{"id":19524,"date":"2025-08-25T11:33:04","date_gmt":"2025-08-25T09:33:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=19524"},"modified":"2025-08-25T11:42:42","modified_gmt":"2025-08-25T09:42:42","slug":"skinny-tok","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2025\/08\/25\/skinny-tok\/","title":{"rendered":"Skinny Tok"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Jaaaa ich wei\u00df, mittlerweile ist die kritische Berichterstattung \u00fcber die wieder steigende Abnehmkultur in den sozialen Medien wieder sehr gro\u00df und Berichte \u00fcber \u201eSkinny Tok\u201c scheinen \u00fcberall vorhanden zu sein. Aber das ist eben auch v\u00f6llig richtig so! Videos mit Tipps und Tricks zum d\u00fcnner werden &#8211; und bleiben &#8211; werden immer wieder in einer hoch frequentierten H\u00e4ufigkeit ins Netz gestellt und starten neue und wiederkehrende Trends des d\u00fcnn seins. Die Folgen solcher Trends sind sehr ernst zu nehmen. Daher ist eine st\u00e4ndige und kritische Berichterstattung durchaus relevant und wichtig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">D\u00fcnn zu sein scheint seit vielen, vielen Jahren das Idealbild f\u00fcr haupts\u00e4chlich weiblich gelesene Personen zu sein. Gesellschaftlicher Druck, bestimmte Ma\u00dfe zu erreichen, werden nun nicht mehr ausschlie\u00dflich in Film und Fernsehen vermittelt, sondern verbreiten sich auch schnell \u00fcber die sozialen Medien. Meist gebunden an \u201egut gemeinte Ratschl\u00e4ge\u201c wie man nun den \u201eperfekten Sommerk\u00f6rper in kurzer Zeit\u201c erh\u00e4lt. Doch die meisten Ratschl\u00e4ge f\u00fchren in erster Linie zu einem: einem stark gest\u00f6rten Verh\u00e4ltnis zu Essen und seinem eigenen K\u00f6rper! Immer wieder kursieren diverse Trends anhand derer zu sehen sein soll, ob man nun \u201eden perfekten K\u00f6rper\u201c hat oder nicht. Dicht gefolgt dann von Sportroutinen, Rezeptvorschl\u00e4gen und Motivationsspr\u00fcchen, die zum Erreichen des \u201eTraumk\u00f6rpers\u201c von Nutzen sein sollen. Beispiele m\u00f6chte ich hier allerdings bewusst nicht nennen. Der K\u00f6rperbau bestimmt sich allerdings eben auch durch genetische Veranlagungen, Alter, Lebenssituationen, Krankheiten und sehr, sehr, sehr vielen weiteren Einfl\u00fcssen\u2026 eine Verallgemeinerung wie der \u201eperfekte K\u00f6rper\u201c sein sollte und wie man ihn erreicht kann daher also schon gar nicht f\u00fcr alle Personen gleich sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es gibt dem entgegen aber auch viele Personen, die in den sozialen Medien einen Versuch der Gegenbewegung unternehmen. Dabei gibt es viele Videos, die mit \u00e4hnlichen Mitteln wie bei \u201eSkinny Tok\u201c ihren Punkt versuchen zu verdeutlichen. Sei es die Vorstellung aller Mahlzeiten des Tages OHNE Kalorienangaben (\u201eWhat I eat in a Day\u201c), das zurechtstylen eines s\u00fc\u00dfen Outfits unabh\u00e4ngig des eigenen K\u00f6rperbaus oder Sportvideos, die die eigene langfristige Gesundheit anstelle von Abnehmen in den Vordergrund r\u00fccken. Viele, vor allem junge M\u00e4dchen, werden von den sozialen Medien stark in ihrer eigenen K\u00f6rperwahrnehmung beeinflusst. Diese Art von Videos stellen also eine gute Hilfe dar, einen anderen, ges\u00fcnderen Blickwinkel auf Essen, Sport und den eigenen K\u00f6rper zu gewinnen. Trotzdem zeigen Studien, dass derzeit die Anzahl an Personen, die durch Essst\u00f6rungen in Kliniken landen, in den letzten Jahren erneut massiv angestiegen ist. Ein klarer Zusammenhang mit dem \u201eSkinny Tok\u201c Trend l\u00e4sst sich dabei leider auch erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch es scheint trotzdem egal, ob Videos von \u201eSkinny Tok\u201c oder Videos gegen diesen aufsteigenden Trend, denn: unter fast jedem etwas viraleren Video finden sich Hasskommentare und Kommentare, die den K\u00f6rper der Person kritisieren und bewerten. Es scheint als k\u00f6nne man es der Mehrheit mit dem eigenen K\u00f6rper gar nicht recht machen, weil immer auf irgendeine Art Kritik ge\u00fcbt wird. Und genau da liegt ein essenzielles Kernproblem&#8230; K\u00f6nnte man als Gesellschaft darauf verzichten die K\u00f6rper anderer Personen zu bewerten und zu verurteilen, so k\u00f6nnte man als Gesellschaft tats\u00e4chlich auch endlich aufh\u00f6ren, ein bestimmtes K\u00f6rperideal f\u00fcr alle Menschen gleicherma\u00dfen geltend machen zu wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Man merkt also: Der Einfluss der sozialen Medien ist gro\u00df! Lasst uns doch einfach kollektiv aufh\u00f6ren, die K\u00f6rper anderer Menschen zu bewerten und zu kommentieren. Geht raus und habt einen tollen Rest-Sommer, denn f\u00fcr den perfekten \u201eBikinibody\u201c braucht man eben nur Badekleidung und einfach einen normalen K\u00f6rper!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wenn du selbst Probleme mit Essen und deinem K\u00f6rperbild hast, kannst du hier nach Hilfe schauen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Beratungsstellensuche der BI\u00d6G:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/www.bzga-essstoerungen.de\/hilfe-finden\/wie-finde-ich-beratungsstellen\/suche-in-der-datenbank\/\">Suche nach Beratungsstellen &#8211; Seite 1: BZgA Essst\u00f6rungen<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">F\u00fcr die spezielle Suche in Bremen findet ihr hier ebenfalls einige Anhaltspunkte:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/fileadmin\/Dateien\/5_Publikationen\/Praevention\/Flyer_Poster_etc\/Flyer_Essstoerungen_Multiplikatoren_2018.pdf\">https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/fileadmin\/Dateien\/5_Publikationen\/Praevention\/Flyer_Poster_etc\/Flyer_Essstoerungen_Multiplikatoren_2018.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich bin ich gro\u00dfer Fan von den sozialen Medien. Aber immer wieder fallen mir die negativen Aspekte des Internets auf. In diesem Artikel geht es um &#8222;Skinny Tok&#8220; und den aufsteigenden Gegenbewegungen.<\/p>\n","protected":false},"author":16177,"featured_media":19531,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[10841,1023067,1023098],"tags":[580302,820165,1023295,8038,1023296,512678],"class_list":["post-19524","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-aktuell","category-international","category-mental-health","tag-campus-eule","tag-mental-health","tag-skinny-tok","tag-social-media","tag-soziale-medien","tag-trends"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19524","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16177"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19524"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19524\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19527,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19524\/revisions\/19527"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19524"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19524"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19524"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}