{"id":15465,"date":"2020-11-17T17:29:54","date_gmt":"2020-11-17T16:29:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=15465"},"modified":"2020-11-17T18:04:11","modified_gmt":"2020-11-17T17:04:11","slug":"ein-garten-fuer-studis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2020\/11\/17\/ein-garten-fuer-studis\/","title":{"rendered":"Ein Garten f\u00fcr Studi\u00b4s"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sebastian ist 31 Jahre alt, studiert an der Universit\u00e4t Bremen Biologie und Chemie und hat vor einem Jahr das Projekt \u201eEin Garten f\u00fcr Studi\u00b4s\u201c ins Leben gerufen. Mit seinem Nachhaltigkeitskonzept m\u00f6chte er insbesondere Studierende dazu motivieren, ihr eigenes Obst und Gem\u00fcse anzupflanzen. Wie er mit seinem Garten zudem einen tier- und umweltfreundlichen Raum geschaffen hat und mit seinem Projekt mittlerweile mehr als sieben weitere Studi\u00b4s begeistern konnte, erf\u00e4hrst Du in dem folgenden Artikel. <\/strong><\/p>\n<p>Anfang 2019 startete das Projekt \u201eEin Garten f\u00fcr Studi\u00b4s\u201c, nachdem Sebastian bereits zwei Jahre zuvor seinen eigenen Kleingarten betrieben hat. \u201eAls ich mir den Kleingarten damals gepachtet habe, wollte ich anfangs einfach mal wieder etwas mit meinen H\u00e4nden erschaffen\u201c, erz\u00e4hlt er und pflanzt w\u00e4hrenddessen kleine Setzlinge in das aufgelockerte Beet ein. \u201eDas Studium ist super theoretisch und ich wollte einfach einen Ausgleich zu der st\u00e4ndigen Arbeit am Schreibtisch haben. Zudem finde ich es toll drau\u00dfen in der Natur zu sein.\u201c Zu der Arbeit im Garten und somit dem Eigenanbau von Obst und Gem\u00fcse sei er nur durch Zufall gekommen. \u201eEine Freundin von mir hatte fr\u00fcher einen Balkon auf dem sie kleine Tomaten-, Paprika und Erdbeerpflanzen gehalten hat. Ich sollte w\u00e4hrend ihres Urlaubs auf die Pflanzen aufpassen und dadurch habe ich erstmalig gemerkt, dass ich es super spannend finde, eigenes Obst und Gem\u00fcse anzupflanzen.\u201c Daraufhin bepflanzte er die Fensterb\u00e4nke in seiner WG, die allerdings nach kurzer Zeit nicht mehr gen\u00fcgend Platz boten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15467 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/f-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/f-300x225.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/f.png 535w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Daher entschied er sich 2017 einen Kleingarten nahe der Universit\u00e4t zu pachten, um sich dort komplett ausleben zu k\u00f6nnen. \u201eMir war von vornherein wichtig, dass ich nicht nur einen neuen Raum f\u00fcr mich selbst in der Natur schaffe, sondern dass dieser auch umwelt- und tierfreundlich gestaltet wird.\u201c, sagt er und setzt den letzten Setzling in den Boden und begie\u00dft ihn mit etwas Wasser. \u201eHier im Garten darf Unkraut wachsen und auch alle Tiere, die hier sind d\u00fcrfen bleiben. Von Nacktschnecke, Biene, Maus bis hin zum Kaninchen habe ich alles gerne hier. Viele meiner Kleingartennachbarn k\u00f6nnen das nicht nachvollziehen, da nat\u00fcrlich oft die Obst- und Gem\u00fcseernte aufgrund der tierischen Besucher leidet, aber ich pers\u00f6nlich finde einen Naturgarten, von dem jeder etwas hat, viel gem\u00fctlicher und nachhaltiger.\u201c Auf insgesamt 6 Beeten sind \u00fcber 15 verschiedene Gem\u00fcsesorten zu finden. Von Roter Bete, Salat, M\u00f6hren, Zwiebeln, Kartoffeln, K\u00fcrbis und Zucchini, bis hin zum Gew\u00e4chshaus, in dem sich alte Tomaten- und Gurkensorten befinden, ist f\u00fcr jeden Geschmack etwas dabei. \u201eDie 5 alten Obstb\u00e4ume am Zaun des Gartens standen schon zu Beginn hier. Ich habe dann noch 3 weitere Obstb\u00e4ume gepflanzt und ein paar Beerenb\u00fcsche dazwischengesetzt.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15468 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/u-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/u-300x225.