{"id":17370,"date":"2022-05-06T19:01:55","date_gmt":"2022-05-06T17:01:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=17370"},"modified":"2022-05-06T19:34:08","modified_gmt":"2022-05-06T17:34:08","slug":"die-suende-des-andersartigen-zu-riskieren-eine-auffuehrung-der-performance-studies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2022\/05\/06\/die-suende-des-andersartigen-zu-riskieren-eine-auffuehrung-der-performance-studies\/","title":{"rendered":"&#8222;Die S\u00fcnde des Andersartigen zu riskieren&#8220; &#8211; eine Auff\u00fchrung der Performance Studies"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Im Rahmen der Performance Studies f\u00fchren Performer*innen das St\u00fcck &#8222;Die S\u00fcnde des Andersartigen zu riskieren &#8211; Ein theatraler Spaziergang durch die Leben der Hedwig D.&#8220; auf. Im Zentrum steht das Leben der Hedwig Debbe, eine Frau, die durch einen ungl\u00fccklichen Zufall mit der &#8222;Moralischen Idiotie&#8220; diagnostiziert wurde und mehrere Aufenthalte in der Psychiatrie verbrachte. Im Interview erz\u00e4hlt Performerin Paula Behrens von den Proben, den Herausforderungen der Pandemie und gibt spannende Einblicke in den Inhalt und die Umsetzung des St\u00fccks&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_17393\" style=\"width: 306px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17393\" class=\"size-medium wp-image-17393\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-06-at-19.31.10-296x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"296\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-06-at-19.31.10-296x300.jpeg 296w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-06-at-19.31.10-1016x1030.jpeg 1016w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-06-at-19.31.10-80x80.jpeg 80w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-06-at-19.31.10-768x779.jpeg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-06-at-19.31.10-36x36.jpeg 36w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-06-at-19.31.10-695x705.jpeg 695w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-06-at-19.31.10.jpeg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 296px) 100vw, 296px\" \/><p id=\"caption-attachment-17393\" class=\"wp-caption-text\">Die Performerin Paula Behrens<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\"><b>Hi Paula, kannst du dich einmal kurz vorstellen?<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Ich bin Paula, 23 Jahre alt und studiere Deutsch und Kunst auf Lehramt an der Uni Bremen und au\u00dferdem seit 1,5 Jahren Performance Studies.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\"><b>Euer St\u00fcck hei\u00dft &#8222;Die S\u00fcnde des Andersartigen zu riskieren&#8220;. Worum geht es darin?<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Es geht um ein biographisch historisches St\u00fcck, denn die Personen, die darin vorkommen haben gr\u00f6\u00dftenteils alle existiert. Im Mittelpunkt steht Hedwig Debbe, eine Frau, die zwischen 1908 und 1912 wiederholt in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert wurde bzw. sich zu aller erst selbst eingewiesen hat. Diese Anstalt ist heute das Klinikum Ost, also ebenfalls ein reeller Ort. Fr\u00fcher wurde es allerdings noch St. J\u00fcrgen Asyl in Ellen genannt. Die Geschichte um Hedwig begann damit, dass ihr Vater sie entm\u00fcndigte, worauf sie sich\u00a0 freiwillig einliefern lie\u00df. Ihre Intention war dabei: Ich gehe dahin, um allen zu zeigen, dass ich absolut gesund bin! In der Klinik wurde ihr jedoch vorgeworfen, dass sie zwanghaft l\u00fcge und homo- und heterosexuelle Exzesse veranstalte. Das passte dem damaligen Direktor Anton Delbr\u00fcck nur zu gut, denn dieser hatte sich gerade ein neues Krankheitsbild unter dem Namen \u201ePseudologia Fantastica\u201c zurechtgelegt. Hedwig Debbe war somit gefundenes Fressen f\u00fcr ihn und er verpasste ihr die Diagnose \u201eMoralische Idiotie\u201c. Hedwig Debbe hat sich sozusagen ein Eigentor geschossen: Ihre Intention war ja in die Klinik zu gehen, um zu beweisen \u201eich bin gesund\u201c, doch vor Ort hat dieser Dr. Delbr\u00fcck gemerkt, \u201eDie eignet sich ja super daf\u00fcr, dieses Krankheitsbild, dass ich gerade erforsche, zu beweisen!\u201c. Somit musste sie dort bleiben und mehrmonatige Aufenthalte dort verbringen.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">In dem St\u00fcck geht es vor allem darum, zu zeigen, wie Hedwig darum gek\u00e4mpft hat, entlassen zu werden und wie sie sich dort \u00fcber Wasser gehalten hat. Es war nat\u00fcrlich auch verboten, Briefverkehr zu f\u00fchren, worauf sie sich mit diversen Krankenschwestern verb\u00fcndete, um zu fliehen, was ihr immer wieder gelang. Spannend ist vor allem, dass es dazu viel historisches Material gibt, wie zum Beispiel Krankenakten und Briefe, die sie verfasst oder bekommen hat, aus dem auch unser St\u00fcck entstanden ist. So kann mal also genau nachvollziehen, wie Hedwig Debbe gelitten haben muss, aber auch, wie sehr sie f\u00fcr sich eingestanden ist. Daraus stellt sich auch die Frage \u201eWas ist Wahnsinn und wie wird Wahnsinn eigentlich definiert?