{"id":19268,"date":"2025-03-09T23:40:54","date_gmt":"2025-03-09T22:40:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=19268"},"modified":"2025-03-09T23:40:54","modified_gmt":"2025-03-09T22:40:54","slug":"spuk-an-der-uni-die-no-show-rate-und-ihre-gruende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2025\/03\/09\/spuk-an-der-uni-die-no-show-rate-und-ihre-gruende\/","title":{"rendered":"Spuk an der Uni \u2014 Die No-Show-Rate und ihre Gr\u00fcnde"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400\">Es ist ein offenes Geheimnis, dass es an der Uni spukt. Wir alle wissen es, Dozierende wie Studis. Geister wandeln durch die Geb\u00e4ude, nehmen sogar an Veranstaltungen teil. Ja, die Chancen stehen gut, dass in deinem letzten Seminar sogar einer neben dir gesessen hat!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Es sind die Geister von uns, von Studierenden, die durchaus quicklebendig sind \u2013 nur eben zuhause und nicht in den Seminarr\u00e4umen. H\u00e4ufig zeigen sie sich nur zu Beginn des Semesters ein-, zweimal. Manchmal flackern sie im Laufe des Semesters noch einmal kurz auf, um eine Pr\u00e4sentation zu halten, bevor sie wieder in ihrer Dimension verschwinden, dieser Welt irgendwo zwischen Studieren und schlechtem Gewissen. Und Resultat sind dann Seminare mit nur einer Handvoll Teilnehmenden und resignierte Dozierende, die sich fragen, wo die restlichen zwanzig eingetragenen Studierenden geblieben sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Diese sogenannte No-Show-Rate, also die Rate an Studis, die sich f\u00fcr eine Veranstaltung anmelden und dann nicht erscheinen, wird von vielen Dozierenden in den letzten Jahren als immer gr\u00f6\u00dferes Problem wahrgenommen \u2013 besonders dann, wenn die Teilnahme so unregelm\u00e4\u00dfig ist, dass jede Woche andere Gesichter im Kurs sitzen und so eine kontinuierliche, aufbauende Bearbeitung von Seminarinhalten kaum m\u00f6glich ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_19271\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19271\" class=\"size-medium wp-image-19271\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/8E202E5F-3903-4301-839B-CAEDD632FE22-300x297.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/8E202E5F-3903-4301-839B-CAEDD632FE22-300x297.jpeg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/8E202E5F-3903-4301-839B-CAEDD632FE22-80x80.jpeg 80w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/8E202E5F-3903-4301-839B-CAEDD632FE22-768x760.jpeg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/8E202E5F-3903-4301-839B-CAEDD632FE22-36x36.jpeg 36w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/8E202E5F-3903-4301-839B-CAEDD632FE22-705x698.jpeg 705w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/8E202E5F-3903-4301-839B-CAEDD632FE22.jpeg 799w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-19271\" class=\"wp-caption-text\">Leere Seminarr\u00e4ume, die eigentlich voll sein sollten, werden f\u00fcr immer mehr Dozierende zum \u00c4rgernis<\/p><\/div>\n<p style=\"font-weight: 400\">Doch wie kommt es zu diesem Ph\u00e4nomen? F\u00fcr Einige mag der Grund auf der Hand liegen; schlie\u00dflich herrscht an der Uni Bremen grunds\u00e4tzlich erst einmal keine allgemeine Anwesenheitspflicht. Wer zu einem Seminartermin nicht erscheinen kann oder m\u00f6chte, kann in der Regel ohne Angabe von Gr\u00fcnden und ohne Konsequenzen f\u00fcrchten zu m\u00fcssen einfach zuhause bleiben. Theoretisch ist es in vielen F\u00e4llen m\u00f6glich (wenn auch wenig empfehlenswert!), ein Seminar zu belegen, erst zur Klausur zum Semesterende zu erscheinen und dennoch zu bestehen. Doch kann man das als sinnvolles Studium bezeichnen? Wohl kaum, es ist wenig nachhaltig und Spa\u00df macht das Lernen so auch nicht. Abgesehen davon ist ein solches Verhalten in der Masse nat\u00fcrlich auch wenig respektvoll gegen\u00fcber der Arbeit der Dozierenden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Wer nun die L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem darin sucht, die Anwesenheitspflicht wiedereinzuf\u00fchren, liegt allerdings falsch. Denn nicht nur ist die aktuelle Freiheit und Flexibilit\u00e4t besonders f\u00fcr Studierende mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen sowie f\u00fcr Studierende mit Kindern oder sonstigen au\u00dferuniversit\u00e4ren Verpflichtungen eine wichtige Grundlage, um \u00fcberhaupt studieren zu k\u00f6nnen. Eine solche Regelung w\u00fcrde dar\u00fcber hinaus auch nicht das Problem an der Wurzel packen, sondern es blo\u00df kaschieren. Denn aus welchen Gr\u00fcnden bleiben Studierende Veranstaltungen fern? Zum Einen w\u00e4re da nat\u00fcrlich die \u00a0Entfernung des jeweiligen Wohnortes vom Campus. Wer in Osterholz oder der Neustadt oder gar ganz au\u00dferhalb von Bremen lebt und zur Uni pendeln muss, hat wenig Interesse, f\u00fcr ein einziges Seminar zur Uni zu fahren, nur um nach dem Seminar den direkten Weg nachhause anzutreten. Ein Bestandteil f\u00fcr eine L\u00f6sung k\u00f6nnte also darin bestehen, den Campus als Aufenthaltsort f\u00fcr Studierende attraktiver zu gestalten. Denn wenn man sich sowieso schon tags\u00fcber mit Freund*innen auf dem Campus aufh\u00e4lt, ist die H\u00fcrde, das Seminar im Geb\u00e4ude um die Ecke zu benutzen doch wesentlich geringer. Die Uni Bremen ist nun einmal nicht zentral gelegen und muss dadurch durch eigene Vorz\u00fcge punkten. Gesch\u00e4fte, Caf\u00e9s, gem\u00fctliche Aufenthaltsorte, Freizeitangebote und M\u00f6glichkeiten zum gemeinsamen Entspannen an der frischen Luft zwischen den Seminaren oder auch einfach eine dringend ben\u00f6tigte Sanierung der Toiletten \u2013 zahlreiche M\u00f6glichkeiten, den Campus weiter zu optimieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Daher fragen wir von der EULe nun euch: Was w\u00fcrdet ihr ver\u00e4ndern, um den Campus attraktiver zu gestalten? Wie k\u00f6nntet ihr dazu bewegt werden, h\u00e4ufiger den Weg zur Uni anzutreten? Hinterlasst uns gerne einen Kommentar oder schreibt uns eine Nachricht auf Instagram (@campus.eule) und nehmt gerne auch an der Umfrage in unserer Story teil!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ein offenes Geheimnis, dass es an der Uni spukt. Wir alle wissen es, Dozierende wie Studis. Geister wandeln durch die Geb\u00e4ude, nehmen sogar an Veranstaltungen teil. Ja, die Chancen stehen gut, dass in deinem letzten Seminar sogar einer neben dir gesessen hat! 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