{"id":17231,"date":"2022-02-02T19:29:21","date_gmt":"2022-02-02T18:29:21","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=17231"},"modified":"2022-02-02T19:29:21","modified_gmt":"2022-02-02T18:29:21","slug":"filmtipp-wer-wir-waren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2022\/02\/02\/filmtipp-wer-wir-waren\/","title":{"rendered":"Filmtipp: Wer wir waren"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Drau\u00dfen w\u00fctet noch der Wind, doch der Fr\u00fchling steht schon vor der T\u00fcr. Bevor es also bald wieder mit Freund:innen raus geht, um die Sonnenstrahlen zu genie\u00dfen, haben wir hier noch einen Filmtipp f\u00fcr dich: Wer wir waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein Film von Marc Bauder, den du zurzeit auf Netflix bequem streamen kannst. Mit knapp 2 Std. kommt die Dokumentation in Spielfilml\u00e4nge auf deinen Bildschirm und nimmt dich mit auf eine Reise um die Welt. Inspiriert von einem unvollendetem Buch von Roger Willemsen, begleitet der Regisseur 6 unterschiedliche Wissenschaftler:innen und fragt woran sich kommende Generationen erinnern werden, wenn wir einmal nicht mehr sein werden. Dabei entf\u00fchrt er uns vom Weltall bis in die tiefen der Ozeane und l\u00e4sst dabei die Wissenschaftler:innen wie bspw. Astronaut Alexander Gerst und Ozeanologin Sylvia Earle ihre Gedanken mit uns teilen. Anders als bei <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2021\/04\/23\/seaspiracy-eine-filmreview\/\">Seaspiracy<\/a> von Kip Andersen kommt dieser Film nicht mit einer Masse an Daten und Zahlen, sondern appelliert an die Gef\u00fchle und das Verantwortungsbewusstsein der Gesellschaft.<br \/>\nWie m\u00f6chten wir in Erinnerung bleiben? Was m\u00f6chten wir hinterlassen? Und ist uns \u00fcberhaupt bewusst was unser Handeln f\u00fcr das Universum und die Erde bedeuten?<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">\u201eWir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0\u00a0 ~ Roger Willemsen<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Obwohl dieser Film ganz ohne Zahlen und Daten argumentiert, fehlt es nicht an der Wissenschaftlichkeit. Alle Protagonist:innen erkl\u00e4ren auf ihre Art und Weise die Wichtigkeit jetzt zu handeln und geben dabei Wissen aus ihrem Metier leicht verst\u00e4ndlich an den\/die Zuschauer:in weiter. Erstaunlich empfand ich den musikalischen Teil. Die eindrucksvollen Bilder und intensiven Visionen der Wissenschaftler:innen werden vom hr Sinfonieorchester begleitet und erschaffen oft eine d\u00fcstere, dystopische Atmosph\u00e4re. Ansonsten verzichtet der Film komplett auf Musik und setzt stattdessen auf die Originalt\u00f6ne der Aufnahmen. Der Film wendet sich offensichtlich an die Emotionen der Zuschauenden und ist gleichzeitig frei von \u00fcbertriebener Dramatik. Es wird deutlich, dass wir handeln m\u00fcssen, wenn uns diese Welt genauso am Herzen liegt, wie den Protagonist:innen. Es wird deutlich, dass die Menschen, die meiste Macht besitzen etwas zu ver\u00e4ndern, die es nicht betrifft. Es wird deutlich, dass die Auswirkungen der globalen Erw\u00e4rmung am meisten die Menschen treffen, die am wenigsten Macht besitzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zur\u00fcck bleibe ich dennoch mit einem Haufen gemischter Gef\u00fchle und einer \u00fcberw\u00e4ltigten Ohnmacht. Denn auch wenn der Film \u00e4hnlich wie Seaspiracy zeigt, dass wir jetzt Handeln m\u00fcssen, wird nicht deutlich gesagt, welche Forderungen gew\u00fcnscht sind. Es ist ein Film, der einem mit Fragen zur\u00fcck ins allt\u00e4gliche Leben schickt und einen eher philosophischen Faden verfolgt als einen politischen. Dennoch wird die Message klar und ist ein sehenswerter Film. Ob im Winter oder im Fr\u00fchling. Also Film ab und viel Spa\u00df bei deinem Heimkino Abend!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class='avia-iframe-wrap'><div class=\"lyte-wrapper fourthree\" style=\"width:420px;max-width:100%;margin:5px;\"><div class=\"lyMe\" id=\"WYL_4lEBn56PxiY\"><div id=\"lyte_4lEBn56PxiY\" data-src=\"\/\/i.ytimg.com\/vi\/4lEBn56PxiY\/hqdefault.jpg\" class=\"pL\"><div class=\"tC\"><div class=\"tT\"><\/div><\/div><div class=\"play\"><\/div><div class=\"ctrl\"><div class=\"Lctrl\"><\/div><div class=\"Rctrl\"><\/div><\/div><\/div><noscript><a href=\"https:\/\/youtu.be\/4lEBn56PxiY\" rel=\"nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/4lEBn56PxiY\/0.jpg\" alt=\"YouTube-Video-Vorschaubild\" width=\"420\" height=\"295\" \/><br \/>Dieses Video auf YouTube ansehen<\/a><\/noscript><\/div><\/div><div class=\"lL\" style=\"max-width:100%;width:420px;margin:5px;\"><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fr\u00fchling steht vor der T\u00fcr und bevor wir bald drau\u00dfen die ersten Sonnenstrahlen genie\u00dfen, empfeheln wir euch Marc Bauders Film &#8222;Wer wir waren&#8220;. 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