\u201c. All das kommt in diesem St\u00fcck zur Geltung: gemeinsam fiebern wir mit Hedwig und ihren mehrmonatigen Aufenthalten, ihren Auf und Abs und ihren Beziehungen mit.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #000000\">\u201e<\/span><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\"><b>Ein Jahr lang haben Studierende der Geschichtswissenschaft und der Performance Studies sowie Ensemblemitglieder des Theaters der Versammlung in einem f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Projekt forschenden Studierens ihre unterschiedlichen Perspektiven auf den Fall Hedwig D. zueinander in Beziehung gesetzt<\/b><\/span><\/span><\/span> <strong><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">.\u201c, hei\u00dft es auf der Webseite der Uni Bremen. Warst du daran auch beteiligt?<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Nein, das war noch vor meiner Zeit. Bevor ich mit Performance Studies begonnen habe, war dies das letzte Projekt der Studierenden, das aufgrund von Corona leider auf Eis gelegt werden musste. Weil die Entwicklung dieses St\u00fccks so leidenschaftlich und aufwendig war, nehmen wir es nun in neuer Besetzung wieder auf! Mittlerweile durfte ich auch ein paar der Akten und Briefe sehen und es ist unglaublich, wie man aufgrund dieses Fundus das Leben von Hedwig Debbe rekonstruieren konnte! Au\u00dferdem ist auch die Ann\u00e4herung an etwas historisches \u00fcber die performative Art besonders. Anders als die Geschichtswissenschaftler*innen, die im Rahmen dieser Kooperation vor allem die Materialarbeit wie das transkribieren und wiederherstellen der Akten geleistet haben, arbeiten wir die Geschichte neben dem forschenden n\u00e4mlich\u00a0durch einen k\u00f6rperlichen, \u00e4sthetischen Blick auf.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\"><b>Welche Rolle spielst du in dem St\u00fcck?<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Ich bin eine der drei Hedwigs und teile mir die Rolle mit zwei anderen. Es gibt unterschiedliche Lesarten, wie man Hedwig Debbe verstehen kann. Manche sind auf ihrer Seite und finden, dass sie absolut zu unrecht eingeliefert wurde. Andere sind der Meinung, man solle ihr nicht alles glauben, da sie des \u00d6fteren geflunkert hat. Und wiederum Andere halten sie f\u00fcr absolut verr\u00fcckt. Aufgrund dieser verschiedenen Interpretationen wurde also beschlossen, dass Hedwig von drei verschiedenen Schauspieler*innen verk\u00f6rpert wird. In meiner Rolle spiele ich sie als eine Art kleine Schwester. Dies wurde prim\u00e4r entschieden, weil ich die kleinste der drei Schauspielerinnen bin, jedoch auch aufgrund meiner Pers\u00f6nlichkeit. Ich stelle Hedwig so ein bisschen wie ein n\u00f6rgelndes Kind dar, eine Interpretation, die auch mit mir so gewachsen ist. Die Personen machen ja auch immer so ein bisschen die Rollen, was auch immer das \u00fcber mich aussagen will (lacht). <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\"><b>Wie lange probt ihr bereits f\u00fcr das St\u00fcck?<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Ende M\u00e4rz haben wir mit dem ersten Block begonnen. Zwar hatten wir zwischendurch mal ein paar Tage Pause, ansonsten haben wir jedoch durchgehend geprobt. So ein Tag geht dann auch von 11 bis 21 Uhr, lediglich unterbrochen durch eine Mittagspause.<\/span><\/span><\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 25%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-17370 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Buehne-1.jpeg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"80\" height=\"80\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Buehne-1-80x80.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-17383\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Buehne-1-80x80.jpeg 80w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Buehne-1-36x36.jpeg 36w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Buehne-1-180x180.jpeg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-17383'>\n\t\t\t\tErste Eindr\u00fccke der Generalproben von den Performance Studierenden\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Haus-Buehne-2.jpeg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"80\" height=\"80\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Haus-Buehne-2-80x80.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Haus-Buehne-2-80x80.jpeg 80w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Haus-Buehne-2-36x36.jpeg 36w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/Haus-Buehne-2-180x180.jpeg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-05-at-18.39.34-3-2.jpeg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"80\" height=\"80\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-05-at-18.39.34-3-2-80x80.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-05-at-18.39.34-3-2-80x80.jpeg 80w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-05-at-18.39.34-3-2-36x36.jpeg 36w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-05-at-18.39.34-3-2-180x180.jpeg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-05-at-18.39.34-1.jpeg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"80\" height=\"80\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-05-at-18.39.34-1-80x80.jpeg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-05-at-18.39.34-1-80x80.jpeg 80w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-05-at-18.39.34-1-36x36.jpeg 36w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/WhatsApp-Image-2022-05-05-at-18.39.34-1-180x180.jpeg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 80px) 100vw, 80px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\"><b>Welche Herausforderungen stellt dabei die Pandemie dar?