieser Zeit im Semester durch: Ein <em>Pling!<\/em> vom Handy verleitet zum Blick auf den Bildschirm. \u201eDie Noten sind da\u201c lautet da Schwarz auf Wei\u00df eine Nachricht aus dem Gruppenchat und schon sackt das Herz in die Hose, w\u00e4hrend sich der Puls mit einem Mal erh\u00f6ht. Hektisch wird PABO ge\u00f6ffnet und mit zittrigen Fingern werden Anmeldedaten eingegeben. Vertippt. Verdammt! Angstschwei\u00df von der Stirn wischen. Nochmal probieren. Die Seite braucht gef\u00fchlte \u00c4onen, um zu laden, doch dann starrt man auf das Ergebnis, und\u2026 \u2013 sp\u00fcrt die tiefe Entt\u00e4uschung gemischt mit einer Prise Panik in sich aufsteigen, denn die gr\u00f6\u00dfte Bef\u00fcrchtung ist eingetreten: 5,0. Durchgefallen.<\/p>\n<p>Doch was sich zuerst wie Versagen auf voller Strecke anf\u00fchlt, ist tats\u00e4chlich nur halb so schlimm und passiert dar\u00fcber hinaus den meisten von uns mindestens einmal, wenn nicht mehrmals im Laufe des Studiums. W\u00e4hrend ein solches Ergebnis f\u00fcr viele erfahrenere Studis meist keine gro\u00dfe Sache mehr ist, trifft es, insbesondere wenn es nach langen Tagen und N\u00e4chten des Lernens erfolgt, viele Studis beim ersten Mal wie ein Schlag und nachdem der Schock verdaut ist, stellt sich die Frage: Was jetzt?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal zur Beruhigung: Ein Fehlversuch, also die 5,0, die so zerm\u00fcrbend auf der PABO-Seite thront, ist nur ein vor\u00fcbergehender Eintrag; mit dem erfolgreichen Bestehen der Pr\u00fcfung wird die Note korrigiert und in eure Abschlussnote flie\u00dft die 5,0 nicht mit ein.<\/p>\n<p>Dazu, wie ihr nach einem Fehlversuch weiter vorgehen wollt, stehen euch verschiedene Optionen offen.<\/p>\n<p>Insgesamt gilt f\u00fcr alle Bachelor- und Masterstudieng\u00e4nge, dass Studierende eine Pr\u00fcfung innerhalb einer Zeitspanne von f\u00fcnf Semestern bestehen m\u00fcssen. Das hei\u00dft, nach einer verhauenen Pr\u00fcfung habt ihr noch vier weitere Semester Zeit, diese zu wiederholen. Grunds\u00e4tzlich muss in jedem Semester die M\u00f6glichkeit einer Wiederholung angeboten werden, ihr habt also insgesamt mindestens f\u00fcnf Versuche, eine Pr\u00fcfung zu bestehen. \u201eMindestens\u201c, da manche Dozierende auch mehrere Versuche pro Semester anbieten. Wie viele dieser ihr wahrnehmt, ist euch freigestellt \u2013 nur die Zeitspanne von insgesamt f\u00fcnf Semestern ist ausschlaggebend. In der Regel liegt der n\u00e4chste Pr\u00fcfungstermin allerdings ohnehin im n\u00e4chsten Semester. Ihr m\u00fcsst euch jedoch auch hierf\u00fcr erneut bei PABO anmelden und es liegt an euch, eure Dozierenden auf die Nachpr\u00fcfung anzusprechen und etwaige Termine oder Fragen zu kl\u00e4ren.<br \/>\nDie einzige Ausnahme bilden die Abschlussarbeiten, f\u00fcr diese gibt es generell nur zwei Versuche.<\/p>\n<p>(Achtung: F\u00fcr Jura-Studierende gelten bez\u00fcglich der Pr\u00fcfungsversuche aufgrund der Abschlussform des Staatsexamens eigene Regelungen! Die k\u00f6nnt ihr <a href=\"https:\/\/www.uni-bremen.de\/zpa\/infos\/infos-a-z\/w\/wiederholungsregelungen\">hier<\/a> nachlesen.)<\/p>\n<p>Ihr habt also grunds\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit, es direkt im n\u00e4chsten Semester noch einmal zu versuchen (was in der Regel die kl\u00fcgste Variante ist, da das Gelernte dann noch wesentlich pr\u00e4senter ist) oder auch erst im \u00fcbern\u00e4chsten oder \u00fcber-\u00fcbern\u00e4chsten oder gar \u00fcber-\u00fcber-\u00fcbern\u00e4chsten \u2013 letzterer Fall ist aber <strong>absolut nicht empfehlenswert<\/strong>, da ihr dann, solltet ihr erneut durchfallen, endg\u00fcltig nicht bestanden habt und damit exmatrikuliert werdet. Es ist also ratsam, insbesondere im Falle von Klausuren oder m\u00fcndlichen Pr\u00fcfungen, wirklich