{"id":15904,"date":"2021-02-05T20:16:47","date_gmt":"2021-02-05T19:16:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=15904"},"modified":"2021-02-05T20:54:11","modified_gmt":"2021-02-05T19:54:11","slug":"insta-detox","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2021\/02\/05\/insta-detox\/","title":{"rendered":"Insta-Detox"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Zurzeit ist es nicht einfach bei Laune zu bleiben. Dar\u00fcber sind sich wahrscheinlich die meisten einig und das sp\u00fcren wir bei der EUle nat\u00fcrlich auch. Doch ist nicht alles schlecht an der aktuellen Situation. Eine Anregung zum Perspektivenwechsel und <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2021\/02\/03\/think-positive-oder-die-positiven-seiten-des-lockdowns\/\">Positiv Thinking<\/a> gab es diese Woche auch bei uns. Neben Geschichten, die den Campus besch\u00e4ftigen, der leider im Moment sehr ruhig ist, sind wir immer auf der Suche nach allem was f\u00fcr uns Studierende wichtig, interessant oder hilfreich sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber mal ganz ehrlich: Was machst du wirklich w\u00e4hrend der Zoom-Vorlesung dr\u00f6lfhundert? Ich muss gestehen: Meine Kamera ist oft aus, weil zum einen mein Internet zu schwach ist und zum anderen ich mich ungern so zeigen m\u00f6chte, zerzaust und im Pyjama. K\u00f6nnte ich \u00e4ndern, aber keine Lust. Daf\u00fcr ist mein Handy sehr viel an und vor allem Instagram. Nun w\u00fcrde ich frech behaupten, dass es mind. 70% der Studierenden so geht. Wem es nicht so geht, gratuliere ich herzlich zu so viel Selbstdisziplin, die durch die Online-Lehre noch wichtiger geworden ist. Social Media ist schon seit langem ein immer gr\u00f6\u00dferer Teil in unserem Leben. Eine interessante Doku dazu und unsere Abh\u00e4ngigkeit davon thematisierte k\u00fcrzlich Netflix in \u201eThe Social Dilemma\u201c. Sehen und gesehen werden. Was fr\u00fcher auf Partys &amp; Co. zutraf, gilt mittlerweile viel mehr f\u00fcr unser Profil auf verschiedenen Plattformen. Wer h\u00e4tte noch vor 10 Jahren gedacht, dass Influencer ein richtiger Beruf wird? <em>Die Digitalisierung hat hier anders als beim Online-Unterricht voll zugeschlagen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15911 aligncenter\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/mobile-2563782_1920-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/mobile-2563782_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/mobile-2563782_1920-1030x687.jpg 1030w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/mobile-2563782_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/mobile-2563782_1920-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/mobile-2563782_1920-1500x1000.jpg 1500w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/mobile-2563782_1920-705x470.jpg 705w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/mobile-2563782_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Doch wenn wir hier schon ganz ehrlich miteinander sind: Wie viel von dem was du durchscrollst, nimmst du auch wirklich wahr? Wie viel Beachtung schenkst du den einzelnen Bildern und Storys deiner Freunde oder Seiten, denen du folgst tats\u00e4chlich? Vergibst du manchmal ein Like und scrollst schnell weiter?<br \/>\nMir passiert das leider zu oft. Ich nutze Instagram nicht f\u00fcr das, weswegen ich sie angelegt habe, sondern konsumiere stumpf. Das liegt unter anderem an Gl\u00fcckshormonen, welche beim Benutzen ausgesch\u00fcttet werden und spielt eine wichtige Rolle f\u00fcr unser Belohnungssystem. Siehst du neue Kommentare, Likes oder Reaktionen auf deine Bilder oder Storys, werden diese u.A. aktiviert. Wir wollen dieses Gl\u00fccksgef\u00fchl und werden s\u00fcchtig, s\u00fcchtig nach Likes und Anerkennung, s\u00fcchtig nach der App. Dass der Konsum dessen nicht gesund ist, ist hoffentlich jeder Person bewusst. Nicht nur, dass wir davon