<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Vor allem die Herausforderung zu kalkulieren! Beim ersten Versuch musste das St\u00fcck leider abgesetzt werden, weil man die Situation gar nicht einsch\u00e4tzen konnte. Jetzt haben wir beschlossen, dass wir es erneut versuchen. Wir proben ohne Maske, weil das beim Theater spielen einfach nicht funktioniert, testen uns alle regelm\u00e4\u00dfig und haben uns f\u00fcr das St\u00fcck eingeschr\u00e4nkt, weil es zeitlich nicht anders m\u00f6glich ist. Wenn du bis 21 Uhr probst, bist du auch einfach platt und hast nicht mehr wirklich Raum, noch um die H\u00e4user zu ziehen! Damit sind wir sehr lange gut durchgekommen. Nun sind zwei andere Personen und ich leider unabh\u00e4ngig voneinander an Corona erkrankt, was dazu gef\u00fchrt hat, dass wir den ersten Block der Ausf\u00fchrungen absagen mussten. Gl\u00fccklicherweise haben wir niemanden angesteckt, jedoch haben wir keine Zweitbesetzung, sodass es f\u00fcr die \u00fcbrig gebliebenen nicht alleine stemmbar ist. Wir m\u00fcssen also hoffen, dass wir drei bald wieder fit f\u00fcr den zweiten Auff\u00fchrungsblock sind!<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\"><b>Es gibt 4 Akte, die auch an unterschiedlichen Orten spielen. Wie k\u00f6nnen wir uns das vorstellen? <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Das St\u00fcck wird im Klinikum Ost aufgef\u00fchrt, was sich auf einer Art Parkgel\u00e4nde befindet. Wir fangen im Haus im Park an, ein Veranstaltungsort mit \u201enormaler\u201c B\u00fchne, auf der einige auftreten werden. Ich spiele dort aber gar nicht und werde mich stattdessen auf einer Art B\u00fchnenriegel befinden. Andere treten auf einer Empore auf. Wir spielen auch im Publikum und beziehen dieses mit ein. Au\u00dferdem gibt es einen Stopp in der Direktorenvilla, ein Kasperletheater und eine Szene drau\u00dfen, die eine Frau im Baum beinhaltet. Das ist ein crazy Monolog, aber mehr will ich dazu noch nicht verraten! Zus\u00e4tzlich haben wir eine kleine Choreografie mit riesigen Steinkugeln, die dort glaube ich aus therapeutischen Gr\u00fcnden in der Wiese liegen. Dann habe ich noch eine Szene in einer Remise, eine Art Erhebung in einem Fachwerk, die \u00e4hnlich wie ein Wintergarten nach vorne hin offen, aber sonst geschlossen ist. Ein weiterer Teil spielt sich im Museum ab. Dabei handelt es sich um die ehemaligen Psychiatrie-Orte, die heute anders genutzt werden. Das St\u00fcck findet also sowohl drau\u00dfen als auch drinnen statt. F\u00fcr die verschiedenen Stationen gibt es eine Publikumsf\u00fchrung, in der die Zuschauer*innen von A nach B geleitet werden. Das wird spektakul\u00e4r!<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\"><b>Last but not least: Wann k\u00f6nnen wir dich auf der B\u00fchne sehen?<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Ihr k\u00f6nnt mich hoffentlich ab n\u00e4chsten Donnerstag sehen! Unsere Auff\u00fchrungen finden Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag jeweils ab 19 Uhr statt. Ihr solltet m\u00f6glichst fr\u00fcher da sein, weil man die Tickets erst an der Abendkasse kauft. Ihr m\u00fcsst sie vorher reservieren, holt sie dann aber an der Abendkasse ab, weil wir ein solidarisches Preissystem haben. Das hei\u00dft, man kann vor Ort entscheiden, ob man 5, 10, 15 oder 20 \u20ac bezahlen m\u00f6chte. Es ist auch einfach sch\u00f6n, fr\u00fcher da zu sein, weil das wirklich ein tolles Gel\u00e4nde ist um zu flanieren, sich umzuschauen und einen Drink zu sich zu nehmen! Ich glaube das wird ein sehr sch\u00f6nes Gesamterlebnis. Kommt zahlreich!<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><strong><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Karten reservieren k\u00f6nnt ihr unter<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">https:\/\/www.kulturambulanz.de\/haus\/veranstaltungen\/6_5_spaziergang.php<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><strong><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Auff\u00fchrungstermine:<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">12.\/13.\/14.\/15. Mai 2022 jeweils um 19Uhr<br \/>\nSolidarisches Preissystem (pay what you can): 20\u20ac\/10\u20ac\/5\u20ac<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><strong><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Mehr Infos:<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">https:\/\/www.uni-bremen.de\/universitaet\/hochschulkommunikation-und-marketing\/aktuelle-meldungen\/detailansicht\/die-suende-des-andersartigen-zu-riskieren-stueck-ueber-eine-entmuendigte-frau<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Performance Studies f\u00fchren Studierende das St\u00fcck &#8222;Die S\u00fcnde des Andersartigen zu riskieren&#8220; auf. 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