{"id":19491,"date":"2025-07-21T01:23:35","date_gmt":"2025-07-20T23:23:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=19491"},"modified":"2025-07-21T01:23:35","modified_gmt":"2025-07-20T23:23:35","slug":"was-bleibt-vom-studium-erinnerungen-jenseits-des-abschlusses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2025\/07\/21\/was-bleibt-vom-studium-erinnerungen-jenseits-des-abschlusses\/","title":{"rendered":"Was bleibt vom Studium \u2013 Erinnerungen jenseits des Abschlusses"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">\u201eDas Studium ist die beste Zeit deines Lebens \u2026\u201c \u2013 Diesen Satz oder \u00e4hnliche h\u00f6rt man immer wieder. F\u00fcr viele klingt er nach Leichtigkeit, Neuanfang, Freundschaften f\u00fcrs Leben und endlosen Sommern\u00e4chten in WG-K\u00fcchen. Doch bei nicht wenigen l\u00f6st er etwas ganz anderes aus: Druck. Zweifel. Vielleicht sogar Schuldgef\u00fchle. Denn was ist, wenn man dieses Gef\u00fchl so \u00fcberhaupt nicht versp\u00fcrt? Wenn das Studium eben nicht unbeschwert ist, sondern gepr\u00e4gt von finanziellen Sorgen, Leistungsdruck, mentaler Belastung oder Einsamkeit? Dennoch steckt in diesem Satz ein wahrer Kern. Auch wenn sich nicht jeder das Studium kunterbunt ausmalen kann, bleiben jenseits des Abschlusses oft viele Erfahrungen und Erinnerungen, die einen ein Leben lang begleiten. Doch was genau sind das f\u00fcr Erlebnisse? Was bleibt einem am Ende \u2013 au\u00dfer dem Zeugnis \u2013 wirklich in der Hand? Genau dar\u00fcber m\u00f6chte ich heute ein bisschen philosophieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es sind nicht nur die Vorlesungen und Klausuren, welche uns StudentInnen pr\u00e4gen und das Studium ausmachen. Viel mehr sind es die kleinen stillen Momente dazwischen \u2013 Begegnungen mit KommilitonInnen, Herausforderungen oder die ersten Male. Zum ersten Mal in die neue Unistadt ziehen, in eine eigene Wohnung oder eine WG. Zum ersten Mal den Alltag selbst strukturieren. Zum ersten Mal im Vorlesungssaal sitzen \u2013 umgeben von lauter unbekannten Gesichtern. Und dann, zum ersten Mal, nach der Vorlesung in der Mensa sitzen und mit KommilitonInnen ins Gespr\u00e4ch kommen. Dieses erste Mal wiederholt sich in so vielen kleinen Momenten \u2013 und jeder k\u00f6nnte diese Liste ganz f\u00fcr sich noch ewig so weiterf\u00fchren. Es kommen auch viele Entscheidungen auf einen zu, bei denen man sich alleine verantwortlich f\u00fchlt. Doch so unheimlich wie diese ganzen ersten Male auch sein m\u00f6gen, hat man sie erstmal hinter sich, merkt man, dass es doch gar nicht so schlimm war, und man findet an vielen Sachen auch nach und nach Gefallen, denn man w\u00e4chst ein St\u00fcck weit daran. Und so kann es passieren, dass man am Ende des Studiums gewachsen ist \u2013 ohne es im Laufe der Zeit wirklich bemerkt zu haben. Das Studium ist f\u00fcr viele die erste Zeit im Leben, in der man richtig frei ist. Pl\u00f6tzlich stehen so viele Entscheidungen an, die man selbst treffen muss \u2026 Diese neu gewonnene Freiheit kann einsch\u00fcchtern, aber sie ist auch ein Geschenk. Denn man lernt, Priorit\u00e4ten zu setzen, sich selbst zu organisieren, Verantwortung zu \u00fcbernehmen und das auch f\u00fcr sich selbst! Und zwischen Modulen, Nebenjobs und Praktika entwickelt sich etwas, das in keinem Studienplan steht: Man lernt sich selbst besser kennen. Was liegt mir wirklich? Wie gehe ich mit Stress um? Was treibt mich an? Das Studium stellt uns immer wieder vor Fragen, auf die wir oft nicht gleich eine Antwort haben oder auf die es nicht so richtig eine gibt \u2013 aber allein die Auseinandersetzung damit formt uns schon. Und wenn dann irgendwann das Abschlusszeugnis in der Hand liegt, ist dies nicht das einzige, was bleibt. Denn sicherlich erinnert man sich weniger an die eine Note in Statistik als an das Gef\u00fchl, welches man hatte, als man mit seinen neu gewonnenen Freunden aus der Uni gemeinsame Kochabende in der Studentenwohnung gemacht hat und gemeinsam \u00fcber die Zukunft philosophierte. Oder auch das erste Mal, als sich der Campus so richtig vertraut angef\u00fchlt hat.Aber auch die Studentenpartys geh\u00f6ren f\u00fcr viele mit dazu!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Vielleicht ist das Studium nicht immer die beste Zeit des Lebens \u2013 aber es ist oft eine der bedeutendsten. Eine Phase voller erster Male, kleiner und gro\u00dfer Lernprozesse, innerem Wachstum und pers\u00f6nlicher Entwicklung. Vieles davon merkt man erst sp\u00e4ter, wenn der Campus l\u00e4ngst der Vergangenheit angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Und wie ist es bei dir? Welche Momente aus deinem Studium sind dir wirklich im Ged\u00e4chtnis geblieben \u2013 jenseits von Noten und Leistungsdruck?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDas Studium ist die beste Zeit deines Lebens \u2026\u201c \u2013 Diesen Satz oder \u00e4hnliche h\u00f6rt man immer wieder. F\u00fcr viele klingt er nach Leichtigkeit, Neuanfang, Freundschaften f\u00fcrs Leben und endlosen Sommern\u00e4chten in WG-K\u00fcchen. Doch bei nicht wenigen l\u00f6st er etwas ganz anderes aus: Druck. Zweifel. Vielleicht sogar Schuldgef\u00fchle. 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