{"id":17091,"date":"2021-11-10T11:00:31","date_gmt":"2021-11-10T10:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=17091"},"modified":"2021-11-10T11:00:31","modified_gmt":"2021-11-10T10:00:31","slug":"science-goes-public","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2021\/11\/10\/science-goes-public\/","title":{"rendered":"Science goes Public!"},"content":{"rendered":"<p>Donnerstag Abends in die Kneipe, ist als Student:in erstmal nichts besonderes. Die Tatsache, dass ich alleine war, dann wiederum schon. Im Nachhinein bin ich froh mich \u00fcberwunden zu haben und kann es jeder\/m empfehlen. Aber noch mal zur\u00fcck auf Anfang. Was hab ich eigentlich gemacht?<\/p>\n<p>Zwei Mal im Jahr findet die Veranstaltungsreihe \u201eScience goes Public!\u201c in Bremen und Bremerhaven in ausgew\u00e4hlten Kneipen statt. In gem\u00fctlicher und lockerer Atmosph\u00e4re tragen Wissenschaftler:innen aus diversen Bereichen 30-min\u00fctige Beitr\u00e4ge vor. Die Themenbereiche sind dabei sehr unterschiedlich. Von Geschichten aus dem All \u00fcber Umweltschutz- und Verschmutzung bis hin zu KI und virtuelle Welten ist alles dabei. Referiert werden die Beitr\u00e4ge von Wissenschaftler:innen die f\u00fcr ihr Thema brennen und beruflich darin spezialisiert sind. Anders als in der Schule oder Uni, finden im Anschluss dann auch Fragerunden statt oder du kannst bei einem Bier gem\u00fctlich in kleiner Runde weiter schnacken.<\/p>\n<p>Entstanden ist das ganze bereits 2015 in Bremerhaven zum 10-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um. 2005 erhielten Bremen und Bremerhaven n\u00e4mlich den Titel \u201e Stadt der Wissenschaft\u201c. Damals unter dem Namen \u201ePublic understanding of Science\u201c. Seit 2017 gibt es die Vortr\u00e4ge auch in Bremen. Zum Gl\u00fcck! Denn jeden Donnerstag finden w\u00e4hrend der aktuellen Herbstreihe zwei unterschiedliche Vortr\u00e4ge parallel statt in zwei verschiedenen Kneipen. Also ganz in deiner N\u00e4he. Los geht\u2018s immer um 20 Uhr und das kostenlos. Lediglich deine Getr\u00e4nke musst du nat\u00fcrlich selbst zahlen.<\/p>\n<p>Ich entschied mich f\u00fcr den Beitrag \u201eNur fordern, wenn&#8217;s f\u00f6rdert?\u201c im 1st Class Suicide. Ich bin schon des \u00d6fteren tags\u00fcber vorbeigelaufen und wollte mal rein. Nun ergab sich die Gelegenheit. Aber nicht nur die Kneipe hatte mich Interessiert, sondern auch das Thema. Kernpunkt war die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland, wie Medien bestimmte Narrative gef\u00fcttert haben bzw. f\u00fcttern und diese wiederum bestimmte Meinungen in der Gesellschaft bildet. Dabei wurde das ganze auch empirisch und statistisch untersucht von den Referierenden. Ich stand dort also am Rand allein mit meinem Bier und h\u00f6rte den beiden 30 Minuten lang zu. Die Kneipe war komplett voll, im Hintergrund h\u00f6rte man stetig den Shaker in Action f\u00fcr die bestellten Cocktails. Manche Zuh\u00f6rer:innen sa\u00dfen auf dem Boden, manche standen wie ich an der Seite. Fr\u00fcher kommen lohnt sich also, wenn man einen Sitzplatz m\u00f6chte.<br \/>\nMit der Fragerunde danach f\u00fchlte sich das ganze f\u00fcr mich\u00a0 an, wie auf meiner damaligen Abschlussfahrt. Jede\/r Sch\u00fcler:in musste vor einem, f\u00fcr den Lehrer, wichtigen Geb\u00e4ude in Florenz ein Referat halten mit anschlie\u00dfender Fragerunde. Meist sa\u00dfen wir dann auch wild verteilt an einem Ort wo sonst keine Vortr\u00e4ge stattfanden und k\u00e4mpften gegen eine Ger\u00e4uschkulisse an. Hier stand ich nun in der Kneipe allein. Mit dem Unterschied, hier wollte ich sein, die Ger\u00e4uschkulisse machte f\u00fcr mich das ganze entspannter, das Thema wollte ich mir anh\u00f6ren und die Referierenden haben Ahnung von ihrem Beitrag. Die Fragerunde im Anschluss begann etwas holprig, aber mal ganz ehrlich: Das sind wir aus der Uni gewohnt. Das vor allem sch\u00f6ne an dem Abend f\u00fcr mich war das komplett gemischte Publikum. Denn die Veranstaltungsreihe ist f\u00fcr alle. Nicht nur an Akademiker:innen und Themen spezialisierte Menschen gerichtet. Und ein Thema in diesem Fall, bei dem eigentlich jede\/r mitreden kann. Es ist aus der Gesellschaft und f\u00fcr die Gesellschaft. Und wer von beispielsweise HartzIV keine Ahnung hatte, konnte sich jetzt endlich mal dazu etwas anh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Knapp eine Stunde nach meiner Ankunft zahlte ich mein Bier, freute mich dar\u00fcber mich mal wieder etwas allein getraut zu haben und schlenderte nach Hause. Wenn du dich in kleinen Schritten mal Dinge allein trauen m\u00f6chtest und es dir genauso schwer f\u00e4llt wie mir: Hier ist deine Chance! Aber auch sonst kann ich die Reihe nur empfehlen. Bis zum 18.11. kannst du dir noch Beitr\u00e4ge anh\u00f6ren. Alle Infos zum Programm und Wo findest du unter <a href=\"http:\/\/www.sciencegoespublic.de\/programm\">www.sciencegoespublic.de\/programm<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sich \u00f6fter mal etwas allein trauen. Gar nicht so einfach. Doch diesmal mit einer Mission. F\u00fcr die EUle zu Science goes Public. Was genau mich dort und vielleicht auch dich in Zukunft dort erwartet, findest du in diesem Beitrag. <\/p>\n","protected":false},"author":10956,"featured_media":17094,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[10841,580333],"tags":[67992,84285,13868,26048,125595,125509,512687,15772,897955],"class_list":["post-17091","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-aktuell","category-studileben","tag-bar","tag-beitraege","tag-bremen","tag-bremerhaven","tag-kneipe","tag-science","tag-science-goes-public","tag-vortrag","tag-wisschenschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17091","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10956"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17091"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17091\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17095,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17091\/revisions\/17095"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17091"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17091"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17091"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}