{"id":17396,"date":"2022-05-10T08:16:58","date_gmt":"2022-05-10T06:16:58","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=17396"},"modified":"2023-01-22T12:08:38","modified_gmt":"2023-01-22T11:08:38","slug":"nachhaltiger-grillen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2022\/05\/10\/nachhaltiger-grillen\/","title":{"rendered":"Nachhaltig(er) grillen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Kaum erreichen uns die ersten Sonnenstrahlen, wird wie jedes Jahr die Grillsaison eingel\u00e4utet. Was schon regelrecht Teil deutschen Kulturguts ist, l\u00e4sst sich in seiner urspr\u00fcnglichen Form von Bauchspeck und dicken Rindersteaks auf Einweggrills nur schwer mit dem vorherrschenden Klimanotstand vereinbaren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Verzichten wir nun der Umwelt zuliebe auf unsere Sommertradition? Nicht n\u00f6tig, denn mit einigen Tipps und etwas Umdenken l\u00e4sst sich auch mit gutem Gewissen weiter brutzeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Beginnen wir beim Grill\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dass Einweggrills vom Discounter aus Aluminium nicht gut f\u00fcr die Umwelt sein k\u00f6nnen, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht weiter auszuf\u00fchren. Nachhaltiger und auf Dauer auch g\u00fcnstiger sind auf jeden Fall dauerhaft nutzbare Grills, die nach dem Gebrauch zwar l\u00e4stig gereinigt werden m\u00fcssen, daf\u00fcr aber keinen M\u00fcll produzieren. Bez\u00fcglich des Modells schneiden laut T\u00dcV Rheinland <strong>Gas- und Elektrogrills<\/strong> von der Umweltbelastung her besser ab als Kohlegrills. Preislich liegen die Modelle im Bereich durchaus erschwinglich bis hin zu \u201egemeinsame WG-Anschaffung\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Soll es doch mal an den See gehen und der Grill kann nicht transportiert werden, so gibt es mittlerweile auch<strong> \u00f6kologische Einweg-Grills<\/strong>, die in einem bezahlbaren Preissegment rangieren. Diese sind nach getaner Arbeit entweder kompostierbar oder k\u00f6nnen einfach mit verbrannt werden, sodass kein l\u00e4stiger Abfall liegen bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Und wenn es doch ein Kohlegrill sein soll?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dann lohnt es sich definitiv, auf die Herkunft der Kohle zu schauen. Laut NABU wurden alleine im Jahre 2015 227.000 Tonnen Holzkohle importiert, haupts\u00e4chlich aus Polen, Paraguay und Nigeria. Darunter bef\u00e4nden sich <strong>gro\u00dfe Anteile Tropenholz<\/strong>, die dann auf unseren heimischen Grillabenden verfeuert w\u00fcrden. Tragischerweise wird auf den Kohleverpackungen die Herkunft der H\u00f6lzer nicht vermerkt, sodass man als Verbraucher:in nicht genau sagen kann, was man da eigentlich kauft. Einen Hinweis auf nachhaltige Holzwirtschaft k\u00f6nnen zumindest die <strong>Holz-Siegel FSC, PEFC und Naturland<\/strong> liefern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Als geeignete Alternative haben sich mittlerweile <strong>Olivenkernbriketts<\/strong> etabliert, welche aus Abf\u00e4llen der Oliven\u00f6lpressung gewonnen werden. Neben der \u00d6kobilanz sind weitere Vorteile dieser ein besonders schnelles Entz\u00fcnden mit langer Brenndauer und geringerer Rauch- und Funkenbildung. Da lohnt sich das Ausprobieren alle mal!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Entscheidend ist, was du isst.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Genannte Punkte sollten so gut es geht beachtet werden, dennoch macht am Ende des Grillabends nicht das, worauf gegrillt wird, den gro\u00dfen Unterschied, sondern eben das, was gegrillt wird. Laut T\u00dcV Rheinland werden an solch einem Abend<strong> 95% der klimarelevanten Emissionen durch das verwendete Grillgut verursacht<\/strong>. Der L\u00f6wenanteil geht dabei insbesondere an <strong>Rindfleisch und Grillk\u00e4se<\/strong> mit 2,9 bzw. 1,9 kg CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalenten pro 200g. Werden diese Lebensmittel durch regionales Gem\u00fcse wie Mais, Paprika oder Zucchini und f\u00fcr die nicht-Vegetarier:innen vielleicht noch etwas Bio-H\u00fchnchen ersetzt, so f\u00e4llt die Gesamtbilanz deutlich positiver aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mein pers\u00f6nliches Fazit hieraus w\u00e4re also: <strong>Grillt gemeinsam und bunt, das ist besser f\u00fcr die Umwelt und macht sowieso viel mehr Spa\u00df!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Grillsaison hat begonnen! Neben viel Freude und leckerem Essen bedeutet das aber auch, dass so manche \u00d6kobilanz ziemlich negativ ausf\u00e4llt&#8230; Wie Du es schafftst, deinen Grillabend mit besserem Klimagewissen zu genie\u00dfen, erf\u00e4hrst Du hier. <\/p>\n","protected":false},"author":12514,"featured_media":17397,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[10841,580347],"tags":[13879,704209,820451,898104,15880,166563,26162],"class_list":["post-17396","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-aktuell","category-eule-erklaert","tag-grillen","tag-klimakrise","tag-nachhaltig","tag-oekobilanz","tag-sommer","tag-umwelt","tag-vegetarisch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12514"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17396"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17898,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17396\/revisions\/17898"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17397"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17396"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}