{"id":17105,"date":"2021-11-16T09:36:49","date_gmt":"2021-11-16T08:36:49","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=17105"},"modified":"2021-11-16T09:36:49","modified_gmt":"2021-11-16T08:36:49","slug":"der-fallturm-ueber-mikrogravitation-und-raumfahrttechnologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2021\/11\/16\/der-fallturm-ueber-mikrogravitation-und-raumfahrttechnologie\/","title":{"rendered":"Der Fallturm &#8211; \u00fcber Mikrogravitation und Raumfahrttechnologie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Gut sichtbar bereits aus weiter Ferne steht der <b>146 Meter<\/b> hohe Fallturm auf dem Campus Gel\u00e4nde der Uni Bremen. Ein imposantes Bauwerk, das <b>seit 1990<\/b> wohl jede:r Bremer:in kennt \u2013 doch warum wurde es \u00fcberhaupt errichtet und was hat es mit dem Namen \u201eFallturm\u201c auf sich?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\" align=\"justify\">F\u00fcr die Beantwortung dieser Fragen ist es hilfreich zu wissen, wof\u00fcr <b>ZARM<\/b> steht. Im Bereich der Produktionstechnik steht diese Abk\u00fcrzung f\u00fcr das <b>Zentrum f\u00fcr angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation<\/b>. Hierbei handelt es sich um ein international bekanntes Forschungszentrum, welches sich unter anderem mit Fragen aus der Str\u00f6mungsmechanik, Raumfahrttechnologie oder auch den Weltraumwissenschaften befasst. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Materialen oder bestimmte Gegenst\u00e4nde sich ohne Einwirkung der Schwerkraft verhalten. Sowohl die Grundlagenforschung als auch die Entwicklung neuester Technologien stehen hierbei im Fokus.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-17108 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/IMG_20211109_115512-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/IMG_20211109_115512-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/IMG_20211109_115512-773x1030.jpg 773w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/IMG_20211109_115512-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/IMG_20211109_115512-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/IMG_20211109_115512-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/IMG_20211109_115512-1125x1500.jpg 1125w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/IMG_20211109_115512-529x705.jpg 529w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/IMG_20211109_115512-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Experimente dieser Art k\u00f6nnen entweder im Weltraum unter real herrschender Schwerelosigkeit durchgef\u00fchrt werden oder aber \u2013 und hier kommt der Fallturm ins Spiel \u2013 man erschafft sich seine eigene <b>ann\u00e4hernde Schwerelosigkeit, die als bereits erw\u00e4hnte Mikrogravitation bezeichnet wird<\/b>. In dieser k\u00f6nnen dann Experimente im freien Fall unter konstanten, reproduzierbaren Bedingungen durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Erreicht wird dies in der 120 Meter hohen Fallr\u00f6hre innerhalb des Fallturms <b>mit Hilfe eines Vakuums<\/b>, welches durch 18 Pumpen hergestellt wird. Im Zustand dieser erzeugten Mikrogravitation kann nun eine <b>Fallkapsel von 1,6 oder 2,4 Metern L\u00e4nge<\/b> \u00fcber einen Zeitraum von <b>knapp f\u00fcnf Sekunden<\/b> fallen gelassen werden. In dieser befindet sich der zu untersuchende Gegenstand. Nach <b>110 Metern freiem Fall<\/b> trifft sie dann auf einen acht Meter langen Auffangbeh\u00e4lter, der mit unz\u00e4hligen winzigen Schaumpolystyrolk\u00fcgelchen gef\u00fcllt ist und somit den Aufprall abfedert. <b>Der Zeitraum der ann\u00e4hernden Schwerelosigkeit kann durch ein spezielles Katapult auf knapp zehn Sekunden verl\u00e4ngert werden<\/b>, da hier sowohl der Aufstieg als auch der Fall verwertet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Da es sich europaweit um ein <b>einzigartiges Forschungslabor<\/b> handelt, sind die Anfragen f\u00fcr das Durchf\u00fchren von Experimenten entsprechend hoch. Hinzu kommt, dass aufgrund des langen Evakuierungsprozesses zwischen den einzelnen Versuchen<b> nur drei Durchl\u00e4ufe pro Tag<\/b> m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Bremer Fallturm ist jedoch nicht nur f\u00fcr Forschende aus dem Bereich der Raumfahrt interessant; auch Fragen der Biologie, Chemie und der Verbrennungsforschung werden hier beispielsweise behandelt \u2013 sogar schon von Bachelor- und Masterstudierenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Au\u00dferhalb des Studiums bietet der Fallturm (zu pandemiefreien Zeiten) auch <b>F\u00fchrungen f\u00fcr Interessierte<\/b> an. Des Weiteren befindet sich in der gl\u00e4sernen Turmspitze eine <b>Panorama-Lounge<\/b>, die f\u00fcr Festlichkeiten aller Art gebucht werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mehr Informationen zum Fallturm, der dort betriebenen Forschung sowie tolle Videos dazu findest Du unter <a href=\"https:\/\/www.zarm.uni-bremen.de\/de\/fallturm\/allgemeine-informationen.html\">ZARM<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gut sichtbar bereits aus weiter Ferne steht der 146 Meter hohe Fallturm auf dem Campus Gel\u00e4nde der Uni Bremen. 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