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/u.png 483w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Das Projekt \u201eEin Garten f\u00fcr Studi\u00b4s\u201c habe sich nur aus Zufall ergeben, da ein Kommilitone von Sebastian ihn fragte, ob er mit in die Gartenarbeit einsteigen k\u00f6nne. \u201eEin Kumpel von der Uni war hier im Garten zu Besuch und fand mein Konzept eines Naturgartens mit eigenem Obst- und Gem\u00fcseanbau so gut, dass er mich direkt fragte ob er mitmachen kann. Das Ganze hat sich dann ziemlich schnell rumgesprochen und immer mehr Leute kamen dazu. Mittlerweile sind wir insgesamt acht Studi\u00b4s die hier g\u00e4rtnern.\u201c Mit dem Ertrag von ihrer Obst- und Gem\u00fcseernte kommen die Acht gut aus. \u201eMeistens bleibt sogar immer noch etwas \u00fcbrig. Dieses Jahr z.B. hatten wir so viele Zucchini, dass wir gar nicht mehr wussten wohin damit.\u201c In diesem Fall nehmen Sie das \u00fcbrige Obst und Gem\u00fcse mit in die Uni und verschenken es dort an Kommilitonen. Besonders toll findet Sebastian, dass er mit seinem Garten andere Leute motivieren konnte, sich f\u00fcr die eigene Nachhaltigkeit einzusetzen. \u201eMan kann gar nicht nachhaltiger leben und essen, wenn man die Lebensmittel aus dem eigenen Garten bezieht. Man isst dadurch nicht nur saisonal, sondern bekommt eine ganz andere Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr das Essen, wenn man es selbst anpflanzt.\u201c, sagt er und zeigt mir seine heutige Gem\u00fcseausbeute, die er in einen geflochtenen Korb gesammelt hat. Das Thema Nachhaltigkeit ist dem Studenten sehr wichtig <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-15469 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/ww-225x300.png\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/ww-225x300.png 225w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/ww.png 347w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>\u201eIch finde Nachhaltigkeit, f\u00e4ngt schon bei ganz kleinen Dingen an und jeder kann einen Teil dazu beitragen. Bienenfreundliche Pflanzen z.B. kann jeder auf seinem Balkon pflanzen oder eben saisonal beim Bauern einkaufen.\u201c Das sind diese kleinen Dinge,\u00a0die am Ende eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung machen.\u201c Er hofft, dass er mit seinem Projekt in Zukunft noch mehr Studi\u00b4s davon \u00fcberzeugen kann, sich mehr f\u00fcr die Natur, Nachhaltigkeit und das eigene, gesunde Essen einzusetzen. Denn wie er selbst sagte \u201eDie Ver\u00e4nderung f\u00e4ngt im Kleinen an und beginnt bei uns selbst.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit seinem Nachhaltigkeitskonzept m\u00f6chte er insbesondere Studierende dazu motivieren, ihr eigenes Obst und Gem\u00fcse anzupflanzen. Wie er mit seinem Garten zudem einen tier- und umweltfreundlichen Raum geschaffen hat und mit seinem Projekt mittlerweile mehr als sieben weitere Studi\u00b4s begeistern konnte, erf\u00e4hrst Du in dem folgenden Artikel.<\/p>\n","protected":false},"author":6629,"featured_media":15466,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[10841],"tags":[580501,820179,512675,287],"class_list":["post-15465","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-aktuell","tag-garten","tag-selbstanabu","tag-studenten","tag-uni-bremen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6629"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15465"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15465\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15471,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15465\/revisions\/15471"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15466"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15465"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15465"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}