jeden Versuch wahrzunehmen, den man ben\u00f6tigt. In einigen F\u00e4llen kann es jedoch durchaus auch sinnvoll sein, einen Fehlversuch \u201eeinzuplanen\u201c. Damit ist zum Beispiel gemeint, wenn du eigentlich f\u00fcr eine Pr\u00fcfung angemeldet bist, vor der Klausur jedoch das Gef\u00fchl hast, nicht ausreichend gelernt zu haben und m\u00f6glicherweise nur knapp und mit einer f\u00fcr dich unbefriedigenden Note bestehen w\u00fcrdest, oder du f\u00fcr eine wirklich gute Leistung in deiner Hausarbeit mehr Zeit ben\u00f6tigst. Denn wie bereits erw\u00e4hnt: Eine 5,0 flie\u00dft nicht in die Abschlussnote mit ein, eine 4,0 aber eben schon. Dann kannst du der Klausur fernbleiben oder deine Hausarbeit schlichtweg nicht bis zum vorgegebenen Fristende einreichen. Auch ein solches Vers\u00e4umnis gilt als Fehlversuch. In beiden F\u00e4llen solltest du aber aus Respekt deine Pr\u00fcfer*innen dar\u00fcber in Kenntnis setzen, sodass sie entsprechend planen k\u00f6nnen. Die allermeisten Dozierenden haben vollstes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr dein Bed\u00fcrfnis, deine bestm\u00f6gliche Leistung zu erbringen und werden kein Problem damit haben, dass du erst im n\u00e4chsten Semester deine Pr\u00fcfung ablegst. Wie gesagt \u2013 es ist absolut keine Seltenheit.<\/p>\n<p>Es wurde hoffentlich deutlich: Ein Fehlversuch ist kein Weltuntergang und sicher kein Beweis f\u00fcr Faulheit oder Unf\u00e4higkeit im Studium (f\u00fcr alle, die sich gerne mal als Impostor an der Uni f\u00fchlen, haben wir <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2026\/03\/01\/imposter-syndrom-im-studium\/\">hier<\/a> einen aktuellen Artikel zu dem Thema). Wer dennoch einen extremen Leistungsdruck oder belastende Versagens\u00e4ngste versp\u00fcrt, dem stehen die T\u00fcren der <a href=\"https:\/\/www.stw-bremen.de\/de\/beratung\/psychologische-beratung\/\">psychologischen Beratungsstelle<\/a> der Uni Bremen offen.<\/p>\n<p>Also, liebe Studis, wenn die Pr\u00fcfungsphase sich wie derzeit dem Ende neigt und nach und nach die Pr\u00fcfungsergebnisse eintrudeln \u2013 ruhig Blut. Manchmal l\u00e4uft es nicht, wie geplant, aber das ist in Ordnung. Tief durchatmen und nochmal versuchen. Es wird alles gut und ihr seid mit eurer 5,0 alles andere als allein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Studium durch eine Pr\u00fcfung zu rasseln, ist eine vollkommen normale und h\u00e4ufige Erfahrung unter Studierenden. Trotzdem kann eine 5,0 zun\u00e4chst eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung sein und viele Fragen aufwerfen. Darum kl\u00e4ren wir heute, was die Note eigentlich f\u00fcr das Studium bedeutet und wie es nach einer nichtbestandenen Pr\u00fcfung weitergeht.<\/p>\n","protected":false},"author":14611,"featured_media":19843,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[10841,580333],"tags":[13868,498,580302,196947,21521,469,21076],"class_list":["post-19842","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-aktuell","category-studileben","tag-bremen","tag-campus","tag-campus-eule","tag-pruefungsphase","tag-studentenleben","tag-studium","tag-universitat-bremen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19842","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14611"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19842"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19842\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19848,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19842\/revisions\/19848"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19843"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19842"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19842"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19842"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}