{"id":19168,"date":"2024-11-16T16:04:59","date_gmt":"2024-11-16T15:04:59","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=19168"},"modified":"2024-11-16T16:06:18","modified_gmt":"2024-11-16T15:06:18","slug":"wohnraum-gegen-hilfe-eine-win-win-situation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2024\/11\/16\/wohnraum-gegen-hilfe-eine-win-win-situation\/","title":{"rendered":"Wohnraum gegen Hilfe: Eine Win-Win-Situation"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Stell dir vor, du k\u00f6nntest deine Miete durch ein bisschen Hilfe im Haushalt bezahlen \u2013 klingt zu gut, um wahr zu sein? Doch genau das bietet das Projekt \u201eWohnen f\u00fcr Hilfe\u201c, eine innovative M\u00f6glichkeit, wie Studierende und Senioren sich gegenseitig unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Denn es bringt Menschen unterschiedlichen Alters zusammen, die beide auf der Suche nach etwas sind: Studierende suchen einen erschwinglichen Wohnraum und \u00e4ltere Menschen w\u00fcnschen sich Gesellschaft und\/oder Unterst\u00fctzung im Alltag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><b><i>So funktioniert Wohnen f\u00fcr Hilfe<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/i><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Rahmen des Projektes bieten SeniorInnen oder andere Menschen ein Zimmer oder gr\u00f6\u00dferen Wohnraum zur Miete an. Doch statt einer herk\u00f6mmlichen Mietzahlung verpflichten sich die Studierenden, eine bestimmte Anzahl an Stunden im Monat bei allt\u00e4glichen Aufgaben zu helfen. Dabei k\u00f6nnen die \u201eHilfsdienste\u201c variieren \u2013 von Eink\u00e4ufen, Gartenarbeit und kleineren Hausarbeiten bis hin zu einem geselligen Miteinander. Es ist jedoch klar geregelt, dass die Unterst\u00fctzung keine Aufgaben medizinischer oder pflegerischer Art beinhalten darf. Wie viel Stunden Arbeit im Monat zusammenkommen wird in den meisten Programmen (so auch in Bremen) nach folgender Faustregel berechnet: F\u00fcr jeden Quadratmeter Wohnraum, den die StudentenInnen zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen, m\u00fcssen sie pro Monat eine Stunde Arbeit ableisten. Jedoch sollte in der Regel eine Anzahl von 30 Stunden pro Monat nicht \u00fcberschritten werden, da das Studium im Vordergrund stehen soll. Bei einem 20 Quadratmeter gro\u00dfen Zimmer w\u00e4ren dann also 20 Stunden Unterst\u00fctzung monatlich gefordert. Genauere Absprachen diesbez\u00fcglich sowie die Art der Unterst\u00fctzung und der Aufgaben treffen die WohnpartnerInnen im Vorfeld individuell ab. In den meisten F\u00e4llen kommen noch die kleineren Nebenkosten dazu, wie Strom, Gas und Wasser.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><b><i>Der Weg in die Wohngemeinschaft<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/i><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Einstieg erfordert sorgf\u00e4ltige Planung und klare Absprachen, damit das Zusammenleben f\u00fcr beide Seiten reibungslos funktioniert. In der Regel sind die Studierenden-\/Studentenwerke die VermittlerInnen. Dies tun Sie kostenfrei und beraten beide Parteien gut. VertragspartnerInnen sind jedoch immer VermieterInnen und MieterInnen. Auch in Bremen kann man sich \u00fcber das Studierendenwerk beraten und vermitteln lassen (Link: <a href=\"https:\/\/www.stw-bremen.de\/de\/wohnen\/wohnen-f%C3%BCr-hilfe\">https:\/\/www.stw-bremen.de\/de\/wohnen\/wohnen-f\u00fcr-hilfe<\/a>). Ist man als StudentIn nun an einem Angebot interessiert, kann man sich dort melden, um n\u00e4here Informationen zu erhalten. Zun\u00e4chst bekommt man eine Checkliste zugeschickt, welche wichtige Angaben beinhaltet, die gebraucht werden, um an dem Projekt<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-19171 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Wohnraum-gegen-Hilfe-3-300x300.png\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Wohnraum-gegen-Hilfe-3-300x300.