abh\u00e4ngig werden, wir vergleichen uns mit anderen, was sie machen, was sie erleben, was sie erreicht haben oder wie sie aussehen. Dies ist nicht nur w\u00e4hrend einer Pandemie toxisch. Nat\u00fcrlich kann die App auch gutes, weshalb ich Instagram auch wiederrum nicht missen m\u00f6chte. Es gibt viele Profile, die mir bei Mental Health Themen stark weiter geholfen haben, die zu verschiedenen Themen Aufkl\u00e4ren, vernetzten und den Betroffenen das Gef\u00fchl geben nicht allein oder gar komisch zu sein. Letztlich ist es nur eine App, was wir daraus machen, liegt an uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dennoch, um mir meines Konsums und Verhaltens bewusst zu bleiben, ist es immer wieder wichtig etwas Abstand zu nehmen. Bei mir kommt der Punkt oft zum Beginn der Pr\u00fcfungsphasen. Instagram stiehlt Zeit und Aufmerksamkeit, die effizient eingesetzt werden muss\/m\u00f6chte. Und leider ist meine Selbstdisziplin w\u00e4hrend der Pandemie nicht besser geworden. Der Versuch meine Bildschirmzeit zu reduzieren war schon ein kleiner Erfolg. Dazu stellte ich die Warnung in der App an, die mich nach 1 Stunde \u00fcber die erreichte Zeit informieren soll. \u00c4hnlich wie beim Rauchen dachte ich zuerst die Reduzierung w\u00fcrde reichen. Denn mein Ziel war der Achtsame Umgang. In diesem Fall mit dem was mir zu sehen gegeben wird und meinem Konsum. Und um ehrlich zu bleiben, bei mir hilft da nur der kalte Entzug. Ich, sowie auch Freunde und Bekannte, machen das immer wieder: Social Media bzw. \u00a0Insta-Detox. Aktuell ist es in meinem Feed auch wieder sichtbar, denn einige K\u00fcndigen es an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>\u201eIch bin erstmal weg. Weiter \u00fcber Whats App erreichbar\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Was wie ein Trend wirkt, ist aus meiner Sicht wichtig f\u00fcr unser Verhalten. Denn auch wenn alles digitaler wird und uns w\u00e4hrend der Pandemie erm\u00f6glicht \u00fcberhaupt noch zu studieren, Kontakt zu halten oder uns Filme anzuschauen, ist es wichtig sich daran zu erinnern, dass es ein Leben offline gibt. Und auch f\u00fcr unseren K\u00f6rper ist es mehr als gesund sich von Computer, Handy &amp; Co. weg und stattdessen lieber raus zu bewegen. Nicht umsonst ist die Corona Besch\u00e4ftigung Nr. 1 Spazieren gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Long Story short: Sobald meine Vorlesungszeit rum ist und die EUle auch in eine kleine Pause geht, werde ich meine Insta-Detox Phase mal wieder starten.. in der Hoffnung, dass K\u00f6rper und Geist sich etwas erholen. Ich bin auf jeden Fall sehr bereit und du?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4re scrollen auf Zeit eine olympische Disziplin, w\u00e4re unsere Generation wahrscheinlich sehr gut darin. Wir \u00fcberfliegen Beitr\u00e4ge und Storys, hinterlassen ein schnelles Like bevor wir weiter Konsumieren und vergessen dabei oft wieso oder wof\u00fcr. Eine kurze Reflektion, weshalb es gut w\u00e4re sich einem Insta-Detox zu unterziehen.<\/p>\n","protected":false},"author":10956,"featured_media":15907,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[580333],"tags":[820185,820326,820327,720169,820165,704279,704278,672799,8038,704274],"class_list":["post-15904","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-studileben","tag-820185","tag-detox","tag-insta-detox","tag-instagram","tag-mental-health","tag-online-semester","tag-online-studium","tag-online-lehre","tag-social-media","tag-zoom"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15904","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10956"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15904"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15904\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15926,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15904\/revisions\/15926"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}