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Wohnraum-gegen-Hilfe-3-1030x1030.png 1030w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Wohnraum-gegen-Hilfe-3-80x80.png 80w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Wohnraum-gegen-Hilfe-3-768x768.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Wohnraum-gegen-Hilfe-3-36x36.png 36w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Wohnraum-gegen-Hilfe-3-180x180.png 180w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Wohnraum-gegen-Hilfe-3-705x705.png 705w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Wohnraum-gegen-Hilfe-3.png 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/> teilnehmen zu k\u00f6nnen. Das sind unter anderem Angaben zur Person, zum Studium, zu den eigenen Erwartungen, W\u00fcnschen und Leistungsangeboten. Anhand dieser Checkliste k\u00f6nnen die VermittlerInnen einem dann die gew\u00fcnschten WohnanbieterInnen vorstellen. Nachdem dann eine potenzielle \u00dcbereinstimmung gefunden wurde, wird ein erstes Kennenlerntreffen organisiert. Dort k\u00f6nnen sich beide Seiten austauschen, Fragen kl\u00e4ren und ein Gef\u00fchl daf\u00fcr bekommen, ob sie sich eine gemeinsame Wohnsituation vorstellen k\u00f6nnen. In diesem Gespr\u00e4ch wird meist auch schon \u00fcber die Erwartungen, Rechte und Pflichten gesprochen, um Missverst\u00e4ndnisse zu vermeiden. Sollte es dann zu einer Einigung kommen, wird eine Vereinbarung getroffen, welche Details wie die Art der Unterst\u00fctzung, den zeitlichen Umfang, die Nutzung des Wohnraums sowie Verhaltensregeln im Alltag festlegen soll. Auch bei der Erstellung der Vereinbarung helfen die VermittlerInnen. Und sobald dann alle Formalit\u00e4ten gekl\u00e4rt sind, sollte dem Einzug nichts mehr im Wege stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><b><i>Fazit<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/i><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Herausforderung bei dem Modell liegt darin, dass beide Seiten eine gewisse Offenheit und Flexibilit\u00e4t mitbringen m\u00fcssen, um den Alltag miteinander zu teilen. \u201eWohnen f\u00fcr Hilfe\u201c ist also eine nachhaltige Wohnform, die die generations\u00fcbergreifende Solidarit\u00e4t f\u00f6rdert und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aufgreift. Indem Studierende und SeniorInnen oder andere Menschen zusammenkommen, enstehen neue Lebensgemeinschaften, die nicht nur finanziell, sondern auch menschlich bereichernd sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Artikel beleuchtet das Projekt \u201eWohnen f\u00fcr Hilfe\u201c, bei dem Studierende und SeniorInnen eine besondere Wohnpartnerschaft eingehen: G\u00fcnstiger Wohnraum f\u00fcr Studierende gegen Unterst\u00fctzung im Alltag.<\/p>\n","protected":false},"author":15273,"featured_media":19169,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[10841,580333,1023066],"tags":[580400,15668,580347,600968,21521,543489,509,25924,1023258,18627,1023257],"class_list":["post-19168","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-aktuell","category-studileben","category-uni-life","tag-campue-eule","tag-euer-uni-leben","tag-eule-erklaert","tag-sozial","tag-studentenleben","tag-studierendenwerk","tag-tipps","tag-wohnen","tag-wohnen-fuer-hilfe","tag-wohnen-in-bremen","tag-wohngemeinschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19168","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15273"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19168"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19168\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19175,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19168\/revisions\/19175"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19169"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19168"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19168"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19168"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}